Dein Roman: Was alles passierte (Teil 4)

in #deutsch9 years ago (edited)

Du hast tolle Ideen für ein Buch, aber keine Zeit, selber eines zu schreiben? Dann ist das hier deine Chance!

Erklärung: hier
und hier der Anfang

Quelle CC0

Ich werde versuchen, nach euren Votes und Kommentaren zu entscheiden, aber letztendlich schreibe ich, ich muss also auch meinen Spaß daran haben ;)

Ach ja, damit kein Copyright-Troll hier rumtrollt: Mit dem Posten eurer Vorschläge gebt ihr mir die nicht-exklusive, uneingeschränkte Erlaubnis, diese Vorschläge ohne Gegenleistung für dieses Projekt zu verwenden.

Kein Namensvorschlag? Ja, das ist nicht leicht, ich weiß. Dann muss ich halt ran.

Teil 3

Story, Teil 4

„Der Kleine hier heißt Vincent. Mein Name ist Rebecca. Und wie heißt du?“

„Marco“, antwortete ich.
„Seltsamer Name“, meinte Rebecca und auch der Bengel rief „Seltsam!“
„Ich werde keinen neuen beantragen“, knurrte ich und starrte auf das Brot. Mein Magen grummelte.
Trotz ihrer Worte schnitt Rebecca erst dem Kleinen und dann sich etwas ab, bevor sie mir das Brot reichte. Inzwischen wäre ich fast an meinem eigenen Speichel ertrunken.

Brot, Butter, Käse. Wer hätte gedacht, dass so etwas Einfaches so gut schmecken konnte! Ich aß wie ein Scheunendrescher und erst dann wurde mir klar, warum Rebecca mir als Letztem etwas gegeben hatte. Ich ließ nämlich nichts mehr übrig.

„Du hast mich im Wald gefunden?“, fragte ich schließlich, auf dem Stuhl zurückgelehnt zufrieden meinen Bauch streichelnd.
„Nur mich, niemand sonst, keine Dinge, gar nichts?“
„Nur dich. Kein Anzeichen eines Kampfes oder dass du über den Boden gezogen wurdest.“
Rebecca stand auf.
„Wie dem auch sei, du solltest dich fertig machen.“
„Fertig?“
„Wir gehen ins Dorf. Ich muss ein paar Dinge erledigen und du brauchst eine Unterkunft. Vielleicht kennt dich ja auch jemand dort.“

Widerwillig musste ich die Eleganz bewundern, mit der mich Rebecca nicht nur aus dem Haus geschmissen sondern mir auch noch klar gemacht hatte, dass sie nicht sie Absicht besaß, mir noch weiterhin zu helfen.

Nun, ich war wohl kaum in der Lage, Ansprüche zu stellen. Sie hatte mich aufgesammelt, irgendwie zu ihrem Haus getragen während ich bewusstlos war und dann auch noch verköstigt. Und das obwohl sie mich nicht kannte.

Ich beschloss mich nicht über die deutliche Abfuhr aufzuregen und mich stattdessen zum Aufbruch bereit zu machen. Vielleicht erfuhr ich in diesem Dorf wirklich etwas. Es war eine Chance, wenn auch eine kleine.

Doch vorher musste ich noch einen kleinen Umweg machen. Da mein Körper jetzt bemerkt hatte, dass ich wieder wach war, drang er darauf, für das Frühstück Platz zu machen.
Im Gegensatz zu den kleinen Holzhäuschen die ich aus dunkelster Kindheitserinnerung noch kannte, prangte an der Tür dieses Exemplars kein Herz, sondern ein Halbmond. Oder, wie ich missmutig feststellte, die Abbildung meiner Narbe, die unter der ungewohnten, darüber scheuernden Kleidung angefangen hatte zu jucken.


pic CC0

Und wie ich schon erwartet hatte, gab es in diesem Loch von sanitärer Anlage kein Klopapier. Das einzige Zugeständnis in dieser Richtung war ein Stapel Blätter, die den Eindruck von Steckbriefen machten.
Wo um alles in der Welt war ich hier nur gelandet?

Diesen beunruhigenden Gedanken vor mich her wälzend folgte ich den beiden Nervensägen den kaum sichtbaren Pfad in den Wald hinein. Nach nicht einmal hundert Metern kamen wir zu einer kleinen Lichtung.

„Dort in der Wiese habe ich dich gefunden. Allein, bewusstlos, splitterfasernackt.“
Das ließ mich für einen Moment zur Salzsäule erstarren.
„Nackt??“
„Nackt.“

Deshalb hatte ich also meine Sachen nicht finden können. Die Erklärung dafür vergrößerte das Rätsel aber nur. War ich überfallen worden? Ich hatte keine Erinnerung, aber falls man mich betäubt hatte, war das nicht unbedingt ein Wunder. Ich sollte wohl besser mal bei der Polizei vorbeisehen. Und bei einem Arzt.

Aber warum hatte Rebecca das nicht getan? Sicher, die Hütte war abgelegen und jemand wie sie besaß bestimmt kein Telefon, aber… lehnte sie selbst solche „modernen“ Errungenschaften wie ärztliche Versorgung ab?
Oder gab es hier etwa keine?
So langsam schwante mir etwas sehr Übles.

Ich folgte Rebecca und Vincent etwa zwei weitere Kilometer, bis sich der Wald zu einer Anzahl Felder öffnete. Hinabblickend in ein sanftes Tal erblickte ein Dorf.
Ein Dorf wie ich es noch nie gesehen hatte.
Ohne Autos, ohne Antennen, ohne Strommaste.
Dafür mit Ochsenkarren, Holzhäusern und Schlammpisten.
Das konnte nicht sein. Nicht einmal im finstersten Afrika sah es noch so aus. Es gab nicht einmal industriell bunt gefärbte Kleidung auf den Wäscheleinen oder herumfliegende Plastikfetzen.

Was zum Teufel war hier los?

WIE GEHT ES WEITER?

Schreibt eure Vorschläge in die Kommentare und stimmt darüber ab!

Teil 5

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