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RE: Finanzexperten

in #deutsch7 years ago

Wenn Marktpreise deterministisch sind, dann geht es mir als Investor darum, die wichtigsten Determinanten (Einflussfaktoren) zu identifizieren und die kausalen Wechselwirkungen zwischen diesen Einflussfaktoren und der Zielgrösse (z.B. DAX am 31.12.2020) zu bestimmen.
Wenn ich über genügend gute mentale Modelle (z.B. Mikroökonomie, Spieltheorie, Korrelation) verfüge, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer richtigen Einschätzung höher.

Mit Strategien wie dem Kelly-Kriterium kann ich grosse Risiken bzw. einen Totalverlust vermeiden. Aber das sollten gute Investoren so oder so tun.

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Wenn Du einmal ein paar hundert earnings events oder Fed meetings getradet hast, wirst Du auch der Ansicht sein, dass markets random sind.
Ich habe es früher auch nie geglaubt.
Keiner der ehemaligen Floor Trader die ich kenne, hat sich je für irgendwelche Wirtschaftsdaten, Finanznachrichten oder Unternehmenszahlen interessiert oder Fed Berichte gelesen.

Du redest von Trading, ich von Investing.
Trading ist eher kurzfristig ausgerichtet, mit häufigen Trades. Kurzfristige Preisbewegungen mögen recht zufällig sein. U.a deswegen habe ich an Trading kein Interesse. Ich finde es auch intellektuell nicht herausfordernd und gehe davon aus, dass das mittelfristig durch Algorithmen übernommen wird.
Beim Investieren geht es um das Kaufen und langfristige Halten von Assets. Die langfristige Entwicklung von Unternehmen, Gold, Aktienindizes, usw. ist (wie beschrieben) deterministisch. Ich persönlich finde die Analyse von solchen langfristigen Marktbewegungen reizvoll.

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