Klimawandel, Fleischkonsum und die Ernährung der Zukunft.

in klimawandel •  5 months ago  (edited)

Im Rahmen meiner regelmäßigen Streifzüge durch den STEEM(it)-Artikelwald fallen mir in letzter Zeit des Öfteren Posts auf, deren Autoren sich über jegliche Umweltschutzbemühungen, den "angeblich menschengemachten Klimawandel" sowie Menschen lustig machen, die versuchen, beispielsweise durch Energiesparen und eine entsprechende Ernährung, die knapper werdenden Umweltressourcen zu schonen.

Der Diktatur des 'grünen Gutmenschen' gilt es sich 'heldenhaft' zu widersetzen, indem man täglich drei Schnitzel "vom Feinsten" verzehrt, eine "alte Dreckschleuder" fährt und selbstverständlich, also nicht aus Pragmatismus, sondern aus Trotz, um es all diesen Fahrrad fahrenden Ökos mal so richtig zu zeigen, in den Urlaub fliegt.
"Wahrhaft märtyrerhaft!" kann ich da nur ehrfürchtig beipflichten - sowas erfordert Mut! (Bei möglicherweise im letzten Satz aufgetretenen Spuren von Ironie, muss es sich um reine Zufallsartefakte handeln.) :)
Keine Angst, ich nehme niemandem sein Schnitzel und seine Dreck......... ähm ... sein Auto weg. Was ich jedoch sehr wohl tue, ist von meinem, in einer Demokratie glücklicherweise auch 'grünen Gutmenschen' gewährten Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch zu machen und meinen Standpunkt bezüglich des 'angeblichen' Klimawandels, unnötiger Umweltverschmutzung und, um das Ganze etwas innovativ-interessanter zu gestalten, der Zukunft menschlicher Ernährung, kundzutun.


Quelle: pixabay.


Ist der Klimawandel nun "menschengemacht" oder nicht?


Dass allein der Mensch für die derzeit weltweit höher werdenden Temperaturen verantwortlich ist, behaupte ich nicht. Klimaveränderungen sind natürlicher Bestandteil der Erdentwicklung. Daran, dass Homo sapiens jedoch in nicht unerheblichem Maße seine Finger im Spiel hat und Mitverantwortung für den sich momentan vollziehenden Klimawandel trägt, habe ich nicht den geringsten Zweifel. Da dies kein wissenschaftlicher Artikel ist, beschränke ich mich zwecks Untermauerung meiner Ansicht auf Hinweise auf leicht nachvollziehbare Versuche und die Erwähnung einer m. E. sehr interessanten Studie:

Dass CO2 prinzipiell als Treibhausgas wirkt, dürften die Wenigsten bestreiten. Sein Effekt kann recht gut mit einfachen Versuchen wie diesem veranschaulicht werden.
Selbstredend sind die Gegebenheiten innerhalb der Atmosphäre komplexer, aber am Grundprinzip, dass CO2 und andere Treibhausgase (z. B. Wasserdampf) das Austreten von langwelliger Wärmestrahlung aus der Atmosphäre verhindern, ändert das nichts.

Offensichtlich wird der Effekt beim Vergleich der Wärmeabstrahlung an der Erdoberfläche mit derjenigen in 100 km Höhe.

Des Öfteren höre ich das Argument, die prozentuale Menge des durch den Menschen emittierten CO2 sei, gemessen am insgesamt in der Atmosphäre enthaltenen Kohlenstoffdioxid, sehr gering. Bestünde jedoch die Atmosphäre zu 100 % aus Stickstoff und Sauerstoff, herrschten auf der Erdoberfläche im globalen Mittel tiefe Minustemperaturen. Dass es bei Weitem nicht so kalt ist, zeigt, dass schon die geringen, natürlicherweise vorliegenden Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre relativ große Auswirkungen haben und auch kleine Veränderungen die Temperatur relativ stark beeinflussen können (ähnlich wie ein kleiner Tropfen Milch ein ganze Tasse Tee eintrübt).

Mir bekannte Studien laufen darauf hinaus, dass die Erderwärmung derzeit schneller vonstatten geht als zu früheren Zeitabschnitten, zu denen ebenfalls eine Zunahme der Temperatur zu verzeichnen war, Beispiel: "Das Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) vor rund 56 Millionen Jahren brachte unserem Klima einen ungewöhnlich rapiden Wärmeschub. Innerhalb von geologisch enorm kurzer Zeit stieg die Kohlendioxid-Konzentration der Atmosphäre stark an und als Folge erwärmte sich die Erde um rund fünf Grad."

Interessant ist jedoch die Frage, wie schnell sich die derzeitige Erderwärmung verglichen mit früheren vollzieht. In der Zeit bevor vor ca. 56 Millionen Jahren das "Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum" (PETM) erreicht wurde, betrug der maximale CO2-Ausstoß ungefähr 0,6 bis 1,1 Petagramm pro Jahr (worauf Isotopenanalysen hindeuten). Heute liegen die von Menschen verursachten Emissionen bei ca. 10 Petagramm (1 Petagramm = 1015 g) pro Jahr, woraus, so Zeebe et al. folgt, dass die bislang schnellste Klimaerwärmung der jüngeren Erdgeschichte deutlich langsamer verlief als der aktuelle Klimawandel.

Ich könnte weitere Studien nennen, belasse es aber bei der Feststellung, dass die große Mehrheit aller Wissenschafter zu sehr ähnlichen Ergebnissen kommt.

An dieser Stelle will ich noch kurz auf das Argument (die Ausrede!) eingehen, der Mensch trage zwar durchaus seinen Teil zum Klimawandel bei, aber was könne man als einzelner Deutscher schon bewirken, wo doch Länder wie China oder Indien vieeel mehr CO2 ausstießen - ein Tropfen auf den heißen Stein, nicht wahr?
Das eigene Verhalten ist also völlig egal, wenn irgendjemand anderes sich nicht genauso verhält? Also lasse ich ab jetzt z. B. einen Plastikbecher einfach hinter mir fallen, statt ihn bis zum nächsten Mülleimer zu bringen, weil in Indien sowieso so viel Plastik rumliegt, dass mein Handeln an der Gesamtsituation kaum etwas ändert? Am besten macht das jetzt jeder so: Bevor nicht irgendjemand anderes (oder besser noch: alle anderen außer man selbst) damit anfängt, sich um seinen Dreck zu kümmern, macht man es auch nicht. Dann fängt niemals jemand an, irgendetwas besser zu machen als vorher ... aber das ist ja nicht mein Problem?
Abgesehen davon sind beispielsweise die CO2-Emissionen pro Kopf (und wie sonst, außer pro Kopf, könnte man die Emissionen eines Landes fair bewerten?) der Chinesen geringer als unsere, und für neue chinesische Kohlekraftwerke gelten strenge Grenzwerte, während deutsche zu den dreckigsten Europas gehören.

Was hat mein Rindersteak mit dem Klimawandel zu tun?


Angenommen (ich neige zuweilen unvernünftigerweise zur Annahme höchst unwahrscheinlicher Ereignisse), die 'Fleischfraktion' und 'Antigutmenschenkoalition' gestünde mir jetzt zähneknirschend zu, dass der Mensch tatsächlich zur Erwärmung der Atmosphäre beitrüge ... dann hieße das aber doch noch lange nicht, dass ausgerechnet unser Fleischkonsum dafür verantwortlich wäre? Doch, das ist er (neben anderen Faktoren) sehr wohl:
Rinder setzen beim Verdauen beträchtliche Mengen des Treibhausgases CH4 frei, dazu kommen die während der Fleischverarbeitung und seines Transports anfallenden Emissionen. Eine aktuelle Studie des Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP) sowie der Umweltorganisation Grain kam zu dem Ergebnis, die fünf größten Fleisch- und Molkereikonzerne seien bereits heute - mit zunehmender Tendenz - für mehr Treibhausgas-Emissionen pro Jahr verantwortlich als die Ölkonzerne Exxon-Mobil, Shell oder BP.

Aber auch abgesehen von den Konsequenzen für das Klima spricht aus meiner Sicht vieles dafür, seinen Fleischkonsum zu reduzieren:

  • Sowohl Flächen- als auch Wasserverbrauch sind für die Produktion von Rindfleisch um ein Vielfaches höher als für die Erzeugung derselben Menge Gemüse:
    Laut Water Foodprint Network werden für die Herstellung eines Kilogramms Fleisch mehr als 15000 Liter Wasser benötigt, für dieselbe Masse an Kartoffeln nur 287 Liter. Eine der Folgen unseres enormen Fleischkonsums ist Wasserknappheit in vielen Gebieten der Erde sowie zusätzliche Nitrat-, Phosphatbelastung und Kontamination des Grundwassers durch Antibiotikarückstände.
    Gemäß der WWF-Studie "Fleisch frisst Land" werden für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch außerhalb der EU bis zu 49 m2 Fläche benötigt (in Deutschland 27 m2), während es für dieselbe Masse an Kartoffeln nur ca. 0,25 m2 sind.
    Der Flächenverbrauch geht mit der Zerstörung großer Regenwaldgebiete (die zugleich CO2-Speicher darstellen) oder Savannen wie beispielweise der brasilianischen Cerrado einher.

  • Die insbesondere auch in Deutschland weit verbreitete Massentierhaltung ist Quälerei. Beispielsweise werden hierzulande neugeborenen Ferkeln ohne Betäubung die Schwänze abgeschnitten, weil sie sie sich aufgrund ihrer durch die beengte Lebensweise erhöhten Aggressivität sonst gegenseitig abbeißen würden. Männlichen Jungschweinen knipst man die Eckzähne ab und reißt zwecks Kastration ohne Betäubung die Hoden heraus.
    Abgesehen davon fördert der, um durch die beengte Haltung begünstigte Krankheiten halbwegs in Schach halten zu können nötige Antibiotikaeinsatz die Bildung multiresistenter Keime.



Was sind die Alternativen?


Ungeachtet obiger Argumente denkt die Weltbevölkerung derzeit gar nicht daran, ihr Wachstum einzustellen. Wie könnten zukünftig alle Menschen vor Mangelernährung bewahrt werden?

Mögliche Ansätze sind (habt ihr weitere Ideen?):

  • Weniger Fleisch essen, aber dafür auf Qualität achten (nicht mit der Massentierhaltung geschuldeten Stresshormonen vollgepumptes Fleisch dürfte nicht nur gesünder sein, sondern auch besser schmecken!).
    Dadurch stünden größere Flächen für den Anbau pflanzlicher Lebensmittel zur Verfügung.

    Interessant finde ich eine Studie, deren Ziel es ist mittels Einsatz von Computermodellen herauszufinden, welche Nutzpflanzen für welche Regionen der Welt besonders geeignet sind und die höchsten Erträge liefern würden.

  • Aus Zellkulturen generiertes Muskelfleisch wird wohl früher oder später in den Geschäften Einzug halten (Vorteile: Keine Tiere müssen dafür leiden oder getötet werden; geringerer Ressourcenverbrauch; keine Antibiotika).

  • Ich halte Insekten als alternative Proteinquelle für hochinteressant. Ihre Biomasse ist enorm groß, sie sind knusprig (Heuschrecken!) und nährstoffreich! :-)
    Hier noch ein Beispiel für einen Insekten-Food-Lieferanten.

  • Algen enthalten viele Nährstoffe, bringen auf kleinstem Raum (dreidimensional und extrem schnell wachsend!) einen sehr hohen Ertrag und benötigen dafür sogar deutlich weniger Wasser als konventionelles Getreide.

  • Ich höre die Fleischfraktion aufjaulen, wie ein ebenfalls Fleisch fressender Wolf, aber ja: Es gibt mittlerweile neben weniger wohlschmeckenden auch äußerst leckere vegetarische Pasten, 'Fleischimitate' und Gerichte. Ich selbst brauchte eine ganze Weile, im vielfältigen Angebot diejenigen vegetarischen Speisen zu finden, die mir zusagen. :)
    Das älteste vegetarische Restaurant der Welt, das Zürcher Hiltl, wurde übrigens 1898 eröffnet und mittlerweile durch eine fleischlose Metzgerei ergänzt, wo man beispielsweise "vegetarische Riesengarnelen" aus Yamswurzel, sojabasierte "vegetarische Rinderfilets" und würziges "Tartar" auf Auberginen-Tomaten-Basis kaufen kann.

"Hab ich's doch gewusst, der @jaki01, diese männliche Claudia Roth, will uns unseren Fleischkonsum verbieten!" Ich weiß, ich weiß, liebe Fleischgenießer, falls ihr bis hierher durchgehalten habt, habe ich euch so einiges zugemutet, aber ich will niemandem etwas verbieten. Jeder kann tun und lassen, was ihm beliebt. Ich habe lediglich einige Fakten zusammengestellt, aufgrund derer ich es für sehr vernünftig hielte, den Jahresdurschnittsfleischverbrauch von 60 kg pro Deutschem etwas zu reduzieren ... :)
Ich selbst esse übrigens gerne ab und zu ein leckeres Stück Fleisch, wobei ich auf Qualität statt Quantität achte. :)



Quellen:


  1. https://www.sonnentaler.net/aktivitaeten/meteorologie/klima/klima-planet-ich/ue3/co2.html
  2. http://www.science-skeptical.de/blog/treibhauseffekt-fuer-super-dummies/0014220/
  3. https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/rekordrate-der-co2-emissionen/
  4. https://www.nature.com/articles/ngeo2681
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_CO2-Emission#Länderliste_der_CO2-Emissionen_pro_Kopf
  6. http://www.movum.info/themen/ressourcen-und-macht/389-chinas-wende-bei-der-kohle
  7. https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kohlekraftwerke-in-deutschland-stossen-mehr-co2-aus-als-im-eu-schnitt-a-962028.html
  8. https://www.iatp.org/emissions-impossible
  9. https://waterfootprint.org/en/resources/interactive-tools/product-gallery/
  10. http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF_Fleischkonsum_web.pdf
  11. https://de.wikipedia.org/wiki/Cerrado_(Brasilien)
  12. https://www.welt.de/debatte/kommentare/article184731400/Massentierquaelerei-Fleisch-ist-billig-Fleisch-ist-Muell-Eine-Schweinerei.html
  13. https://www.zeit.de/wissen/2014-05/antibiotika-resistenzen-resistente-keime-who
  14. https://www.nature.com/articles/s41561-017-0004-5
  15. https://www.wissen.de/vitro-fleisch-hack-und-co-aus-dem-reagenzglas
  16. https://www.ugb.de/downloads/pdf/articles/Insekten.pdf
  17. https://www.zirpinsects.com
  18. https://de.wikipedia.org/wiki/Algen_(Lebensmittel)
  19. https://hiltl.ch
  20. https://www.fr.de/wirtschaft/fleischkonsum-deutsche-essen-kilogramm-fleisch-jahr-11975062.html
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Ich verfolge gespannt Artikel zu Themen wie Klimawandel und Nachhaltigkeit. An dieser Stelle erinnere ich mich gerne an unser Gespräch in Krakau letzten Jahres zurück :-)

Zum Thema Fleischkonsum kenne ich beide Seiten. Als ich vor ca. 10 Jahren intensiv zu trainieren begann, dachte ich, es sei für den Muskelaufbau unbedingt erforderlich, reichlich Proteine aus tierischen Quellen zu konsumieren. Da mich aber die negativen ökologischen und ethischen Auswirkungen zunehmend stark beschäftigten, habe ich für mich die Konsequenz gezogen, vegan zu leben. Nach über drei Jahren kann ich rückblickend sagen, dass dies die beste Entscheidung meines Lebens war ,die mich in allen Aspekten bereichert hat.

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Ein sehr schöner Artikel von Dir! Ich denke nicht dass die Menschheit am Klimawandel schuld ist. Ich denke aber wir beschleunigen ihn.
Meinen Fleischkonsum zu reduzieren/einzuschränken kommt für mich nicht in Frage. Ich achte jedoch darauf „vernünftiges“ Fleisch zu kaufen. Ob man dann auf die Biosiegel usw. uneingeschränkt vertrauen kann ist wiederum eine andere Frage. Am besten ist bei mir das Gefühl wenn ich mein Fleisch beim Metzger um die Ecke kaufe anstatt in Rewe un Co. in Plastik verpacktes Fleisch zu kaufen....

  ·  5 months ago (edited)

Ich denke, der in der von mir zitierten Studie von Zeebe et al. angegebene, vom Menschen verursachte und verglichen mit dem letzten Temperatur-Maximum um den Faktor Zehn erhöhte CO2-Ausstoß lässt keinen Zweifel daran, dass unsere Aktivitäten ein zumindest mitentscheidender - wenn auch vielleicht nicht der alleinige - Grund für die aktuell stattfindenden Klimaveränderungen sind.
Ich kann bei Beschäftigung mit den derzeit bekannten Fakten zu keinem anderen Ergebnis kommen,
aber natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, welche Schlussfolgerungen er zieht. Mir ging es vor allem darum, eine möglichst große Fülle an Informationen zur Verfügung zu stellen.

Ja, gutes Fleisch ist etwas Leckeres. :)
Ich halte zwar eine Reduzierung des Fleischkonsums für geboten, finde es aber auch sinnvoll, so wie du darauf zu achten, wo man es kauft.

  ·  5 months ago (edited)

Esse seit 10 Jahren kein Fleisch, gibt immer irgendeinen Typen der dir erklärt man braucht Fleisch für xyz. Und trotzdem ist er schwach, und trotzdem ein Lauch, trotzdem keine Leuchte, trotzdem scheiß Hautbild, dies das Ananas. Es ist einfach nur ein Luxus den ich nachvollziehen kann (Innere Organe wie Leber, Hirn, Knochenmark, kollagene Strukturen, Blut.... eben eine natürliche tierische Ernährung, die alle ekelig finden ist was anderes), wie ich auch einen 6L V12 Bi-Turbo nachvollziehen kann oder den Spass am Fliegen und Urlaub machen...

Nicht in der teuren S-Bahn mit zwei Fingern schwitzend an der Stange hängen, nicht Morgens schon von Trickbetrügern angebettelt zu werden, nicht den Rest bei 50grad in der Sonne, zufuß laufen zu müssen, nicht in der Mittagspause teure vegane Produkte kaufen zu müssen, nicht ein ICE-Ticket buchen müssen wo man 50minuten Verspätung hat und dann auch noch stehen muss und am Abend dann nicht auf den fetten Self-Vote verzichten - wäre vermutlich nicht nur spassiger sondern auch ökonomischer und das iökonomische st was falsch läuft.

Das war richtig gut :-)

Heuschrecken sind nicht mein Fall, aber jeder hat auch das Recht nicht zu Essen was er nicht mag... Komm nicht mit dem Satz, probier es mal - lieber @jaki01 :-)))
Ich gebe dir Recht, diese enorm große Haltung der Tiere ist eine Menge, die wir nicht bisher genügend beachten.

Die Welt wandelt sich auch ohne uns, das hat man in der Geschichte gesehen, allerdings ist unser Handeln auf der Welt so schlecht, dass es die Welt schneller wandelt und nicht in die Richtung wie es der natürliche Weg gewesen wäre.

Die Ergebnisse sieht man jetzt schon, allerdings wird es uns später noch härter treffen.

Komm nicht mit dem Satz, probier es mal - lieber @jaki01 :-)))

Probiers doch einfach mal? :)

Ich würde mich sow weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass wir die meisten Lebensmittel wegschemissen und für die Ernährung der Tierindustrie herstellen. Der kleinste teil essen wir selbst....

Vielen Dank für diesen tollen Artikel und die viele Arbeit, die du dir damit gemacht hast!

... tollen Artikel ...

Gut, dass mal jemand sagt, wie's iss! :)))

Ich bin ganz deiner Meinung. Neben der unsäglichen Tierhaltung geht mir der Plastikverbrauch für Kleinstportionen, sei es für Kosmetik oder "ToGo-Snacks", gehörig auf den Sack. Es ist einfach nicht mehr normal, wie wir uns zumüllen.
Allerdings hab ich eine interessante Beobachtung gemacht. Ich war von 2008 bis 2018 strenger Vegetarier. Dann wurde ich das erste mal schwanger und hatte großen Blutverlust etc. Ich kam an die ganzen vegetarischen Fleischersatzprodukte überhaupt nicht mehr ran. Mich hats gewürgt allein bei der Vorstellung, ne "Wiener" aus Pflanzenprotein zu essen. In der zweiten Schwangerschaft dasselbe. Nun ist mir dabei allerdings aufgefallen, dass ich es jetzt wieder essen könnte theoretisch. Das bedeutet für mich: nicht das Ersatzprodukt ist schlecht, sondern mein Körper brauchte in dieser Zeit "echte" tierische Proteine und vielleicht auch schnelles Eisen etc. Mit echtem Fleisch hab ich meinen HB Wert in kürzester Zeit wieder auf Normalwert gebracht und merke JETZT, dass ich kaum noch Fleischbedarf habe. Also es ist eine Frage des echten Brauchens, die wir uns stellen müssen. Wir sind Fleischesser, ja, aber nur, wenn wir ein Defizit haben, das wir ausgleichen müssen. Unter "normalen" Umständen brauchen wir es nicht wirklich. Insofern gehöre ich mittlerweile zur Fraktion "Gelegenheits-Fleischesser".

Es ist einfach nicht mehr normal, wie wir uns zumüllen.

Es ist unsäglich und betrifft keineswegs nur Entwicklungsländer.
Ich habe bereits mehrere Artikel über das globale und unser spezielles Müllproblem verfasst, z. B. diese:

Insofern gehöre ich mittlerweile zur Fraktion "Gelegenheits-Fleischesser".

Das bin ich letztlich auch.

Übrigens kam mir einmal die Theorie zu Ohren (ich finde auf die Schnelle gerade keine diesbezüglichen Quellen), bei schwangeren Frauen würde viel zu häufig Eisenmangel diagnostiziert, weil eine niedrigere Eisenkonzentration im Blut neben Nachteilen auch den Vorteil hätte, schädlichen Bakterien weniger Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

'Eisenmangel' schützt anscheinend auch vor Malaria.

All das ändert natürlich nichts an der Wichtigkeit von Eisen für unseren Körper und der Gefährlichkeit echten Eisenmangels.

Lieber jaki01, was ich an Deinem Steemit-Blog u.a. so sehr schätze ist, daß man mit Dir auch bestens die heißen und kontroversen Themen unserer Zeit, wie ich finde ausgiebig auf hohem Niveau, diskutieren kann, auch wenn man nicht komplett einer Meinung ist. Wenn alle immer der gleichen Meinung wären, wäre es im übrigen auch keine Diskussion. Du hast Dir bei diesem Beitrag wieder einmal richtig Arbeit gemacht. Dies ist schon daran zu erkennen, daß Du dir die Mühe gemacht hast, Deine Aussagen mit Angaben der Quellen zu verifizieren. So sollte gute journalistische Arbeit auch aussehen - auch wenn es nicht ausschließt, daß in einer Quelle womöglich "falsche" Aussagen getroffen werden könnten.
Dein Artikel ist für mich ein glasklarer Resteem, auch wenn ich nicht mit allen Aussagen konform gehe. Eigentlich müsste man sich einen kompletten Tag Zeit nehmen und dieses Thema von Angesicht zu Angesicht diskutieren.
Wahrscheinlich ist es das beste, wenn ich auch einige Beiträge zu dieser Thematik mache und mich immer wieder auf diesen Beitrag hier beziehe.
Selbstverständlich bin ich auch für den Erhalt der Umwelt, also deren Schutz. So versuche ich nicht Ressourcen unnötig zu verbrauchen. Auch an der ausufernden Konsumgesellschaft nehme ich sowie nicht teil. Dies unterscheidet mich wohl auch von vielen „Predigern und Jüngern“ des Klimaschutzes, bei denen mir oft das alte Prinzip Wasser predigen, Wein saufen zu gelten scheint. Auf jeden Fall kann ich Deine Wut auf die Leute, die die ihren Müll einfach nach dem Prinzip „aus dem Augen, aus dem Sinn“ in der Umwelt entsorgen bestens nachvollziehen. Selbst auf der Tour durch das Spessartidyll des Haseltals habe ich Müll im Bach entdeckt. Ich musste sofort an Dich denken…

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Aber was soll Klimaschutz eigentlich bedeuten? Umweltschutz – das erschließt sich mir sofort. Wer wird schon dagegen sein? Aber das Klima – also einen statistischen Wert, wie will man den schützen? Beim Patentamt vielleicht…. ;-)
So sehr ich also die Umwelt für schützenswert halte, so sehr scheint mir die Klimadiskussion fast religiös zu verlaufen. Auffällig ist auch, daß man zu diesem Thema keine Kritik äußern darf, will man nicht als Kätzer gelten. Mir ist auch keine echte Diskussion mit wirklichen Kritikern der gängigen Meinung in den GEZ Medien (die ich nicht mehr angucken (kann)) in Erinnerung.
Eine sehr einleuchtende Einschätzung zu dem Thema habe z.B. auch von Dirk Dirk Müller gefunden. Auch mit ihm bin ich nicht immer einer Meinung. Aber diese Analyse wirkt auf mich sehr schlüssig.

Zu dem Invitrofleisch habe ich noch eine bemerkenswerte Kritik von Udo Pollmer gefunden. Ab 5:30 ff äußert er sich dazu. Wenn es so hergestellt wir, wie hier beschrieben, würde der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben werden. Das kann keiner wollen, der Tiere wirklich schützen will. :-(

  ·  5 months ago (edited)

Vielleicht noch eine Anmerkung zum guten Udo Pollmer. Ich finde, er pauschalisiert in seinem Video zu sehr: "Tja, so sind sie halt, unsere Veganer." ist nicht das einzige Beispiel. Ich kann absolut verstehen, dass es ihn erzürnt, wenn ihm falsche Zitate untergeschoben werden (das geht übrigens vielen Grünen-Politikern nicht anders), aber es trägt eben dennoch nicht zur Versachlichung der Diskussion bei, dann gleich alle in einen Sack zu stecken und draufzuhauen.
Was das Kälberserum betrifft, hat er einerseits Recht, aber andererseits steht beispielsweise in der bereits in meinem Artikel zitierten Quelle zum 'Kunstfleisch', dass selbstverständlich nach Alternativen gesucht wird. Ich schrieb ganz bewusst von der Ernährung der Zukunft (nicht der Gegenwart).
Wenn es um Zukunftstechnologien geht, sind so gut wie immer zunächst kleinere oder auch größere Hürden zu überwinden. Ich bin mir ehrlich gesagt ziemlich sicher, dass es nicht beim Kälberserum bleiben wird.
Mich erinnert das an ein typisches Argument gegen Elektroautos, deren Akkus benötigten ja so viel Cobalt und andere Elemente, die beim Abbau Umweltschäden verursachen. Wer so etwas ins Feld führt, hätte bereits vor zwei Jahren meinen Artikel über die Firma BYD lesen können, die bereits zu diesem Zeitpunkt LiFePO4-Akkus ganz ohne Cobalt oder andere Schwermetalle verbaute (und deren Fahrzeuge übrigens auch Strom ins Netz einspeisen oder die Akkus anderer E-Autos aufladen statt nur selbst aufgeladen werden zu können).
Manchmal habe ich den Eindruck, es werde in voller Absicht nach Problemen statt deren Lösungen gesucht. :)

Ich habe auch ganz bewußt geschrieben, daß es ein Problem ist, wenn das Invitrofleisch so hergestellt wird, wie von Pollmer beschrieben. Ich muß mich ja auf seine Ausführungen verlassen, da ich mich auf dem Gebiet überhaupt nicht auskenne. Momentan scheint es noch keine Lösung des Problems zu geben. Aber die Raumschiff Enterprise Ernährung wäre sicherlich das Optimum. ;-)

Natürlich arbeitet Pollmer auch mit Verallgemeinerungen. Das ist so und dessen bin ich mir auch durchaus bewußt. Er redet ja auch gerne über die "ErnährungsberaterINNEN", die ihre Selbstkasteiung in diesem Beruf ausleben können, indem sie ihre Essstörungen ausleben und anderen aufbürden können. Auch das ist sicherlich eine Verallgemeinerung, die aber womöglich darauf fußt, daß es statistisch gesehen eine unnatürliche Häufung an Damen gibt, auf die diese Beschreibung zutrifft.

Pollmer hat z.B. auch über Waldpilze mal gesagt, wie unberrechbar und gefährlich es sei, sowas zu essen. Da kann ich sicher sage, daß es übertrieben ist. Wenn es nicht so wäre, könnte ich hier nichts mehr schreiben.... ;-)

Wie gesagt bin ich mir ziemlich sicher, dass das Kälberserum ein ähnlich überwindbares Problem ist, wie das Cobalt im Akku oder das Platin in der Brennstoffzelle.
Lies z. B. mal hier.

Es wäre echt schön, wenn es gelänge, dieses Dilemma zu überwinden. Es ist echt nicht schön ständig ausblenden zu müssen, daß man andere Lebewesen verspeist, wenn man in ein saftiges Steak beißt. Das wäre wirklich mal ein bahnbrechender Fortschritt!

  ·  5 months ago (edited)

Wenn alle immer der gleichen Meinung wären, wäre es im übrigen auch keine Diskussion.

So ist es, und das wäre wohl auch ziemlich langweilig. Deshalb sollten wir alle uns vielleicht einmal fragen, warum wir es häufig als geradezu 'frevelhaft' empfinden, wenn jemand eine andere Ansicht als die eigene Vertritt. Würden viele Menschen darauf etwas gelassener reagieren, wäre damit schon viel gewonnen.

Aber was soll Klimaschutz eigentlich bedeuten?

Das Klima können wir nicht 'retten', denn es wird immer irgendein Klima geben. Was wir jedoch können, ist zu versuchen, die Parameter (z. B. die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre) welche für den IST-Zustand des Klimas verantwortlich sind, möglichst konstant zu halten, denn unser eigener Organismus hat sich im Laufe der Evolution an diesen relativ stabilen Zustand angepasst.
Verändert sich das Klima zu rasch zu stark, wird es zwar sicherlich irgendwelche widerstandsfähigen (in der Mehrzahl kleinen) Organismen geben, die sich daran anpassen - das Leben selbst wird weitergehen - hochkomplexe, auf große Mengen Energie und konstante Umgebungsvariablen angewiesene Organismen wie wir (und unsere Nutztiere und -pflanzen) werden sich aber möglicherweise schwerer damit tun.
Es geht also nicht um die 'Rettung' des Klimas oder der Welt, sondern darum, ersteres möglichst stabil und letztere für Organismen wie uns möglichst bewohnenswert zu halten, um uns selbst zu 'retten', darum, ob Homo sapiens noch ein paar Jahrzehnte am "großen Spiel der Evolution" teilnehmen darf oder nicht; lustig, sich da gönnerhaft zu überlegen, ob er die gesamte Welt retten könne (welch größenwahnsinnige Verkennung der Lage), denn die wird weiterbestehen, ob nun mit oder ohne uns.

Rapide Klimaänderungen stelle ich mir wirklich problematisch vor. Was ich allerdings an der gängigen Meinung für kritisierenswert halte, ist der Umstand, daß so getan wird, als sei das aktuelle Klima das Optimum, und man müsse es genau auf diesem Stand halten. Ich bin mir aber sehr sicher, daß es einer großen Mehrheit der Lebewesen dieses Planeten gut täte, wenn es noch etwas wärmer werden würde - vielleicht etwa so warm wie zu der Zeit, als die Römer in Röcken und Sandalen Europa erobern konnten, und als man wesentlich größere Landstriche Grönlands bewirtschaften konnte. Dies ist natürlich auch nur als Anhaltspunkt zu sehen. Und ja, dieser Zustand sollte sich nicht von heute auf morgen, also über Nacht einstellen, so daß man (oder die Lebenwesen allgem.) auch die Chance hat, sich darauf einzustellen und / oder daran anzupassen. Würde es kälter werden, wäre es sicher viel dramatischer, weil dann wirklich Hungersnöte drohen, wie man in der kleinen Eiszeit gut sehen konnte.
Mehr Gelassenheit und vor allem Fairness in Diskussion - dafür plädiere ich auch. Leider ist das bei gewissen Themen für viele anscheinend nicht möglich, so daß immer wieder gleich mit Ad Hominem Argumenten und falschen Unterstellungen gearbeitet wird. Traurig, aber leider wahr.
Interessant fand ich auch den Aspekt, daß einige Inseln in der Südsee wahrscheinlich wegen der Plattentektonik dem Untergang geweiht sind. Offenbar wird es aber in manchen Medien so dargestelllt, als sei dies ein Beweis für den voranschreitendend Klimawandel. Es lohnt sich also bei so heißen und emotionsgeladen Themen wie dem Klimawandel immer mehrere Quellen zu beachten. Natürlich kann ich von hier nicht beurteilen, wer Recht hat. Ich ja kein Geologe, kein Meteorologe etc..... Ich denke, Du weißt schon, auf was ich hinaus will.

Zunächst einmal:
Ich finde, man sollte die beiden Fragen,

  • ob der Mensch für den Klimawandel (mit)verantwortlich ist (daran besteht für mich kein Zweifel) und
  • wie sich der Klimawandel auswirken wird (das ist schon schwieriger zu beurteilen),
    deutlich auseinander halten.

Zur Frage der Auswirkungen:

Ich bin mir aber sehr sicher, daß es einer großen Mehrheit der Lebewesen dieses Planeten gut täte, wenn es noch etwas wärmer werden würde - vielleicht etwa so warm wie zu der Zeit, als die Römer in Röcken und Sandalen Europa erobern konnten, und als man wesentlich größere Landstriche Grönlands bewirtschaften konnte.

Ich denke, da gehst du zu sehr von unseren Breiten aus. Etwas weiter südlich, z. B. in Spanien, ist es bereits jetzt sehr trocken. Das wird noch extremer werden. Wüsten in Afrika und Asien werden sich voraussichtlich ausbreiten. Inseln, aber auch Städte wie Jakarta, werden aufgrund des steigenden Meeresspiegels schlicht verschwinden bzw. geräumt werden müssen (daran ändert ja nichts, dass das nicht stets die Ursache für das Untergehen von Inseln ist).

Was die jeweiligen Lebensformen betrifft, dürfte es (bei noch vergleichsweise mäßigem Temperaturansteig) sowohl Gewinner als auch Verlierer geben ...

Ich glaube auch, daß der Mensch mit seinem Handeln einen gewissen Einfluß auf das Klima hat. Schon wenn ich ein Zwiebelebrot esse, werde ich den unmittelbar ausüben.... ;-) Die Frage ist allerdings, wie groß dieser ist. Ich - das gebe ich offen zu - weiß es schlichtweg nicht, glaube aber, er ist nicht so groß, wie man ihn den Unwissenden Menschen glauben machen möchte. Verdächtig finde ich aber schon, daß das IPCC mit manipulierten Graphiken zu hantieren scheint. Die Hockeystickkurve ist wohl längst als Fake enttarnt. Neuere Schaubilder scheinen wohl öfter erst nach der letzten Wärmeperiode im Mittelalter zu beginnen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Der "Klimawandel" ist sicherlich nicht mein persönliches Hauptthema. Mein Bauchgefühl sagt mir einfach, daß da in der Mainstreamdarstellung etwas nicht stimmt. Ich gebe aber zu, daß ich kein Experte bin und mich auf das Wissen und die Meinungen anderer verlassen muß.
Das einzige, was ich sicher weiß, ist, daß ich selbst meinen Müll nicht wahllos wegschmeißen darf, das Wasser nicht verschwenden sollte, nicht bei offenem Fenster heizen sollte etc. . Das ist logisch.

Wo es sog. Gewinner (z.B. in unseren Breiten) gibt, wird es mit Sicherheit auch sog. "Verlierer" geben. In einem Beitrag eines Metereologen habe ich mal gesehen, daß bei steigenden Temperaturen die Wetterextreme abnehmen. Es wird sonst meist behauptet, es sei anders rum. Die Quelle müsste ich aber erst raussuchen.
Was ich in freien Medien auch sehr oft höre und lese, ist daß bei CO2 Zunahme der Planet insgesamt grüner wird. Angelblich soll er auch in den letzten Jahren schon grüner geworden sein. Ebenso soll es auch insgesamt in den letzten Jahren auf dem Planten in der Durschnittstemperatur nicht mehr wärmer geworden sein. All diese Ausführungen stehen im krassen Widerspruch zu dem, was man in den Mainstream Medien hört und liest.
Eine offene Diskussion dazu kann ich nicht sehen. Gegenteilige Meinungen werden einfach als "Klimaleugnung" diffamiert. Das finde ich unsäglich. Eine offene Debatte zwischen den Experten wäre doch wirklich wünschenswert. Leider ist meine Zeit einfach zu begrenzt, als daß ich jetzt noch ein Studium in Meteorologie aufnehmen könnte. Da mangelt es mir auch einfach an Begabung und Interesse in Physik. ;-)

Ein Argument hört man im Mainstream auch ständig. Eine angebliche Mehrheit der Forscher sei sich einig, daß der Klimawandel so standfände, wie beschrieben. Dieses Argument kann sogar ich als Laie als falsch entlarven. Wissenschaft ist keine demokratische Veranstaltung. Wie oft war in der Vergangenheit schon die Meinung des Einzelnen die richtige, z.B. bei Einstein, Galilei etc.. Die Wissenschaft wird generell von der Diskussion und der ständigen Infragstellung des "geltenden" Wissens angetrieben. Und diese Infragestellung soll bei der Klimadiskussion einfach unterdrück werden. Und das läßt bei mir die roten Lichter leuchten - aber wie gesagt, die Umwelt gilt es so schonend zu behandeln. Ganz nebenbei bin ich in meinem Leben erst 2 Stunden mit dem Flugzeug geflogen und habe an keiner Kreuzfahrt teilgenommen. ;-) ;-)

P.S.:
Ich gucke gerade dieses Video . In Sachen Meeresspiegelanstieg gibt auch weitaus weniger alarmistische Ansichten. Warum ist im Mainstream nur eine Ansicht zu sehen? Warum findet eine echte, offene Diskussion nie statt? (Zumindest fand diese Diskussion vor 2017 nicht statt.)

  ·  5 months ago (edited)

Die Frage ist allerdings, wie groß dieser ist.

Um das abschätzen zu können, hatte ich unter anderem die m. E. sehr aufschlussreiche Studie von Zeebe et al. verlinkt.

Eine offene Debatte zwischen den Experten wäre doch wirklich wünschenswert.

Das ist richtig. Richtig ist aber auch, dass ein Großteil der Wissenschaftler sich darüber einig ist, dass der menschliche Einfluss auf den Klimawandel eine wichtige Rolle spielt.

Gegenteilige Meinungen werden einfach als "Klimaleugnung" diffamiert. Das finde ich unsäglich.

Das Klima kann man nicht leugnen. Den Klimawandel kann man leugnen, was aber mittlerweile - im Gegensatz zu früher - fast niemand mehr tut. Den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel kann man leugnen, aber zumindest unter Wissenschaftlern ist das eine absolute Aussenseiterposition. Interessant ist für mich vor allem die Frage bezüglich der Auswirkungen des Klimawandels und wie wir damit umgehen werden.
Da mir oft das Argument der Einflussnahme auf die "käuflichen" Wissenschaftler begegnet: So etwas gibt es sicherlich, aber ich - auch als Wissenschaftler - wehre mich dagegen, 'wir' seien alle bestechlich und korrupt. Es ist übrigens umgekehrt auch so, dass Wissenschaftler, die den menschlichen Einfluss auf das Phänomen untersuchen, unter einer Regierung Trump, den Umweltschutz und Klima nicht die Bohne interessieren, keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten (wobei selbst von der Regierung beauftragte Forscher zu anderen als den 'erwünschten' Ergebnissen kamen). Das ist ebenfalls "unsäglich".

Ich gucke gerade dieses Video ... Warum ist im Mainstream nur eine Ansicht zu sehen?

Meine Quellen sind in der Regel wissenschaftliche Studien. Am liebsten sind mir auch Gegenargumente, wenn sie ebenfalls auf Studien basieren, weil es sich nur dann um überprüfbares Datenmaterial handelt. Ehrlich gesagt lese ich persönlich lieber als mir Videos anzusehen, weil ich da selbst das Tempo bestimme (also entscheide, was ich schon weiß und relativ zügig überlesen kann, und wo ich mehr Zeit zur Verarbeitung brauche) - aber das ist wohl Geschmackssache.

P. S.: Der letzte Abschnitt sollte nicht den Eindruck vermitteln, ich sähe mir die von dir verlinkten Videos nicht an (ich finde Videos nur irgendwie 'mühsamer' als Texte)!

Ich bin eher der Typ, der sich seine Informationnen aus Video- oder Audiomaterial besorgt. Diese gebe ich hier mit meinen eigenen Worten aus der Erinnerung frei wieder. Sämtliche Informationen, die ich hier gebracht habe, stammen ebenfalls von Wissenschaftlern. Bitte siehe es mir nach, daß ich nicht jedes mal eine Quelle angebe. Wenn du eine bestimmte meiner Aussagen durch eine Quelle untermauert haben möchtest, werde ich für Dich schnellstens liefern.

In Deiner Antwort schreibst Du nochmals, daß sich die Mehrheit von Wissenschaftlern in einer Frage einig sei. Ich möchte an diesem Punkt nochmals darauf hinweisen, daß Wissenschaft keine demokratische Veranstaltung ist und es hierbei nicht um Mehrheiten, sondern ausschließlich um die Wahrheit geht. Insofern sind diese Mehrheiten, sofern es diese überhaupt gibt, was ich anzweifele, irrelevant.

Zur Aufheiterung hier das Programm des aus Miltenberg (Nachbargemeinde von Wertheim) stammenden Diplom Physikers Vince Ebert. Dauert nur 3 Minuten. Aber die sollte jeder, der über den Klimawandel debattiert kennen. Ist es nicht schön, daß selbst der IPCC zugibt, daß die Klimavorhersagen mit ihren Modellen im Grunde zu keinem validen Ergebnis führen können. ;-) ;-)

Daß sich das Klima ändert hat meines Wissens nach übrigens noch nie jemand bezweifelt - ja sicher, hier wird es natürlich auch die berühmte Ausnahme geben. Das war meiner Meinung nach lediglich eine Diffamierungskampagne der "Qualitätspresse".

  ·  5 months ago (edited)

Darauf, dass die große Mehrheit der mit dem Thema befassten Wissenschaftler von einen zumindest stark menschenbeeinflussten Klimawandel überzeugt ist, würde ich eine hohe Wette eingehen. Bevor du nun eine solche Wette anzunehmen in Erwägung ziehst, empfehle ich dir mal hier reinzuschauen. :)

Es gibt im Wissenschaftsbetrieb natürlich auch Fälle, in denen einer richtig liegt und alle anderen falsch, aber dafür gibt es aus meiner Sicht in diesem Falle keine Anhaltspunkte, da die Argumente der von einem menschlich beeinflussten Klimawandel ausgehenden Wissenschaftler mir absolut einleuchten (CO2 ist Treibhausgas, wir setzen beträchtliche Mengen an CO2 frei, die Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die durchschnittlichen Temperaturen steigen etc.). Wenn etwas aussieht, sich anfühlt und riecht wie ein Elefant, nenne ich es Elefant, bis jemand mir das Gegenteil beweist. :)

Und doch, vor noch nicht allzu langer Zeit wurde von so Einigen, die heute den "menschengemachten" Klimawandel bezweifeln, der Klimawandel bezweifelt.

Den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel kann man leugnen, aber zumindest unter Wissenschaftlern ist das eine absolute Aussenseiterposition.

Ist es wissenschaftlich, diejenigen Wissenschaftler, die den menschlichen Einfluss auf z. B. 5 % taxieren und diejenigen, die ihn auf z. B. 80 % taxieren, in einen Topf zu schmeißen? 😉🤔🧐

Es gibt halt nur kaum welche, die ihn auf 5 % taxieren. :)

Volle Zustimmung, sehr gut aufgezeigt! 👏🏼👍🏼👌🏼🌝

Inseln, aber auch Städte wie Jakarta, werden aufgrund des steigenden Meeresspiegels schlicht verschwinden bzw. geräumt werden müssen

Das wird dem Seastading massiven Auftrieb verleihen. In der Freiheit fernab von irgendwelchem Zwangs-Gewalt-Herrschafts-Gepfusche wurden noch immer adäquate Lösungen ersonnen, die aufgrund der menschlichen - auf dem Selbsterhaltungstrieb beruhenden - Nutzenmaximierungsorientierung idR ressourcenoptimal sind! 🗻🌍🌅

Es wäre interessant die vegane/vegetarische Ernährung einer ketogenen Ernährung (welche zumeist zu großem Anteil aus Fleisch besteht) gegenüberzustellen.
Das wäre quasi Allgemeingut versus das eigene Gut.
Beispiel: Vegetarismus aber vA Veganismus impliziert eine kohlenhydratreichere Ernährung welche neurodegenerative Prozesse beschleunigt. Also entweder man ernährt sich so, dass man in höherem Alter das Leben überhaupt noch genießen kann (weil wenn es mir persönlich grottig geht, dann ist es eh schon wurscht, ob die Welt untergeht oder nicht (klingt egoistisch aber sowas wie Demenz möchte ich wirklich nicht erleben)), ODER ... Man ernährt sich so, dass man in höherem Alter das Leben überhaupt noch genießen kann (weil wenn die Welt untergeht ist es ja eh schon wurscht, ob ich persönlich körperlich und mental fit bin.)
Ich denke Paleo könnte vielleicht der Heilbringer sein. Kohlenhydratarm und betont den Verzicht auf verarbeitete tierische Produkte und stellt den Konsum von Gemüse und Samen in den Mittelpunkt. Unterm Strich wäre das der back to the roots Weg.
Alles in allem sehe ich nicht ein, was so schwierig daran sein soll, sich zumindest ein paar Tage in der Woche (überwiegend) vegetarisch/vegan zu ernähren und alle Ausreden weisen für mich auf Faulheit hin, weil an Ignoranz kann es mittlerweile ja nicht mehr liegen.
(Es gibt zwar unter anderem Leute mit Autoimmunerkrankungen denen nur mehr ein sehr fettreiche Ernährung hilft, da kann ichs verstehen, aber welchen Anteil stellen sie wohl dar)

Sehr guter Beitrag von Dir, Ich gehe sogar mit meiner Auffassung der Klimawandel ist rein Menschen gemacht noch weiter und behaupte es sind 100% die der Mensch an Verantwortung für den Klimawandel trägt.
Ich bin mir aber auch bewusst das es wohl nicht zu schaffen ist den Klimawandel zu stoppen selbst dann nicht wenn Wir (Die gesamte Menschheit) uns mit aller Kraft dafür einsetzen würden.
Ihn zu verlangsamen und hinaus zu zögern sollte unser aller Ziel sein auch wenn er nicht mehr zu stoppen ist.

Upvote und Resteem.

Wow, da steckt Zeit und Energie in deinem Artikel.

Was CO2 betrifft hab ich gemischte Gefühle, deine Links werd ich mir zu Gemüte führen. Wie beim Fleisch gilt hier wohl auch, weniger ist mehr.

  ·  5 months ago (edited)

Grundsätzlich plädiere ich nicht für eine immobile Menschheit. Menschen in anderen, auch weit entfernten Ländern begegnen und viele verschiedene Orte kennenlernen zu können, halte für äußerst bereichernd (so nennen wir Gutmenschen das ja bekanntlich am liebsten). Prinzipiell pflichte ich dem Ausspruch "Reisen bildet." bei.

Allerdings halte ich es zugleich für vernünftig, immer dann, wenn mehrere Optionen zur Verfügung stehen, das umweltfreundlichste Transportmittel auszuwählen, für Kurzstrecken einfach mal laufen oder das Fahrrad nehmen, für längere Distanzen den Zug.

Ich hoffe auch, dass bald immer mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten können und möglichst viele Konferenzen online stattfinden werden, weil das ebenfalls den dichten Verlehr entlastet, umweltfreundlich und außerdem auch bequemer als ständig unterwegs zu sein ist.

Natürlich sollte daran gearbeitet werden, die Emissionen (Abgase, Lärm) der diversen Verkehrsmittel immer weiter zu reduzieren.

Das vielleicht als Kurzzusammenfassung meiner Sichtweise der Dinge.

Keine Sorge, Elon Musk hat auch schon Patente für Flugzeuge.
Das ist der richtige Weg. Nicht verbieten oder einschränken, sondern bessere Technologien.

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Freut mich, dass mein Artikel dich dazu animierte, meine wundervollen Erinnerungen wieder hervorzuholen. Gefallen dir die Fotos?

Die Eltern meiner Frau leben in Indonesien, und somit stellt sich mir die Frage nach dem Verzicht aufs Fliegen nicht (selbst dein herausfordernder Kommentar wird mich mit Sicherheit nicht dazu bringen, per kleinem Segelboot alle Meere zu durchqueren). :-)
Auch auf Urlaube außerhalb Deutschlands verzichte ich nicht.

Der Spritverbrauch pro Passagier pro 100 km betrug 2015 bei Langstreckenflügen zwischen 2,9 bis 3,5 Litern. Das ist m. E. zwar keineswegs optimal, liegt aber möglicherweise unter dem von dir erwarteten Wert. Damit schneidet das Langstreckenflugzeug besser als das Auto, aber deutlich schlechter als die Bahn ab.

Unter anderem deshalb halte ich Inlandsflüge für absolut unnötig, sofern eine gute Zugverbindung zur Verfügung steht, und bin noch nie innerhalb Deutschlands geflogen.

Als absoluter Nichtautofahrer dürfte meine CO2-Bilanz vergleichsweise gut aussehen.

Mich stört deine CO2 Bilanz überhaupt nicht.
Ich bin ein “den Menschen gemachten Klimawandel Leugner”.
Aber wenn man Sätze wie diesen schreibt:

Der Diktatur des 'grünen Gutmenschen' gilt es sich 'heldenhaft' zu widersetzen, indem man täglich drei Schnitzel "vom Feinsten" verzehrt, eine "alte Dreckschleuder" fährt und selbstverständlich, also nicht aus Pragmatismus, sondern aus Trotz, um es all diesen Fahrrad fahrenden Ökos mal so richtig zu zeigen, in den Urlaub fliegt.
"Wahrhaft märtyrerhaft!"

muss man damit rechnen, dass sich einige der Leser an deine älteren Artikel erinnern.
Auch sollte man überlegen, warum viele Leute eine alte Dreckschleuder fahren.
Wobei eine alte Dreckschleuder, die man fährt bis sie auseinander fällt, sicher eine bessere CO2 Bilanz hat, als wenn man ständig neue Autos produziert.
Aber das nur nebenbei...

Oh, ich rechne stets mit so einigem - besonders dann, wenn ich immer mal wieder das Glatteis brisanter Themen wie diesem betrete -, sei dir gewiss. :)

Ich zielte übrigens nicht darauf ab, dass die entsprechende Person in Urlaub fliegt, so wie auch ich, sondern auf die geradezu trotzige Betonung der Tatsache, es anders zu machen als die offenbar völlig vertrottelten 12 %, welche es in Erwägung ziehen, zukünftig der Umwelt zuliebe seltener zu fliegen. Genau, wie kann man nur so dumm sein ...

Auch eine Dreckschleuder bis zu ihrem bitteren Ende zu nutzen, halte ich für durchaus sinnvoll. Allerdings käme es mir eher weniger in den Sinn, damit zu prahlen eine solche zu fahren. :)

Oh, ich rechne stets mit so einigem - besonders dann, wenn ich immer mal wieder das Glatteis brisanter Themen wie diesem betrete -, sei dir gewiss. :)

Wer im Treibhaus sitzt, sollte nicht mit CO2 schmeißen.
😂

;-)

Ich fahre auch eine alte "Dreckschleuder". Einen 20 Jahre alten Diesel, der nicht übermotorisiert ist, wenig verbraucht und einen unverwüßtlichen Motor hat. Dazu versuche ich gerade im Sommer noch so viel wie möglich mit dem Rad zu fahren. Aber nicht wegen der Umwelt, sondern auch weil es mir Spaß macht. Allerdings ist man mit Familie inkl. 2er kl. Kinder auf dem Lande auf ein Auto angewiesen. Auch eine planwirtschaftliche Abwrackpremie wird mich nicht dazu bringen, mein Auto verschrotten zu lassen. Aber ich schweife ab.....
Da ich leider nicht zu den ganz reichen dieses Planeten gehöre, würde ich von einer CO2 Steuer auch über die Gebühr belastet. Wie die MwSt. beträfe diese ja v.a. die Armen. Wenn überhaupt Steuern, dann wie im Mittelalter bitte den Zehnt - und zwar für alle erhoben vom Gewinn. Das kann (fast) jeder auf dem Bierdeckel ausrechnen. Aber ich schweife ab....
Zu diesem umfassenden Artikel, den ich sehr schätze, werde ich mich noch äußern. Dauert noch etwas. Da steckt richtig Diskussionspotential drin.... ;-)

Schlage vor einen Baum oder gleich mehrere zu pflanzen. Das mit dem Fahrradfahren finde ich gut, was mich gerad daran erinnert, dass ich meinen Platten von gestern noch reparieren muss.

Frohes Schaffen!

Ja, das tue ich immer mal wieder.

Man sollte auch die positiven Seiten des bösen CO2 nicht vergessen.
Wie sähe die Welternährungssituation ohne die Düngemittefunktion des zusätzlichen CO2 aus?
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Es ist immer sinnvoll, die verschiedenen Aspekte einer Thematik zu beleuchten.

Was nutzt der Dünger-Effekt wenn alles wegen Dürre oder Unwettern zu Grunde geht ?

Und was ist mit kalkschalenbildenden Meereslebewesen in unseren Ozeanen die vertragen nicht so niedrige PH-Werte.

Die Erde ist grüner geworden.
Ohne diesen Effekt wären wohl in den letzten Jahrzehnten Millionen von Menschen verhungert.

Sie ist grüner geworden, weil die Tundra und der Permafrost taut.
Weil oberhalb der arktischen Kreise alles grün wird.
Nicht, weil es weniger Wüsten gibt.

Du hast als die Studie nicht gelesen.
Kannst es ja nachholen:
https://www.nasa.gov/feature/goddard/2016/carbon-dioxide-fertilization-greening-earth

Sowohl Flächen- als auch Wasserverbrauch sind für die Produktion von Rindfleisch um ein Vielfaches höher als für die Erzeugung derselben Menge Gemüse:

Bei der Flächensache ist halt die Kaloriendichte pro Landfläche irgendwo der entscheidende Faktor (1kg Sellerie enthält weniger Energie als 1 kg Rindfleisch).

Wenn ichs richtig im Kopf habe ist Reis im Bezug auf energie pro Platz relativ gut und Insekten mit Sicherheit unschlagbar:)

Als veganer muss man halt auf hülsenfrüchte stehen (besonders linsen) weil nur reis und weizen essen ist dann doch nicht empfehlenswert(schlechte makro nährstoff verteilung) und von salat wird man ja nicht satt:D)

Schöner Artikel, hat mir gefallen.

Bei der Flächensache ist halt die Kaloriendichte pro Landfläche irgendwo der entscheidende Faktor (1kg Sellerie enthält weniger Energie als 1 kg Rindfleisch).

Es ist mir absolut bewusst, da an den Kriterien drehen zu können (ich dachte auch beim Schreiben des Artikels über diese Problematik nach). Möglich wäre z. B. auch eine Betrachtung der Proteinmasse/Fläche, wenn man annähme, dass in vielen Regionen an Kohlenhydraten weniger Mangel herrschte.

Da aber so unglaublich viel mehr Fläche (und Wasser) pro kg Rindfleisch verbraucht wird als pro kg Kartoffeln (als Beispielgemüse) beließ ich es letztlich bei den Angaben. Selbst wenn ein kg Rindfleisch ca. dreizehnmal mehr Proteinmasse enthält als 1 kg Kartoffeln, 'gewinnt' immer noch letztere, da man für 1 kg Kartoffeln 108 mal weniger Fläche benötigt als für 1 kg Rindfleisch (bei Annahme von 'nur' 27 m2 pro kg Rindfleisch). Hinsichtlich des Wasserverbrauchs sieht es ähnlich aus.

Sehr interessanter Artikel für uns "Fleischesser" 😉
Ich muss gestehen, wir essen Fleisch und wir fahren zusätzlich noch ein altes Diesel-Wohnmobil. Allerdings genießen wir, wenn überhaupt, einmal in der Woche (eher nur 2-3 Mal im Monat) ein Fleischgericht und VERSUCHEN, auf gutes Fleisch zu achten, was uns nicht immer ganz gelingt.
Wir sind absolut gegen Massentierhaltung, auch gegen das üble Urteil zum männlichen Küken-Schreddern, aber einen gesunder Umgang mit dem natürlichen Verzehr von Fleisch finden wir absolut in Ordnung, mehr als manche mehr chemisch als natürlich hergestellten veganen Artikel, die z.B. ein veganer Hersteller selbst nicht essen würde. Bezüglich unserer "Diesel-Schleuder", naja, hier haben wir immer noch die Meinung, dass die Umwelt durch viele andere Dinge viel mehr geschädigt wird als durch ein Fahrzeug, das mit Diesel durch die Gegend fährt. Wir vermeiden so gut es geht, Plastiktüten, werfen unseren Abfall, wenn vorhanden, in die dafür zuständigen Mülleimer, vermeiden bestmöglich Chemie und ich denke, wenn das jeder so tun würde, wäre das vollkommen in Ordnung, ohne nun plötzlich auf alles verzichten zu müssen. Ich glaube, dass bei all diesen Themen auch viel Panikmache dabei ist und Übertreibung.

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  ·  5 months ago (edited)

Ich glaube, dass bei all diesen Themen auch viel Panikmache dabei ist und Übertreibung.

Ich finde, dass man das so pauschal nicht sagen kann:
Die Meere sind nun mal wegen uns ne Müllkippe. Und man muss nicht bis zum nächsten Strand fahren, um das pure Grauen vorzufinden:

Das Artensterben ist keine Einbildung. Dass in Teilen der Welt mittlerweile Menschen statt Bienen die Blüten der Obstbäume bestäuben müssen, dürfte für sich sprechen.

Wir produzieren radioaktiv strahlenden Müll, um den sich unsere Nachkommen (so sie dann noch existieren sollten) auch in Hunderttausenden von Jahren noch kümmern müssen.

Tja, und der Diesel? Ich mache niemandem einen Vorwurf, der einen fährt, aber es sollte doch völlig klar sein, dass Autoabgase (nicht nur des enthaltenen CO2 wegen) eben giftig sind.
Es geht mir übrigens auch gar nicht 'nur' um den Klimawandel, allein schon eine Verbesserung der Luft in meiner unmittelbaren Umgebung ist es mir wert, zum "grünen Gutmenschen" zu werden. Jetzt, wo ich nicht mehr mitten in der Stadt, sondern in einem leicht dörflich angehauchten Randbezirk wohne, fällt mir der Unterschied der Luftqualität sehr deutlich auf, wenn ich mich (was immer seltener geschieht) ins Stadtzentrum begebe. Würden da Elektroautos und -busse fahren, wäre es dort, wo die meisten Menschen leben(!), leiser (ich wohnte früher im fünften Stock und wurde dennoch als Langschläfer vom lärmenden Verkehr geweckt) und sauberer (sogar unabhängig davon, auf welche Art der Strom produziert wird).
Wie an anderer Stelle aber völlig richtig angemerkt wurde, ist es sicher ökologisch sinnvoll, ein Auto solange wie möglich zu fahren, statt sich ständig neue zu kaufen, egal wie umweltfreundlich sie sein mögen.

Es gibt sicherlich auch Übertreibungen, aber insgesamt sehe ich - wie im Artikel beschrieben - eher die Tendenz von Menschen angerichtetes Unheil zu verharmlosen: "Waaas? Wir Deutsche können doch wohl nichts dafür, wenn in Asien Plastik rumliegt!"

Ich finde es super, dass ihr darauf achtet, euren Müll sachgerecht zu entsorgen und qualitativ hochwertiges Fleisch bevorzugt.
Für vegetarische Speisen gilt dasselbe wie fürs Fleisch: Es gibt gute und weniger gute. Was die Zutaten betrifft, müssen sie ja auf der Verpackung vermerkt sein. Die Auswahl natürlich zubereiteter vegetarischer Gerichte kann sich durchaus sehen lassen.
Hauptproblem der Fleischherstellung stellt eben, wie angesprochen, neben der ungesunden, inhumanen und resistente Keime hervorbringenden Massentierhaltung, ihr enormer Wasser- und Flächenverbrauch dar.

So, lieber @jaki01, nun habe ich endlich deinen Artikel in Ruhe (und mit Interesse) durchgelesen. Ich bin - und das wird dich jetzt vielleicht überraschen - bei den meisten Punkten deiner Meinung. Konkret sieht das für mich so aus:

  • Ich esse (fast) kein Fleisch (aber gelegentlich Fisch aus biologischer Aufzucht)
  • Ich mache keine Flugreisen
  • Ich fahre ein kleines benzinbetriebenes Auto mit 3-Wege-Katalysator, bis es mich für immer aus Altersgründen verlässt (ca. 8500 km/Jahr)
  • In der Stadt (oder auch zum Vergnügen) fahre ich fast immer mit dem Fahrrad ohne Strom

Proteinreiche, vegane Lebensmittel (z.B. Hanfmehl, Lupinienmehl, Erdnussmus, ...) stehen stets auf meiner Speisekarte.

Ab und zu sammle ich sogar herumliegenden Plastikmüll beim Spazierengehen auf.

Trotzdem liegt mein "ökologischer Fußabdruck" sicherlich höher als der eines Beduinen in der Sahel-Zone (weil ich ja auch im Winter meine Wohnung mit der Gas-Zentralheizung erwärme und mich peinlicherweise auch zu den "Warmduschern" zähle).

Es gibt - und nun komme ich zum politischen Teil - viele Umweltprobleme (wie von dir beschrieben), und deswegen frage ich mich, ob die ziemlich einseitige Fokussierung auf das CO2 und die derzeitige Klimaerwärmung die richtige, angemessene Schwerpunktsetzung ist.

Das beste, was wir für die Menschnheit und dem Umweltschutz tun könnten, wäre eine konsequente Reduzierung der Militärausgaben. Zu diesem Thema schreibe ich hier gelegentlich Beiträge, stehe aber mit meinem Ruf fast ohne Resonanz da. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mir nicht die Popularität wie Greta zuerkannt wurde.

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Da wird’s für mich mit meiner carnivore diet aber schwierig.
Das Kunstfleisch esse ich ganz sicher nicht.
Vertragen nicht einmal die Ratten:
https://www.gmoscience.org/rat-feeding-studies-suggest-the-impossible-burger-may-not-be-safe-to-eat/

Nun, es gibt ziemlich leckeres 'Kunstfleisch', aber die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Da hätte ich aber auch gerne mitgefuttert - bin kein Dogmatiker! :)

Geschmacklich mag das ganz gut sein, aber ein Blick auf die Inhaltsstoffe hat mir den Appetit verdorben.

Ich habe mir ehrlich gesagt diesen speziellen, von dir verlinkten 'Burger' jetzt nicht genauer angesehen, aber es gibt wirklich alle Arten von Fleischimitaten, einige aus absolut hochwertigen 'Edukten' hervorgegangen, andere leider eher niedriger Qualität. Das ist ganz ähnlich wie bei 'echtem' Fleisch auch.

Den wichtigsten (und grundlegenden) Faktor in dem ganzen Problem hast Du leider nicht erwähnt: es gibt einfach viel zu viele Menschen.
Das ist das eigentlich Problem, nicht was die Leute essen. Wenn das Bevölkerungswachstum so weitergeht wie bisher, können ruhig alle nur noch Kartoffeln essen oder Algen, die Umwelt wird trotzdem den Bach runtergehen.

Das ist natürlich eine unangenehme Tatsache, die - verständlicherweise - den Leuten nur schwer beizubringen ist. Denn wir reden hier nicht über eine Verlangsamung des Wachstums, oder ein Einfrieren auf dem jetzigen Stand, sondern über eine Reduzierung von 75 oder besser 85%.
Ich sehe schon jetzt das Rumgezeter zu diesem Kommentar. Aber dies und aber das, unethisch, kann man doch nicht machen, usw. usw.
Irrelevant, kann ich nur sagen. Es gibt nur 2 Möglichkeiten: entweder wir reduzieren uns (und unseren schädlichen Einfluß auf die Natur) - oder wir werden vom Planet reduziert, und dann vieleicht sogar zu 100%.
Die Erde wird jedenfalls weiterbestehen, mit uns oder ohne uns.

Den wichtigsten (und grundlegenden) Faktor in dem ganzen Problem hast Du leider nicht erwähnt: es gibt einfach viel zu viele Menschen.

"Ungeachtet obiger Argumente denkt die Weltbevölkerung derzeit gar nicht daran, ihr Wachstum einzustellen."

Das ist das eigentlich Problem, nicht was die Leute essen.

Das sehe ich anders. Ja, das Bevölkerungswachstum ist ein Problem, aber nicht das einzige.

Ich habs ja anklingen lassen: ob die Weltbevölkerung damit einverstanden ist zu schrumpfen spielt keine Rolle. Das Einzige worüber wir noch nachdenken können, ist WIE die Schrumpfung stattfindet, nicht ob.

Da bin ich mir eben nicht so sicher ... Bei Nutzung und Ausbau der richtigen (also weniger Energie, Fläche und Wasser verbrauchenden) Ressourcen und einer gerechteren Verteilung könnte ich mir vorstellen, dass eine ausreichende Ernährung auch einer zukünftig weiter wachsenden Bevölkerung möglich wäre.

Immerhin produzieren wir so viele Lebensmittel (kaufen überdies zu unbewusst ein und lagern sie falsch), dass vieles auf dem Müll landet, während woanders Menschen hungern, eine enorme Verschwendung!

[Sarkasmus] Dann haben die Sozialisten aller Couleur und Schattierungen schon sehr gut vorgelegt! Im 20. Jahrhundert haben sozialistische (weit überwiegend kommunistische) Regierungen deutlich über 200.000.000 eigene Bürger zu Tode gebracht inkl. verrecken lassen! Die Todesopfer durch Feindeseinwirkung sind da also nicht mitgezählt, und die noch viel mehr Verletzten und Dauergeschädigten auch nicht! Die Quelle kann ich auf Wunsch gerne raussuchen. Ohne die hätten wir wohl schon über 8 Milliarden Menschen. Und die Inschrift der Georgia-Guidestones dürfte dich entzücken! [/Sarkasmus]

[Sarkasmus, oder?] Wenn man das den Kommunisten überläßt, dann kann das ja nichts werden. Stalin, Mao, Pol Pot, das waren doch alles Stümper. Nicht mal einen ordentlichen Atom- Supergau kriegen die hin. [/Sarkasmus]

Aber wie ich schon sagte, es gibt ja noch die Natur. Wenn erstmal die Bienen weg sind, und es ganzjährig über 30°C hat, und der Meeresspiegel 20m höher ist als jetzt, dann schaffen wir das mit der Reduzierung der Treibhausgase. Weil dann nämlich die meisten Leute verhungert, in Kämpfen um Lebensraum und Wasser getötet oder an neuen Seuchen eingegangen sind.
Es gibt also noch Hoffnung für die Erde.

Well said! Die männliche Claudia Roth 😂
Danke dass du das ganze noch mit einem gewissen Humor siehst, wobei die Lage echt ernst ist.

Jeder sollte zu dem ganzen soviel beitragen wie er in der Lage ist beizutragen. Das würde schon sehr helfen.

Ich für meinen Teil bin gerade dabei immer weniger Fleisch zu essen und zu versuchen meinen Hausmüll zu reduzieren.

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Sehe ich genauso!
(Du hast diesen Kommentar übrigens doppelt abgegeben; siehe unten.)

Danke für diesen Beitrag! Dem kann ich auch nicht wirklich etwas hinzufügen!

Motiviert mich auch für mein Projekt fleischfreier Juli :)

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Freut mich! :)

Tolles ENGAGEMENT
Upvote Steem + PAL + Orden + Gruß :-)

!ENGAGE 10

Ich würde jederzeit und habe zwar schon für Fleisch getötet, finde deinen Artikel dennoch Großartig. Sehr gesund, der Kopf dahinter. Salve vom Alucian.

Danke, danke, und trotz des teilweise etwas sarkastischen Tonfalls, welchen ich im Artikel anschlug, begrüße ich hier ausdrücklich Meinungsäußerungen aller Art, und selbstverständlich auch solche, die von der meinen abweichen. :)

Ich spare nicht mit Worten. Auch einen meist freundlichen Seitenhieb teile ich wohl gerne mal aus, wenn ich zurück blicke. Ich hab sehr aufmerksam gelesen und einfach nur gejubelt innerlich. Denkungsgleich nenne ich dein hier geschriebenes für mich zu lesen. Leider habe ich also nichts zu kritisieren.

Ich stoße immer auf Verwunderung wenn ich meinen Mitmenschen offen prophezeihe, dass wir uns in der Zukunft von Insekten ernähren werden und das Kaufen dieser Nahrung obendrein auch noch mit Kryptowährungen durchführen werden.

Tja, da fehlt dem ein oder anderen wohl die nötige Vorstellungskraft. :)

Ich hatte gestern ein Rentiersteak. Heißt zwar Rentier, aber war wohl nicht schnell genug 😬
Vor Heuschrecken würde ich auch nicht zurückschrecken. Nachhaltige Hydroponik finde ich auch klasse. Abwechslungsreich, nachhaltig und vollwertig sollte die Ernährung sein.

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Vielen Dank für den Artikel.

Diejenigen, welche gegen die Jugend von heute wettern, diese als Marianetten bezeichnen, hätten vor 60 Jahren sicherlich auch gegen diese Beatmusik und Halbstarken was gehabt
;)

Nun, ich find's gut und bin positiv davon überrascht, dass so viele Jugendliche sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen.

Fehlende Schulsstunden sind natürlich ein massiver Incentive;)
Aber es wird sicher eine Menge geben, die sich dadurch erst mit der Sache intensiv beschäftigen.

Da die Grünen ja bewusst auf Emotionen setzen, wissen sie scheinbar, dass der Trieb gerade in der "Massenpsychologie" überwiegt und die Vernunft außer Kraft setzen kann, "Fakten" also "überbewertet" sind (Stichworte:Gustave Le Bon, Psychologie der Massen), wenn es darum geht Zustimmung zu gewinnen, auch wenn man das öffentlich natürlich nicht so direkt sagen kann bzw. sollte.

Trotz allem nutzen sie (unbewusst) Emotionen auch, um Menschen von sich wegzustoßen, indem sie es nicht lassen können, den (vermeintlich) "moralisch überlegenen Zeigefinger" gegen Andersdenkende zu erheben, was sicherlich bei denen gut ankommt, die sie eh schon "im Boot haben", nicht aber bei denen, die sie zusätzlich noch für sich gewinnen möchten.

Du als Sympathisant brauchst dich übrigens nicht angesprochen fühlen, es ist ja schön, dass es auch Ausnahmen gibt, welche die Regel bestätigen, nur am Zustand der Masse der Anhänger dieser Partei ändert das leider nichts und ich bin auch erfreut zu sehen, dass es sogar ein paar Grüne in hohen Positionen gibt, welche dieses Problem ebenfalls erkannt haben und immerhin versuchen, aus gemachten Fehlern zu lernen und diesen Zustand zu verbessern.

Zitat Winfried Kretschmann:"Wir sind keine Heiligen und werden es auch dann nicht, wenn man uns dazu machen will. Wir sollten daher das Moralisieren lassen. Anstatt Vorgaben für das gute Leben und die individuelle Lebensgestaltung zu machen, sollten wir uns auf den Kampf für eine gute Ordnung der Dinge konzentrieren."

Quelle:https://www.zeit.de/2016/42/die-gruenen-kritik-winfried-kretschmann-afd-aufstieg

Mein Artikel enthält eine (gehörige) Prise Sarkasmus, und letztlich stimme ich mit der Ansicht der Grünen überein, dass wir durch Umweltzerstörung (z. B. Rodung der Regenwälder zwecks Rinderhaltung für unseren Fleischkonsum) und Freisetzung zusätzlichen CO2s zum Klimawandel beitragen.
Es sind an dieser Stelle m. E. nicht die Grünen, die sich den Fakten widersetzen.
Dir als gläubigem Christen müsste es doch ebenfalls am Herzen liegen, die wundervolle Natur, unseren eigenen Lebensraum, die du als Schöpfung Gottes betrachtest, zu schützen und zu bewahren, oder? :)

Das bedeutet allerdings nicht, dass ich den Grünen stets zustimmen würde. Ich bilde mir zu den verschiedenen Themen (auf Basis meines Wissens und der mir vorliegenden Informationen) eigenständige Meinungen.

  ·  4 months ago (edited)

Interessant sind die jüngsten, in Nature veröffentlichten Ergebnisse von Schweizer Forschern, die zeigen, dass im Gegensatz zu früheren lokal begrenzten Warmphasen, die derzeitige Klimaerwärmung ca. 98 % der Erde betrifft.

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Sehr guter Beitrag, auf meiner Seite hatte ich ebenfalls etwas zum Klimawandel geschrieben. Würde mich interessieren was du dazu meinst.

Ich meine zwar, dass man nicht einiger Tage heißen Wetters wegen von einem Klimawandel sprechen sollte, betrachtet man dagegen jedoch Studien, wie die von mir oben zitierte, ist m. E. ein menschlicher Einfluss auf die Veränderung des Klimas unbestreitbar.

Das ist eben nicht eindeutig geklärt worum es immer geht ist die Frage des CO² nicht der Einfluss ins Ökosystem. Dass der Mensch mit dem Raubbau der Ressourcen wie Holz etc. brutale Einschnitte produziert will ich nicht abstreiten, aber die Tatsache dass CO² der Klimakiller sein soll ist nicht geklärt.

Das ist eben nicht eindeutig geklärt ...

Aus meiner Sicht ist es das (siehe - und lies(!) - diesbezüglich, unter anderem, die in meinem Artikel aufgeführten Quellen).

Btw.: Was ist CO2? :)

Ich hab deine Beiträge schon gelesen. CO² ist Kohlendioxid wo bei allen Verbrennungsvorgängen ausgestoßen wird. Die Staaten dieser Erde wollen einen Ausstoß reglementieren und besteuern weil sie glauben es helfe dem Kima was wie schon gesagt nicht erwiesen ist.

CO² ist Kohlendioxid ...

Nein, CO2 ist Kohlenstoffdioxid. :)
(Die Indices chemischer Elemente stehen immer rechts unten.)

Du hast meinen Beitrag gelesen, aber ich vermute, die angegebenen Quellen, inklusive des Versuchs zur Wirkung von CO2, noch nicht.

Alles klar.

Um welche Quellen geht es dir genau ?

Du hast ein Upvote von unserem Kuration, – Support Account erhalten. Dieser wurde per Hand erteilt und nicht von einem Bot. Bei uns werden die Beiträge gelesen (#deutsch) und dann wird von dem Kurator eigenverantwortlich entschieden ob und in welcher Stärke gevotet wird. Unser Upvote zieht ein Curation Trail von ca. 50 Follower hinter sich her!!!

Wir, die Mitglieder des German Steem Bootcamps möchten "DIE DEUTSCHE COMMUNITY" stärken und laden Dich ein Mitglied zu werden.

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Guten Tag,

Mein Name ist GermanBot und du hast von mir ein Upvote erhalten. Als UpvoteBot möchte ich dich und dein sehr schönen Beitrag unterstützen. Jeden Tag erscheint ein Voting Report um 19 Uhr, in dem dein Beitrag mit aufgelistet wird. In dem Voting Report kannst du auch vieles von mir erfahren, auch werden meine Unterstützer mit erwähnt. Schau mal bei mir vorbei, hier die Votings Reports. Mach weiter so, denn ich schaue öfter bei dir vorbei.

Euer GermanBot

Du hast ein Upvote von mir erhalten. Ich bin ein automatischer VotingBot und veröffentliche einmal am Tag einen Post in dem alle Votes zu finden sind.
Der @curationvoter wünscht Dir und deinen Lieben eine tolle Zeit.
Vorallem mit viel Sonne.

Na dann wuerde ich sagen Steem On.

Euer Curationvoter

Bis denne

Oh !

Da sind aber einige diskussionswürdige Thesen enthalten.

Könnten wir das mit dem Fleisch mal zerpflücken ?
Weidetiere können nämlich Klimazonen begrasen in denen Gemüseanbau nur mit Aufwand möglich ist.

Das mit den 15000 Litern Wasser ist jedenfalls auch reisserisch, denn Wasser wird ja nicht verbraucht sondern höchstens verunreinigt und dann wieder in den Kreislauf gespeist.

  ·  4 months ago (edited)

Da sind aber einige diskussionswürdige Thesen enthalten.

Wäre ja auch gelacht, wenn's bei einem so heiklen und komplexen Thema keinen Diskussionsbedarf gäbe ...
Immerhin habe ich das heiße Eisen angepackt und von meiner persönlichen Sicht der Dinge (aber doch von den mir verfügbaren Fakten ausgehend) die Sachverhalte aufgearbeitet.

Weidetiere können nämlich Klimazonen begrasen in denen Gemüseanbau nur mit Aufwand möglich ist.

Tatsache ist, dass große Flächen Regenwald (als CO2-Speicher, Rückzugsgebiet für zahllose Tier-und Pflanzenarten, reichhaltiges Reservoir an für die medizinische Forschung wichtigen Substanzen und 'Gendatenbank') und andere, bis dahin unberührte Landschaften, Weideland weichen mussten und müssen, und an vielen Orten, wo Nutztiere weiden, sehr wohl Gemüse/Getreide angebaut werden könnte (für das bei Weitem weniger Platz/Wasser/sonstige Ressourcen benötigt werden würden, um dieselbe Energieausbeute zu erzielen).
Abgesehen davon braucht man das Gemüse/Getreide nicht unbedingt stets genau dort anzubauen, wo natürliche Landschaften der Rinderhaltung (welche - Anmerkung am Rande - ebenfalls niemals ohne "Aufwand" vonstatten geht) weichen mussten.

Das mit den 15000 Litern Wasser ist jedenfalls auch reisserisch, denn Wasser wird ja nicht verbraucht sondern höchstens verunreinigt und dann wieder in den Kreislauf gespeist.

Ich habe meines Wissens auch nirgends geschrieben, sie würden "verbraucht", sondern benötigt. Die Folge seien Phosphat- und Nitratbelastung sowie Antibiotikarückstände im Wasser.
Auch bei nochmaligem Lesen erscheint mir die verlinkte Quelle durchaus nicht reißerisch zu sein: So wird klar beschrieben, dass je nach Art der Rinderhaltung die Menge des benötigten Wassers variiert und für den Konsum anderen als Rindfleischs weniger Ressourcen verbraucht werden (ich benutze jetzt doch mal dieses 'böse' Wort, weil es in der Umgangssprache durchaus üblich ist, z. B. vom durchschnittlichen 'Wasserverbrauch' eines Haushalts zu sprechen - wichtig ist ja, was ich damit meine).

Lassen wir den Regenwald mal außen vor, für den Moment, denn ich könnte dagegenhalten, dass auch Regenwald für Palmölplantagen abgeholzt wird.

Der ist für mich aber ein ganz bedeutsamer Punkt!
Natürlich wird er auch für Plantagen abgeholzt, aber das macht es ja nicht besser ...

Was das Aufforsten in Sibirien (und auch anderswo) betrifft: Natürlich entstandener Wald ist normalerweise ziemlich widerstandsfähig. Wurde der aber irgendwann abgeholzt und viel später dann in Form von Monokulturen, in denen sich auf einzelne Arten spezialisierte Schädlinge rasch verbreiten können, wieder erneuert, sieht das anders aus.

Auch ohne Quelle dürfte klar sein, dass Weideland als von Pflanzen bewachsenes Areal eine bestimmte Menge CO2 bindet (von dem die Rinder regelmäßig eine gehörige Portion aufnehmen und später freisetzen). Allerdings dürfte gesunder Wald allein aufgrund der viel größeren Biomasse der Bäume um ein Vielfaches mehr dieses Treibhausgases speichern.

Ich finde auch keine Studie, ob Weidetiere Nitrate ins Grundwasser eintragen.

Die Rinder erhalten (hoffentlich) sauberes Wasser, das nicht aus dem Boden stammt, auf dem sie weiden, was in Ländern, in denen es daran mangelt, ohnehin vorhandene Probleme mit der Trinkwasserversorgung verstärkt, und geben es in Form von Harn (-> Phosphat) und Kot (->Nitrat) dann in den Boden ab. Darin zusätzlich enthalten sind Spuren von Antibiotika.
Dadurch wird die Menge verfügbaren sauberen Wassers reduziert.
Ich wünsche noch viel Spaß bei der Gewinnung neuen Trinkwassers aus Rinderurin. :)

Ich denke an der Stelle können wir den Knoten auflösen und die von den 'Klimaexperten' mitgelieferten Lösungen als das entlarven was sie sind: Marketing für Palmöl, Rapsöl, Mais, Windräder, Solarzellen und Steuererhöhungen.

Klar doch, so gut wie alle Wissenschaftler, welche sich mit Klimaphänomenen befassen, sind schlicht gekauft, während beispielsweise die Trump-Regierung mit ihren Farmer-Wählern und die Fleisch verwertende Industrie nieeemals auf die Idee kämen, an irgendetwas Unredliches auch nur zu denken oder gar wissenschaftliche Forschung zu behindern bzw. ihr die Mittel zu streichen. :)

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an vielen Orten, wo Nutztiere weiden, sehr wohl Gemüse/Getreide angebaut werden könnte (für das bei Weitem weniger Platz/Wasser/sonstige Ressourcen benötigt werden würden, um dieselbe Energieausbeute zu erzielen

Das dachte ich auch immer. Stimmt aber nicht.

Lassen wir den Regenwald mal außen vor, für den Moment, denn ich könnte dagegenhalten, dass auch Regenwald für Palmölplantagen abgeholzt wird.

Ich könnte sogar dagegenhalten, dass in Sibirien riesige Flächen aufgeholzt wurden und nun forstwirtschaftlich statt als Weideland genutzt werden. Das führt dazu, dass die Permafrostböden auftauen und riesige Löcher in der Landschaft entstehen und lange abgespeichertes co2 und andere 'Klimagase' freigesetzt werden. Den ziemlich interessanten Bericht finde ich gerade nicht. Dort wird auch erwähnt, dass große Herden und kurze, intensive Überweidung Erosion am stärksten aufhalten, was erstmal etwas konterintuitiv ist.

Ich finde auch gerade keine Studie zum Thema Weideland, dass co2 abbindet.
Ist aber auch so.

Leider ist die Internetsuche total schwierig, denn alles ist mit dem größten Blödsinn geflutet.

Ich finde auch keine Studie, ob Weidetiere Nitrate ins Grundwasser eintragen.
Ich glaube nicht, da sie ja nur soviel kacken können, wie sie fressen und es bleibt ja auf der Wiese.

Weidetiere verhindern Erosion. Konventionelle Landwirtschaft fördert sie.
Den Schaden kann man garnicht ausrechnen.

Weideland braucht man nicht spritzen. Konventioneller aber auch BIO Anbau kommen meistens nicht ohne Gifte aus.

Das alles gilt natürlich für maisgemästete Stalltiere nicht.

Ich werde mich dem Thema mal ganz ausführlich widmen, hatte dazu aber schon einen kurzen Beitrag. Ich denke an der Stelle können wir den Knoten auflösen und die von den 'Klimaexperten' mitgelieferten Lösungen als das entlarven was sie sind: Marketing für Palmöl, Rapsöl, Mais, Windräder, Solarzellen und Steuererhöhungen.