70 Euro und ein Mountainbike (Teil III)

in deutsch •  11 months ago  (edited)

Teil III Ich war drauf gefasst!

Da unsere Halle direkt neben dem Amtsgebäude stand! In der nächsten Woche musste ich also zum Gespräch ins selbige, wo sie mir erklärten dass ich jetzt ein Gewerbe betreibe und dieses anzumelden habe. Die Wochenendflohmärkte hätten sie durchgehen lassen, da jeder einzelne Verkäufer für seinen Verkauf allein verantwortlich war und ich es gratis angeboten habe.

Konsequenz: Der Hallenverkauf in seiner jetzigen Form wurde verboten!



Flohmarkt.jpg

Originalfoto der Einfahrt in Süderlügum

Ok ich bin ja nicht blöd, so stehts im Gesetz! Verdienst du Geld, kommen sofort alle an und wollen sich ihre Scheibe von abschneiden.
Der einzige Weg die Halle wieder zu eröffnen war ein Gewerbe anzumelden. Natürlich hatte ich mir keine Gedanken drum gemacht was das für einen Rattenschwanz hinter sich herzieht (wollte ich auch nicht " Probleme sind da, um sie zu lösen").
Finanziell hatte sich die Lage wesentlich gebessert und ich entschied erstmal, mich meinem in letzter Zeit sehr vernachlässigten Hobby zu widmen "Bier & Hanf".
Jetzt musste erstmal ne fette Party ran um meine Gedanken neu zu sortieren und Kraft zu sammeln. --- Bier und Hanf gehören zum Kampf, Wein, Weib und Gesang ---
Es sollten ja sehr wichtige Entscheidungen getroffen werden, die sich für mich nur mit den entsprechenden Motivationsbeihilfen bewerkstelligen ließen.
Mein Kopf musste halt in so einer Art "Schwitzhütte" die ich in Berlin öfters mit der "kindlichen Kaiserin" zelebrierte.

Süderlügum erwies sich als richtiges Wikingerdorf „ganz oben in Deutschland“, dass bekannt war für seinen Grenzhandel mit Dänemark und seinem „Satisfaction-Grenz MC“.
Somit waren Bier & Partys abgesichert und ich erschloß weitere wichtige Bekanntschaften (Vitamin B).

2 Wochen Party reichten meinen Kopf um Gedankenspiele neuen Schub zu verleihen.
Mein „Phantásien“ wird auch diesen Angriff vom „NICHTS“ überstehen!

sid1.jpg

„Tom-Sidney“ freute sich über jeden Kunden😂

Frisch gestärkt marschierte ich ins Gemeindehaus und meldete für 20 DMark ein Gewerbe an. Damals war gerade die „Ich-AG“ beim Arbeitsamt eingeführt worden, was mir absolut in die Karten spielte. Somit bekam ich noch eine finanzielle Förderung für mein „Warenhaus“.
Und es stand noch das Ereignis des Jahrhunderts vor der Tür: „DAS INTERNET“ Am 30. April 1993 wurde das World Wide Web (WWW) freigegeben. Ich hatte schon länger ein „Modem“ und alles lief damals auf dem Computer mit DOS Betriebsprogramm und BTX (Vorläufer des www).
Dieses Thema sollte erst später die „Unendliche Geschichte“ beeinflussen.

Stolz wie Bolle ging ich zum Bürgermeister und präsentierte meine Förderungsbewilligung und den Gewerbeschein vom Amt Süderlügum. Warum der Bürgermeister? Vitamin B ist das A und O auf einem kleinem Dorf und Tom-Sidney bekam immer frische Kuhmilch von den Kühen und Eier des Bürgermeisters, der hatte nämlich einen Bauerhof mit 100 Kühen und weiterem Viehzeugs. (booaaa, war das ekelig für mich als Betonindianer in so einem Kuhstall)

„Das Warenhaus“ wurde (durfte) wieder eröffnen und alle waren glücklich.

Einen Monat später wurde mir das rumstehen im Laden, um auf Kundschaft zu warten, echt zu langweilig und ich beschloß eine kleine Ecke zum Büro umzufunktionieren. Ab in den Baumarkt und schon standen Holzbalken & OSB-Platten für den Bürobau da. Jetzt wartete ich im Büro auf Kundschaft (lach), aber mit Radio, TV & Computer mit Internet. Das mit dem I-Net war noch lange nicht so ausgereift und steckte noch in den Kinderschuhen. Man hatte noch so gennante Einwahlknoten und die Stunde im I-Net kostete stolze 8 DMark (In Worten: Acht). Also nicht wirklich was man gebrauchen konnte.

Meine Phantasie kannte keine Grenzen und schnell fand sich in der Langeweile eine Name für mein Büro und achja, ich hatte jetzt offiziell eine Firma. Ich gab allem den Namen „Multifunktionsbüro“.

Aus dem Bombenleger, wie mich Anwohner und Jugendlichen nannten, wurde mittlerweile der „Siberjonny“ Der der alles versilberte.
Da einige langsam bemerkten das ich in Berlin schon eine Band & Politkarriere hinter mir hatte, bekam ich öfters Besuch von den Jugendlichen die in mir den Exoten sahen.
So ein Dorfleben war damals stink langweilig (Playstation, X-Box & Smartphones mussten erst noch erfunden werden). Das ließ mein Ansehen im Dorf heftigst ansteigen und auch die Dorf-Polizei beäugte mich immer mehr.
Wegen der hohen Mehrwersteuer (25%) in Dänemark boomte der Grenzhandel im Dorf ( Süderlügum versorgt halb Dänemark mit Spirituosen), sodas direkt gegenüber meiner Halle ein Aldi-Markt gebaut wurde. Da die Dänen mit ganzen Reisebussen zum Einkauf nach Süderlügum gekarrt wurden, hatte auch mein Warenhaus die richtige Lage.
In Anbetracht dieser Lage, beschloss ich kurzerhand die alleinige Macht zu übernehmen und kaufte Stück für Stück ganze Warenbestände der Einzelnen bei mir eingemieteten Stände. Am Ende waren nur noch ca. 3 Fremdstände vorhanden.

Vorhandenes Kapital war (vorerst) refinanziert und jetzt musste ja noch das „Multifunktionsbüro“ seine Funktion aufnehmen (stand eigentlich noch in den Sternen, oder in ein, zwei, drei Joints) 😎

Tom-Sidney hatte somit seine riesige Spielhalle und meine Freundin vergnügte sich immer öfters im Club-Haus vom „Satisfaction-Grenz MC“, in Berlin waren es die Rolling Wheels (au backe, da rollt(e) was auf mich zu)

Fortsetzung folgt.......

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Teil II

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