RE: Langsam wirds wild
Sowohl als auch. Die Welt war schon immer verrückt, ich bin sicher ;-)) Aber Journalismus war einmal eine sehr anspruchsvolle, ehrenhafte und überaus seriöse Berufung. Gründliche und sachkundige Recherche, statistische Auswertung, Kontextualisierung, Quellenprüfung etc waren Grundbausteine der schreibenden Zunft. Davon ist... wenig übrig geblieben. Sogar bei den großen Medienanstalten werden Schlagzeilen möglichst so überfrachtet, daß sie mit dem eigentlichen Thema nicht mehr viel zu tun haben, aber Aufmerksamkeit generieren. Artikel anderer Anbieter werden ungeprüft übernommen. Alles muß schnell veröffentlicht werden, sonst ist der Konkurrent am Ende als erster mit einem Thema präsent. Qualität, Wahrhaftigkeit...? Ach nee, laß mal. Dazu kommt noch, daß neuerdings so eine Art Bewertungsauftrag empfunden wird: Ihr lest, was wir schreiben und wir erklären euch auch gleich, wie Ihr das finden sollt...
Da hast du Recht.
Die News Thematik ist mittlerweile echt übel geworden. Erwische mich aber auch oft genug selbst dabei, bestimmte Dinge zu schnell als:“Ach krass“ abzustempeln und hinterfrage es dann nicht mehr. Nicht wirklich gut.
Bei News wo ich selbst im Thema bin, denke ich mir oft genug: Das stimmt so nicht. Bei anderen Themen wirds genauso sein, die akzeptiere ich aber als Korrekt 🥲
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt... ;-))
Ernsthaft: so was wird schon lange nicht mehr in der Schule vermittelt. In den Elternhäusern läuft man selber gerne jedem Clickbait hinterher. Ich sehe da schwarz für die Zukunft...