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RE: Klimawandel, Fleischkonsum und die Ernährung der Zukunft.

in #klimawandel7 years ago

In Neuseeland gibt es 10 oder 20 mal soviele Schafe, wie Menschen, oder so ...

Bei der 'gewaltigen' Anzahl menschlicher Bewohner Neuseelands (keine 5 Millionen) und der geringeren Masse der Schafe vergleichen mit Rindern, sprechen wir von völlig anderen Dimensionen.

Dank der Erkenntnis, dass Schafsweiden CO2 Senken ...

Verglichen womit? Mit Wüsten oder Wäldern?
Ignorierst du eigentlich ganz bewusst, von wo das meiste (Rind)Fleisch stammt? Wie gesagt, nicht aus Sibirien oder Neuseeland!

Die Diskussion, ob ein Wald oder eine Wiese mehr Kompost haben, ist eigentlich müssig ...

Da du sie angestoßen hattest, ging ich gerne darauf ein.

Ich müsste Ackerbau und Weidewirtschaft direkt vergleichen stattdessen (und wer da besser abschneidet ist wohl klar) ...

Ja, genau ... ich bin ja ausführlich in meinem Artikel auf den unterschiedlichen Ressourcenverbrauch eingegangen.

Moore sind ja auch CO2 Senken und werden großflächig vernichtet für die Gemüseanzucht.

Moore werden trockengelegt, ja, ist gar nicht gut. Meine Kritik an einer Sache schließt sie an anderer Stelle ja nicht aus.

Ich habe eher das Gefühl, dass du ein verklärtes Bild vom Getreide und Gemüseanbau hast und welche riesigen Mengen an merkwürdigen Substanzen dafür auf einen völlig zerstörten Boden gekippt werden, durch den das Ganze einfach durchläuft.

Nö, kritisiere ich auch. Ich denke ganz allgemein muss der Mensch lernen, mit den vorhandenen Ressourcen schonend umzugehen, statt sie gnadenlos auszubeuten.
Genau deshalb finde ich meine Vorschläge, wie z. B. mehr Insekten zu essen, so interessant. Verteilten wir unsere Gier auf mehrere verschiedenartige Nahrungsquellen, bliebe von allem mehr übrig.

Am Ende ist dein vegetarischer Brotaufstrich auch nicht besser als ein Lamm direkt von der Wiese - je nach Kontext ist das sogar weniger umweltschädlich und definitv gesünder.

Im Durchschnitt ist die Produktion vegetarischer Aufstriche sogar signifikant umweltfreundlicher als Fleischproduktion.
Und was du so alles für "definitiv" hältst ...

... als ob die spanischen Tomaten dir direkt in den Mund wachsen würden

Ich habe oben bereits erwähnt, welche Fleischmengen aus Brasilien(!) den Weg zu uns finden. Fleisch und natürlich auch Obst sollte möglichst aus lokalen Quellen stammen. Und vieles von dem, was im Winter nicht wächst (Getreide, Kartoffeln, ...) lässt sich lagern.

Ja das erkenne ich als bewusst provokant.

Yup, ist ein legitimes Stilmittel. Und das nehme ich mir ganz locker heraus, bei all dem Zynismus, den ich selbst bereits lesen musste. So werde ich je nach Thema und Präferenzen des Gegenübers als Sozialist, Träumer, Blockwart oder Gutmensch bezeichnet (um bei den eher harmlosen Formulierungen zu bleiben) und greife diese Wortspielereien dann gerne mal auf, um den Spieß umzudrehen und euch 'Schlechtmenschen' ab und zu mal so richtig die Leviten zu lesen - glaubst du wirklich, das ließe ich mir nehmen? :)
Das müsst 'ihr' dann auch abkönnen! Und glaub mir, man hätte das Ganze auch weniger humorvoll und letztlich versöhnlich formulieren können ...

... aber hauptsächlich wollte ich dich aufklären.

Nun, wenn überhaupt, haben wir uns gegenseitig aufgeklärt und mit Fakten sowie Meinungen versorgt.

'Gut gemeint' ist halt leider das Gegenteil von 'gut'.

Auch das stimmt nicht. 'Gut gemeint' ist - wenn auch nicht im streng mathematischen Sinne - eher die nötige, aber nicht hinreichende Bedingung für 'gut' (gemacht).
Bei 'gut gemeint' ist die Wahrscheinlichekit aber immer noch höher, dass 'gut' dabei herauskommt als bei 'schlecht gemeint'. :)

Sort:  

Gut gemeint' ist - wenn auch nicht im streng mathematischen Sinne - eher die nötige, aber nicht hinreichende Bedingung für 'gut' (gemacht).
Bei 'gut gemeint' ist die Wahrscheinlichekit aber immer noch höher, dass 'gut' dabei herauskommt als bei 'schlecht gemeint'. :)

Da Du einräumst dass auch schlecht gemeinte Taten gute Ergebnisse erzielen können, ist gut gemeint keine nötige Bedingung für eine gute Tat.


Im üblichen Sprachgebrauch ist 'gut gemeint' sehr wohl das Gegenteil von 'gut'; so wie 'politisch korrekt ' das Gegenteil von 'korrekt' ist.

Wäre das Ergebnis gut, müsste man das 'gemeint' nicht adverbial anhängen und wäre die Aussage sachlich korrekt, müsste man das 'korrekt' nicht durch ein Adverb einschränken.

Tatsächlich drückt das explizit aus, dass das Verhalten/ die Tat höchstens in einem bestimmten Bereich ( also 'wie es gemeint war' ) gut war.

Guter Versuch - war echt gut gemeint ;)

Da Du einräumst dass auch schlecht gemeinte Taten gute Ergebnisse erzielen können, ist gut gemeint keine nötige Bedingung für eine gute Tat.

Deshalb ja auch der Hinweis, dass meine erhellende Analogie natürlich nicht im streng mathematischen Sinne zu verstehen sei.

Im üblichen Sprachgebrauch ist 'gut gemeint' sehr wohl das Gegenteil von 'gut'; so wie 'politisch korrekt ' das Gegenteil von 'korrekt' ist.

Du meinst im unter 'Schlechtmenschen' üblichen Jargon? Hat so aber noch nicht Einzug in Duden und Deutschunterricht gehalten.
Für mich sind "Gutmensch", "politisch korrekt" oder auch "Gut gemeint ist nicht gut gemacht." letztlich im Rahmen einer Ideologie verwendete Kampfbegriffe.

Mein gut gemeinter Rat lautet: "Überquere niemals zu Fuß eine stark befahrene Autobahn!"
Du kannst nun selbst entscheiden, ob du "gut gemeint" lieber in meinem Sinne oder gemäß 'Schlechtmenschendefintion' verstehen willst (dass also der gute - und gut gemeinte - Rat eigentlich ein schlechter sei).
Warum nicht einfach "guter Rat" statt "gut gemeinter Rat"? Das "gemeint" bedeutet nicht, dass der Rat eigentlich gar nicht so gut sei, sondern der Grund für seine Verwendung liegt darin, dass der Ratgeber zwar glaubt, aber nicht hundertprozentig sicher weiß, dass sein Rat gut sei. Immerhin jedoch rät er zu dem, was er für aller Wahrscheinlichkeit nach am besten hält.

Ich denke, statistisch gesehen sollte es deutlich vorteilhafter sein, gut gemeinte Ratschläge zu befolgen, als schlecht gemeinte. :)

Ich stimme dir aber insofern zu, dass wenn etwas gut gemeint ist, dieser Wunsch (als Voraussetzung dafür, Gutes zu tun) allein nicht automatisch zu guten Ergebnissen führen muss, denn auf die Intention, es gut zu machen, muss noch die Tat folgen.

P. S.: Nenne doch mal ein Beispiel dafür, wo das Gegenteil von "politisch korrekt" tatsächlich korrekt ist?

Den Ausdruck "Es war aber gut gemeint" kennst du aber schon, oder :) ?

Hast Du mal ein Geschichtsbuch gelesen und Dich gefragt:

Wie konnten die Menschen damals nur so doof sein ?
Wie konnte die Mehrheit nur so blind in ein Disaster rennen ?

Was lässt Dich annehmen, dass die Mainstream Meinung nicht wieder mal total danebenliegt ? Rein statistisch betrachtet müsste die Meinung, die am lautesten und vehemensten geschrien wird, eigentlich die fatalste sein.

P. S.: Nenne doch mal ein Beispiel dafür, wo das Gegenteil von "politisch korrekt" tatsächlich korrekt ist?

Es gab keine Hetzjagden.

Was lässt Dich annehmen, dass die Mainstream Meinung nicht wieder mal total danebenliegt ?

Meine eigene Meinung bilde ich mir mittels meines Verstandes sowie der mir zugänglichen Daten, aber nicht weil die "Mainstream-Medien" entweder dieselbe Ansicht vertreten wie ich oder eine der meinen entgegengesetzten.
Ich bin selbst Naturwissenschaftler und dazu in der Lage, z. B. Versuche, die CO2 eine Wirkung als Treibhausgas bescheinigen, oder den Klimawandel betreffende Theorien nachzuvollziehen.

Ich bin kein Freund der "Mainstream-Medien" (oder "Mainstream-Meinung" - ich vermute, du verwendest das quasi synonym). Über vieles wird viel zu unkritisch berichtet, die Medien - insbesondere auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten - sind m. E. zu staatsnah, die Russlandberichterstattung halte ich für sehr einseitig, usw. usf.
Aaaber: Andererseits kommt es in bestimmten Bereichen zu Überschneidungen zwischen "Mainstream"- und meiner Meinung. Dann ändere ich doch nicht nur deshalb meine Ansichten, weil "SPIEGEL Online" ausnahmsweise mal das schreibt, was ich denke. :)

Für mich ist "Mainstream-Gläubigkeit" genauso falsch, wie umgekehrt immer sofort zu glauben, er liege falsch.

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