Kochen im Erdloch
Vor gut einem Jahr kam ich auf die Idee mal etwas neues auszuprobieren, Kochen in einem Erdloch. Ich hab damals leider nicht alles mit der Kamera dokumentiert, bedingt durch ausheben des Loches, Essen zubereiten etc.
Das ganze habe ich gestartet mit einer Fahrt zum Strand und dem sammeln von geeigneten Steinen, danach wieder nach Hause und das Loch ausheben.
Das Loch war etwa 80 x 40 cm groß und ca. 40-50 cm tief.
Unten ein paar Tannenzapfen und damit das Holz darüber angezündet.
Auf das nun brennende Holz die ersten Steine plaziert.
Darüber weitere Hölzer.
Das ganze richtig runter brennen lassen.
Über die Glut und die nun glühend heißen Steine Erde und etwas Sand. Das Essen habe ich vorbereitet (Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln etc. in eine Alufolie, vorher eingelegtes Rinderfleisch in eine andere und in die dritte Hähnchen) und dann das ganze komplett aufgefüllt mit Erde.
Das ganze habe ich genau 4 Stunden in dem Loch belassen, dann vorsichtig wieder frei gelegt (um die Alufolie nicht zu beschädigen). Das Essen (leider ohne Foto) ist wirklich lecker, das Fleisch zart und würzig, Kartoffeln und Gemüse ein Gedicht.
Wer einmal etwas Zeit übrig hat am Wochenende, dem kann ich das nur empfehlen. Ich habe es damals alleine getestet und werde es dieses Jahr wieder angehen, dann aber mit einem größeren Loch und Essen ausreichend für eine Gruppe.
Hi - so kochen die Hirten doch irgendwo ihre Ziegen? Ich meine, ich hätte sowas schon mal irgendwo im Fernsehen gesehen. Weiß aber nimmer, in welchem Land das war. Klingt zumindest saugut und ich werd mal versuchen, das so zu machen:-))
Die Mongolen bereiten so auch Essen zu, fällt mir gerade wieder ein :-)
Ahhhh genau - da hab ich das gesehen, in ner Reportage über die Hirten dort:-)))
Das ist ja noch verwegener, als Brot auf Teelichtern zu backen (hat geklappt!)! das müssen wir auch mal versuchen! Danke für den Tipp!
Alex
Da hatte ich auch mal etwas zu gebaut :D
Schwenkgrill für Teelicht-Befeuerung :D
Klingt alles super bis auf die Alufolie.
Funktioniert tadellos damit. Ich weis, es gibt Varianten mit Blättern und der Geschmack soll damit nochmals besser werden (dazu kommen Leinensäcke). Nur, die Blätter die tauglich wären gibt es hier nicht und somit keine andere Chance als die Folie.
This made me crave a hangi - the Maori word for a similar technique. Though, less foil and more food wrapped in cabbage leaves and draped in damp sack cloth so that the food gets the taste of steamed earth. Lecker.
dachte anfangs das geht doch nicht, kommt zu wenig sauerstoff in die senke. aber die idee war ja quasi ein erdbackofen. dank der alufolie schmorten die guten stücke im eigenen saft. lecker!
Du bist dann auch die Sorte die anstatt lange drüber zu diskutieren es einfach ausprobiert. Bis zum ersten Spatenstich hatte ich null Erfahrung mit dergleichen, lediglich ein paar Videos und Texte als Vorgabe und ab die Post. Und belohnt wurde ich dann mit einem super Essen. Hätte aber auch in die Hose gehen können, Bedenken hatte ich durchaus im Vorfeld.
von den eigenen fehlern lernt man am besten!
schon mal auf 3800müm probiert ein feuer zu machen? (geringer luftdruck)
dazu werden die meisten kaum gelegenheit haben, deshalb die antwort gleich:
dachte mir kein problem unten zeitung oben feine holzspickel. dank des windes (meist in diesen höhenlagen) brennte die zeitung schnell, zu schnell um das holz zum glimmen zu bringen. also windschutz musste her. aber auch das brachte nichts. die zeitung konnte nich genügend hitze erzeugen um das holz zum glühen zu bringen. also raht bei den einheimischen holen (dies war in Nepal). ein kleiner zweig samt nadeln aus dem nahen tujawald holen. anhand des hohen harzgehaltes entzündete dieser schnell. geglückt! spannend dabei ist aber das der tujazweig als letztes zu asche zerfiel, selbst nach den ca 3cm dicken holzstücken.
Das ist doch auch mal eine klasse Geschichte und Information!
Das ist sogar ziemlich verbreitet auf der Welt, ich hab erst vor kurzen eine Dokumentation gesehen wo auf Neuseeland so ähnlich Essen zubereitet wird. Ich weis auch das in Argentinien auf dem Land so gekocht wird. Ich hab auch bevor ich nach Uruguay kam mal eine Dokumentation über das Land angeschaut und da kam es auch vor. In echt gesehen habe ich es aber nie hier und ich hab mittlerweile wirklich das ganze Land gesehen.
Worüber ich nachdenke mir eine feste Grube zu bauen, das Loch zu mauern und direkt eine richtige Größe anzulegen wo dann auch mal ein Spanferkel reinpasst (den Gedanken verfolge ich seit der Neuseeland-Doku, die hatten sowas).
Cool muss ich auch mal versuchen!!!!!!!!!!!
Hi, urukai! I just resteemed your post!
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Good Luck!