RE: DU spielt SCRABBLE™ (50) - Oha
Allerdings nicht diese Woche...
Danke. Jetzt muss ich nicht weiter lauern und habe trotzdem noch große Hoffnung, dass es weiter geht.
… hatte u.a. den Hintergrund mehr User von uns zu überzeugen …
Schau dir an, wes Geistes Kind ein Großteil der Blockchainnutzer ist. Wir haben es nicht gerade mit unglaublicher intellektueller Wucht zu tun. Wo täglich billiger Stuss gepostet wird, weil eine Blockchain das mit Coin-Almosen vergütet, sind Erwartungen eher überschaubar. Darüber hinaus wirken auch mental üppiger ausgestattete Autoren eher langweilig, wenn sie wegen potentieller Rewards täglich Elaboriertes streuen, ohne dabei auf eine nur halbwegs interessierte Leserschaft zu treffen. Seit der Spaltung der Ketten befinden wir uns auf dem Steem in dieser Hinsicht endgültig in der Diaspora. Natürlich trifft sich unter solchen Umständen auch in DU nur eine Handvoll Blogger und Kuratoren.
Das ist aber kein Grund, aufzugeben, Es ist besser, solchen Umständen möglichst unemotional zu begegnen und sich zu überlegen, was man tatsächlich erreichen will und wie das funktionieren kann. Ich habe jetzt z. B. die Idee, wie DU für mich als Autor attraktiver wird. Ich könnte den brauchbaren Ansatz meines Romans, Die Verheißung der Bene Gesserit, neu fassen. Nach der Feststellung, wie mangelhaft die Fortsetzungsgeschichte vor 6 Jahren geschrieben wurde, bin ich dazu fast verpflichtet. So ein Roman lässt sich unter DU sehr schön darstellen und zieht vielleicht auch neue, eher ernsthaft gestrickte Autoren an, die sich einmal öffentlich versuchen wollen.
Ich benutze Social Media höchstens noch auf dem Telefon, um Nachrichten auszutauschen und brauche sicher kein Social Media, damit mir Menschen beipflichten, die selbst keine Ahnung von ausgewogener Meinungsbildung haben. Die brauchen ihre Echoblase, um sich der Einzigartigkeit einer im Prinzip unausgegorenen Meinung zu versichern. Dabei behandeln sie praktisch jede Sau, die gerade durch die Republik getrieben wird. Solche Texte sind so interessant, wie der sprichwörtliche Sack Reis in China. Wir brauchen Autoren, deren Texte Lust am Lesen entfachen. Da muss man mit gutem Beispiel schmerzfrei voran gehen. Was allerdings schwierig ist in einer Epoche, in der ein Text über 280 Zeichen von der Mehrzahl des Social Media-Klientels (#deutsch) als Körperverletzung verstanden wird.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.