Was Für Schöne Pinselohren! | Was Sind Denn Luchse? [Translation]

in de-stem •  4 months ago
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Der Stille Pirschjäger


Der Eurasische Luchs, Pixabay.com, CC0 Lizenz.

Das mächtige und anmutige Tier mit seinen schönen Pinselohren wird oft einfach nur als "Luchs" bezeichnet. Es ist allerdings nicht alles so einfach, wie es auf dem ersten Blick vermuten lässt. Die Bezeichnung "Luchs" steht nämlich nicht für eine bestimmte Spezies, sondern für eine ganze Gattung an Tieren, oder Luchsen, um genauer zu werden! Luchse gehören nämlich zur "Felidae"-Familie und sind, demzufolge, Katzenartige. Trotz ihrer Größe gehören sie der Einordnung nach den "Kleinkatzen" an. Es mag jedoch nicht verwundern, dass der einfache Begriff "Luchs" nicht ein bestimmtes Tier der Felidae-Familie beschreibt, sondern der Begriff für die "Gattung Luchs".[1]



Eurasischer Luchs im Tierpark, Eigenes Werk, CC-BY-SA.

In dieser Gattung sind fünf Arten bekannt, von denen eine wahrscheinlich am Ende der letzten Eiszeit ausgestorben ist. Dieser "Issoire-Luchs" wird als gemeinsamer Vorfahre angesehen.[2]
Die anderen vier Arten sind allerdings noch durchaus lebendig - aufgrund Auswilderung und Wiederansiedlung[3][6] - und nur einer der vier, der Iberische Luchs, kämpft wegen seiner schwer erkrankten und wegsterbenden Hauptnahrungsquelle, dem Europäischen Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus), ums Überleben, gar um seine Existenz als Spezies. Auch wurden (und werden) Luchse wegen ihres wunderschönen Pelzes gejagt und wurden deshalb auch in England und Deutschland ausgerottet. Gesetzliche Reglungen in vielen Ländern sollen dem Entgegenwirken.[4, 13.7] Auf der iberischen Halbinsel, also in der Region Spanien und Portugal, hat sich die Kaninchenpest (Myxomatose) ausgebreitet und rafft die armen Kaninchen dahin.[5][6]

Nie von denen gehört!
Also, was zum Pinsel ist denn nun ein Luchs?

Es ist doch nicht verwunderlich, dass du noch nie von dem Luchs gehört hast, geschweige denn ihn überhaupt mal gesehen. Luchse leben zurückgezogen, sind eher schüchtern dem Menschen gegenüber und als nachtaktiver Pirschjäger, wie der Luchs einer ist, so muss man es doch stark drauf anlegen, dass man einem mal gegenüberstehen kann. Vorzugsweise lebt er in dichten Wäldern und höheren Landschaften, wie dem Harz-Gebirge.
Jeder der vier Luchsarten hat ein unterschiedliches Verbreitungsgebiet. Je nach dem, wo man sich gerade aufhält, so kann man sich sicher sein, dass nur man eine bestimmte Art von Luchs treffen kann.[6]

Orange: Eurasischer Luchs, Violett: Kanadischer Luchs, Rot: Iberischer Luchs, Grün: Rotluchs (Bobcat)
Craig Pemberton, CC-BY-SA.

Wer in diesen markierten Regionen lebt, der hat relativ großes Glück auch mal einen Luchs mitten im Wald anzutreffen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit dennoch sehr gering, da Luchse, wie bereits erwähnt, Pirschjäger sind, und somit sich absichtlich vor Beute und Nicht-Beute (also dem Menschen) verstecken. Wölfe hingegen sind sogenannte "Hetzjäger", welche auch in Rudeln gut und gerne Jagd auf potentielle Beute machen. Diese Gefahr besteht bei einem Luchs nicht.[9]
Meines Erachtens nach wäre es großes Glück, wenn man einen - sich sehr gut versteckenden - Luchs erst einmal zu Gesicht bekommt. Dieses Glück wäre umso größer, wenn es der Luchs auch erlaubt, dass man sich ihm nähert. Dies ist, prinzipiell, ohne Gefahr möglich, da Luchse uns zwar von Kraft und Geschwindigkeit überlegen sind, diese in uns aber weder eine direkte Gefahr noch ein Beutetier sieht.[7]
Weniger Glück, allerdings, haben kleinere Tiere und Beutetiere des Luchses. Namentlich wären dies Hase, Reh, Waschbär oder unachtsamer Vogel. Sollten sie den Luchs erkennen, so täten sie gut daran schnellstmöglich die Flucht zu ergreifen. Sehen sie den Luchs allerdings nicht, so endet es im schlimmsten Fall mit einem schnellen Biss in die Kehle, sodass das Beutetier durch den Biss stranguliert wird und erstickt. Ob sich eine Flucht vor dem Luchs bezahlt macht ist fraglich, da ein Luchs auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h kommt, ein Reh allerdings nur auf gut 70 km/h.[8]
Durch seine pirschenden Überraschungsangriffe erlegt jeder Luchs ungefähr 50 Rehe jedes Jahr. Also eines pro Woche.[9] Diese Rehe werden dann, nach erfolgreichem Riss, zum Schutz vor anderen Aasfressern mit Laub oder Gras bedeckt, sodass der Luchs auch noch mehrere Tage vom gleichen Riss fressen kann.

Welcher Luchs ist es denn nun?

Es gibt also vier Arten in der Gattung "Luchs".
Den Eurasischen Luchs, den Kanadischen Luchs, den Rotluchs (Bobcat) und den Iberischen Luchs.


Eurasischer Luchs, Eigenes Werk, CC-BY-SA

Kanadischer Luchs im Portrait, Michael Zahra, CC-BY-SA

Junger Iberischer Luchs, By Lynxexsitu.es, CC-BY

Rotluchs von Nah, Own Work, CC-BY-SA

Die Luchse sind, im Allgemeinen, normalerweise einzelgängerische Katzen, welche sich nur zur Paarungszeit treffen und zeitweise zusammen reisen und jagen. Ein einzelner, erwachsener, Luchs hat ein Territorium und Jagdgebiet von ungefähr 20 km² bis zu 400 km². [10][11][12] Jedoch, wenn sich zwei Luchse außerhalb der Paarungszeit in ihren überlappenden Territorien begegnen, so beginnt der berühmt-berüchtigte "Schreikampf" zwischen zwei Luchsen. In diesem Territorialgebahren schreien sich die beiden Luchse solange an, bis einer "aufgibt" und dann von dannen zieht. In den meisten (aufgezeichneten) Fällen enden diese Kämpfe friedlich. Man stelle sich nun vor, dass man nachts im Wald ist und dieses Geräusch hört. Wüsste man nicht, dass es zwei Luchse im Streit sind, so - weiß Gott - was man sonst denken würde. Vielleicht wurde man ja Zeuge eines Mordes? Wer weiß das schon, klingt jedenfalls so!

Wofür hat ein Luchs eigentlich die Pinselohren?

Allgemein gesagt: Man ist sich noch nicht sicher!
Vermutungen gehen in viele Richtungen, wie, dass diese eigentlich ein zweites paar "Schnurrhaare für oben" sind, sodass Luchse wissen, ob sie irgendwo anecken. Andere Vermutungen gehen in die Richtung, dass diese für Artgenossen für "Gesundheit" und "sexuelle Attraktivität" stehen könnten.[13]

Pinselohr, Pixabay.com, CC0 Lizenz.
Allerdings, die wahrscheinlichste Theorie ist, dass diese Pinselohren dazu dienen das Gehör des Luchses zu schärfen.[14] Die Pinsel kann man mit der Hand vergleichen, die man an das Ohr hält, um damit besser in eine Richtung hören zu können. Aufgrund von Dispersion der Schallwellen erreichen scheinbar ein oder zwei leise Töne mehr das Ohr des Luchses. Demzufolge scheinen Luchse wohl ein sehr haariges Hörgerät zu besitzen. Dazu möchte ich noch anmerken, dass diese Pinsel auch ästhetisch schön aussehen.


Noch was besonderes?

Natürlich! Es ist nicht nur der markante Luchs-Bart sondern auch der Stummelschwanz die den Luchs ausmachen. Des Weiteren haben Luchse auch große, fluffige, Pfoten, welche - insbesondere kanadische Luchse - dafür nutzen, damit sie im Schnee nicht einsinken. Luchse haben also bereits vorinstallierte Schneeschuhe![15] Dazu kommt noch die hervorragende Sicht. Es ist für einen Luchs möglich eine Maus auf ungefähr 76 Metern Entfernung auszumachen. Da ist das Sprichwort "Augen wie ein Luchs" durchaus zutreffend![11]

Warum sind sie vom Aussterben bedroht?
Warum müssen wir sie beschützen?



Iberischer Luchs, By Lynxexsitu.es, CC-BY

Apropos "Schneeschuhe"! Es wäre vielleicht durchaus von Vorteil, wenn man sich vor Augen führt, aus was denn die Hauptmahlzeit eines Luchses besteht. Beim Eurasischen Luchs sind dies meist Rehe.[31] Allerdings besteht ein großer Anteil des Beuteschemas beim kanadischen und iberischen Luchs aus Schneeschuhhasen beziehungsweise Europäischen Wildkaninchen.
Dies wurde, neben ständiger Bejagung, dem iberischen Luchs zum Verhängnis. Er gilt nun als "Gefährdet". Dank Gesetzen gegen die Luchsjagd und einem Auswilderungsprogramm in Spanien wurde er, zum Glück, von "Stark Gefährdet" im Jahr 2011 herabgestuft.[16]
Leider sind viele Kaninchen auf der iberischen Halbinsel am Myxomatose-Virus in den 1970ern erkrankt,[17], weswegen der Stand an möglichen Beutetieren drastisch reduziert wurde.


Allerdings ist der iberische Luchs nicht der einzige Luchs in der Klemme.
Auch der kanadische, eurasische und Rot-Luchs sind momentan noch immer sehr begehrte Jagdobjekte aufgrund ihres schönen Fells. Auch wird ihnen nachgesagt, dass sie regelmäßig Herden von Schafhirten bedrohen. Aufgrund flächendeckender Bejagung starb der Luchs in England zwischen 500-700 n.Chr. aus[20] und in Deutschland ungefähr zur Zeit des ersten Weltkrieges.[21]

Räuber-Beute-Beziehung (Lotka–Volterra Gleichung)

In der Räuber-Beute-Beziehung geht man von einer Kopplung an Räuber und Beutetier-Beständen aus.
Unter der Bedingungen, dass genügen Nahrung vorhanden ist, können sich die Beutetiere vermehren und ausbreiten, was wiederum den Jägern gute Nahrungsgrundlage verschafft, sodass diese sich vermehren können. Jäger und Beutetiere vermehren sich demnach so lange bis es nicht mehr genügend Beutetiere gibt, weswegen Jäger verhungern, weniger Nachkommen zeugen und somit der Kreislauf von vorne beginnt, dass Beutetiere - da sie weniger gejagt und gefressen werden - sich wieder vermehrt vermehren.

Warum sollten wir den Luchs wieder ansiedeln?

Ganz einfach. Sie helfen dabei, den (Rot-)Wildbestand zu minimieren und diesen zu kontrollieren. Ganz natürlich.
Wir kennen die vielen Beschwerden, welche Förster (zu Recht) über den Wildverbiss in deutschen Wäldern zum Ausdruck bringen.[18][19] Das viele Rotwild zerstört die Baumrinden, macht die Bäume deswegen anfällig für Insekten und Krankheiten und dünnen somit den Wald aus. Diese Wildschäden könnten durch Luchse, welche Jagd auf die Reh-Herden machen, durchaus eingedämmt werden.

Ein einzelner Luchs hat einen ungefähren Jahresbedarf von gut 50 Rehen. Das bedeutet, ungefähr ein Reh pro Woche.[9]
Herden, welche von dem Luchs bereits einmal überrascht wurden, entwickeln eine Art "Luchsgedächtnis". Sie werden wachsamer und vorsichtiger, auch fluchtbereiter. Nach einer Weile Jagd in einem Gebiet wird es Zeit, dass der Luchs weiter zieht, da die Jagd für ihn nun zu aufwendig wird. Auch wird auf diese Art der Wildverbiss reduziert, da sich das Rotwild nun gegebenenfalls mehr aufteilt und verstreuter ist. So ist zwar, dadurch, der absolute Schaden noch gleich hoch (abzüglich der 50 Rehe/Luchs/Jahr), allerdings sind demzufolge die einzelnen Bäume weniger betroffen.[22][23]

Des Weiteren sehen die Luchse in dem Menschen keineswegs ein Beutetier, wie bereits beschrieben. Luchse würden Menschen vermutlich nur angreifen, wenn diese sich in die Ecke gedrängt fühlen - und flüchten dann wohl lieber, wenn man nach deren Gemüt urteilen würde. Auch würden sie, von Natur aus, lieber urbanen Gebieten oder Städten fern bleiben, im Gegensatz zu Wolf oder Fuchs.
Kritiker sehen in der Auswilderung des Luchses eine potentielle Gefährdung ihrer Schafherden oder ihres Hühnerstalls. Auch stellen sie diese Kosten dem Nutzen gegenüber, da sie der Ansicht sind, dass die Wirkung auf die Rotwildpopulation nur sehr gering ausfallen wird.[23] Man muss sich entscheiden, welches das bevorzugte (mögliche) Worst-Case-Szenario ist, das eintreten könnte, wenn man mich fragt.


Noch ein Luchs! Pixabay.com, CC0 Lizenz.

Der BBC-Artikel stellt abschließend die Frage, ob es nicht intelligenter wäre, wenn man statt dem eurasischen Luchs den iberischen - wirklich "gefährdeten" - Luchs wieder in England auswildern sollte.
Mit dieser Idee könnte ich tatsächlich auch konform gehen, da ich in einer Ausbreitung des Luchses auch eine spürbare Dezimation der Rotwildpopulation sehe. Nach all den Informationen bin ich ein starker Befürworter der Preservations- und Repopulationsprogramme. Ein möglicher Schaden an Menschen ist nicht abzusehen und ein finanzieller Schaden, den Bauern und Schafhirten erleiden könnten, ist durch Entschädigungsfonds des Bundes eigentlich vernachlässigbar. Allerdings, in England, wo viele Schafe frei und nicht-eingezäunt, grasen, könnte ein etwas größerer Schaden entstehen. Aufgrund bisheriger Risse von Nutztieren wird diese Zahl allerdings auch eher gering ausfallen.

Was wird passieren?
Womit kann man rechnen?


Der Luchs wurde vor einigen Jahren im Harz Gebirge wieder angesiedelt und ausgewildert. Anhand dieses Beispiels lassen sich mögliche Folgen für andere Orte herleiten.[24]

Luchse verstärken den Tourismus.

AECOM hat eine Studie, auf Wunsch von "Lynx Trust UK", nahe Bad Harzburg durchgeführt. In dieser Studie wurden Touristen gefragt, was sie denn dazu bewegt hat in dieser Region Urlaub zu machen. 54% der Touristen gaben an, dass der Luchs einen signifikanten Einfluss auf ihre Entscheidung hatte.[24] 4% sagten sogar, dass dies der entscheidenste Faktor war, der sie zu diesem Urlaub bewegt hat. Die Studie fand auch raus, dass allein der Luchs als "Attraktion" 9 Millionen bis 15 Millionen Euro zusätzliches Geld in die Region gebracht hat.

Bedroht der Luchs nun Schaf oder Reh?

Sowohl der "Guardian"[25] als auch "CNN"[26] gehen davon aus, dass das auswildern des Luchses in England einen positiven Einfluss auf Rotwildpopulation haben wird. (Also, diese reduzieren wird.) Auch werden in beiden Artikeln Bedenken geäußert, dass durchaus auch die freilaufenden Schafe in Gefahr sein könnten. Leider gab es in Deutschland auch mindestens zwei Vorfälle, wobei ich jedoch nur zwei gefunden habe, wo Luchse sich an Schafherden vergangen haben.[26][27] Doch, aufgrund des Entschädigungsfond, mit welchem der Staat den aktuellen Marktwert des Tieres den Bauern zurückzahlt, sind auch in diesem Fall die Schäden eher gering.[29]
Demzufolge sind über einen Zeitraum von ungefähr 18 Jahren ganze 11 Schafe getötet worden.


Kleiner Luchs, Pixabay.com, CC0 Lizenz.

In Conclusio: Er hilft!

Demzufolge sind Luchse natürlich nicht nur gut für den regionalen Tourismus, sondern sind auch in der Lage, Bestände von Rotwild zu minimieren. Es gibt sogar die Behauptung, dass Luchse (als opportunistische Jäger) auch Jagd auf Marder oder Waschbären machen.[30]
Auch der Schaden an Schafsherden wird, vermutlich, gering ausfallen. Hochgerechnet sind seit der Wiederansiedlung des Luchses im Jahr 2000 demzufolge 0,61 Schafe pro Jahr gerissen worden. Man geht von ungefähr 130 Luchsen in Deutschland aus, im Jahr 2017. Nimmt man nun die geschätzte Zahl von 60-80 gerissenen Rehen pro Jahr, so kommt man vergleichsweise, bei 130 Luchsen, auf ungefähr 7800-10400 Rehe. Vergleicht man die Zahl mit den 11 gerissenen Schafen, so ist dies natürlich vernachlässigbar.

Schlussendlich,
glaube ich stark, dass eine Wiederansiedlung des Luchses auch in England sehr vorteilhaft wäre und ein weiterer Schutz sämtlicher Luchse vonnöten ist. Diese Maßnahmen hatten sich bisher in ihrer Wirksamkeit erwiesen und helfen dabei die Luchse vor dem Aussterben und ihrer Ausrottung zu bewahren. Auch zieht der Luchs Touristen in Regionen, welche normalerweise nur wenige Attraktionen zu bieten haben.
Meiner Meinung nach wiegen die Vorteile deutlich stärker als die Nachteile. Auch, weil sich die Interaktionen von Luchs und Mensch sehr stark in Grenzen hält.


Schlafender Luchs, Pixabay.com, CC0 Lizenz.
Auch ist es wichtig, dass man den Schaden an den Wäldern und Bäumen in einer verantwortungsvollen Weisen kontrollieren sollte, und nicht, wie in Australien, stattdessen einen Virus nutzt um überhand-gewordene Spezien zu bekämpfen, da diese nach einer Zeit eine Immunität dagegen entwickeln. Australien hat dies mit Myxomatose versucht, um ihre Kaninchenplage zu kontrollieren. Allerdings zeigt sich bereits nach 50 Jahren eine Resistenz gegen das Virus bei gut einem Drittel der Kaninchen. Der Luchs, hingegen, wäre ein einzelgängerischer Jäger, welche sich ein paar Tiere aus der Herde krallt und dann weiter zieht. Anhand der Räuber-Beute-Beziehung beim kanadischen Luchs und dem Schneeschuhhasen erkennt man auch, dass dies, bei fehlenden Beutetieren, ein selbst-kontrollierender Mechanismus sein wird. Sowohl in Deutschland, als auch in England.

Außerdem, seien wir doch mal ehrlich, wer findet diese Pinselohren nicht einfach richtig niedlich?


Quellen:
  1. https://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/eurasischer-luchs/
  2. http://www.luchsprojekt.de/06_lebensweise/nahrung.html

Weiterführendes Zeug:

Was neues gelernt? War der Artikel interessant? Schreib es ruhig in die Kommentarspalte! :)
Wenn noch irgendwelche Fragen offen sind, oder ich irgendetwas vergessen habe, dann schreib es auch in die Kommentare! Ich bin auch via Discord: Serylt#8885 zu erreichen.

"What does the lynx say?"
"RRREEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!!!"

Leider ohne Pinselohren,
Serylt.
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Danke dass du dein Artikel doch noch übersetzt hast, spart mir ne Menge Arbeit ;-)

Man merkt, dass du wirklich hin und weg bist von dieser Gattung, finde ich gut, so geht es mir mit Hunden.

Es ist doch nicht verwunderlich, dass du noch nie von dem Luchs gehört hast

Doch, Heimatkunde 3. Klasse in der DDR
Bin mir aber nicht mehr sicher ob ich überhaupt mal einen live (Zoo (meide ich heutzutage) oder Tierpark) gesehen habe.

Ein einzelner Luchs hat einen ungefähren Jahresbedarf von gut 50 Rehen. Das bedeutet, ungefähr ein Reh pro Woche.

Und schon hätte der Luchs in meiner Region ein mächtiges Problem mit der ansässigen Jägerschaft. Wie ich schon in meinem Wolf-Artikel angemerkt habe, kenne ich privat auch mehrere Jäger und wie die meisten ticken merkt man schnell.

Ein wirklich sehr interessanter Artikel, vielen Dank dafür!!!
LG

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Doch, Heimatkunde 3. Klasse in der DDR

Da wo ich herkomme hat der Wolf sich in den Lehrplan geschmuggelt. Nur den Süßwasserpolypen konnte er nicht verdrängen ;)
Luchs, am Beispiel der Räuber-Beute-Beziehung, hatten wir erst gegen Ende der Schulzeit.

Zoo (meide ich heutzutage)

Ich weiß genau, was du meinst. :/

Und schon hätte der Luchs in meiner Region ein mächtiges Problem mit der ansässigen Jägerschaft. Wie ich schon in meinem Wolf-Artikel angemerkt habe, kenne ich privat auch mehrere Jäger und wie die meisten ticken merkt man schnell.

Das ist jedoch, was ich nicht verstehe. Die Angst, dass der Luchs die Rehe dem Jäger von der Flinte klaut ist allerdings unberechtigt.

Anhand unserer Taten gehen wir davon aus, dass Luchse bei flächendeckendem Vorkommen in einer etablierten Population bei Harzer Bedingungen insgesamt etwa 1 bis 2 Rehe pro Quadratkilometer und Jahr erbeuten. - [NNZ, aus dem Artikel]

Es gibt viel zu viel Rotwild in unseren Wäldern, da müssten sich die Jäger regelmäßiger auf die Pirsch begeben und die Rehe besser aufscheuchen, dass diese keinen Wildverbiss mehr produzieren... oder es dem Luchs überlassen.

Wow, außerordentlich informativer Artikel über Luchse. Der Post hat bestimmt viele Stunden oder Tage gebraucht um ihn fertigzustellen.

Meine volle Anerkennung und Respekt! Wie auch für all deine anderen Artikel.

Darf ich fragen: bist du vom Fach bzw. hast du beruflich mit diesen Themen zu tun?

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Vielen Dank! :)

Darf ich fragen: bist du vom Fach bzw. hast du beruflich mit diesen Themen zu tun?

Leider Nein!
Für so etwas müsste ich Biologie und/oder Zoologie studieren, und dazu konnte ich mich nicht durchringen.

Ein Hobby, mit dem man sich gerne beschäftigt, ist's aber allemal! :)

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Du wärst bestimmt ein super Biologe oder Zoologe geworden!

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Das schmeichelt mir.
Dafür müsste ich allerdings noch einmal neu studieren, und ggf. auch einen Master hinterher. Vor 6 Jahren wäre ich wohl nicht fertig.
Vielleicht im nächsten Leben. ^^"

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Ich wünsche dir viele kräftige upvotes für deine Arbeit!

Mit ist das schöne Bild schon gestern, mit den Zweien, aufgefallen im Chat.

Super Artikel, @serylt!

In meiner Heimatstadt Innsbruck gibt es Luchse im Alpenzoo. Allerdings verstecken sie sich immer in den Baumkronen, so dass man sie als Besucher meistens nur durchs Laub erspähen kann. ;-)
Auf jeden Fall tolle Tiere!

Wirklich sehr tolle Tiere!
Beitrag gefällt mir sehr.
LG

Thank you for the good work this news and information is very useful and suitable for reference in speaking and also suitable for new science

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Das sind schon knuffige Tiere. Toller Beitrag!

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