Kakudahama - Ein großartiger Ort zum Entspannen und um das Meer zu spüren 👹🍣🎎 Mein Japan

in Deutsch Unplugged3 months ago

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Einer der großen Vorteile, die mein derzeitiger Aufenthaltsort zu bieten hat, ist die unmittelbare Nähe zum Meer, genauer gesagt zum Japanischen Meer. Als junger Mensch war die große See immer in weiter, mehrstündiger Entfernung gewesen, und mit etwas Glück hatte ich es einmal im Jahr dorthin geschafft. Aber bereits als Kind und Teenager hatte ich in mir bereits diese Sehnsucht nach Wind, Wellen und Weite, nach blauem Horizont und salziger Luft. Und auf meiner Reisen über diesen Planeten habe ich mich dann auch oft dort am wohlsten gefühlt, wo ich dem Meer am nähesten war.

Nicht das ich Bergen und Wälder nicht auch viel abgewinnen könnte, ganz im Gegenteil fühle ich mich auch dort sehr wohl und ich genieße es eigentlich überall in der freien Natur. Am am Wasser ist es einfach am besten, meine Sinne und meine Gedanken fühlen sich hier einfach so frei und auch so wild, und ich fange hier immer wieder ganz unvermittelt an zu träumen.

Glücklicherweise habe ich es nun nicht mehr so weit bis ans Meer, und ich habe es in diesem Jahr bereits ziemlich oft hierher geschafft. Das erste Mal saßen wir bereits im Februar am Strand und haben es uns mit einem kleinen Picknick gut gehen lassen. Und jetzt im Sommer komme ich, so oft es die Zeit zulässt, an den Strand und wir stürzen uns in die Wellen und genießen das warme und sonnige Wetter.

Bei uns in der Stadt ist die Küste natürlich recht bebaut und es gibt nicht all zu viele unberührte Flecken. Aber wenn man dann aus der Stadt heraus kommt, bieten sich einem immer wieder interessante Panoramen und Anblicke. Einer meiner Lieblingsorte am Wasser ist in Kakuda, welches den gleichnamigen Strand und Berg zu bieten hat. Die Straße schlängelt sich dann also an der Küste lang, auf der einen Seite Kakudahama ( 角田浜 Kakudabeach) und auf der anderen Seite Kakudayama (角田山 Mount Kakuda). Egal zu welcher Jahreszeit man hier auch herkommt, die Gegend wirkt einfach immer.

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Kakudahama ist ein mehrere hundert Meter langer Sandstrand, der mit einigen Strandshops aufwartet. Meist ist hier aber nicht viel los, bis auf zur Hauptseason Anfang bis Mitte August. Die Wellen sind hier etwas rauer, da sie nicht durch die übligen Wellenbrecher im Zaum gehalten werden.

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Die felsigen Hügel fallen meist ziemlich steil ab und enden oft erst direkt am Wasser, wo sich einem dann recht spektakuläre Aussichten bieten.

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Etwas weiter oben führt die Küstenstraße entlang und an manchen Stellen kann man auf einigen Wegen sogar bis fast ans Wasser kommen. Diese bieten dann einen teilweise recht abenteuerlicher Spaziergang.

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Aber auch von der Straße aus hat man an teilweise ein sehr schönes Panorama, die zerklüffteten Felsen und mal ruhige und mal raue See zeigen einen herrlichen Kontrast und laden zum Schwärmen ein.

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Japan beesteht zu einem großen Teil aus Bergen und Hügeln, und viele Straßen mussten durch diese Gebiete gebaut werden. Auf der Fahrt durch das Land kommt man deshaln nicht nur hier in Kakuda über viele Brücken und durch viele Tunnel.

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Direkt neben dem Kakudabeach findet man einen ersten Aufstieg, von dem man einen netten Ausblick über den gesamtem Strand und das anschließende Gebiet hat. Vor hier startet dann ein weiterer Wanderweg, der einen dann letztendlich bis auf den Mt. Kakuda bringen würde.

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Aber auch von diesem ersten Anstieg aus, hat man bereits einen tollen Ausblick. Die direkt ins Meer abfallenden Felsen bieten einen wundervolle Kulisse, und auch das Grün der Bäume und Gräse und das Blau des Meeres harmonieren perfekt miteinander.

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Und auch zu später Stunde wirkt alles am Kakudahama recht romantisch und einladend. Strandspaziergänge haben zu jeder Jahreszeit so etwas entspannendes aber dabei auch ein vitalisierende Wirkung. Auf mich wirkt das Meer immer und ich kann mich dieser Wirkung einfach nicht entziehen.

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Auf einigen Strandabschnitten findet man dann die Boote der Fischerleute, die immer wieder versuchen, auf und aus dem Wasser einen großen Fang zu machen. Das Meer ist für die Menschen hier in Japan eine ganz wichtige Nahrungsquelle, Fische und andere Meeresfrüchte stehen regelmäßig auf dem Speiseplan.

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Direkt neben dem Kakudabeach findet man diesen kleinen weißen Leuchtturm, der wohl schon vielen Booten den rechten Weg gewiesen hat. Leicht verträumt schmiegt sich den Leuchtturm in den Hügel, ein Anblick bei dem meine Gedanken auf große Reisen gehen.

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Japan ist ein Land mit Niederschlag im Überfluss, überall grünt und wächst es. So auch auf den Hügeln direkt neben dem Meer. Sich Abseits der Wege durch das Gelände zu schlagen ist hier nicht die beste Idee, neben dem dichten Pflanzenwuchs wird man dann nämlich Bekanntschaft mit noch vielen anderen kleinen Lebewesen machen.

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Wie zum Beispiel mit den vielen Spinnen, die man insbesondere im Spätsommer und im Herbst überall zu sehen bekommt. Und wer mag es schon auf seinen Wanderungen oder Spaziergängen die ganze Zeit durch Spinnennetze zu rennen und aufzupassen, keine unerwünschten Begleiter auf der Schulter sitzen zu haben.

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An einigen Stellen findet man kleine Statuen, die als Andachtsplätze dienen. Das Meer gibt, aber es nimmt auch immer wieder, und wir sollten gleichzeitig dankbar aber auch voller Respekt sein, vor der rauen aber doch charmanten Schönheit, die dort vor uns liegt. Mal herrlich blau, strahlend und glitzernd, und dann eher grün oder grau, mit großen Wellen und voller Urgewalt. Aber immer wieder beeindruckend und faszinierend.

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Ich liebe es, einfach nur an der Küste zu sitzen und auf das Wasser zu blicken. Und dabei meine Gedanken schweifen zu lassen und zu überlegen, was denn dort auf der anderen Seite des Meeres so alles zu finden wäre. Und wer dort vielleicht gerade sitzt und zu mir herüber schaut.

Ich bin sehr dankbar für diese wundervollen Orte in meiner mittelbaren Nachbarschaft und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in Kakuda. Sehnsüchte bieten viel Potential, aber sie wollen auch ab und zu gestillt werden. Glücklich sind die, die noch träumen können. Träume werden zu Hoffnungen, und Hoffnungen spornen uns oft zu großen Leistungen und Taten an, und lassen uns Wunderbares schaffen.

Und deshalb werde ich jetzt noch ein wenig Träumen, mal schauen, wohin mich diese Reise treiben wird. Der Horizont ist doch auch nur das erste Ziel, und dahinter geht es bekanntermaßen noch viel viel weiter.

Und euch allen wünsche ich auch einen wundervollen Tag, bis bald...

またね matane

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 3 months ago 

Bei dir hat der neue Tag/ die neue Woche schon begonnen. Wir haben noch ein wenig vom Sonntag :-)
Das kleine Spinnentierchen sieht ja noch recht harmlos aus. Wahrscheinlich gibt es noch gefährlichere Lebewesen, die einem abseits der Wege begegnen können. Vielleicht wäre die japanische Fauna auch mal ein Thema...
@moecki (mein Premierenkommentar mit dem Community-Account :-))

Guten Morgen,

ja hier ist es eigentlich schon wieder Mittag, und ein sehr schöner Tag bisher.
Die Tierwelt Japans ist zum Glück eher harmlos, gerade was Spinnen und Schlangen angeht. Zwar etwas mehr und etwas größer als in heimischen Breiten, aber kein Vergleich mit anderen extremeren Regionen.
Aber es gibt noch Bären, und mit denen ist eher nicht zu spaßen. Aber ich nehme deine Anregung mal auf, vielleicht wäre das etwas für einen späteren Beitrag.

Beste Grüße und dir eine wundervolle Woche!

Wieder schöne Eindrücke die Du uns da zeigst, mir persönlich ist Japan suspekt , es wackelt hin und wieder, das mag ich überhaupt nicht 😰
VgA

Mit dem Wackeln hast du recht, aber überall gibt es doch etwas, was nicht stimmt. Und irgendwann gewöhnt man sich an alles, oder jedenfalls an fast alles, und zum Glück wackelt es wirklich nur selten ;)

Oh ja, dort würde es mir auch gefallen!
Vielen Dank für diesen wieder einmal phantastischen Einblick in deine "Heimat"... :-)
Schönen Wochenstart,
LG Chriddi

Danke sehr, bisher passt es!! Dir natürlich auch!

Traumhaft! Danke, daß Du die ruhigeren, naturnäheren Gebiete so überzeugend vorstellst - ich habe bei "Japan" immer so die Tokio-Anmutung im Hinterkopf.

Beides hat seinen Reiz, aber ich werde wahrscheinlich auch älter und deshalb zieht es mich immer mehr in die ruhigeren Ecken der Welt. Und die sind ja dann auch viel schöner und echter.

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