Arbeitslosigkeit als Chance nutzen.

in deutsch •  11 months ago  (edited)

Die wahre Ursache von Armut

War vor ein paar Tagen ein Post von @gammastern worauf @balte und ich drauf antworteten. Dort erklärte ich sehr kurz, dass ich anhand von eigenen Erlebnissen andere Erfahrungen sammeln durfte wie Mann/Frau auch mit Geld umgehen kann.
@stehaller ermutigte mich mit seiner Antwort daraus eine kleine Artikel-Serie zu machen.

70 Euro und ein Mountainbike

Arbeitslosigkeit als Chance nutzen, dachte ich mir so. Da der Antrag beim A-Amt ja bewilligt wurde, war der nächste Monat nach meiner Auswanderung von Berlin nach Nordfriesland erstmal gesichert.
Geld musste also her und irgendein zündender Gedanke wie ich das bewerkstelligen konnte. Da der normale Arbeitsmarkt nach meiner Ausbildung als Gas-Wasser Installateur und Klempner sowie meine Berliner Vorgeschichte nie eine Option war, wollte ich auf selbständiger Basis eher mein Verkaufstalent wiederbeleben. Nur wie??
Ich wohnte z.Zt. im Grenzdörfchen Süderlüguman der Dänischen Grenze direkt an der starkbefahrenden Bundesstraße 5. An dem Haus grenzte auch eine alte Scheune aus dem 1600 Jahrhundert mit einem schönen Reetdach. Innen waren sogar noch die alten historischen Kuhhaken zum befestigen der Kühe, Pferdeboxen und altem Originalgebälk.

Ein Idee war geboren: Das wird mein Antik/Flohmarkt

Ich hatte ja noch 70€ und das gebrauchte Fahrrad(Mountainbike) von meinem Bruder. Jetzt werde ich Unternehmer! Die Welt lag mir zu Füßen!

Ok es war klar, so ganz einfach würde das dann wohl nicht ablaufen.

Jetzt wurde mir langsam klar, das ich alleine mit meinem Fahhrad in einer 200 qm großen Scheune ziemlich einsam, verlassen und bescheuert aussehe. Es mussten also andere Stände von anderen/fremden Menschen in die leerstehende Halle, die halt für so eine Art (Stand)Miete ihre Artikel zum Verkauf anbieten dürfen. Nur woher? Ich kannte ja keinen als Rucksacknordfriese.
Der erste einfachste dümmste Gedanke könnte öfters der Beste sein. So suchte ich mir einen Eröffnungstermin an einem Sonntag aus und druckte kleine Zettel (nennt sich heute Flyer)und verteilte diese in den hiesigen Läden, Kneipen, Restaurants und Hotels. Für 30€ finanzierte ich eine Anzeige im Lokalblatt mit der Ankündigung.

Jetzt brauchte ich mich nur noch neben das Telefon setzen und auf Anrufe warten von Leuten die mir die Halle füllten und bereit waren ihre gesammelten Werke zu verkaufen.
Als kleinen Trick und Motivationsbeihilfe, bot ich natürlich die Standplätze gratis an. Gibt es was umsonst werden die meisten hellhörig.

So sollte es auch kommen und das Telefon klingelte ohne Ende. Nach mehreren Besichtigungen und abchecken der Angebotsware waren es so gut 30 Stände die die Halle mit allerlei Sammelsorium füllten. Und ich mittendrin mit dem ollen Mountainbike. 😎

Unter den Besuchern befand sich auch Kalli Nissen, ein alter Flohmarktexperte, so um die 65 Jahre, mit einem riesigen Anhänger voller alter antiken Werkzeugen, Gerümpel, gußeiserne Stallfenster und haste nicht gesehen.

Kalli entdeckte mein Fahrrad!

Da Kalli sein halbes Leben auf Flohmärkten verbracht hatte offenbarte er mir, das er keine Lust mehr hatte sein Gerümpel zu verkaufen und schlug mir einen Tausch vor.
Den Inhalt seines Anhängers gegen mein Fahrrad. Ich nahm den Deal an und so wechselten Fahrrad und antikes Gerümpel seine Besitzer.

Am Ende des Tages hatten alle Beteiligten einen schönen Tag und alle (außer ich) verkauften gut und gingen mit einem Lächeln nach Hause. Ich war glücklich mit meinem Deal und freute mich auf den nächsten Sonntag.

Unterm Strich blieb erstmal alles beim altem, Geld musste her!

Fortsetzung coming soon 😂

Quelle Foto: Süderlügum.de

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Das fängt auf jeden Fall schon einmal interessant an.
Je nachdem was noch alles kommt, würde ich sogar empfehlen ein Buch daraus zu machen.
Im Self Publishing bin ich ja jetzt Experte auf amazon und iTunes
Solche Erfolgsgeschichten, wo der Protagonist von ganz unten kommt, liest jeder gerne.
Und wenn Du es sowieso aufschreibst...
Finanzielles Risiko gibt es ja im Self Publishing keins und man darf zwischen 35% (Amazon) und 70% (Apple) der Einnahmen behalten.

Da freut mich zu hören, da ich sowas schon lange plane. Wie ich oben schon in einem Kommentar erwähnte ist dieses nur ein minimaler Teil meiner Geschichte. (Morgen kommt der zweite Teil)

Ich bin gespannt

Darfst du auch, da folgt einiges kurioses und verrücktes.

Tolle Geschichte.Mist jetzt muss i warten.Ich hasse cilffhanger oder wie nan das schreibt.lg max

Ja sorry, das wird noch sehr spannend und lustig. Die Story ist/wird eigentlich nur ein minimaler Teil meines Buches.

cool geschrieben--bin gespannt-ich mag solchne lebensgeschichten

Danke, da kommt noch mehr 😎 Nur bin ich eigentlich nicht der Schreiberling schlechthin. Erzählungen liegen mir mehr.

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