Der Fischgiftbaum

in #plants8 years ago (edited)

Der Fischgiftbaum


Es handelt sich dabei um den Fischgiftbaum (Barringtonia asiatica L.).

Um eine Beschreibung dieses aufsehenerregenden Baumes zu geben zitiere ich Georg Forster, einen Naturforscher und Reiseschriftsteller aus der Epoche der Aufklärer. Er begleitete James Cook auf seiner zweiten Weltumsegelung und schrieb in seinem Buch 'Entdeckungsreise in die Südsee und nach Tahiti 1772 - 1775': "...und wir machten eine botanische Entdeckung. Wir fanden nämlichen einen Baum, der das prächtigste Aussehen von der Welt hatte. Er prangte mit einer Menge schöner Blüten, die so weiß wie Lilien, aber größer und mit einer Menge Staubfäden versehen waren, die an der Spitze eine karmesrote Farbe hatten. Es waren ihrer bereits so viele abgefallen, dass der ganze Boden davon voll lag. Diesen schönen Baum nannten wir Barringtonia..."

Die Blüten mit den hunderten weißrosa bis zu 10cm langen Staubfäden öffnen sich in der Dunkelheit. Fledermäuse und der Atlasspinner, der größte Nachtfalter der Welt schwirren in der Nacht um diesen bis 25m hohen immergrünen Baum.

Die große 10 x 10cm große Frucht schützt einen inneliegenden Einzelsamen mit einer äußerst zähen harten Schale. Sie ist salzwasserresistent und so kann der Same 2-3 Jahre keimfähig im Meer treiben.

Der Fischgiftbaumes enthält Saponine und gilt als giftig. In der traditionellen thailändischen Heilkunde werden Extrakte aus Blüten, Blatt und Samen zur Betäubung von Schmerzen, Rheumatismus sowie Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt.

Seinen interessanten Namen erhielt durch eine heute noch gebräuchliche Fischfangmethode im Süden Thailands: Zerriebene Blüten und Blätter werden in flachen ruhigen abgetrennten Meeresteilen ins Wasser gestreut. Fische werden durch die Saponine leicht betäubt, verlieren die Orientierung und kommen an die Oberfläche, wo sie dann von den Fischern mehr oder weniger eingesammelt werden.


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