10-Tage-Schreib-Challenge #5 - Endlich mal gelebte Selbstfürsorge!

in #deutsch3 years ago

Oberflächlich betrachtet, habe ich gestern bei meiner 10-Tage-Schreibchallenge ausgesetzt, was allerdings nicht ganz stimmt, denn den folgenen Text habe ich am Abend geschrieben, jedoch nicht mehr gepostet. Tagsüber hatte ich fast die ganze Zeit über andere Themen geschrieben, allerdings nicht für Steemit sondern für mein Buch, oder was auch immer es werden wird. (Ihr wisst ja, meine alte "Wenn dich die Muse küsst dann schreib!"-Technik.)

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10-Tage-Schreib-Challenge - Was ist das?

Zur Erklärung für alle, die heute zum ersten Mal mitlesen: Ich habe nach Wegen gesucht, wie ich das Schreiben mehr in mein Leben integrieren und mich dabei weiterentwickeln kann. Dabei bin ich auf einen Skillshare Kurs gestoßen, der dazu anregt, 10 Tage lang jeden Tag einen Text zu schreiben, in dem jeder Satz mit den Worten "Ich bin dankbar (dafür)..." beginnt. (Bei Tag 1 gibt es noch mehr Infos zu meiner 10-Tage-Schreib-Challenge.


Mittlerweile habe ich entschieden, es mit den 10-Tagen doch nicht so zu halten, dass ich unbedingt 10-Tage in Folge schreiben muss, denn das ist mir neben all den anderen Dingen, die ich sonst noch mache, zu stressig. - Das Schreiben an sich ist schnell erledigt, aber mit dem ganzen Drumherum, wie Foto machen, bearbeiten, hochladen, Formatieren, Fehler ausbessern, Erklärung einfügen, etc. dauert es trotzdem mindestens eine Stunde, so einen Beitrag zu erstellen. (Wahrscheinlich mehr. Ich habe die Zeit nicht gestoppt und schätze gerne zu optimistisch. :D )

9.10.2018 - Ich bin dankbar für...

(Diesmal habe ich mich - Asche auf mein Haupt - wegen der Lesbarkeit auch nicht ganz akribisch an die Struktur gehalten.)

Ich bin dankbar für den heutigen Tag, obwohl er, von außen betrachtet, nicht viel anders war als viele andere Tage an denen ich am Ende unglücklich und unzufrieden war.

Doch was habe ich anders gemacht als sonst?

Die Antwort ist: ich habe auf mich selbst geachtet und mich um mich selbst
gekümmert
, anstatt meine Anspannung, Traurigkeit und Widerstände einfach zu
ignorieren und mich um zwingen das zu tun, was der Verstand mir diktiert.

Ich bin mir selbst dankbar dafür, das ich das geschafft habe, auch wenn es bedeutet, dass ich bis nach 11 Uhr nichts "sinnvolles" gemacht habe, außer in mich reinzuhorchen, zu schreiben und mir selbst zu erzählen, was los ist.

Ich bin dankbar, dass ich mir die Zeit genommen habe, runterkommen, meine Gefühle zu fühlen, mich ein bisschen mit "Das große Backen" abzulenken, ohne völlig zu versacken.

Außerdem bin ich meinem Mann dankbar, weil er für die Kinder die App "Just Dance now" am Apple TV installiert hat und ich dadurch ein überaus motivierendes Fitnessprogramm habe. Ich bin so unglaublich dankbar für diese Möglichkeit zu tanzen, ohne mich dabei vor anderen der Lächerlichkeit preiszugeben. Es macht so unglaublich viel Spaß und ich kann mich dabei richtiggehend auspowern und jede Menge Endorphine ausschütten.

Ich bin dankbar dass ich auch eine schöne Yoga App gefunden habe, von der ich heute ein kleines Workouts getestet und für gut befunden habe. Ich bin so dankbar, dass meine fast 10 jährige Fitness Abstinenz, in der ich meine Muskeln verkümmern ließ damit nun endlich ein Ende ohne Zwang findet.

Ich bin meinem Körper unendlich dankbar, dass er diese Zeit erstaunlich gut durchgehalten hat, ohne große Wehwehchen. Im Gegenzug ist mir nun aber mein Körper ist unendlich dankbar dass er sich wieder bewegen darf, mit Spaß und Freude, vielen Glücksgefühlen und Schweiß, Atemlosigkeit und ein bisschen Muskelkater.

Ich bin dankbar, dass ich heute extrem viel geschrieben und auch noch einige andere Aufgaben erledigt habe, ohne Druck und "du musst". Ja es war nicht alles, was getan werden müsste, aber ich bin so so so dankbar für das gute Gefühl, das mir der Tag bereitet hat - nach dem ich mich schon so lange
gesehnt hatte - dass alles andere egal ist. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag!

Ah und das wichtigste hätte ich fast vergessen: Ich bin dankbar, dass ich mich heute scheinbar so gut um mich selbst gekümmert habe, dass ich - wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht - fast nicht genascht habe, was in Zeiten wie diesen an ein Wunder grenzt. Hallelujah!

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Diesen leckeren Kuchen habe ich zwischendrin auch noch gebacken und da ich noch jede Menge Äpfel übrig habe, werde ich hier auch früher oder später das Rezept mit Fotos posten. : )