DER FLÜCHTLING / Teil 1

in #deutsch8 years ago (edited)

Der Eine oder Andere hat es wohl schon geahnt, @muelli ist ein Ossi, oder von manchen auch liebevoll Zoni genannt.
Das ich ein kleines Problem mit Autoritäten habe, konnte man bei so manch einem Artikel sicherlich heraus lesen und da dies schon immer so war, hatte es Muelli nicht immer ganz einfach in der sozialistisch geprägten Diktatur.
Irgendwann stand er vor den Trümmern seines noch so jungen Lebens und musste erkennen das der Spruch „ NO FUTURE „ welcher seine Lederjacke schmückte, zur bitteren Realität geworden war und die Gewissheit schlich sich ein, das etwas gravierendes passieren musste um nicht vor die Hunde zu gehen.
So kam es das der Geächtete einen Entschluss fasste, der sein Leben auf den Kopf stellen sollte und Ihn zu diesem Typen heranwachsen lies der Euch heute den ersten Teil seiner Geschichte präsentiert welche sich mit einer, zumindest im Nachhinein, amüsanten und abenteuerlichen Flucht ins einst gelobte Land beschäftigt.

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VORGESCHICHTE

Die einzigen Länder die ich noch ohne Visum besuchen durfte, waren Polen und die Tschechoslowakei.
Polen erledigte sich bald, da die Arbeiterbewegung Solidarność dort für Stimmung sorgte und damit die Grenze nur noch mit einer persönlichen, schriftlichen Einladung passierbar machte.
( Tatsächlich gelang es mir noch einmal, mit einer von mir gefälschten Einladung Urlaub zu machen, im Lande der drolligen Auto Liebhaber. 😉 )

Die Tschechoslowakei war zwar theoretisch noch zu bereisen, jedoch nicht für Muelli, den man stets unter dem Vorwand er sei mit seinem Outfit eine Erregung öffentlichen Ärgernisses, am Grenzübergang abwies und wieder nachhause schickte.

Für all die anderen Bruderländer wurde ein Visum benötigt, welches ich jedoch nie erhielt.
Trotz allem machte ich mir einen Spass daraus jedes Jahr aufs Neue ein Visum nach Ungarn zu beantragen, wohl wissend das die Chancen schlecht standen, denn aus mir unbegreiflichen Gründen wollte man mich wohl mit aller Macht im Land behalten.

Wir schreiben das Jahr 1989, der Winter neigte sich dem Ende entgegen und Muelli bekam mal wieder eine Vorladung auf die Polizeiwache um einen Sachverhalt zu klären, welcher mit meinem Antrag einer Reise nach Ungarn zu tun hatte.
Kurz darauf verliess ich bebend vor Glück die Wache, starrte fassungslos auf mein Visum und mir wurde klar das jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden müssen, denn Urlaub wollte ich bestimmt nicht machen, im Land der Gulasch Köche und besten Salamis der Welt.

DIE PLANUNG EINER FLUCHT

Der offizielle Vorwand meiner Reise war der Besuch eines Frank Zappa Konzerts, welcher tatsächlich in Budapest spielte, mir in Wahrheit aber herzlichst am Arsch vorbei ging.
Inoffizieller Plan der Reise war es ( ungeachtet der Besetzung der westdeutschen Botschaft in Budapest durch Unmengen von ostdeutschen Urlaubern ) sich unauffällig ins Grenzgebiet zu Österreich durchzuschlagen und dort erneut den Sprung über den Zaun zu wagen, in der Hoffnung das dieser einfacher zu überwinden wäre als das deutsch/deutsche Pedant, an dem ich Jahre vorher scheiterte.

Zuerst einmal musste ich aber ein Flugzeug besteigen, mein Jungfernflug.
Geld für das Ticket musste ran, was Mütterchen schliesslich nach tagelangen Diskussionen locker machte.
Oberstes Gebot, kein Aufsehen erregen!
Daher ging ich weiterhin meiner geregelten Arbeit nach und lies auch sonst keine Zweifel mehr an meiner Staatstreue aufkommen.

ABSCHIED NEHMEN

Um Unruhe zu vermeiden wurde mein Vorhaben lediglich im engsten Familienkreis publik gemacht, lediglich die Mutter meiner Ex Freundin weihte ich noch ein.
Deren Tochter kehrte einst nicht mehr zurück, von einer genehmigten Reise ins Feindesland und suchte nun Ihr Glück in Wuppertal.
Leider wurde Sie dort nie fündig.
Zum Abschied drückte mir die fast Schwiegermutter einen kleinen Buddha aus Messing in die Hand und versprach das er mir Glück bringen werde, so ich Ihn denn mit auf meine Reise nehme.

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Ein fataler Irrtum, wie sich bald herausstellen sollte!

Ok, das ist genug für heute.
Soll ja kein Roman werden.
Wie es weiter geht und in was für kuriose Abenteuer der angehende Flüchtling noch verwickelt wurde, erfahrt Ihr bald … AUF DIESEM ( GEMA BEFREITEN ) KANAL. 😎

Die Bilder habe ich hier https://pixabay.com/de/ gefunden und wer wissen möchte was @muelli heute so treibt, kann ja mal hier https://steemit.com/deutsch/@muelli/sex-drugs-and-rock-nroll-oder-fantasy-vs-reality oder dort https://steemit.com/deutsch/@muelli/fair-play nachsehen und ein Bar Besuch der etwas anderen Art gibt es hier https://steemit.com/deutsch/@muelli/mad-max-in-thailand zu bewundern.

Sort:  

Nur wer es erlebt hat, kann mit reden. Klartext 4.0! Du bist und bleibst kein doofer Schnöselwessi, das ist cool.

Von der DDR 1.0 jetzt in der DDR 2.0.
Vom Regen in die Traufe...

kopfschüttel

Tja, dein Problem ist eben, dass Du die alte BRD nicht mehr kennst.
Ich bin in ihr aufgewachsen.

You just planted 0.01 tree(s)!


Thanks to @arzon-cnaster

We have planted already 3777.02 trees
out of 1,000,000


Let's save and restore Abongphen Highland Forest
in Cameroonian village Kedjom-Keku!
Plant trees with @treeplanter and get paid for it!
My Steem Power = 19183.31
Thanks a lot!
@martin.mikes coordinator of @kedjom-keku
treeplantermessage_ok.png

Mich hat der erste ost Besuch (1987) ins Staunen gebracht, und zwar durchgängig von Helmstedt bis Dreilinden , wo ich dann zur Krönung in den Lauf einer Kalaschnikow blicken durfte. Ich hatte einen LKW voller medizinischer Geräte und Elektronik vielleicht hat sie das verstört? Ich weis es nicht, einen Sachverhalt gab's auch nicht, als ich in west Berlin war musst ich das Erlebte erst mal sacken lassen 😦
Wenn ich so zurückblicke erschreck es mich noch immer damals dachte ich du Stirbst jetzt hier.

Hallo

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