Da hätte ich doch mit übelst vielen Kommentaren hier gerechnet...
Vielleicht 'mal zwei Aufhänger von meiner Seite: ich halte mich für ungläubig. Ingenieur und so ;-)) Aber natürlich habe ich "Matrix" gesehen und geschätzt und die Idee, wir leben in einer genialen VR-Projektion, ist spannend. Vielleicht ist unsere, ist meine Realität gar nicht so real? Auf die Idee lasse ich mich aber nur in ganz raren Momenten ein. Also bin ich - wie soll ich sagen? - teilzeitgläubig?
Der andere Aspekt ist die Tatsache, daß etliche Strafrechtler und Neurologen ernsthaft an der Theorie festhalten, daß es KEINEN freien Willen gäbe und damit keine Verantwortlichkeit für verbrecherische Handlungen. Die ultimative Schuldunfähigkeit, sozusagen. Das stimmt mich bedenklich, zumal diese Stimmen gefühlt zahlreicher und lauter werden. Ich WILL nicht, daß Menschen keine Verantwortung übernehmen können. Ich WILL Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit. Und so weiter...!
Kommt gleich, wenn ich das Spiel abgewickelt habe.
Ist ein toller Beitrag, den ich aber tatsächlich auch zweimal lesen "musste"... ;-)
LG Chriddi
Vergiss es! Was hier jetzt passiert, ist wahrlich nicht mehr dein Niveau. Kümmere dich lieber um deine augenscheinlich multiple Persönlichkeit!
Du denkst, also bist du? Nein, ich denke für dich und du bist Mehrere.
Ich? Ich fühle und glaube, also bin ich.
Hm...
Da fühle ich mich missverstanden.
Kannst du Sachen WOLLEN, ohne daran zu glauben, dass es sie gibt? Nur dann, wenn du WEISST, dass es sie gibt.
Genau hier setzt Kant an, wenn er sagt: Wir können nicht WISSEN, ob / dass es Freiheit gibt. Die theoretische Vernunft kann sie nicht finden. Sie kann sie aber auch nicht mit Sicherheit ausschließen. Die praktische Vernunft kann die Freiheit auch nicht beweisen, sie muss sie aber voraussetzen. Ohne Freiheit keine Verantwortung. Daher setzt die praktische Vernunft Freiheit als Axiom, und die theoretische Vernunft sagt dazu, dass sie sich raus hält. Folglich sind wir berechtigt und verpflichtet, an Freiheit zu glauben.
(@ Immanuel Kant: Sorry für diese Vereinfachungen.)
Ich kann Sachen wollen, weil ich sie brauche. Und das funktioniert, weil ich weiß, daß es sie gibt. Daß dieses Wissen eigentlich ein Glauben ist, ist mir doch bewußt. Aber wie beschrieben: diese Überlegung lasse ich nur möglichst selten zu.
Ah. Oh. So.
Dann könnte ich nächstens vielleicht über das Nichtwissende Wissen schreiben.
(Hihi, es heißt natürlich Wissendes Nichtwissen. Aber das verrät uns Gewährsmann Sokratoleone erst später.)
Ich bin jetzt schon gespannt ;-)) Oder glaube ich das nur...?
PS
Es gibt doch tatsächlich einen Steem-Account "ImmanuelKant" - scheint japanischer Provenienz zu sein...
Will abkassieren... :-D
Ich dachte eher an die Reputation, die Kant in Japan genießt: er zählt dort zu den vier Weltweisen (mit Konterfei in einem einschlägigen Schrein eines Tokioter Parks).
((Nein, ich war nicht da. Ich habe darüber gelesen und einen Bekannten anlässlich dessen Tokio-Besuchs gebeten, das zu verifizieren - was er dankenswerterweise auch tat.))
Boah! Herr Kant, es kann nicht so schlimm sein, wenn ich diese Gedankengänge auch vereinfacht kaum verstehe... ;-)
Hmmm...
Dann muss ich vielleicht nochmal überarbeiten.
Aber nicht wegen mir - ich glaube, ich hab's jetzt verstanden... ;-)
Das glaube ich nicht. Jeder glaubt. Und sei es, an das Nichts, dessen Existenz (oder Nichtexistenz) ja noch nie bewiesen wurde. Man kann also maximal daran glauben, nicht wissen, dass es vorhanden ist oder sein könnte.
Der große "Fehler", den die Menschheit in meinen Augen vielfach begeht, ist es, Glauben mit Religion gleichzusetzen. Das ist Quatsch.
Gott (Allah, Mutter Erde, das Universum, die Natur...) ist alles, alles ist Gott. Welch (hybrische? blasphemische?) Behauptung! Okay, ich glaube es... :-)
Off topic:
Na, hast du nun die übelst vielen Kommentare?!
Genau so ergibt sich Comment-Content. Nicht durch Lieblingsvideos für Comment-Spammer oder gerammte Rezepte... ;-)
🤣 Entschuldigung, ich konnte nicht mehr an mich halten!
Yo - bin voll auf meine Kosten gekommen ;-))
Kleine Anmerkung des Verfassers vom Post:
Glauben soll nicht verwechselt werden mit Meinen.
Etwas für wahr zu halten, was man nicht genau weiß, das ist Meinen.
Von etwas so überzeugt zu sein, dass man/frau Lebensentscheidungen darauf baut, ist auf der Grenze zwischen Meinen und Glauben.
Glauben ist, Werte zu haben und diese zur Lebensgrundlage zu machen. Freiheit und Menschenwürde vielleicht die einen. Gottvertrauen und Nächstenliebe vielleicht die andern. Es hat nichts damit zu tun, für die erwarteten 72 Hauras per vermeintlichem Märtyrer-Tod ein Selbstmordattentat zu verüben. Letzteres ist Handeln aufgrund einer irrigen Annahme über die Beschaffenheit der Welt, eine Überzeugung von Tatsachen-gleichen Behauptungen, die nichts gemein haben mit transzendenten (nicht-empirischen) Werten.
Okay, ich gerate ins Fahrwasser von Fachjargon, sorry. Stopp also, alle Maschinen stopp.
;-)