Klimagas CO2

in deutsch •  4 months ago

Heute mache ich mal den Volkslehrer. Ihr wisst ja, dass ich ein ganz besonderes Verhältnis zu der VW-Thematik habe. Auf der einen Seite kriegen unsere High-Tech Konzerne nicht mal die Abgasreinigung in den Griff, glauben aber, dass ihre Schlau-Karossen demnächst autonom-vernetzt fahren.

Da ich die Pappenheimer in der Entwicklung kenne, fällt es mir schwer, an diese Zukunftsvision zu glauben. Wie ich bereits erklärt habe, liegt das nicht an der Qualifikation der Ingenieure, sondern an dem Einschüchterungspotenzial der Manager. Gegen besseres Wissen halten sich diese für Experten und machen den armen Entwicklern unhaltbare planwirtschaftliche Vorgaben.

Heute möchte ich allerdings mal eine Lanze für die Auto-Konzerne brechen. Die kriegen zwar wenig hin, trotzdem oder vielleicht gerade deswegen fühlt sich inzwischen jeder Pseudo-Intellektuelle berufen, Technologien zu beurteilen. Im Visier ist also der Diesel. Und das böse Klimagas CO2. Da stecken jetzt gleich 2 Denkfehler drin. Erstens verbraucht der Diesel bei gleicher Kilometerzahl weniger Sprit als der Benziner und erzeugt folglich auch weniger CO2. Und zweitens ist CO2 kein klimaschädigendes Gas.

Letzteres werde ich in meiner heutigen Unterrichtsstunde, die sich auch hervorragend für Siebtklässler eignet, erklären. Akademiker fast aller Couleur müssen jetzt aber mächtig die Ohren spitzen, damit sie mitkommen.

Die allgemeine Gasgleichung

ViPi/Ti gleich VoPo/To hieß das zu meiner Schulzeit. Anders ausgedrückt: Gleiche Volumina von Gasen enthalten bei gleichen Temperaturen gleich viele Teilchen. Für Streber: 1 Mol Gasteilchen füllen bei Raumtemperatur und Normaldruck 22,4 Liter. 1 Mol sind 6,022 · 10 hoch 23 Teilchen. Ein Teilchen ist dabei ein Molekül. Im Gegensatz zu einem Atom. Wenn ihr den Unterschied nicht kennt, fragt bitte kurz eure Schulkinder. Jetzt sind wir schon fast durch mit der Chemie. Ihr solltet vielleicht noch die erste Reihe des Periodensystems kennen. „Liebe Berta, bitte comm nicht ohne Fahrrad“. Also Li(3) Be(4) B(5) C(6) N(7) O(8) F(9). Die Zahl in der Klammer ist die Kernladungszahl. Mehr Kernladung bedeutet mehr Protonen und mindestens gleich viele Neutronen im Atomkern – also schwerer. Kohlenstoff (C) ist leichter als Stickstoff (N). Stickstoff ist leichter als Sauerstoff (O).

Die Zusammensetzung der Luft

Trockene Luft besteht hauptsächlich aus den zwei Gasen Stickstoff (rund 79 Vol.-%) und Sauerstoff (rund 20 Vol.-%). Daneben gibt es noch die Komponenten Argon (0,9 Vol.-%), Kohlenstoffdioxid (0,04 Vol.-%) und andere Gase in Spuren. So jetzt müssen wir noch ein bisschen rechnen. Aber nur qualitativ: Stickstoffgas ist N2, kommt als Molekül, bestehend aus 2 Stickstoffatomen vor. Sauerstoffgas ist O2 und Kohlendioxid ist CO2. Sauerstoff ist schwerer als Stickstoff. Zum Glück! Sonst würde der im Freien nach oben wegdriften und wir würden an der Erdoberfläche ersticken, wenn es windstill wäre. Das Gas Kohlendioxid, CO2 ist noch schwerer als Sauerstoff (O2), enthält es doch zusätzlich noch ein Kohlenstoffatom. Erinnert euch: Die allgemeine Gasgleichung sagt uns, dass die räumliche Ausdehnung der Moleküle bei gleichen Bedingungen gleich groß ist, egal aus wieviel Atomen ein Molekül besteht.

Der menschliche Verbrennungsmotor

Jetzt machen wir einen kurzen Abstecher in die Biologie. Menschen und Tiere erzeugen ihre Energie in einer Art Verbrennungsmotor. Verbrennung bedeutet immer Oxidation. Verbrannt wird im Körper Kohlenstoff und ihr atmet CO2, das Verbrennungsprodukt aus. Deswegen sind die Kohlehydrate auch so böse Dickmacher. Die enthalten viel Kohlenstoff. Fette und Zucker natürlich noch mehr, aber das hört man ihnen nicht an. Pflanzen wandeln das menschliche und tierische Abgas CO2 durch Photosynthese wieder in Sauerstoff um. Der entscheidende Stoff für diesen Prozess ist das Chlorophyll, das Blattgrün. Die Blätter der Pflanzen sind so eine Art Bio-Solarzelle. In der Nacht verbrauchen Pflanzen zur Energiegewinnung einen Teil des tagsüber erzeugten Sauerstoffgases. Deswegen sollte man bei geschlossenem Fenster keine Pflanzen im Schlafzimmer stehen haben.

Was ist der gefürchtete Treibhauseffekt

Ganz einfach: Treibhäuser sind aus einem durchsichtigen Material, das hochfrequente Strahlung reinlässt, aber die niederfrequente Wärmestrahlung, die nach der Reflexion auf einem Objekt im Treibhaus entsteht, nicht mehr rauslässt. Deswegen kann man Licht im Treibhaus einfangen. Nur dass das Licht während dieses Prozesses seine Strahlungsenergie in Wärmeenergie umwandelt. Mit Säcken, so wie das die Schildbürger versucht haben, geht es nicht, da die Säcke erst gar kein Licht durchlassen. Ein durchsichtiges Gas in der Erdatmosphäre könnte schon so einen Treibhauseffekt verursachen. Und zwar dann, wenn es wie eine Kuppel über der Erde liegt.

CO2 ist kein Treibhausgas

Jetzt müsste der Groschen eigentlich schon gefallen sein. CO2 ist schwerer als Luft und sammelt sich deswegen an der Erdoberfläche an. Das ist auch gut so. Sonst könnten die Pflanzen das Gas ja gar nicht in Sauerstoff umwandeln. Pflanzen wachsen schließlich am Boden. Es ist sogar noch krasser! CO2 ist ein Pflanzendünger. Fragt in eurer Gärtnerei nach. Viele Gärtner leiten tagsüber CO2 in die Treibhäuser ein, damit die Pflanzen besser wachsen. Aus diesem Grund ist die CO2-Konzentration ja so konstant. Kaum, dass mehr von dem Gas da ist, wachsen einfach die Pflanzen besser. Ein sich selbst und die CO2-Konzentration in der Luft stabilisierender Regelkreis.

Ich denke, unsere siebengescheiten grünen Politiker haben mit dem Begriff Treibhaus etwas durcheinandergebracht. Zumindest haben sie begriffen, dass man mit der Angstmache vor einer Klimaveränderung prima alles was CO2 ausstößt besteuern kann. CO2-Abgaben sind nicht weniger als eine Steuer auf das Leben.

Klimagipfel und Expertenstreit

Jetzt wird es allerdings freaky. Eigentlich ist da kein Expertenstreit. Der einzige Politiker, der es offen ablehnt, Maßnahmen (besser gesagt Steuern) zur CO2-Reduzierung zu ergreifen, ist Donald Trump und der gilt nicht als Experte. Und ich und ihr, wir sind auch keine Experten, sondern wir haben nur in der siebten Klasse aufgepasst. Es ist unstrittig, dass sich die Temperatur auf dem Planeten ändert, unklar ist nur in welche Richtung und warum. Das einzige, was man jedem Siebtklässler erklären kann ist, dass CO2 nicht die Ursache für Klimaveränderungen sein kann. Wenn auf der Erde viel CO2 entsteht, würden Flora und Fauna explodieren. Vermutlich würde mehr Wasser durch die Pflanzen verdunstet und es entstünden mehr Wolken, was eher zu einer Abkühlung führen würde. Aber das ist Spekulation, da es mehrere gegenläufige Effekte gibt. Lustig ist, dass Wolken ja tatsächlich so eine Art Treibhauseffekt bilden. Trotzdem ist es an bewölkten Tagen immer kälter als an sonnigen. Auch bei ganz dünnen Schleierwolken…

Wissenschaftler und ihr Broterwerb

Ich bin Physikerin, deswegen traue ich mich auch, das hier aufzuschreiben. Und ihr müsst gute Argumente bringen, wenn ihr mir das nicht glauben wollt. Zum Glück arbeite ich nicht im Staatsdienst, sonst wäre ich mit dieser Publikation meinen gemütlichen BAT oder Beamtenjob los. Das gilt insbesondere für Lehrer, die den Schulkindern politisch nicht gewünschte Informationen anschaulich vermitteln.

Atmet den Politikern die Luft weg!

Jeanne
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Nachtrag: Rayleigh Streuung

Ein häufiges Missverständnis unter „Experten“ ist die falsche Annahme, dass ein Gas deshalb als Treibhausgas bezeichnet wird, weil es im Treibhaus die Energie der Sonnenstrahlung in Wärmeenergie umwandeln kann. Das tun aber nicht die Gase im Treibhaus, sondern die feste Materie, auf die die Strahlung trifft. Kleine Gasmoleküle können zwar Licht streuen, aber bei dieser sogenannten Rayleigh Streuung gibt es keine thermischen Effekte. Die Anregung der Moleküle führt nachgelagert zur Emission von sichtbarem Licht. Bei Stickstoffmolekülen bedeutet das, dass der Himmel blau und die Sonne gelb erscheint. Das ist Physik-Vordiplom-Stoff, also für die Meisten eher uninteressant. Ich erwähne das nur, damit es nicht so aussieht, als ob ich etwas übersehen hätte.

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Kommentar an annedarc@gmx.de:

ich habe gerade den Post zum Thema Klimawandel und CO2 von Dir gelesen. Ich sehe das ganz ähnlich. Mir scheint das ein mega-moderner Aberglaube zu sein. Ich habe vor einiger Zeit das Buch "Die kalte Sonne" von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning gelesen, die diese CO2-Manie ebenfalls anzweifeln und die Ursache eher in Zyklen der Sonne suchen. Besonders witzig ist es, wenn man die Klimageschichte des Holozän anschaut. Von der globalen Erwärmung vor ca. 11.000 Jahren bis heute sinkt die durchschnittliche Temperatur tatsächlich. Dass es aktuell eine globale Erwärmung gibt, kommt eher von natürlichen Einflüssen, die möglicherweise auf den ca. 1.000-jährigen Sonnenzyklus zurückzuführen sein könnte.

United as One. Divided by Zero.

Kommentar an annedarc@gmx.de:

Kennst Du eigentlich die Forschungen von Prof. Dr. Henrik Svensmark, der den Einfluss des CO2 auf das Klima ebenfalls anzweifelt. Er fand heraus, dass es einen Zusammenhang mit kosmischen Strahlen gibt. Diese werden von den Sonnenaktivitäten moduliert, was dann auch den Zusammenhang zwischen Sonnenaktivitäten und Klimaschwankungen erklären würde.

Kenne ich nicht. Allerdings weiß ich, dass Forscher, deren Ergebnisse den Glaubensbekenntnissen der universitären Lehren widersprechen ihren Uni-Job verlieren und als Scharlatane diffamiert werden. Ist auf allen Gebieten der Wissenschaft so. Das bekannteste Beispiel ist der Historiker Dr. Daniele Ganser:

Ressourcenkriege wegen Lithium? Dr. Daniele Ganser zur Energiewende und Elektrofahrzeugen

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Schön wenn man sieht das es jemand begriffen hat :-)
Schon bedenklich welchen Nonsense wir aufgetischt bekommen.

Liebe Grüße vom Kryptozwerg
Marc und Aimée

Hier ein Video, das den Klimaschwindel von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Schaut ruhig mal in den Kanal von Alexander rein. Dort erfahrt ihr auch einiges über Psychologie und Wirtschaft.
CO2-Verdummung als Beispiel für perfide Propaganda

Jeanne