Deutsche Soziale Marktwirtschaft / Bildung / Armes Europa / Zukunftsängste

in Deutsch Unpluggedlast year (edited)

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Hallo miteinander, ich habe mir überlegt Deutsch Unplugged für meine etwas sozialkritischen Themen zu benutzen.
Eigentlich war mein Blog mehr als größtenteils unpolitischer Technikblog gedacht, besonders weil ich mit meinem echten Namen hinter jedem Artikel stehen muss.
Es handelt sich bei meinem Blog nicht nur um eine Kunstfigur, es ist ein öffentliches Abbild von mir, zumindest momentan.
Aber ich sehe, dass die Deutsch Unplugged Community älter ist als meine Zielgruppe von 18 bis 24 Jahren.
Diese Zielgruppe interessiert sich natürlich auch für Politik, ich bin ja selbst in dieser Altersgruppe.
Daher bieten sich solche Themen eigentlich perfekt dafür an.

20 % in Europa sind arm
Es ist traurig zu sehen, dass alle 10 Jahre ein neuer Plan zur Bekämpfung der Armut verabschiedet wird.
Das Problem ist halt auch, dass wir ein stabiles Level von 20 % erreicht haben.
Die Messlatte, ab wann eine Person als Arm gilt, wird leider immer weiter herabgesetzt.
Dann kann man sich wenigstens intellektuell darüber streiten als, wenn man als Arm oder Armgefährdet oder Amadeus gilt, ist doch großartig.
Das Interesse vonseiten der Politik, die Armut tatsächlich zu bekämpfen und für eine gute Bildung zu sorgen, ist schwer ersichtlich.
bpb - In elf Staaten waren mehr als 20 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet

Nehmen wir jetzt unsere symbolische soziale Marktwirtschaft in Deutschland als Beispiel.
Das Geld wird immer weiter von unten nach oben verteilt.
Eine Verteilung, die andersrum aussieht, wäre auch eine Wunschvorstellung bei dieser Politik.
Deutschlandfunk - Sozialwissenschaftler vermessen die Gesellschaft

Steuergelder und Gewinne dürfen halt nicht die Menschen erreichen, die sie wirklich brauchen.
Der Markt ist quasi nicht geregelt und der Markt regelt die Politik.
Immer mehr Fälle von Lobbyismus ich meine hust Korruption bleiben ungestraft und die Leute werden auch noch in höhere Ämter gehievt.
Es ist schon beeindruckend, wer heute unser Kanzler ist oder die EU repräsentiert.
Cum-Ex-Affäre um Olaf Scholz - Keine Ermittlungen Ursula von der Leyen - Berater-Affäre
Das schöne ist, dass die Journalisten wenigstens nicht im Knast landen, wenn sie etwas aufdecken.
Naja, solange es keine amerikanischen Kriegsverbrechen sind, ist das ja noch in Ordnung, ansonsten kann man bei der EU nicht auf Hilfe hoffen, da wird man schneller ausgeliefert als man Hilfe sagen kann.
Julian Assange - Eine Chronik vom MDR

Das Thema Korruption ist in Deutschland und der EU ein großes Problem.
Allein die Rüstungsindustrie hat ein großes Interesse an guten Kontakten in der Politik und Medien.
So wundert mich es auch nicht, dass mehr Geld für Waffen plötzlich vorhanden ist als für die Bevölkerung.
Ich finde es schön zu sehen, dass an den "Schutz" der Bevölkerung mit friedlichen Waffen gedacht wird.
Ich finde so einem MG kann ich sehr gut heizen.
Die Gelder sind da aber leider nicht für die Bevölkerung und immer sind Marktinteressen wichtiger.
Transparency - Analyse des Einflusses der Rüstungsindustrie auf die Politik in Deutschland

Ich denke, die Bevölkerung hat tatsächlich eher weniger Interesse an Krieg, aber wir haben ja die Kriegspropaganda, die wird uns schon helfen da richtig Bock drauf zu bekommen.
Ja, die Medien haben auch eine Macht meine lieben, nur bedauerlicherweise sind auch Kriegstreiber darauf aufmerksam gemacht worden, dass diese Macht existiert und nutzen sie schon seit Jahren.
Und übrigens auch im Film und Fernsehen, wäre es übrigens noch nicht so mitbekommen hat, wer die neuesten Superhelden Filme finanziert hat. Schaut mal in den Abspann eures Films oder Serie.
Auch im Westen haben wir eine andere Form der Kriegspropaganda.
Simplicissimus - Exposed: Wie das US-Militär dich manipuliertNDR- Wie das US-Militär Hollywood berät - und beeinflusst

Zurück zum Thema Armut und Chancengleichheit
Der Hartz IV Satz ist übrigens schon seit langer Zeit nicht mit der Realität entsprechend, die Berechnung passt vorne und hinten nicht.
Man könnte aber ja nicht so gut Steuern verlangen, wenn das Existenzminimum höher wäre, alles hängt miteinander zusammen, also leiden die Armen, damit die Politik Steuern erheben kann.
Die Menschen werden in ein System gesteckt, wo man nur schwer rauskommt und dazu werden sie zusätzlich noch ans Existenzminimum getrieben.
Merkur - Hartz IV-Satz wie wird er berechnet
Jugendhilfeportal - Neuberechnung der Hartz-IV-Regelbedarfe für Kinder und Jugendliche realitätsfremd
Regelsatz verfassungswidrig
Tagesschau - Die Hartz-IV-Sanktionen sind teilweise verfassungswidrig

Dann weiter zu der strukturellen Ausgrenzung und unserem kaputt gesparten Schulsystem.
Dein Elternteil hat wenig Einkünfte und keinen hohen Status, du kannst froh sein, nicht auf der Förderschule zu landen.
Das andere Kind mit wohlhabenden Eltern kann aufs Gummi gehen, weil die subjektive Einschätzung der Lehrer sich durch das Geld verändert hat.
Quarks - So wenig aussagekräftig sind Schulnoten
Bessere soziale Anerkennung kommt auch noch hinzu, mit dem einen Kind kann man alles unternehmen, mit dem anderen kaum etwas.
Wo ist denn unser Grundeinkommen für Kinder, dann leiden die wenigstens nicht, wenn schon die Elternteile leiden müssen.
Selbst Pflegefamilien erhalten mehr Geld für ein Kind, die kosten nun mal und haben Ansprüche, aber nicht jeder kann ein gutes Leben haben.
service-bw.de - Pflegegeld
Vielleicht wäre ein Tausch der Kinder ja eine Problemlösung für arme Familien oder die Politik nähert sich der Realität ab, was haltet ihr für wahrscheinlicher?
Es wird leider überall gespart, hier haben wir aber das hervorragende Klassensystem, was ja jetzt zum Glück auch in Form von Gemeinschaftsschulen abgeschafft werden soll.
Die Hauptschule, die Arbeitskräfte, welche als Handwerker:innen oder Hilfsarbeiter:innen oder Kanonenfutter:innen enden.
Die Realschüler, welche den Bürotätigkeiten nachgehen.
Die Gymnasial/Abiturienten, denen so ziemlich alle Wege offen stehen und die weiter ins Studium können, wenn das Geld genügt.
Jede dieser Stufen bekommt unterschiedlich viel Geld, was eingesetzt wird und seinen eigenen Stempel.
In der Hauptschule z.B. kann man froh sein kein Asbest oder Formaldehyd in den Wänden vorzufinden und ein Schulbuch, welches nicht aus der Antike stammt.
Arbeitsagentur - Ermittele deine Chancen mit deinem Abschluss
Ihr könnt raten wo die Kinder mit wenig Geld landen und die mit viel Geld. ;)
Man kann sich Zukunft also kaufen in unserem Land, großartig nicht war.
Frag doch mal bei eurer Sparkasse an, welchen Sparplan ihr denn für euer nächstes Kind haben solltet, damit das Abitur bekommt.

Die deutsche Arbeitsmoral, andere Länder reden von 4 Arbeitstagen, wir in Deutschland überlegen eine 42-Stunden-Woche einzuführen.
Ausbildungsplätze sind unattraktiv und schlecht bezahlt.
Unternehmen haben sehr hohe Ansprüche an ihrer Bewerber und sortieren so lange aus, bis kein Abgestellter mehr übrig ist.
Nicht ganz unüblich, Bevorzugung privater Kontakte bei Bewerbungen.
Danach wird gejammert, dass es einen Mangel an Auszubildenden gibt.
Ah die deutsche Rente, als Nebenjob vor der Rente Pfandflaschen mit dem Krückstock aus dem See fischen.
Zeit - Das Rentensystem verteilt von Arm nach Reich
mdr - Gesetzliche Rente reicht nicht zur Sicherung des Lebensstandards
Watson - Der britische 4-Tage-Woche-Versuch
Tagesspiegel - Weniger Tage bei gleicher Arbeitszeit: Belgien führt Vier-Tage-Woche ein

Das in einem Land, welches ein so hohes BIP hat und so viele Millionäre sollte man solche Zustände als beeindruckende Leistung betrachten.
Mit einem reformierten Sozialsystem wäre sogar ein Grundeinkommen möglich.
Quarks - Grundeinkommen

Die Politik vergisst, dass sie in die Menschen investieren muss und das sind alle Menschen, die in diesem Land leben.
Wir können nicht einfach sagen, dieser Mensch ist kein Mensch und gehört nicht mehr zu uns oder wird scheiße behandelt.
Die Chancengleichheit existiert auf dem Papier, in der Realität sieht das ganz anders aus.
Und ich glaube nicht, dass die Politik in Wahrheit Interesse daran hat dies zu ändern.
Das zeigt sich insbesondere daran, wofür Geld da ist und wofür nicht.
Wir investieren nicht in die Zukunft, wir investieren höchstens in Unternehmen und deren Interessen.
Daraus folgt eine unzufriedene Gesellschaft, eine sehr toxische Gesellschaft.
Diese Wut kann sich verlagern und genutzt werden und ich bin mir nicht sicher, ob das mit Absicht passiert.

Falls euch übrigens interessiert, wieso eure Heizkosten so hoch sind.
Der Markt hat mal wieder freie Hand bekommen, bei etwas was für uns ein Grundbedürfnis ist und die Politik hat es für eine astreine Idee gehalten, dass nicht umweltfreundlichen Energien den Preis durch die Decke treiben dürfen.
Diese Energien wurden ja auch für Jahre für die Zukunft und unersetzbar gehalten, während erneuerbaren Energien unterdrückt wurden und Unternehmen mit den Stellen teilweise ins Ausland abgewandelt sind.
Ob ihr einen Ökostrom-Tarif habt oder nicht, das ist egal, ihr dürft die teuren unöko-logischen Energieformen einfach mitbezahlen.
Das ganze großartige Konzept hört auf den Namen Merit-Order.
Also ja das meint die Politiker immer mit, der Energiemarkt hängt stark miteinander zusammen.
Vielleicht kann jemand von euch herausfinden, welche großartige Partei das zu verantworten hat und mal wieder Lobbyismus betrieben hat.
Umweltbundesamt - Beschäftigte im Bereich Erneuerbare Energien
Spektrum - Merit-Order Warum das teure Gas auch den Strompreis mit nach oben reißt
magazine.de - Der deutsche Strommarkt in schweren Zeiten: Ist die Merit-Order Fluch oder Segen?

Zudem zerstören wir noch unseren wunderschönen Planeten und das auch wieder nur aus rein finanziellen Interesse von wenigen.
Offensichtlich haben diese Menschen durch ihr Geld einfach deutlich mehr zu sagen als die normale Bevölkerung.
Diese Menschen kaufen sich in Politik & manche Medien ein und machen den Leuten finanzielle Zukunftsängste und verhindern Alternativen, um das Meinungsbild über Jahre erfolgreich zu beeinflussen.
Es ist schon lächerlich genug, dass dafür extra Agenturen gegründet wurden und diese tatsächlich großen Erfolg verwiesen und heute auch noch teilweise vorweisen können.
Handelsblatt - Charles G. Koch / Brüder Die Milliardäre und ihre Lust auf Medien
Deutschlandfunk - Charles G. Koch / Brüder Milliardäre mit politischem Einfluss und rechtem Erbe
Simplicissimus - Exposed: Das Netzwerk der Klima-Leugner
faz - Arte zeigt einen vorgezogenen Nachruf auf das Öl

Ich finde, in unserem System steht nicht immer das Wohlbefinden der Bevölkerung und deren Zukunft im Vordergrund und es ist verbesserungswürdig und das bitte nicht erst im nächsten Jahrhundert.

Ich wünsche vielen bald Rentnern Freude beim Pfandflaschen fischen mit ihren Enkeln.
Ich wünsche einer zukünftigen Generation von Menschen, die besten Zukunftschancen in der Schule und im Jobcenter.
Ich hoffe, ihr habt euer Haus nicht zu nah am Wasser gebaut und könnt mal ein bisschen stark Regen und heiße Tage ab.

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 last year (edited)

Meine Kritik an deinem Artikel zielt in eine ähnliche Richtung wie die bereits vorhandenen Kommentare.

Die äußere Form zu bemängeln, überlasse ich jetzt mal @chriddi. :)

Ich würde an deiner Stelle versuchen, mich möglichst in einem Post auf ein Thema zu fokussieren, z. B. das Bildungssystem in Deutschland oder das Armutsproblem etc.
Selbstverständlich hängt alles mit allem auch zusammen, aber dennoch würde ich versuchen, Schwerpunkte pro Post zu setzen (gerne auch mit Verweisen an geeigneter Stelle auf andere, bereits vorhandene Posts).

Dadurch, dass hier ein einziges Post alle möglichen Themen auf einmal anschneidet, ihnen dann aber auch recht schnell wieder den Rücken kehrt, ohne in die Tiefe zu gehen, fällt es mir schwer, im Kommentarbereich angemessen darauf zu antworten.
Würdest du dich stattdessen z. B. zunächst auf das Bildungssystem konzentrieren und im nächsten Post dann auf die Energieversorgung, könnte sich unter jedem Artikel eine interessante Diskussion über das jeweilige Thema ergeben (sofern auf dem STEEM überhaupt noch genug Diskutierende zusammenkommen, aber das ist ein anderes Thema).

 last year 

Wie immer wurde diese Artikel in meiner üblichen Qualität geschrieben.
Komplett übermüdet und vom Smartphone und mit extra Rechtschreibfehlern, die ich morgen wahrscheinlich alle korrigieren darf.

Ehrlich gesagt empfinde ich das als ziemlich respektlos.
Würde mich freuen, wenn du deine Artikel zukünftig veröffentlichst, nachdem sie dein persönliches Lektorat durchlaufen haben. Gerade in einer Community, die dafür "bürgt", dass jeder Beitrag gelesen wird, sich mit jedem auseinandergesetzt wird, ist alles andere eine Zumutung für den Leser. Zudem ein Affront all jenen gegenüber, die sich für Formatierung, Quellensuche und Korrekturlesen wirklich ein paar Stunden Zeit nehmen, bis ein Beitrag auch veröffentlichungswürdiger Qualität entspricht (ja: reine Formalien, denn inhaltliche Qualität ist halt subjektiv).

Ah okay gibt's also keine freischalt Funktion bei Communitys?
Ist dann tatsächlich mehr wie ein Thread in einem Forum der von der Community moderiert wird.

Ja okay der Witz kommt dann etwas blöd.
Dann mache ich hier nur noch fertige Beiträge rein.
Es ist fast schon ein Gag wie oft ich meine letzten Beiträge editieren musste, weil sie immer halb fertig sind.
Bei Meinungsartikel die eigentlich eh mehr in meine Datenbank sollen ist das jetzt nicht so problematisch, hier in eine Community wo alles direkt durchgestellt wird schon etwas mehr.
Das verstehe ich, also achte demnächst darauf.
Meine Rechtschreibung, die ist bei mir immer furchtbar, besonders vom Smartphone, da läuft auch kein neuronales Netzwerk, welches alles nocheinmal prüft.
Aber ich schaue später drüber und ändere warscheinlich einen Großteil um und ja ich bin immernoch müde also nächster Versuch. 😀

 last year 

Moin! Ich fand das Lesen auch anstrengend, aus mehreren Gründen. Chriddi führte zu Recht den, sagen wir, sehr laxen Stil an (mit dem ich gut leben könnte, wenn der Inhalt mich von den Socken haut ;-))

Tut er aber nur so lala. Es scheint mir zu durcheinander, zu allgemeinkonkret (auch der Übermüdung geschuldet?) Du vermengst ein paar Dinge, die eigentlich nicht in einen Topf gehören. Aber okay. Meinungs- oder Stimmungsbild eben.

Wo ich nicht mitgehe: die Hauptschüler landen alle im Handwerk...? Nee, ganz im Gegenteil. Handwerk ist anspruchsvoll. Ein Maurer oder Zimmermann sollte Winkel und Traglasten berechnen können und Reaktionszeiten von Betonmischungen. Ein Gärtner braucht Kenntnisse über Zusammensetzung von Düngemitteln und Reaktionen mit Wasser, Hitze etc. Eine Frisörin hat mit so viel Chemie zu tun, wie man sich nicht vorstellen mag beim Gedanken an die eigenen Haare. Hauptschüler haben diese Voraussetzungen in der Regel nicht. Leider. Viele Möglichkeiten bleiben da in der Tat nicht.

Ich bin kein Freund unseres Bildunssystems. Vielleicht wäre das ein Einstiegsthema, bei dem wir 'mal gründlich schauen, wo es hapert? Ohne Pauschalierung über die mangelnde Ausstattung einzelner Schulformen - die stimmt nämlich so auch nicht wirklich. Die Probleme liegen woanders.

Hast Bock auf eine solche Suche? Dann los... ;-))

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