Die Zeit verrinnt
Erst stolperte ich bei @vieanna über das Wiener Uhrenmuseum und dann über diesen Kommentar von @jochenpaul in dem er unter anderem schreibt:
je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit...
Gleich zwei Mal hintereinander das Thema Zeit, Zufall? Ich weiß es nicht, jedenfalls wollte ich das Gefühl der verrinnenden Zeit in einem Bild rüber bringen und so entstand aus Bild1, Bild2 und Bild3 dieses Werk.
Vielleicht täusche ich mich, aber mir kommt vor, als würden manche so etwas wie innere Ruhe gar nicht mehr kennen. Ja sie flüchten regelrecht vor dem, was man Augenblick nennt. Komische Sache, wie ich finde.
Und ja, freilich hat man es auch mal eilig, da kommt man nicht drum herum. So möchte ich dich auch nicht länger aufhalten und danke dir ganz herzlich für's Lesen und deine Zeit.
Erlebt man etwas Schönes, vergeht die Zeit schnell, wartet man auf etwas oder erlebt etwas Schlechtes kriecht sie. Da gibt es irgendwo auf Youtube eine super Doku zur Zeit. Weiß jetzt nicht den Titel. Dort wird gesagt, tatsächlich findet alles gleichzeitig statt. Wir empfinden die Zeit nur als linear, damit wir nicht verrrückt werden :-). Auf jeden Fall ist der Mensch in unserer Gesellschaft von Zwängen getrieben und nur wenige können sich da wirklich frei von machen.
Damit wir nicht verrückt werden, lach, ja mag sein.
In Folge 1 von Sichtweisen für das dritte Jahrtausend ab 43:38 (hab dir das Video mit dieser Startzeit verlinkt) da geht es um die Frage, ob die Zeit mit dem Tod aufhört und es ist auch von Zeitlosigkeit/alles gleichzeitig die Rede.
Denken braucht Zeit, drum wird man gedanklich bei dem Thema auch an seine Grenzen kommen, denken ohne Zeit geht nicht. Das "Alles" ohne Zeit da ist, ist aber durchaus vorstellbar. Das bisherige Leben ist ja auch da und man kann es als eine Art Gefühl spüren, ohne Zeit. So wie man ein ganzes Buch kennt, man kennt die Geschichte und braucht im Grunde keine Zeit um sich an den Inhalt zu erinnern.
Oder du hast "auf einmal" ein Bild im Kopf, das ist einfach da und dann braucht es Zeit um es in "die Realität" zu bringen. So wie das Bild in diesem Post, das schwebte mir so in der Art vor und nach ca. 2 Stunden war es dann sichtbar.
Und ja, die lieben Zwänge, der Kamin muss schließlich auch rauchen. Manche sind aber selbst auferlegt, ständig mit dem Handy erreichbar, möglichst gleich Antworten etc. Wenn ich z.B. höre wie oft speziell bei jungen Leuten das Handy bimmelt, das wär mir zu anstrengend.
Da gibt es ein sehr geniales Buch zu diesem Thema. Der Titel "Lucy mit c: Mit Lichtgeschwindigkeit ins Jenseits. Leben nach dem Tod." Wenn die Seele nach dem Tod wirklich auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Dann hört irgendwann die Zeit auf und alles passiert gleichzeitig in einem ewigen unendlich Augenblick. Vielleicht ist unser Verständnis von Zeit auch total falsch. Für uns ist sie linear. Vielleicht ist sie aber nur ein einziger Punkt und unser Bewusstsein zerschneidet diesen in unendliche dünne Zeit-Scheiben.
Um innere Ruhe zu finden, würde es helfen, öfter mal unser Denken auszuschalten. Vielfach drehen sich die Gedanken, die uns nicht zur Ruhe kommen lassen, um Probleme, die gar nicht (mehr) real existieren, sondern nur ein Produkt unseres Verstandes sind. Beispielsweise die Ängste und Sorgen um die Zukunft oder die Beschäftigung mit der Vergangenheit. Mehr im Augenblick zu leben, könnte zu innerer Ruhe und Gelassenheit beitragen.
Mich spricht dein Bild an. Es erinnert mich an Dalis Die Beständigkeit der Erinnerung. Die zerfließende Uhr als Symbol dafür, wie die Zeit verrinnt.
In schweren Jahren, die zum Glück schon eine ganze Ecke her sind, hat mir das Bild vom leckgeschlagenen Schiff geholfen. Es schließt die Schotten, damit es nicht sinkt. Das war schon eine Art Ritual, morgens schauen was man heute tun kann und dann Schotten runter, hab mir das bildlich vorgestellt.
Das Bild von Dalí ist ja interessant, die Ameisen auf der goldenen Uhr hatte ich erst gar nicht bemerkt, erst in der Vergrößerung. Und ich musste lachen, “The difference between a madman and me,” he said, “is that I am not mad.” das könnte ich von mir nicht sagen ;-)
Eins noch, das große MoMA-Logo auf der Seite erinnerte mich wiederum an Momo von Michael Ende, die Zeiträuber...
Die Schotten dicht machen, damit das Schiff nicht sinkt. Eine gute Überlebensstrategie in schweren Zeiten.
Die Ameisen auf dem Gemälde von Dalí habe ich bis jetzt nicht wahrgenommen. Auch die Fliege auf der zerfließenden Uhr als Metapher für die Zeit, die wie im Flug vergeht, ist nicht auf den ersten Blick zu bemerken.
Die Geschichte von den Zeitdieben habe ich vor vielen Jahren gelesen. Erinnerlich sind mir noch die grauen Gestalten, die als Zeitbetrüger ihr Unwesen treiben. Du hast mich auf eine gute Idee gebracht, nämlich das Buch noch einmal zu lesen.
Zeit?
Auch nur eine Erfindung um damit Geld zu machen.
Zumindest scheint es so. Denn Zeit bestimmt unser Leben.
Dabei haben wir alle Zeit der Welt, denn eigentlich sind wir zeitlos und nur für den Moment den wir hier auf Gaia verbringen lassen wir uns von dieser Zeit hetzen.
Seit mehr als 10 Jahren trage ich keine Uhr mehr und nehme die Zeit eigentlich nur noch durch den Tagesablauf wahr, tue das was ich möchte und es interessiert mich nicht welcher Wochentag usw. es ist.
Somit versuche ich Zeitlos zu leben.
Und trotzdem verrinnt mir die Zeit unter den Fingern und je älter ich werde desto schneller scheint das der Fall zu sein.
Das ist aber nur der Fall, weil wir denken, dass unser Leben begrenzt ist.
Ist es das wirklich?
Nun die Zeit wird es zeigen!
Liebe Grüße
Peter
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Zumindest unser irdisches Leben ist begrenzt, deshalb hat mich der oben erwähnte Kommentar auch so angesprochen, denn er geht noch weiter mit der Frage: war das zufrieden stellend was du aus deinem Leben gemacht hast?
Eine gute Frage. Dieses Video Lass Dir Zeit dauert nur 3 Minuten, ich habe es mir 3x angeschaut. Marshall Rosenberg bringt darin sehr gut rüber wie wichtig es ist, sich immer wieder selbst daran zu erinnern, sich Zeit zu nehmen. Darin bin ich und wohl auch viele andere, noch Übende.
So wie du schreibst, zeitlos Leben, dass ist ein schönes Ziel. Dann bringt man auch mal die Wochentage durcheinander, hehe, das kenn ich auch ;-)
Danke dir für's Vorbeischauen!
Na dann bist Du doch schon auf dem richtigen weg......
Liebe Grüße aus Uruguay
Peter
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Ja diesen Spruch kenne ich nur zu Gut. Und für mich fühlt es sich auch so an. Ich lerne viel von meinem Sohn, der ja überwiegend in dem JETZT lebt. Da können wir viel lernen von Kindern, wenn wir aufmerksam sind und das wollen.
Liebe Grüße Michael
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!jeenger
Edit: DeinBild lädt zum Nachdenken ein. Ist wirklich gut gelungen und passt hervorragend zu Deinem Blog!
Drum heißt es wohl auch, ihr sollt werden wie die Kinder. Das hab ich bei dir schon gemerkt, dass du viel und gerne Zeit mit deinem Sohnemann verbringst, das ist wunderbar.
Auch ich denke gerne an die zeitlose Zeit mit meinen Kindern zurück, heute noch einmal so einen Tag erleben, das wäre ein großes Geschenk. Leider, das muss ich auch sagen, als ich "mittendrin" war, war es teilweise auch anstrengend, da hätte ich mir einen Tag wie heute gewünscht, mal Ruhe haben vor den Rackern ;-) Zeit für sich ist auch wichtig.
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