Die Gurina und der Herkulestempel in Dellach im Gailtal (GE | EN) AustrianAC-Challenge #1

in #austrianac-challenge2 years ago (edited)

CHALLENGE „Austria's Art and Culture - What Inspires the World and what I Particularly Appreciate“ by @martinamartini - Motivations, Prizes and Rules https://steemit.com/austrianac-challenge/@martinamartini/challenge-austria-s-art-and-culture-what-inspires-the-world-and-what-i-particularly-appreciate

Ich nominiere @shlomit and @jnmarteau für diese Challenge!

Die Gurina und der Herkulestempel in Dellach im Gailtal

Die Gurina

Die Gurina ist eine eisen- und römerzeitliche Siedlung auf einem Hochplateau nördlich der Ortschaft Dellach im Gailtal (Gemeinde Dellach im Gailtal). Die Lage ist nahe der heutigen Staatsgrenze zu Italien. Die frühe Besiedelung der späteren Provinz Noricum machen diese Siedlung zu einem besonderen historischen Fundort.

Es fanden bereits mehrmals archäologische Grabungen statt, zuletzt von 2004 bis 2008. Die Auswertung der Ergebnisse neuerer Grabungen lassen noch interessante Ergebnisse erwarten.

Der kleine Ort Dellach in Gailtal bemüht sich, die Fundstätten als Archäologiepark zugänglich zu machen. Begonnen wurde mit dem Herkulestempel und einigen Hügelgräbern.

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Der Herkulestempel

Der mit viel Einsatz, Begeisterung und Liebe errichtete kleine Herkulestempel ist leider noch wenig über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

(Quelle: http://gurina.dellach.at/Herkules-Tempel.706.0.html)

Bei den ersten Grabungen wurden 1884 auf der Kuppe der Gurina Reste eines römischen Tempels freigelegt. Der Tempel wurde im Jahr 2004 im Rahmen des Projektes „Bewegte Geschichte, Geschichte bewegt“ erneut freigelegt und untersucht.

Bei dem römischen Kultbau handelt es sich um einen so genannten gallo-römischen Umgangstempel, einen Tempeltyp, der keltische - also einheimische - und römische Elemente vereint und dessen Erbauung in die Jahre um Christi Geburt datiert. Die vielen Herkules-Statuetten von der Gurina legen nahe, dass in dem Tempel diese Gottheit verehrt wurde.
Man entschloss sich zu einer Rekonstruktion des Tempels unter fachkundlicher Leitung. Im Tempel befindet sich eine überlebensgroße Kulturstatue des Herkules, die anhand der gefundenen Statuetten gestaltet wurde.

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Tipp: Im Ort Dellach im Gailtal gibt es aber noch eine weitere Institution, die bei einem Aufenthalt in Oberkärnten unbedingt besucht werden sollte, nämlich die Informationsstelle über den Geopark mit interessanten Natur-Schaustücken (Mineralien, Fossilien) und zeitgemäßer Dokumentation http://www.geopark-karnische-alpen.at/Startseite.1447.0.html

Was ich damit verbinde?

Ich interessiere mich für prähistorische Kulturen, wobei ich der Meinung bin, dass die Wurzeln der Kelten geheimnisvoll sind und sich im prähistorischen Bereich verlieren. Die Römer haben sich vorzugsweise an Orten niedergelassen, die zuvor bereits von den Kelten besiedelt worden waren.

In meiner Kärntner Heimat finden sich viele Spuren früherer Besiedelung. Es ist für viele von uns nicht leicht anzunehmen, dass wir unsere deutschsprachigen Einflüsse mit einem dem Bairischen sehr verwandten Dialekt erst einer späteren Besiedlungswelle verdanken.

Wurzeln sind nicht nur für Bäume wichtig. Wir Menschen brauchen unsere kulturellen Wurzeln und sollten sie daher nicht wegleugnen. Manchmal fällt es uns schwer anzuerkennen, dass unsere Ahnen ein Mischvolk ganz unterschiedlicher Völker sind.

Heutzutage sehen wir uns mit enormen Migrationsproblemen konfrontiert. Wir tun gut daran, uns mit unserer eigenen Geschichte bis in die Frühgeschichte zu befassen. Das erweitert den Horizont. Und es kann uns auch dabei helfen, uns mit unseren Ahnen zu versöhnen, zu denen viele von uns ein gespaltenes Verhältnis haben.

Darüber hinaus ist allein schon die erhöhte Lage dieses Tempelchen und die malerische Stimmung dort mit der wunderbaren Aussicht sehr inspirierend.

Gerne werden dorthin Exkursionen unternommen. Feriengäste lieben dieses kleine Juwel. Er gibt dort zuweilen Kulturveranstaltungen. Lesungen, aber auch Trauungen finden zuweilen statt und es gab schon musikalische Keltenfeste.

Bei einem meiner nächsten Besuche in meiner alten Heimat spaziere ich wieder den steilen Pfad zum Herkulestempel hinauf und werde wohl wieder ins Träumen kommen.

http://gurina.dellach.at/

https://de.wikipedia.org/wiki/Gurina

http://gurina.dellach.at/Herkules-Tempel.706.0.html

https://www.bergfex.at/sommer/dellach-im-gailtal/highlights/8481-die-gurina-und-die-hallstattzeitlichen-huegelgraeber/

http://www.borg-hermagor.at/index.php/aktivitaeten/ausfluege-und-exkursionen/354-die-roemer-im-gailtal

https://www.ktn.gv.at/Verwaltung/Bezirke/BH-Hermagor/Chronik

https://gailtalnetz.wordpress.com/besonderheiten/

http://www.geopark-karnische-alpen.at/Startseite.1447.0.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_K%C3%A4rntens

Aus Wikipedia, Geschichte Kärmtens:

Die Wurzeln der Geschichte Kärntens reichen bis in die Altsteinzeit zurück. In der Antike war auch das Gebiet des heutigen österreichischen Bundeslandes Kärnten Bestandteil des keltischen Königreichs Noricum, ein erstes Staatengebilde in diesen Regionen, das später in der römischen Provinz Regnum Noricum aufging. Nachdem die Slawen die Römer um das Jahr 600 vertrieben und einen eigenen Staat Karantanien gebildet hatten, gewannen nach und nach auch baierische bzw. fränkische Einflüsse in Kärnten an Gewicht.

Von 743 bis 907 herrschten fränkische Könige und Kaiser über das Gebiet, anschließend wurde Kärnten ein Teil des Herzogtums Baiern. 976 begann eine Phase der Eigenständigkeit des Herzogtums Kärnten, die bis 1335 andauerte; in diese Zeit fallen zahlreiche Klostergründungen sowie der Bau von Schlössern und Befestigungsanlagen. Anschließend wurde Kärnten von den Habsburgern regiert und mit Österreich, Steiermark und Krain vereinigt.

In der darauf folgenden Zeit bis ins 18. Jahrhundert hinein wurde Kärntens Schicksal zunächst von den Türkenkriegen, den Bauernaufständen und von den Auswirkungen der Reformation und Gegenreformation geprägt. Unter Maria Theresia kam es Ende des 18. Jahrhunderts zu Reformen, die die Macht der Stände beschnitten und den Bauern das Recht an ihrem Besitz zusicherten; Kärnten verlor seine administrative Selbständigkeit. Einen weiteren Rückschlag in der Entwicklung des Landes hatten die Koalitionskriege ab 1797 zur Folge, als 1809 ganz Oberkärnten an Frankreich fiel. Im Jahre 1814 kamen diese Landesteile wieder an das Kaisertum Österreich, sie wurden aber nunmehr dem habsburgischen Königreich Illyrien angegliedert.

Nach der Revolution 1848/49 erlangte Kärnten die Selbständigkeit und Landeseinheit zurück; von 1867 bis 1918 war es Kronland in Österreich-Ungarn. Nach Gebietsverlusten im Süden des Landes als Folge des Ersten Weltkriegs behielt Kärnten als Bundesland der Republik Österreich seine damaligen Grenzen bis heute bei.

AustrianAC Challenge #1

CHALLENGE "Austria's Art and Culture - What Inspires the World and what I Particularly Appreciate" by @martinamartini - Motivations, Prizes and Rules https://steemit.com/austrianac-challenge/@martinamartini/challenge-austria-s-art-and-culture-what-what-inspires-the-world-and-what-i-particularly-appreciate

I nominate @shlomit and @jnmarteau for this challenge.

The Gurina and the Temple of Hercules in Dellach in the Gail Valley

The Gurina

The Gurina is an Iron Age and Roman settlement on a plateau north of the village of Dellach in the Gailtal valley (district of Dellach in the Gail valley). The situation is close to the present state border with Italy. The early settlement of the later province of Noricum makes this settlement a special historical site.

Archaeological excavations have already been carried out several times, most recently from 2004 to 2008, and the results of recent excavations are expected to yield interesting results.

The small town of Dellach in Gailtal strives to make the sites accessible as an archaeological park. It all began with the temple of Hercules and some burial mounds.

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The Temple of Hercules

The small temple of Hercules, built with much dedication, enthusiasm and love, is unfortunately little known beyond national borders.

(Source: http://gurina.dellach.at/Herkules-Tempel.706.0.html)

During the first excavations in 1884, remains of a Roman temple were uncovered on the peak of the Gurina. The temple was reopened and investigated in 2004 as part of the project "Moving History, History moves".

The Roman cult building is a so-called Gallo-Roman temple, a type of temple that unites Celtic - i. e. native - and Roman elements and whose edification dates back to the years around the birth of Christ. The many Hercules statuettes of the Gurina suggest that this deity was worshipped in the temple.

It was decided to reconstruct the temple under expert guidance. In the temple there is a larger-than-life statue of Hercules' culture, which was designed on the basis of the statuettes found.

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Tip: In the village of Dellach in the Gailtal valley, there is another institution that should definitely be visited during a stay in Upper Carinthia, namely the information centre about the Geopark with interesting natural attractions (minerals, fossils) and contemporary documentation http://www.geopark-karnische-alpen.at/Startseite.1447.0.html

What do I associate with it?

I am interested in prehistoric cultures, and I believe that the roots of the Celts are mysterious, they are found in the prehistoric realm. The Romans settled mainly in places that had already been inhabited by the Celts.

In my Carinthian homeland there are many traces of earlier settlements. For many of us it is not easy to assume that our German-speaking influences with a dialect that is very similar to the Bavarian dialect are due to a later wave of settlements.

Roots are not only important for trees. We human beings need our cultural roots and should therefore not deny them. Sometimes we find it difficult to acknowledge that our ancestors are a mixed race of very different peoples.

Nowadays we are confronted with enormous migration problems. We would do well to look at our own history right up to prehistory. This broadens our horizons, and it can also help us reconcile ourselves with our ancestors, with whom many of us have a divided relationship.

Furthermore, the location of this little temple and the atmosphere there is very inspiring. There are occasional events there - excursions, readings, but also weddings and musical Celtic festivals.

On one of my next visits to my old homeland I will walk up again the steep path to the Hercules temple and will probably come back to dreaming again.

Links in English (looks German, but text is in English!):

https://www.nassfeld.at/en/erlebnisraum-urlaub/dellach/die-gemeinde/sehenswuerdigkeiten/gurina-und-hallstattzeitliche-huegelgraeber

https://www.nassfeld.at/en/erlebnisraum-urlaub/dellach/die-gemeinde/sehenswuerdigkeiten/gurina-und-hallstattzeitliche-huegelgraeber

https://en.wikipedia.org/wiki/Dellach

Links in German:

http://gurina.dellach.at/

https://de.wikipedia.org/wiki/Gurina

http://gurina.dellach.at/Herkules-Tempel.706.0.html

Sync by honeybunny www.bergfex.at/sommer/dellach-im-gailtal/highlights/8481-die-gurina-und-die-hallstattzeitlichen-huegelgraeber/

http://www.borg-hermagor.at/index.php/aktivitaeten/ausfluege-und-exkursionen/354-die-roemer-im-gailtal

www.ktn.gv.at/Verwaltung/Bezirke/BH-Hermagor/Chronik

https://gailtalnetz.wordpress.com/besonderheiten/

http://www.geopark-karnische-alpen.at/Startseite.1447.0.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_K%C3%A4rntens

From Wikipedia, history of Carinthia (translation by deepl.com):

The roots of Carinthia's history go back to the Palaeolithic period. In ancient times, the territory of today's Austrian province of Carinthia was also part of the Celtic kingdom of Noricum, the first state in these regions, which later merged into the Roman province of Regnum Noricum.

After the Slavs had driven the Romans away around 600 and formed their own state of Carinthia, Bavarian and Franconian influences gradually gained weight in Carinthia. From 743 to 907 Frankish kings and emperors ruled the area, and Carinthia became part of the Duchy of Baiern. 976 marked the beginning of a period of independence for the Duchy of Carinthia, which lasted until 1335, when numerous monasteries were founded and castles and fortifications were built. Afterwards Carinthia was reigned by the Habsburgs and united with Austria, Styria and Carniola.

In the ensuing period into the 18th century, Carinthia's fate was first shaped by the Turkish wars, peasant revolts and the effects of the Reformation and Counter-Reformation. At the end of the 18th century, under Maria Theresa, there were reforms that curtailed the power of the estates and guaranteed the farmers the right to their property; Carinthia lost its administrative independence.

A further setback in the development of the country was caused by the coalition wars from 1797, when 1809 the whole of Upper Carinthia fell to France. In 1814, these parts of the country returned to the Austrian Empire, but were now annexed to the Habsburg Kingdom of Illyria.

After the revolution in 1848/49, Carinthia regained independence and national unity; from 1867 to 1918 it was crown country in Austria-Hungary. After the loss of territory in the south of the country as a result of the First World War, Carinthia as a federal state of the Republic of Austria maintained its former borders until today.

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