Warum ich "Klimaskeptiker" (geworden) bin

in #deutsch4 years ago (edited)

Ich benutze in der Überschrift dieses grauenhafte Unwort "Klimaskeptiker" , obwohl es (glücklicherweise noch) nicht im Duden steht. Dummerweise hört man es immer öfter, weil es so schön prägnant eine Haltung zu einem wichtigen Thema auszudrücken vermag. Korrekterweise müsste die Überschrift also lauten:

Warum ich mittlerweile der Theorie vom menschengemachten Klimawandel skeptisch gegenüber stehe



Ich stelle meinen Ausführungen zum Thema zwei Zitate voran:

„Die Menschen, die bei einer Wahl ihre Stimme abgeben, entscheiden gar nichts. Die Menschen, die die Stimmen weiterleiten und auszählen, entscheiden alles.“

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/josef-stalin/

Popper führte den Mechanismus der Vermutungen und Widerlegungen ein, der folgendermaßen funktioniert: Man formuliert eine (kühne) Vermutung und beginnt, nach der Beobachtung zu suchen, die beweisen würde, das man unrecht hat. Das ist die Alternative zu unserer Suche nach Beispielen, die uns eine Bestätigung liefern. Falls Sie glauben, das sei leicht, werden Sie eine Enttäuschung erleben - nur wenige Menschen haben eine natürliche Fähigkeit dafür. Ich muss zugeben, dass ich nicht zu ihnen gehöre.
Die Kognitionswissenschaftler haben sich mit unserer natürlichen Neigung, nur nach Bestätigung zu suchen, befasst: sie bezeichnen unsere Anfälligkeit für den Bestätigungsfehler als "Confirmation Bias".

Nassim Nicholas Taleb im Buch "Der Schwarze Schwan"

Ich steige nun in das Thema ein. Zunächst stelle ich eine saubere Abgrenzung für die weitere Argumentation auf:

  • Es geht im ersten Teil dieses Artikels auschließlich um Wissenschaft.
  • Es geht nicht um Politik oder Ethik.
  • Es gibt wissenschaftliche Ausarbeitungen, die die These vom menschengemachten Klimawandel durch Treibhausgase untermauern.
  • Es gibt wissenschaftliche Ausarbeitungen, die die These vom menschengemachten Klimawandel durch Treibhausgase abweisen.
  • Es besteht also eine (zunächst nicht quantifizierte) Uneinigkeit bei der Wissenschaft und ihren Vertretern.
  • Nur ganz wenige Menschen sind von ihrem Wissens- und Bildungsstand in der Lage, das vorliegende Material zu analysieren und zu bewerten. Ich übrigens nicht.

Bis hierher alle einverstanden, auch @jaki01, @sco, @vikisecrets ?



Und nun wird es spannend:

Aber 97% der Wissenschaft stützt doch die These!



Dieses finale Argument fällt früher oder später in jeder Diskussion zum Thema, sowohl von irgendwie im weiteren Sinne wissenschaftlich qualifizierten wie weniger qualifizierten Menschen. Daraus lässt sich natürlich sofort ein zwingender Handlungsdruck ableiten, der keine Zeit mehr für weitere Untersuchungen lässt. Man denke nur an den armen Eisbär:

Zugegeben, das war jetzt der einzige nicht ganz sachliche Passus in diesem Artikel. Aber ich wollte zur Auflockerung noch ein nettes Bild einbauen.

Demokratische Abstimmungen zur Feststellung von wissenschaftlichen Ergebnissen sind keine zulässige Methode, aber auf diesen Punkt will ich mich gar nicht stürzen.

Wir gehen nun stattdessen in die Metaebene, aber das ist notwendig!



Wer hat den Wert "97%" festgestellt und mit welcher Methode? Wenn sich in einer Kiste 100 rote oder schwarze Kugeln befinden, kann man sie öffnen und die Kugeln sortieren und zählen. Wie zählt man aber korrekt Wissenschaftler, Veröffentlichungen und ihre Kernaussagen? Ich bin äußerst skepitsch hinsichtlich der Zählmethode.

Wie sähe eine korrekte Zählmethode aus? Hier sind ein paar Anforderungen:

  • Zunächst müssten sich beide Seiten auf eine Zählmethode einigen.
  • Es müsste festgelegt werden, welche Eigenschaften der fachkompetenten Wissenschaftler erforderlich sind, d.h. Akademischer Grad, Fachrichtung, Lehrauftrag etc.
  • Es müsste festgestellt werden, ob die Untersuchungsergebnisse auf Basis freier, unabhängiger Forschung zustande kamen oder ob es sich um bezahlte "Gefälligkeitsgutachten" handelt, die ein bestimmtes Ergebnis präjudizieren.
  • Plagiate müssten erkannt und aussortiert werden.

Ich bezweifle, dass es bislang schon eine Zählmethode gegeben hat, die diesen Mindestanforderungen genügt. Der gemeinhin genannte Wert von 97% ist daher irrelevant. Er wird aber massenmedial als unumstößliche Wahrheit verbreitet.

Ende des wissenschaftlichen Teils



Ich führe nun abschließend noch in Kürze weitere zwei Umstände an, die meine Skepsis nähren:

Erstens:
Der von mir sehr geschätzte Youtuber Horst Lüning vertritt in seinem "Unterblog" sehr kompetent Thesen, die quer zur allgemeinen Diskussion verlaufen: Er befürwortet regenerative Energieformen und Energieeinsparung, ist ein entschiedener Anhänger der Elektromobilität, lehnt aber die These vom menschengemachten Klimawandel ab und wählt NICHT AfD!

Zweitens:
Der sicherlich äußerst umstrittene Youtuber und bekennende Libertäre Oliver Janich (der Allmächtige stehe uns bei!) hat verschiedenste Protagonisten der Klimabewegung, darunter Maylab (@vikisecrets aufgepsst!) und MrWissenTogo öffentlich zu einer Live-Diskussion aufgefordert, aber alle Angesprochenen haben trotz hundertfacher Unterstützung durch Kommentatoren die Offerte abgelehnt. Wer sich in einer wichtigen wissenschaftlichen Frage öffentlich festlegt, sollte den Mut und die Fairness besitzen, sich jederzeit einem Streitgespräch zu stellen, auch mit dem pöhsen Oliver.

Ich wäre auch jederzeit bereit, sogar mit dem Leibhaftigen ein öffentliches Streitgespräch über Bitcoin zu führen. In diesem Bereich fühle ich mich kompentent, was ich beim Klimathema nicht von mir behaupten kann. Aber ich bleibe skeptisch. Und Skepsis ist im Leben oft eine gesunde Geisteshaltung, die vor Fehlverhalten schützt.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!

Sort:  

Ein paar Punkte deines Posts lassen sich einfach beantworten, andere brauchen längere Analysen, die in der Kommentarseite keine Chance auf Vollständigkeit haben.

aber alle Angesprochenen haben trotz hundertfacher Unterstützung durch Kommentatoren die Offerte abgelehnt.

Vollstes Verständnis dafür, würde ich genauso ablehnen. Wer ständig auf mich schimpft und mir übles unterstellt, der ist offensichtlich nicht in der Lage, eine sachliche Diskussion zu führen, und den werde ich nicht auch noch durch mein Erscheinen den Anschein geben, ein gleichwertiger Diskussionspartner zu sein. Daher verweigere ich, dann kann er sich zwar als Opfer stilisieren, aber bleibt ein Troll.

Zunächst müssten sich beide Seiten auf eine Zählmethode einigen.

Genau so funktioniert Wissenschaft sicher nicht. Man wählt seine Methodik so aus, dass sie den zu untersuchenden Hypothesen objektiv möglichst gut entspricht, und nicht danach, ob der letzte Andersdenkende dann auch noch damit einverstanden ist. Hätte man die Kirche gefragt, welche Beweise denn für das heliozentrische Weltbild nötig wären, würde die Sonne sich heute noch um die Erde drehen.

Wer hat den Wert "97%" festgestellt und mit welcher Methode?

Wie @noobsin (und in Teilen auch du) richtig schreibt, ist dieser Wert ein rein quantitativer, und wissenschaftlich belangloser. Weniger belanglos sind mathematische Annäherungen an Meta-Analysen des vorliegenden wissenschaftlichen Materials, die zu noch wesentlich höheren Sicherheiten kommen. 2 Beispiele: Kokic et al. berechnen die Wahrscheinlichkeit, dass Treibhausgase für die aktuelle Erderwärmung verantwortlich sind, mit über 99,999%. Und S. Lovejoy kommt für die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch für den Temperaturanstieg verantwortlich ist, auf über 99%. Und die beiden sind jetzt auch schon wieder 6-7 Jahre alt, die neueste Temperaturexplosion ist da noch gar nicht mit drin.
Die Antwort der meisten "Klimaskeptiker" auf solche Analysen: Ad Hominem. Wie du richtig schreibst, entlarvend.

Und dann gibt es noch sehr viel mehr, was wie gesagt das Kommentar sprengen würde. Lass mich vielleicht abschließend sagen, dass ich deine Herangehensweise schätze. Wenn du die Wissenschaft betrachtest, hast du jedes Recht, skeptisch zu sein. Wissenschaft verlangt keinen bedingungslosen Glauben, sondern verlangt es, hinterfragt zu werden. Wenn du das aber tust, wirst du nicht umhin kommen, der Möglichkeit, dass der Mensch sehr wohl für die Erderwärmung verantwortlich ist, eine gewisse - und gar nicht so kleine - Wahrscheinlichkeit einzuräumen.

Und jetzt schlussfolgere selbst: Du hast "Der Schwarze Schwan" von Taleb gelesen. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch mit seinem Verhalten ein "black swan event" im Klima auslöst und sich selbst auslöscht.
Wofür brauchen wir dann noch den Streit um Wahrscheinlichkeiten???

Es ist eigentlich klar was hier greifen muss:

Das Vorsorgeprinzip.

... würde die Erde sich heute noch um die Sonne drehen.

Und ich Depp dachte, das täte sie tatsächlich. :-)))

looool, dammit, was für ein Fehler. Da rufe ich doch schnell Tante Edit an.

97% aller Gelehrten lagen damals falsch.

Haha. Nur dass diese 97% Gelehrten damals nicht die wissenschaftliche Methode verwendeten, sondern Theologen waren.


->
!BEER

Die positiven Nebeneffekte sehe ich durchaus auch. Vielen Dank für diesen bebilderten Hinweis.

So ein dummer Cartoon - typisch. Als ob alles eitel Wonne wird und es KEINE Verlierer gäbe.

Manni das mürrische Mammut.
Muss schlimm sein, wenn man sich immer als Verlierer sieht.

Angesichts der vielen Dummheit kann man schon mürrisch werden. Keine Ahnung, wie man sich als Verlierer fühlt aber für viele werden die Steuererhöhungen schmerzhaft sein. Oder glaubst Du, dass es das alles umsonst gibt?

...aber für viele werden die Steuererhöhungen schmerzhaft sein

Am Anfang wahrscheinlich ja und dann auch für die falschen. Wenn ich aber sehe was so an Steuergelder für unsinnige Sachen "verbrannt" wird, darf der "Schutz der Zukunft" schon etwas kosten.
Es liegt jetzt allerdings daran etwas taugliches auszuarbeiten. Miesepetrig alles schlecht zu machen führt leider zu gar nichts und macht es am Ende nur teurer.

Oder glaubst Du, dass es das alles umsonst gibt?

Natürlich nicht, aber grad wenn man Kinder hat, sollte einem die Zukunft derer schon etwas wert sein. Meinst du nicht? Diese Weitsicht setze ich bei jemandem mit deinen Qualifikationen eigentlich schon voraus.

Für sinnvolle, durchdachte Aktionen bin ich natürlich zu haben, aber nicht für das, was da derzeit im Fokus ist (Stichwort E-Autos, um nur ein Beispiel zu nennen).

E-Mobilität sehe ich auch eher etwas skeptisch. Sollte jetzt jeder dazu "gezwungen" werden ein E-Auto zu kaufen, wäre die Nachhaltigkeit auch dahin. Noch gute Fahrtüchtige Autos würden gegen E-Autos ausgetauscht werden, deren Herstellung weit mehr Emissionen verursachen als die alten Autos in den nächsten Jahren noch ausstoßen würden. Da ist allerdings der Lobbyismus mit der Automobil Branche schuld.

Vielen Dank für deine ausführliche, fundierte Antwort. Ich stimme in vielen Punkten zu mit einer Ausnahme:

Vollstes Verständnis dafür, würde ich genauso ablehnen.

Oliver Janich macht meiner Wahrnehmung nach keine Angriffe ad hominem. Um ihm zu widersprechen, wird irgendjemand, der kompetent ist, mit ihm diskutieren müssen. Ausgrenzung bringt ihn in eine Opferrolle und stärkt seine Position.

Hast du vielleicht doch Zeit für eine Life-Diskussion mit ihm? Für mich wäre das sehr spannend.

Ich kein Experte auf dem Gebiet. Ich kann die Wissenschaft lesen und verstehen, ja. Aber ich bin nicht umfassend gebildet genug auf dem Gebiet, um jede Aussage sofort im Kopf auf Wahrheitsgehalt überprüfen und entsprechend antworten zu können. Zum diskutieren über das Thema brauche ich meine Recherchetools und Zeit zum Lesen. Und das geht live leider nicht.

Insgesamt habe ich eine doch recht fruchtbare Diskussion ins Rollen gebracht.
Mit Sicherheit entscheiden kann die Frage wohl niemand. Aber ein öffentliches Streitgespäch von wem auch immer mit Oliver wäre für mich höchst interessant.

Vielen Dank nochmals für deine Beiträge.

Auch ich schätze eine fruchtbare Diskussion weit mehr als das gegenseitige Beflegeln, das man sonst oft findet. Also Danke auch dir.

Ja, das hast Du. Und ich finde es auch gut, daß hier "hart aber fair" in der Sache diskutiert wird. Auf Facebook wäre das kaum möglich. Auf Steemit geht es also doch noch. Toll.

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"Wissenschaft verlangt keinen bedingungslosen Glauben, sondern verlangt es, hinterfragt zu werden. Wenn du das aber tust, wirst du nicht umhin kommen, der Möglichkeit, dass der Mensch sehr wohl für die Erderwärmung verantwortlich ist, eine gewisse - und gar nicht so kleine - Wahrscheinlichkeit einzuräumen."

Diesen Satz finde ich sehr gut. Ich würde auch sagen, daß der Mensch einen gewissen Einfluss auf die Temperatur bestimmter Regionen hat. Besonders herausheben möchte ich, daß Wissenschaft keinen bedingungslosen Glauben verlangt. Da bin ich 1000% bei Dir.

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Hallo lieber freiheit50,

du hast nicht zu viel versprochen. Dein Beitrag ist wirklich erste Sahne und zieht viele in den Bann, wie man an der regen Kommentierung bestens ablesen kann. Ihr macht das alle auf Eure Weise echt gut und haucht dieser Plattform mal wieder richtig Leben ein. Wirklich ein dickes Lob von mir an alle hier.

Der Spannungsbogen in Deinem Beitrag, mit netter humorvoller Bildunterbrechung könnte besser nicht gemacht sein.

Ich habe für mich beschlossen, die im wesentlichen total verkopfte Diskussion, in der die beiden Lager (ich würde dir zustimmen, daß es hier 2 Lager gibt) ihre favorisierten Lehren, bzw. die der Forscher und/oder Klimamodellbauer, die theoretisch auch Recht haben könnten, um die Ohren hauen. Selbst ein Autodidakt könnte Recht haben.

Ich bin übrigens auch Forscher. Ich forsche an dem ultimativen Lied, mit dem ich die Menschen in Einklang mit der Welt, der Natur und dem Universum bringen kann. Leider bin ich mit meiner Forschung noch nicht so recht vorangekommen in der Sache, weil ich mich auch viel zu sehr von der verkopften Diskussion ablenken lasse. Ich sollte noch viel verrückter werden, mich von all dem ver-rücken.

Peace!

Herzlichen Dank! Deine Worte erfreuen mich sehr. Auf dein Lied bin ich schon gespannt. Es könnte Balsam für meine Nerven sein, denn die Diskussion ist für mich emotional durchaus anstrengend. Vielleicht kommt noch ein dritter Teil, wenn ich wieder Kraft dafür habe.

Was ich schon mal gegenüber @jaki01 angeschnitten habe, aber dann nicht weiterdiskutiert: Was bitte ist die Aussagekraft dieser Zahl 97 %? Heisst es, dass alle fachlich Kompetenten - zumindest in etwa - die gleiche Aussage getätigt bzw. einer solchen zugestimmt haben, z. B. "Die aktuelle Klimaerwärmung ist zu ca. 80 % menschengemacht und die Menschheit kann auf den zukünftigen Verlauf der Klimaerwärmung signifikant Einfluss nehmen."? Sehr wahrscheinlich nicht.

Wenn sich nun herausstellen würde, dass z. B.

  • 50 % von den 97 % meinen, dass der auf die Menschheit entfallende Anteil an der Klimaerwärmung maximal 20 % ausmacht, weitere 30 % meinen, dass er 40-60 % ausmacht und die restlichen 20 % meinen, er macht mindestens 80 % aus
    oder
  • zwei Drittel meinen, dass - egal wie hoch der menschengemachte Anteil ist - eine signifikante Einflussnahme auf den zukünftigen Verlauf der Klimaerwärmung sehr unwahrscheinlich bis unmöglich ist
    oder
  • über 80 % von den 97 % sich sowohl hinsichtlich des Anteils von mindestens 80 % als auch der gut möglichen signifikanten Einflussnahme hinreichend einig sind

wären dann die jeweils daraus abzuleitenden Handlungs- und Unterlassungsempfehlungen die selben? Wohl kaum! Und gibt es derartige Differenzierungen überhaupt und wenn ja, wurden sie erhoben und von den entscheidenden Personen gewürdigt?

Für mich ist diese Zahl 97 % für sich allein so plakativ wie unwissenschaftlich, bestens zum Angstschüren geeignet (Angst war schon immer mit die mächtigste Triebfeder und wird dementsprechend immer gern instrumentalisiert) und völlig ungeeignet, aus ihr allein irgendetwas abzuleiten!

Im Grunde geht es bei der Frage "Klimawandel menschengemacht oder nicht?" nur um eine versuchte Schuldzuweisung.
An dem Punkt, an dem wir heute stehen, taugt das bestenfalls für die Rubrik "Schön das wir mal drüber geredet haben."
Denn egal zu welchem Schluß man dabei kommt, es bleibt rein akademisch.

Natürlich gibt es den Klimawandel, um das zu erkennen muß man nicht einmal Wissenschaftler sein. Ein funktionierendes Gedächtnis reicht dafür aus.
Ob er menschengemacht ist - ich tendiere zu "menschenbeschleunigt" - spielt aber weiter keine Rolle. Denn weder können wir begangene Fehler korrigieren, noch den fortschreitenden Effekt stoppen oder verzögern. Wobei ich innerlich befürchte, das man etwas in der Art versuchen wird, sobald die Auswirkungen noch schlimmer werden. Und ich habe starke Zweifel, das dies gutgeht.

Aber zurück zur Kernfrage. Wenn wir diese mal als mit "Ja" beantwortet annehmen - was dann? Sollen wir dann irgendwen bestrafen? Also ein paar Hauptverantwortliche aufhängen und uns alle ein bischen bestrafen, weil wir ja mehr oder weniger alle mitgespielt haben?
Den Klimawandel wird das wenig beeindrucken.

Mensch----halt doch mal die Luft an. :-)

Wenn wir diese mal als mit "Ja" beantwortet annehmen - was dann? Sollen wir dann irgendwen bestrafen? Also ein paar Hauptverantwortliche aufhängen und ...

Unser Verhalten ändern, auf Umweltschutz, CO2-Emissionsverringerung fokussieren? :)

Das ist ja das Problem: ob Emissionsverringerung noch was bringt? In absehbarer Zeit wohl eher nicht, wenn überhaupt.
Und punkto Umweltschutz... das ist eine ganz andere Baustelle. Da könnte man sicher einiges Bewegen - wird aber auch nicht getan.

Also ich würde es versuchen, die Folgen, soweit noch möglich, einzudämmen und zugleich damit beginnen, mir zu überlegen, wie den nicht mehr zu verhindernden Konsequenzen am besten zu begegnen sei.

Viel einzudämmen gibts da nicht. Was jetzt passiert, ist vor 50 Jahren verbockt worden. Daran kann man nichts mehr ändern. Und überlegen wie wir mit den Konsequenzen umgehen, das kommt schon von selbst. Was da am besten ist, möchten wir vieleicht gar nicht hören...

Das sehe ich anders: Man sollte m. E. immer das zum aktuellen Zeitpunkt Mögliche tun.
Ich würde auch nicht sagen, nur weil früher die Römer die Wälder rund ums Mittelmeer abgeholzt haben, käme es jetzt eh nicht mehr drauf an, also "Lasst uns die tropischen Regenwälder jetzt auch noch erledigen!"

Ich finde das, was du im 1. Absatz sagst, sehr gut.

Ja, die "alten weissen Männer" (sprich die westliche Welt) sollen bestraft werden, wer denn sonst?

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Wissenschaftlich betrachtet, kann man die Sache sehr nüchtern angehen. Für das Klima sind sehr viele Faktoren verantwortlich, wie zum Beispiel die Existenz und Zusammensetzung der Atmosphäre eines Planeten, die Entfernung zum Stern / Sonne, die Sonne selbst (Größe, Leuchtkraft, Sonnenaktivität), etc. Es gibt in erster Linie einen natürlichen Klimawandel, da ja unser Sonnensystem und die Erde ein dynamisches System bilden. Da wir aber auch Teil dieses Systems sind und in den letzten Jahrzehnten unbestritten enorm in das Ökosystem der Erde eingegriffen haben, gibt es auch eine Komponente des Klimawandels, der durch uns Menschen verursacht wurde, vor allem durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Anreicherung der Atmosphäre mit CO2, Abholzung der (Regen-)wälder, exponentielles Bevölkerungswachstum, ... Das ist wissenschaftlicher Consens und wird von den meisten Klimaforschern auch so gesehen. Der Klimawandel kann für einige Regionen extrem negative Folgen haben (Überschwemmung der Küstenregionen, Zunahme extremer Wetterereignisse, Schmelzen der Gletscher, Dürre, ...) und dazu kommt noch die generelle Luftverschmutzung abseits von CO2. Manche Regionen können vlt profitieren, aber in Summe überwiegen die Nachteile wahrscheinlich. Wer es immer noch nicht glaubt, empfehle ich auch die zwei gut gemachten Folgen von Raumzeit zu dem Thema:

Ohhh morgen verlinke ich ein Video einen Meteorologie Professor der das alles anders darstellt

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Wer hat den Wert "97%" festgestellt und mit welcher Methode?

Ich verlinke dafür zu dem relevanten Teil eines Videos von maiLab: "Rezo wissenschaftlich geprüft"
In der Videobeschreibung ist dann zusätzlich zu dem Abschnitt in dem Video folgendes zu lesen:

  1. Wissenschaftlicher Konsens - “97% aller Klimaforscher”
    Es gibt mehrere Studien über Konsens zu menschengemachtem Klimawandel, alle kommen zu einem ähnlichen Ergebnis. Die am meisten zitierte Studie ist diese hier:
    https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024
    (Darüber spreche ich im Video)
    Ergänzung zur Studie: Es wurden nicht nur Abstracts durchgelesen, sondern auch Klimaforscher direkt kontaktiert, und gebeten sich selbst zu den wissenschaftlichen Daten ihrer Studien zu äußern. Ein gutes Drittel der Forscher hat sich nicht mit den Ursachen beschäftigt, antwortete also “neutral”. (Wie gesagt neutral heißt nicht Enthaltung!)
    Doch unter denjenigen, die sich damit beschäftigt haben, war das Ergebnis wieder klar: 97,2% sagten - Ja, die Daten zeigen es - der Mensch ist Schuld.
    Hier das Video von Science Moms über wissenschaftlichen Konsens:

Für ein genaueres Außeinandersetzen mit der Studie kann man sie natürlich selbst bis ins Detail studieren, aber dafür mag ich mir die Zeit nicht nehmen.

Vielen Dank für den Link. Das sieht durchaus wissenschaftlich aus. Aber ob meine Kriterien erfüllt sind, kann ich nicht überprüfen, insbesondere die Unabhängigkeit der Forschung.

Übrigens habe ich nichts gegen die Reduzierung der Bereitstellung und Verbrennung der fossilen Energieträger. Fleisch esse ich auch keines. Ich fliege nicht und fahre nur wenig mit dem Auto.

Dass MaiLab nicht mit Oliver Janich diskutieren will, macht sie für mich unglaubwürdig.

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Hey @flugschwein, here is a bit BEER for you. Enjoy it!

Es müsste festgestellt werden, ob die Untersuchungsergebnisse auf Basis freier, unabhängiger Forschung zustande kamen oder ob es sich um bezahlte "Gefälligkeitsgutachten" handelt, die ein bestimmtes Ergebnis präjudizieren.

Forschung im Sozialismus kann niemals frei sei - erst recht nicht im Internationalsozialismus - wenn sie den Vorgaben der Politik und nicht im Streben nach Erkenntnis folgt.

Wäre sie frei - dann würde man elementare Zusammenhänge in der öffentlichen Diskussion nicht unterdrücken.

Zudem ist die Klimadiskussion derzeit typisch für die Ablenkungsstrategie des Sozialismus für das eigene Staatsversagen.

Man wechselt den Frame nach belieben und führt die Massen aufs Glatteis - auf das niemand jemals das wirklich heisse Eisen anpackt - sprich das System an sich, welches ursächlich für die Leiden der Menschheit ist, in dem es die Massen verknechtet und dem Diktat neomarxistischer Praxis aussetzt, die darin besteht die Wahrheit zu erschaffen und sich nicht auf Wahrheit zu berufen.

Ein feiner aber wichtiger Unterschied.

Das ist aber ganz böses Deldenk!! Das Miniwahr wird dich sehr bald ans Minilieb melden, aber dann!

Kaffeerunde! !COFFEEA3

Mehr "Ludwig Erhard" wagen wäre mal ein Anfang... (seufz)

Bis dahin kann man nur Kaffee trinken.

Im Zeitalter des Merkelismus - wenig realistisch - erst wenn der Weg des größten Schmerzes gegangen wurde - und selbst dann besteht die Gefahr das wieder Götzen angebetet werden...

!COFFEEA2

Das es laut den Voraussagen der besten Wissenschaftler der 70er Jahre seit dem Jahr 2000 kein Öl und sonstige Rohstoffe mehr gibt, kann der Mensch nicht schuld sein.
Außerdem ist wegen der Bevölkerungsbombe die Menschheit sowieso schon verhungert.

Hehehe, den Kommentar feiere ich. :-)

Finde den Kommentar auch gut.

Meine Güte... Fakten ist egal, ob jemand „Skeptiker“ ist. Bin mal gespannt, wer in 50 Jahren zitiert wird: Stalin oder Thunberg. Und ob es in 100 Jahren noch homo sapiens geben wird. Und wer unsere Überreste in ein paar 1000 Jahren ausgraben wird.

Posted using Partiko iOS

P.S.

Und ob es in 100 Jahren noch homo sapiens geben wird.

Diese Frage bewegt mich auch, wie ich mit meinen Steemit-Artikeln zur Friedenspolitik mehrfach deutlich gemacht habe. Warum hopsen die Greta-Jünger nicht auch für Abrüstung? Das NATO-Ziel von 2% Rüstungsausgaben wäre ja Anlass genug. Und da würde ich sogar mithopsen, falls die Antifa von der Veranstaltung ausgeschlossen wäre.

Das war jetzt nicht besonders sachlich. Aber du darfst das bei mir. Vielleicht wäre es ja sinnvoller, das Geld für die weltweite Vermeidung von Plastikmüll aufzuwenden.

Mit diesem Satz bin ich 100% bei dir!!!

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