Lebensratgeber: Feminismus für Männer

in deutsch •  last month  (edited)

Eines der Dinge, die Leroy bereits seit langem wurmen, ist die Tatsache, dass der Feminismus ihn nicht versteht und er den Feminismus nicht. Eigentlich hat er keine Ahnung, was das bedeuten soll. Immerhin hat er mitbekommen, dass es besser ist, ein Feminist zu sein dieser Tage als kein Feminist.

Bei so komplizierten Fragenkomplexen, die dem gestressten Abendländer keine Ruhe lassen, ist Spiegel-Online mit "Lebensratgebern" Dein Freund und Helfer.

In der heutigen Ausgabe erklärt eine Dame namens Stokowski der interessierten Männerwelt, wie man als Mann Feminist sein könne. Da Leroy endlich mal auf der richtigen Seite stehen möchte, hat er sich anhand der von ihr aufgezählten 40 Punkte informiert, wie er sich so zu verhalten habe, dass er bei Männer-Besäufnissen damit angeben kann, Vollblut-Feminist zu sein.

Allein für die Gesichter meiner Kumpels lohnt sich der Aufwand.

Man muss vorausschicken, dass der Forderungskatalog wirklich lange ist und dem engagierten Manne, gerade in meinem Alter, das Äußerste abverlangt.

Von den 40 Punkten hab ich mir zum Anfang erstmal den rausgesucht, der mir am meisten zusagt, nämlich:

Daten Sie auch Frauen, die mehr verdienen als Sie!

Zunächst mal. Ich find das gut, dass Sie mich siezt. Leroy hasst diese unterschiedslose Duzerei.

Dann, liebe Frau Stochowski:

Grundsätzlich finde ich das ne Top-Idee. Mir ist das nämlich egal, was ich date - Hauptsache Frischfleisch! Und wenn sie obendrein noch die Rechnung bezahlt - MEGA.

Nein, nein, nicht doch - kleiner Chauvi-Schwank zur Auflockerung! Nee, jetzt im Ernst. Leider date ich schon lange keine Frauen mehr. Zum einen, weil ich verheiratet bin. Zum anderen, weil ich da gar keinen Bock drauf habe, da mich Frauen als Sexobjekt noch nie interessiert haben. Ich sehe nur den Menschen im Gegenüber - mir total egal, ob das ne Pornobraut, ne zickige Alte oder Jochen, der Pilskamerad, ist.

Gut, das war jetzt vielleicht auch n bisschen übertrieben, aber ich sag's mal so: Wie soll man das denn bitte anstellen , wo ich doch als Mann immer mehr verdiene als Frauen in meiner Stellung?

Im übrigen ist mir egal, ob sie mehr verdient als ich. Hauptsache, sie quatscht mir nicht die Ohren ab und will keinen hemmungslosen Sex von mir.

Ich hoffe, dass ich mit dieser differenzierten Antwort den ersten Test bestanden habe und verbleibe lernbegierig stets der Ihre:

Linientreu

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Lustig finde ich, daß die Dame offenbar davon ausgeht, daß man sich vor einem Rendezvous über das Einkommen seines Gegenübers informiert. Wäre mir nie in den Sinn gekommen.

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Mir ist gerade aufgefallen, dass fleißige Durchschnittsverdiener-Puffgänger auf jeden Fall dieser Forderung gerecht werden. Wie man so hört, kann man mit Beinebreitmachen ne Menge Kohle verdienen, was vermutlich auch die Hauptmotivation für die Ausübung dieses Berufs sein dürfte. So schnell kann man also erfolgreiche, wohlhabende und selbstbewusste Damen daten, die mehr als man selbst verdienen.
Bingo!

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Die Dame schließt von sich selbst auf andere. Vermute ich :-)

Was ist nun wenn ich, als Apache Kampfhubschrauber, auch Feminist sein will?

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Das sollte kein Problem sein. Der Steuerknüpel heißt dann einfach "die(!) Knüppeleinheit" und überhaupt, muss es dann statt, der Kampfhubschrauber, "die graziöse Männervernichtungsmaschine" heißen. Die(!) Toten bleiben aber wenigstens ein Femininum.

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Leider hab ich mich in die Materie noch nicht so tief eingearbeitet, als dass ich da bedenkenlos Tipps geben könnte. Aber eine interessante Frage!

da mich Frauen als Sexobjekt noch nie interessiert haben

Das kann nur von einem wahren Feminister kommen.

🏅 Bestanden 🎖

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Überhaupt zwischen Frauen und Männern zu unterscheiden ist doch heutzutage voll nazi.

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Wer würde auf die Idee kommen, zwischen Männern und Frauen zu unterscheiden? Der Gedanke kann nur von meiner Gattin stammen.

Da bereitest du dich ja gut für die Zukunft vor. Ich bin da eher so ein Altmuffel irgendwie. Schade, dass der gute Relotius nicht mehr schreibt, der hätte bestimmt noch einen Feministenpreis verdient; mindestens.

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Leroy ist bereits vorbereitet. Girokonto voll bis zum Anschlag, griechische Staatsanleihen und ein Abo der Süddeutschen Online.
Da kann nix mehr schiefgehen.

Punkt 39
Sport betreiben "mit Attitude"

  ·  last month (edited)

Ich hatte es mit Lippenstift versucht, da hielten sie mich für schwul, zog ich ein Kleid an, war ich ein Perverser, also uns Männin macht Frau es nicht gerade einfach. Ich will doch bloß einen rosa Schlüpfer tragen und mich abends wie ein Mann in der Kneipe keilen :-===)). Meine Freundin sagt: Männer sollen doch Männer bleiben und hat mir eine Boxershorts über den Kopf gezogen. So zur Arbeit gefahren, fragte mich der Chef, sind Sie verrückt geworden, was sollen denn die Kunden denken? Ich ziehe die Shorts also vom Kopf und vor mir sitzt eine reifere Dame, Jahrgang 68. Sie sagte, mit ihnen mache ich keine Geschäfte sie Macho, würde ich weibliche Attribute an Ihnen erkennen ... aber so ... no way. Ich sagte entschuldigend zu ihr, mein Schäferhund, ein Rüde, heißt Lili und ich habe diesem beim Damenfrisör Lila Locken machen lassen. Da öffnete sie die Krokodil-Leder-Tasche und gab mir einen 50 EUR Schein und sagte: Deal!

"Ich sehe nur den Menschen im Gegenüber - mir total egal, ob das ne zickige Alte ist " - Sehr gut, meine Rede.

Einfach nur "geil"! Danke. LGG

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Hallo Leroy,

abgesehen von ihren aufgeblähten Ratschlägen, gefiel mir bei dem Artikel der Spruch "no uterus, no opinion".
Direkt flogen meine Gedanken zu dem ehemaligen Leiter einer niederländischen Samenbank, der wohl auch der Meinung war, wenn die Frauen keinen Samen produzieren können, haben sie auch kein Mitspracherecht bei der Auswahl. Legte daraufhin zwar seinen Katalog mit der riesigen Auswahl vor, befruchtete jedoch mehr oder weniger nur mit seinem eigenen Saft.
Das nennt der Volksmund, mal eben den Spieß umgedreht.
Jetzt kannst du dir in etwas vorstellen, wie in ein paar Jahren der typische Holländer aussieht.

Grüße an den einzigen Feministen unter uns

Wolfram

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Seit ca. zwei Jahren ist das Niveau des SPON so explodiert, dass ich mir seitdem den monatlichen Kauf der Titanic sparen kann.

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Interessant ist dabei zu beobachten, wie wahllos aus den Nachrichtenkanälen gezapft wird, beinahe unfiltriert der getickerten Saftsauce der ganz kleine SPIEGEL an Revers geheftet und zum Konsum dem Gutgläubigen Volk angeboten wird. So hat die interne, bezahlte Elite Zeit zur Recherche, bzw. das bereits Gesagte in viele packende Worte zu fassen. Sollte das besonders gut gelingen oder man der Meinung ist, die Kuh trage besonders viel Milch, dann kommt das SPIEGEL+ zum Einsatz.
Eigentlich müsste die SPON-Redaktion regelmäßig mit der Titanic zum Grab von Rudolf Augstein geprügelt werden.

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