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RE: Rachel Weigandt (alias @aspergerkids) über den Communityaufbau auf dem 1. Deutschen Steemit-Kongress

in #deutsch2 years ago

Danke für das Interview! Ich fand die Stelle besonders interessant, als ihr über die allgemein positive, konstruktive Haltung hier auf Steemit geredet habt, auch im Vergleich bzw. im Unterschied zu z.B. FB.
Ich frage mich gerade, woran das liegt - sind es tatsächlich andere Menschen, die hier unterwegs sind? Oder liegt es an den Rahmenbedingungen? Es könnte sein, dass bei Steemit nur belohnt wird, wenn ein Kommentar für Menschen hilfreich ist - und ein Kommentar der einfach nur sagt "das ist blöd" wird entweder gar nicht beachtet, oder geflaggt. Aber was ist bei kontroversen Meinungen?

Anders formuliert: was passiert, wenn Steemit so bekannt wird, dass "die große Masse" hier statt auf Facebook postet? Sind es wirklich die Rahmenbedingungen und kann die Steemit-Gemeinschaft das regulieren? Wenn z.B. eine ganze Gruppe von Leuten gegen Ausländer hetzt und Falschmeldungen verbreitet, und gegenseitig die eigenen Beiträge upvotet und kommentiert - gibt es dann genug andere Steemianer, die solche Beiträge flaggen? Was ist umgekehrt, wenn irgendwas schieflaufen sollte bei Steemit und jemand Kritik äußert - haben die Alteingesessenen dann eine so große Voting-Macht, dass sie den Kritiker schnell verstummen lassen können?

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Mir gefällt Deine Art Fragen zu stellen. Solltest selbst Interviews führen... @einklang 👍

All das werden wir sehen, wenn wir wachsen. Es ist ein Prozess, denke ich und wir alle haben ihn in der Hand.

Stichwort: Selbstverantwortung.

Schaffen es die Menschen, ihr Glaubensgefängnisse zu verlassen und auch andere Wahrheiten zuzulassen und stehen zu lassen bzw. ihre Bedenken, Sichtweisen oder gar Kritik so auszudrücken, dass hier fruchtbare Diskussionen entstehen?

Ein Kommentar unter einem Post kann anders als bei Facebook nicht gelöscht werden. Ich muss also als Postender mit allen Kommentaren leben und wenn ich hier etwas poste, muss ich dazu stehen.
Vielleicht nicht mehr in drei oder vier Monaten... weil ich natürlich immer auch einen neuen Artikel verfassen kann. Doch im Veröffentlichungs- und Kommentationszeitraum in jedem Fall (wenn ich nicht eine Veränderung des Artikels in den ersten sieben Tagen vornehme).

Das ist es glaube ich, wozu uns Steemit auffordert. Und ich bin gespannt, wie es sich entwickelt. Ultragespannt.

Wie Dennis Koray schon in dem Interview (https://steemit.com/deutsch/@swantjegebauer/dennis-koray-ueber-bitcoin-und-blockchain-auf-dem-1-deutschen-steemit-kongress) zum Kongress sinngemäß sagte: "Steemit ist Geschichtsschreibung, die nicht verfälscht werden kann."

Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen Facebook wegen der Datenanalyse kritisieren, obwohl sie sich freiwillig den AGB's unterworfen haben, stellt sich mir die Frage:

Tun wir dasselbe nicht auch auf Steemit, nur dann noch offensichtlicher freiwillig und was wird passieren, wenn es wirklich einen solchen Plan gibt, den Dirk Müller in seinem diesem Video andeutet?(

)

Auch hier geht es um das Thema Selbstverantwortung. Sind wir bereit, zu dem zu stehen, was wir in der Öffentlichkeit äußern, auch dann, wenn es noch ganz Konsequenzen (z.B. auf unsere Freiheit oder unsere finanzielle Versorgung) haben kann, als nur den Unmut einer virtuellen Gemeinschaft?

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