Reinhard Habeck und seine Bücher, die es nicht geben dürfte

in #deutsch2 years ago (edited)

Die Science Fiction Gruppe Wien (SFGW) lud am 26. Jänner 2018 den bekannten Mystery-Autoren, Illustratoren und Cartoonisten Reinhard Habeck zu einem Vortrag über sein Lebenswerk ein.

Der erste Teil des kurzweiligen Abends war seiner leidenschaftlichen Forschungs- und Publikationstätigkeit über Funde und Phänomene gewidmet, die es gar nicht geben dürfte. Scherzhaft wurde sein Büchertisch daher angekündigt als eine „Ansammlung von Büchern, die es nicht geben dürfte“, und daher auch meine Überschrift, mit einem Augenzwinkern zu lesen.

Gleich vorweg: Am Ende des Berichtes gibt es weiterführende Links und eine Video- und Literaturübersicht für alle, die sich näher informieren möchten. Hier mein Bericht von der Veranstaltung selbst.

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Reinhard Habeck ist sowohl einem an Mystery-Literatur und Grenzwissenschaften interessierten Publikum vertraut als auch in der Science-Fiction-Szene wohlbekannt. Seine Anhängerschaft ist jedoch noch weit größer, weil seine Bücher und Vorträge sehr unterhaltsam sind und inspirierend und seine Cartoons so liebenswürdig sind, dass sie auch Kinder begeistern.

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Immer dabei: der Rüsselmops

Den entzückenden Rüsselmops als Stofftier hätten viele gern, doch das ist in unserer freien Marktwirtschaft eine Frage der Umsetzung. Ohne ausgeklügeltes Marketing und das erforderliche Kapital ist die Realisierung leider unmöglich. Und so ist der „Rüsselmops zum Anfassen“ bisher ein Unikat geblieben. Der vor Ideen sprühende „Vater des Rüsselmops“ hätte unerschöpfliche Merchandise-Ideen hätte, muss sich jedoch auf seine Arbeit konzentrieren.

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Die „Vermopsung der Welt“, von der Reinhard Habeck mit einem Augenzwinkern sprach, geht allerdings auch ohne Plüschtiere bzw. -außerirdische und andere Gimmicks gut voran, obwohl die Rüsselmops-Cartoons bei weitem nicht die einige zeichnerische Kreation von Reinhard Habeck sind (siehe seine Biografie).

Erich von Däníken, dessen Bücher er als Schüler verschlang, wurde zum Freund, mit dem er zusammen arbeitete. Deshalb wurde sogar er zu seinem 80. Geburtstag „verrüsselmopst“.

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Science-Fiction- und Mystery-Fans in aller Welt sind die Reinhard Habecks zeichnerische Handschrift bestens vertraut, dazu unten mehr. Der Rüsselmops ist natürlich auch auf Buchmessen, bei Reinhard Habecks Vorträgen und bei Cons (= Conventions) zugegen.

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Oh, das Rüsselmops-Fieber hat mich erwischt! Nun aber beginne ich von vorne: Begrüßung, zweiteiliger Vortrag und Nachklang.

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Begrüßung

Alfred Vejchar, Mitbegründer und SFGW-Urgestein, sprach eröffnende Worte. Reinhard Habeck erinnerte sich daran, dass er über 40 Jahr der Science Fiction Gruppe Wien angehört und erwähnte seine Kontakte mit den Autoren Viktor Farkas und Peter Krassa, die leider nicht mehr unter uns weilen und die sich wie er intensiv mit unerklärlichen Phänomenen auseinandersetzten.

Der eineinhalbstündige Vortrag war kurzweilig, denn Reinhard Habeck ist an Lebendigkeit, Ausdruck und Humor kaum zu überbieten. Der Abend wurde mit Bildpräsentationen, Kurzfilmen und der Präsentation eines Rüsselmops-Liedes aufgelockert.

Teil 1 - Prähistorische Forschung und unerklärliche Phänomene

Reinhard Habeck wird nie müde darauf hinzuweisen, dass er seine Beobachtungen nur beschreibt, aber sich keine Deutung oder Kategorisierung anmasst. Es faszinieren ihn seit jeher einfach Phänomene, für die es (noch) keine wissenschaftliche Erklärung gibt und die (noch) in kein bestimmtes Schema passen.

Allzu gerne werden Menschen, die sich mit Grenzwissen befassen, in eine pseudowissenschaftliche Ecke gestellt oder gar als Verschwörungstheoretiker lächerlich gemacht, wie dies leider auch auf dem oft so nützlichen Wikipedia kein Einzelfall ist.

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Der renommierte Archäologe und Höhlenforscher Dr. Heinrich Kusch, auf dessen Forschungen Reinhard Habeck auch aufmerksam wurde und worüber er schrieb, ist ein typisches Beispiel dafür. Der Wissenschaft verpflichtet, mit unzähligen Fachpublikation über seine Forschungstätigkeit in vielen Ländern der Welt, versuchte man ihn herabzuwürdigen, nur weil er in Österreich auf unterirdische Gänge stieß, die unser bisherigen historisches Weltbild widerlegen und denen er doch selbst ratlos gegenüber steht.

Ähnlich erging es schon vor Jahrzehnten Erich von Däniken, den viele heimlich lesen, aber dies wegen der Verunglimpfungen nicht zu erwähnen wagen. Auch dieser Bestsellerautor hat nie eine These aufgestellt und sagt am Ende eines jeden Vortrages, jeder möge sich selbst ein Bild machen. Dennoch wird er als Pseudowissenschaftler beschimpft. Andersdenken nicht erwünscht!

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Damit muss man leben. Unbekümmert wie sein Rüsselmops berichtet Reinhard Habeck von seinen Reisen zu den Pyramiden, seinen Entdeckungen im Val Camonica in Norditalien, seiner Beschäftigung mit rätselhaften Artefakten in aller Welt, vom Austausch mit Gleichgesinnten und von Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten wie beispielsweise Erfolgsautor Charles Berlitz, dessen Buch „Das Bermuda-Dreieck“ viel Aufsehen erregte.

Reinhard Habeck erzählte also nicht nur über seltsame Funde, sondern plauderte auch viel aus seinem Nähkästchen, wie man so sagt...

Details in seiner Biografie (Link im Anhang).

Teil 2 – Der Cartoonist und wie es zum Rüsselmops kam

Erich von Däniken erblickte eine Rüsselmops-Skizze seines Freundes -damals waren die Entwürfe noch scharzweiß - und meinte: „Der schaut ja aus wie ein Rüsselmops!“ So begann die Karriere des Rüsselmops.

Durch eine seltsame Fügung wurde der Rüsselmops auch in Amerika einer größeren Kreis bekannt.

Reinhard Habeck war bei einer Pressekonferenz mit dem zweiten Mann auf dem Mond, Buzz Aldrin, zugegen. Dieser war zu keinen persönichen Gesprächen bereit und wolltee sich nicht fotografieren lassen, doch dem pfiffigen Österreicher gelang es, Buzz Aldrin eine Rüsselmops-Karikatur zuzustecken. Das Fantasiewesen amüsierte den ehemaligen Astronauten so sehr, dass er hellauf lachen musste.

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Kurz danach war er doch zu einem Fotoshooting bereit, allerdings nur mit Reinhard Habeck. Buzz Aldrin reichte via Twitter die Rüsselmops-Karikatur an seine Follower weiter. Ja, und so kam es, das der Rüsselmops auch in Amerika gesichtet wurde.

Eine neuere Leidenschaft Reinhold Habecks gilt der Erforschung der unzähligen Felsgravuren im italienischen Val Camonica, einem Tal nördlich des Iseo-Sees. Gerne erwähnt er mit verschmitztem Humor, dass er auf einer dieser Felszeichnungen ausgerechnet seinen Rüsselmops entdeckte. Die Frage, ob er sich selbst vielleicht auf einer späteren Zeitreise zurück in die Frühgeschichte den Scherz erlaubte oder der Fund ein unglaublicher Zufall ist oder der Rüsselmops auf dem Felsen ein Urahne seines grünen Männchens ist, lässt er unbeantwortet.

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Als Illustrator der Perry Rhodan-Reihe, eines jahrzehntelangen Dauerbrenners, freundete er sich mit
einem der beiden Gründer der Erfolgsserie, Clark Darlton, an. Gucky, der kultige Mausbiber, erklärter Liebling der Perry Rhodan-Leser, wurde von ihm unzählige Male gezeichnet.

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Als Clark Dalton, von einer schweren Krankheit gezeichnet, das Bett hüten musste, besuchte ihn Reinhard Habeck und versuchte ihn zu zerstreuen. Einmal wurde so auch eine Kreuzung aus Rüsselmops und Mausbiber, der „Rüsselbiber“, ausgeheckt, die jedoch nie Verwertung fand.

Nach dem Vortrag

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Am Büchertisch im vollen Extrasaal des Gasthauses Möslingers im zweiten Wiener Gemeindebezirk konnten sich alle von der vielfältigen Tätigkeit des hochkreativen Ottakringers überzeugen. Mit viel Geduld und Humor signierte Reinhard Habeck seine Bücher und Schriften und ließ sich geduldig mit den Fans, die meisten davon selbst rege schriftstellerisch oder verlegerisch tätig, abbilden.

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Der Rüsselmops, in natura weit beeindruckender als auf meinen Fotos, ließ sich bereitwillig knuddeln und leistete uns allen geduldig Gesellschaft. Ob er weiß, dass ihm inzwischen von einem Waldviertler Musiker ein „Rüsselmops-Lied“ gewidmet wurde?

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Mit vier Habeck-Büchern, einem Rüsselmops-Heft, einer eigens für mich angefertigten Rüsselmops-Handzeichnung für meine SF- und Fantasy-Bibliothek, Erinnerungsfotos mit Reinhard Habeck und dem Rüsselmops und einer Rüsselmops-Medaille für mein „Café am Ende des Universums“ ausgestattet und mit Dutzenden Fotos und Videoaufzeichnungen auf der SD-Karte verließ ich selig das Treffen...

...und mit einer Idee... Ich denke, ich werde mal fragen, ob die SFGWler an einem Vortrag von mir über Steemit interessiert wären.

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Anhang

Älterer Steemit-Artikel (Ankündigung) von mir über die Villa Fantastica und den Rüsselmops: https://steemit.com/deutsch/@martinamartini/die-villa-fantastica-und-der-ruesselmops

Reinhard Habecks offizielle Seite: http://www.reinhardhabeck.at/

Biografie Reinhard Habeck: http://www.reinhardhabeck.at/biografie/

Bisherige Buchveröffentlichungen von Reinhard Habeck: http://www.reinhardhabeck.at/b%C3%BCcher/

Videos Reinhard Habeck: http://www.reinhardhabeck.at/video/

Valcamonica ruft! (Wanderreise mit Reinhard Habeck) http://www.reinhardhabeck.at/news/val-camonica-ruft/

SFGW Science Fiction Gruppe Wien http://www.sfgw.at - gegründet im Jahr 1955, ist sie seither aktiv. Zu den Treffs kommen (männliche und weibliche) Autoren, Herausgeber, Verleger, Illustratoren, Bilbiothekare, Sponsoren, Bibliotheksbesitzer, Kritiker, Cineasten und Fans der unterschiedlichsten SF-, Fantasy- und Horror-Genres.

Villa Fantastica, eine private, aber öffentlich zugängliche Fantasy-, Science Fiction- und Horror-Sammlung in Wien http://www.villafantastica.com

Alfred Vejchar http://www.villafantastica.com/links/sponsorenallgemein und http://www.hennersdorf.at/_henweb/Webmaster/004_vejcharzurperson.php

Viktor Farkas https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Farkas

Peter Krassa https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Krassa

Carl Dalton (Perry Rhodan=) https://www.amazon.de/Perry-Rhodan-Clark-Darlton-Zukunft/dp/3811820982

Heinrich Kusch, gute Biografie http://atlantisforschung.de/index.php?title=Heinrich_Kusch, Bücher https://www.amazon.de/Tore-zur-Unterwelt-Geheimnis-unterirdischen/dp/3853652379

Geheimnisvolle prähistorische Gangsysteme in der Steiermark

Erich von Däniken https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_von_D%C3%A4niken

Der Rüsselmops: https://www.ruesselmops.at/

Gucky., der Mausbiber: https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Gucky

Videos auf YouTube (Auswahl)

Überirdische Rätsel - Entdeckungsreisen zu wundersamen Orten


Reinhard Habeck: Steinzeitastronauten in der Alpenwelt. Die Felsbildrätsel.

Mysterien im Pharaonenland - Reinhard Habeck

Unterwegs im Waldviertel mit Reinhard Habeck

Lustiges im Waldviertel mit Reinhard Habeck

Reinhard Habeck - Im Erdstall

Wunderwerke, die es nicht geben dürfte

Phänomene, die es nicht geben dürfte

HighTech in der Vorzeit

Die Geheimschrift der Habsburger

Wie wissenschaftlich ist die Präastronautik?

Sseelenverwandte: Däniken und Habeck im Interview

Rüsselmops der Außerirdische


Rüsselmops und der Zellaktivator (3D)

Galaktischer Humor mit Erich von Däniken (und dem Rüsselmops)

Reinhard Habeck zeichnet den Rüsselmops

Reinhard Habeck zeichnet den Mausbier Gucky

Weitere Links

hrttp://www.ruesselmops.at - Rüsselmops der Ausserirdische
http://www.kollektiv.org - Plattform für ein neues Bewusstsein
http://www.mystikum.at - gratis E-Magazin für Grenzwissenschafte
http://www.mysteries-magazin.com - Geheimnisse, Wunder, Phänomene
http://www.sagenhaftezeiten.com - Argumente für das Unmögliche
http://www.perry-rhodan.net - die größte Science-Fiction Serie
http://www.prae-astronautik.at - Prä-Astronautik Österreich

Mein "Café am Ende des Universums"

Ähnlich rätselhaft wie Vieles, das Reinhard Habeck erforscht, ist die Entstehung meines "Cafés am Ende des Universums". Mysteriös schon deshalb, weil mich viele Wissensgebiete weit mehr interessieren als Science Fiction. Doch das Weltall ist unergründlich und das Vorhandensein einer Science-Fiction-Bibliothek in meinem Haus ist eben auch nicht ganz einfach zu erklären. Obwohl ich das seit einigen Monaten versuche... http://sfcafeblog.wordpress.com

Nachtrag vom 31. Jänner 2018

Ich habe diesen Beitrag natürlich auch an die Science Fiction Gruppe Wien und an Reinhard Habeck weitergeleitet. Dieser würdigte meine Bemühungen, indem er mich in seinem neuesten Artikel auf seiner Webseite erwähnte und den Links auch auf seiner Facebook-Seite teilte. Wie schön! So wird mein Steemit-Beitrag einer noch weit größeren Leserschaft bekannt!

http://www.reinhardhabeck.at/news/r%C3%BCckschau-zur-verr%C3%BCsselmopsung/

https://www.facebook.com/reinhardhabeck/

Sort:  

Hi @martinamartini, danke für deinen langen Post über den Rüsselmops :-D. Ich kann gut verstehen, wie man viel Liebe und Energie in die Entstehung eines kleinen Tierchens investieren kann.

Ich habe mich jetzt zwar nicht mit seinen Theorien auseinandergesetzt, doch im allgemeinen ist es sehr schwer, gängige Lehrmeinungen zu erschüttern und die Haltung von Menschen zu ändern. Wenn seine Einwände angebracht sind, werden sie bestimmt eines Tages weiter verfolgt und auch wenn keine Seite Recht hat, könnte man eventuell alles nochmal komplett neu aufräumen. Denn echte Wissenschaft zieht ihre Schlüsse aus Wiederlegungen und nicht aus der absoluten Aussage: "Das war schon immer so richtig!"

Frohe Grüße aus dem nassen Hamburg :-)

Lieber @joe.backpacker, ich bedanke mich sehr herzlich für deinen konstruktiven Beitrag aus dem "Fernen Norden"! Nun, die Fakten wiegen so schwer, dass die Versionen, die uns bisher aufgetischrt wurden, schon längst nicht mehr haltbar sind. Ich sehe mich allerdings hier auf Steemit eher als allgemeiner Kulturschreiberling und werde mich in den grenzwissenschaftlichen Bereich nicht vertiefen.

Zugegeben, ich befasse mich gerne mit solchen Themen, doch da gibt es Berufenere.

Es würde mich zu sehr nerven, wegen dieser ständigen Frontenbildungen. Mir widerstrebt Wissenschaft, die etwas zurechtbiegt, wenn Funde nicht ins Schema passen, oder pauschal auf Amateure herabschaut. Ebenso ist mir zuwider, wenn etwas verwässert oder ohne Grundlage behauptet wird. Ich bin für konstruktiven Dialog, kann aber nur akzeptieren, dass die Welt vielfach nicht so ist, wie ich sie gerne hätte.

Ich finde, manchmal wären die Fachleute gut beraten, die Frage aufzuwerfen: "Was wäre, wenn..?" Sie würden damit vielleicht zu anderen Lösungen finden. Miterlebt habe ich einige Fälle, wo Behauptungen und Wahrnehmungen verlacht wurden. Und jetzt sind sie bestätigt. Ein Beispiel sind die Gedanken. Man hat in Abrede gestellt, dass wir mit unseren Gedanken messbare Kräfte sind und etwas steuern können. Inzwischen werden Prothesen mit Gedankenkraft bewegt. Auch Wünschelrutengänger wurden belächelt, doch nun gibt es elektronscihe Messmethoden für Radiästheten und mit dem Spott ist es vorbei. Vor einigen Jahren beschimpfte ein mir bekannter Psychologe noch alle Homöopathen als Schwindler, ließ nicht einmal Doppelblindtests gelten und wollte es nicht glauben, dass die Anwendung homöpathischer Mittel bei Nutztieren hochwirksam ist (als ob man Pferden etwas einreden kann...).

Drum, ich lasse einfach all dies im Raum stehen und ereifere mich nicht. Und schließlich, mein Weltbild ändert sich auch ständig.

Wenn wir die kontemporäre Physik isn Kalkül ziehen, wird das Ganze ja noch weit lustiger. Es sieht so aus, als wäre überhaupt nichts festgeschrieben, da sich die Realität mit unserer Wahrnehmung ändert . Da rutscht man schnell in den spekulativen Bereich! Es fragt sich in letzter Konsequenz, was ist dann ein Beweis? Es ist möglich, das mehrere Realitäten gleichzeitig existieren und je nach unserer Betrachtungsweise gültig und ungültig sind (Doppelspaltexperiment, Schrödingers Katze...). Mir schwant, dass eine absolute Wahrheit über die Menschheitsgechichte, die Geschichte unseres Planeten und die Entstehung des Kosmos nicht festgeschrieben ist.

Daher mag ich solche Menschen wie Klaus Dona, Reinhard Habeck, Heinrich Kusch und Günther Schermann, die sich unbeirrbar mit Themen befassen, für die sie Feuer gefangen haben. Forscher, die sich nicht durch Bedrohungen und Lästerungen abschrecken lassen.

Diesen Artikel habe ich für meine lieben Freunde von der Science Fiction Gruppe Wien geschrieben und in der Annahme auf Steemit veröffentlicht, dass er für viele Steemianer zumindest unterhaltsam und hoffentlich auch inspirierend ist.

Für mich ist aber auf Steemit nun für lange Zeit Schluss mit Science Fiction und Mystery! Es geht weiter mit meiner Serie Leben am Bach, mit Musikthemen und Steemit selbst!

Übrigens zeichne ich auch Cartoons und habe damit vor, Kindergeschichten zu illustrieren. Aber das wird eine andere Geschichte, später mal. Ja, man entwickelt eine kindliche Freude über diese eigenen Viecherln!

Das ist ein bisschen lange geworden, ups. Liebe Grüße aus dem wieder auch recht nasskalten Südburgenland!

Wow, ich war begeistert, so viel von dir auf meinen "kleinen" Beitrage zu lesen :-)

Ich finde es gut, dass nicht immer alle einer Meinung sind. Es gibt uns die Möglichkeit zu reden und unser eigenes Weltbild zu erweitern. Ich hab das Wochenende noch so einige male über deinen Post mit der KI nachgedacht und was ich noch gern geschrieben hätte. Das von dir angesprochene Doppelspalt Experiment ist besonders spannend und hat viele Jahre Rätsel aufgeworfen, welche Grundlagen für die moderne Quantenphysik waren. Denn jede Messung beeinflusst auch das zu messende Objekt. Denn immer wenn wir etwas messen wollen, müssen unsere Messgeräte in Wechselwirkung treten, durch Berührung, das anwenden von Strahlung und der anschließende Messung der Reflektion oder ähnlichen Prozessen.

Der Doppelspaltversuch hat die Frage aufgeworfen, ob Licht jetzt Welle oder Teilchen ist und es kam überraschend heraus, dass unsere Art es zu betrachten, ein Ergebnis unserer Erwartung geliefert hat. Mit der damals gängigen Physik war das nicht sauber zu erklären und unser Modell musste erweitert werden. Und das ist für alles was wir zu wissen glauben sehr wichtig. Es gibt das eine was passiert und auf der anderen Seite haben wir unsere Modelle der Realität. Diese Modelle beschreiben genau genug was passiert, damit wir Prognosen treffen können und somit aus den Gesetzen die uns umgeben einen "nutzen" ziehen können. Doch ein jeder der dieses Wissen nutzt muss wissen, dass es sich nur um ein Modell handelt und somit nur eine Näherung der Realität ist.
Jedoch ist es das Beste was wir haben und es ist wichtig den Geist offen zu halten, um schlaue Gedanken nicht zu verneinen.

Bei Homöopathie hab ich schon oft Kopf schüttelnd vor den Ergebnissen gestanden, besonders wenn Haustiere auf etwas reagieren, was man definitiv nicht mehr auf Placeboeffekte schieben kann. Wenn ein Mediziner auf eine Doppelblindstudie verzichtet und somit sein Ergebnis nicht in Konkurrenz mit dem Willen auf Genesung stellen will, sollte er seine Arbeit sofort verwerfen. Denn auch wenn er sich sicher ist, muss er nachweisen, dass seine Arbeit besser ist als ein Placebo.

So, jetzt konnte ich deine Vorstellung upvoten! Dafür verkümmert heute meine Bandbreite...
Jetzt dankst du mir mit einer langen Antwort.
Nun, was mir durch den Kopf geistert, ist wirklich spekulativ und würde als Anregung zu wissenschaftlicher Forschungsarbeit ungeeignet sein.
Ich müsste das noch weit gründlicher durchdenken, um eine klarere Aussage formulieren zu können.
Es wird also ein bisschen schwammig...
Wenn die Realität nur existiert, wenn ich sie betrachte und sich mir etwas aus meinen Erwartungen Resultierendes zeigt, müsste sich auch unsere Vergangenheit ändern, sobald wir an diese Möglichkeit zu hundert Prozent glauben - auch äußerlich erkennbar.
Dass sich unsere Zukunft ändert, sobald wir unsere Einstellung ändern, ist nachvollziehbar. Aber die Vergangenheit?
Bei all den zahllosen Gedanken, die jeden Augenblick auf unserem Planeten gedacht werden...? Wir sind in Energiefelder eingebettet und denken nicht geradlinig. Etwaige Auswirkungen können daher nur minimal sein, wenn überhaupt.
Die zweite Überlegung ist nicht minder spekulativ. Hier geht es um unsere täglichen Entscheidungen und um unsere Grundstimmung. All das, was ich ausstrahle, speise ich sozusagen in das mich umgebende Energiefeld ein. Es ergibz sich die - wohlgemerkt - rein spekulative Frage, ob ein gedanklich verbundenes Kollektiv seine Realität so beeinflusst, dass sich diese gegenüber einem anderen Energiefeld verändert, also eine Art Spaltung in verschiedene Realitäten erfolgt.

Im therapeutischen Bereich ist mir als Coach Folgendes vertraut: Wir können uns in Selbstmitleid baden und unsere Kindheit erscheint uns traurig und düster. Wir können aber auch beginnen, uns an die schönen Erlebnisse zu erinnern.
All das vollzieht sich im subjektiven Bereich.
Es bleibt das Rätselraten, ob in Anwendung der Erkenntnisse der Teilchenphysik von verschiedenen parallelen Wirklichkeiten gesprochen werden kann und es in letzter Konsequenz unterschiedliche „Vergangenheiten“ in unserem Kosmos existieren.
Nimm‘s nicht ernst! Vielleicht finde ich mal eine schöne Textstelle dazu.

Ich habe zwar noch nie etwas von diesem Mann gehört, finde aber sehr beeindruckend was er geschaffen hat. Ein tolles Lebenswerk. Ich bewundere es immer, wenn Menschen ihren Weg gehen.
Danke fürs Teilen.

Danke, danke, herzlichen Dank und ich denke, wenn's Reinhard Habeck nicht auf diesen Blog schafft, ich werde ihm auf jeden Fall deine netten Worte zukommen lassen!

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