Menschlichkeits-Montag: Ein Glück, dass wir das Schiff verpasst haben!

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Menschlichkeit sind oft die kleinen Dinge

Servus und grüß euch, liebe Steemians!
Wie gestern bereits angekündigt, habe ich den Montag mal kurzerhand zum Menschlichkeits-Montag ausgerufen und die Homo-sapiens-Challenge gestartet. Bevor ich euch meine dieswöchige Geschichte erzähle, erkläre ich aber allen, die noch nicht wissen, worum es geht in einem kurzen Absatz, wozu es meine Initiative gibt und wie die Teilnahme funktioniert.

Worum geht es mir beim Menschlichkeits-Montag?

Ich möchte, dass sich Steemit im allgemeinen und der Hashtag #deutsch im besonderen wieder mit positiveren Emotionen und mit mehr Menschlichkeit füllt, weil ich finde, dass wir manchmal ein bisschen darauf vergessen zu scheinen, dass die geschriebenen, gesprochenen oder gebärdeten Worte üblicherweise von Menschen kommen. (Mit Ausnahme der Graupapageien von Irene Pepperberg und der leider schon verstorbenen Koko - aber ich schweife ab.)* Jede Woche sammle ich die Beiträge der Woche und stelle euch diese Sammlung in einem Post zur Verfügung.

Was zu tun ist?

Schreibt etwas über einen Moment der Menschlichkeit, den ihr erlebt hat. Ein paar Gedankenanstöße sind in besagtem Originalpost zu finden. Oder ihr überlegt euch selber was - ganz wie ihr möchtet. Es muss keine große Sache sein - manchmal sind es die kleinen Erinnerungen, die etwas ganz besonderes sind.
Verwendet die Tags #deutsch und #menschlichkeit
Erzählt anderen davon!

Die coolste 70-Jährige in Florida unterwegs im Wachauer Bus

Heute war ich in der Wachau unterwegs (wer die noch nicht kennt - es gibt unten noch ein paar Schnappschüsse von heute). Leider waren wir zu spät beim Schiff, das uns und die belarusischen Kinder von Krems nach Melk und wieder zurück bringen hätte sollen - wir haben es vom Autofenster gerade ablegen gesehen.

So fuhren wir nach Melk. Die Idee war schließlich, dass das Schiff dort hinfährt, wir dann vom österreichischen Bundesheer verköstigt werden und danach ohnehin wieder nach Krems zurückfahren. Den autofreien Tag in der Wachau hatten wir frei mit der Niederösterreich-Card, also auf nach Melk!

Irrungen und Wirrungen

Nach der herrlichen Bootsfahrt auf der Donau suchten wir den Bus nach Melk. Nachdem wir uns kurz verlaufen hatten, haben wir ihn gefunden - und bei der Haltestelle saß bereits eine Frau, die ebenfalls auf den Bus zu warten schien. "Do you know if this bus goes to Melk?" - Habe dann gemeint, dass ich das sehr hoffe, weil wir dort auch hinwollen. Im Gespräch stellte sich raus, dass die 70-Jährige Margie aus Florida drei Monate lang allein auf Interrail-Tour durch Europa unterwegs ist und schon sehr oft in Österreich war. Manche Orte kannte nicht einmal ich und ich lebe hier schon seit den 80ern. Die Busfahrt von etwa 40 Minuten vergang wie im Flug und ich hatte das Gefühl, Margie schon ewig zu kennen. Wären wir nicht zu spät gekommen, hätten wir sie gar nicht kennengelernt - so war ich auch mit meinem Ich von heute früh wieder versöhnt, das die falsche Schiffsanlegestelle im Kopf hatte.

Wie geht es weiter? Margie und ich bleiben in Kontakt - ich bin schon sehr gespannt, wie sie meine zweite Heimat (die Ukraine) finden wird.

Wachau heute

...und hier die versprochenen Bilder:
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Das ist Dürnstein. In der Ruine auf dem Berg (nicht im Bild) soll Richard Löwenherz eingesperrt gewesen sein, bis ihm ein Sänger zur Flucht verhalf.

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An der schönen grünen Donau, die am Bild sogar herrlich blau aussieht.

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Weinberge so weit man sieht.

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Sagt mal Donaudampfschifffahrtsgesellschaftkapitänskajütenschlüsselanhänger! Die DDSG ist hier gerade unterwegs - geschmückt im österreichischen rot-weiß-rot und in den niederösterreichischen Farben blau gelb.

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Dieses Haus grinst. Und ich grinste zum Schluss auch wieder. Am Morgen war ich noch ziemlich zwieder / grantig, wie man in Österreich sagt. Man könnte direkt sagen, ich war ein ganzer Grantscherbn. (Mehr über solche Ausdrücke erfahrt ihr diese Woche noch. Weil es auch menschlich ist, zu granteln und zu spinnen wie ein Traktor ;-))

(Alle Fotos sind selbstverständlich von mir.)

Ich freue mich schon auf eure Menschlichkeits-Montags-Geschichten. Habt eine schöne Woche!

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Da sieht man mal wieder wozu es manchmal gut ist, irgendwo nicht rechtzeitig zu sein :)
Tolle Begegnung und meine Hochachtung für Margie. Sowas finde ich echt toll!
Und die Bilder laden direkt in die Wachau ein. :)

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Jaaaa da habe ich wieder gesehen, dass es eigentlich keinen Sinn hat, sich über sich selbst zu ärgern. Die meisten Nachteile haben auch wieder Vorteile. Man muss sie halt finden (und ideal ist, wenn sie überwiegen so wie das mit Margie definitiv der Fall war).

Und ja, wenn ich mal 70 bin (falls ich 70 werde!), dann wäre ich auch gern ein bisschen wie sie!

Wenn du auch eine schöne Geschichte zum Thema #menschlichkeit hast, würde ich mich wahnsinnig freuen, was zu lesen :-)

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Nee, es macht eigentlich wirklich wenig Sinn, sich über sich selbst zu ärgern. Ändern kann man es am Ende ja meist doch nicht mehr.

Ich schaue mal, ob mir was einfällt, worüber ich schreiben kann. Finde ich auf jeden Fall ein spannendes Thema! :)

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Danke - würde mich sehr freuen!

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Kann dir nur zustimmen. Das mit dem Granteln in der Früh, das dann über den Tag vergessen wird, kennt wohl jeder. Ich hab das oft wenn ich, gerade bei kaltem Wetter, früh vom Hund aus der kuscheligen Wohnung getrieben werde. Sobald ich dann ein paar Minuten unterwegs bin legt sich dann die schlechte Laune und es sind dann oft Momente von denen man noch lange zehrt. So an jenem Tag - da war ich kurz davor den Hund nur kurz in den Garten zu schicken und war dann doch zwei Stunden unterwegs weil's so schön war :)

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Bei so einer traumhaften Umgebung kann man auch gar nicht mehr so einfach granteln ;-) Und ein Hund macht sowieso alles besser - finde ich zumindest.

Ich liebe die deutsche Sprache.... besonders den Österreichischen Dialekt :-)

Ich habe mal mit einer auch etwa 70jährigen Dame das Zimmer in der Jugendherberge geteilt. Sie war um den Termin eines Klassentreffens herum in München und sagte, daß sie viel lieber in Jugendherbergen übernachtet als im Hotel. Das hat mir Respekt eingeflößt.

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Ich finde Jugendherbergen auch lustiger. Da lernst du einfach die Leute ganz anders kennen als im Hotel. Oft teilst du ja sogar ein Zimmer - aber zumindest den Frühstücksraum und vor allem größtenteils auch einen Teil der Mentalität :D