Seagull and the sea

in Dream Steem8 months ago (edited)

Seagull and the sea


[Deutsch unter dem Foto]

Wolf was outraged. "The young people have all the right in the world to take action against these capitalist capital crimes!", he was agitated. "You're upset now," I say, "and not without reason. But the reports you're watching are also trying to do just that, you're being emotionally manipulated by them." - "It can't go on like this," Wolf insisted. "Not only the climate, here, you've seen, the sea is already so polluted that the sea birds and dolphins and everyone is dying. And then we do too!"

The documentary we had just seen about plastic waste in the sea and its effects on the entire oceanic biosphere had been really stirring. Could we sit still and be silent any longer? Shouldn't we run to the beach and help - or at least step out into the street and shout? We decided on the latter and started planning an exhibition. This was to make a small, cultured and artistic statement, instead of scrambling or sticking on the street. "We're just too old for that, it has to be said," Wolf reassured himself.

We had already created an exhibition on a political topic once before, when it was about the refugees who drown in the Mediterranean - the sea between Africa and Europe - because they are not being helped adequately. They are almost left alone in their daring attempts to reach European shores in unsuitable and overloaded boats. The EU states hide behind arguments that mainly refer to the rogue traffickers, to people smugglers who pretend to help for high pay, only to steal away irresponsibly.

So now an exhibition between Chekhov's "The Seagull" and Debussy's "La Mer", between the call to reflect on the meaningfulness or senselessness of one's own way of life and the aesthetic relationship to the ocean as a habitat. Between comedy and tragedy, without becoming tragicomic. Photos, texts and music. Perhaps also paintings, after all Wolf is or was also a painter. Or paintings by friends. I already had numerous photos of friends and acquaintances in mind.

In contrast to the TV reports we have seen, we don't want to shock, we don't want to manipulatively emotionalise. "Excited for one topic today, already fizzling out tomorrow or excited for the next topic," I say, "we don't need such flash in the pan. So only go off after reflection instead of reflectionless, and above all far away from the market of cries, where excitement is flogged off as a good."

I show Wolf some of the exceedingly numerous photos of so-called "beach fairies" by a Flensburg photographer. He finds them appealing, but not biting enough for our exhibition with the working title "Seagull and the Sea". Even some of my own photos don't convince him directly, not even with the promise of complementary accompanying texts, and I'm about to give up when I think of the seagull portrait by a photographer from St Petersburg, and I already have a little text prepared for this one.

Wolf bites! We put on "La Mer" by Debussy, turn the speakers up as loud as they can handle, and gradually build into our exhibition. Perhaps we imagine that it will take place in a hundred years and look back from there - when there were still seagulls, but too many consumerist people seduced by material desires…



Translated with much help by www.DeepL.com/Translator (free version) and reviewed by the author



Interview with Grandma

Yes, yes
I do fine
Yes, I do

Five children
You know
All the nicest
You can imagine

I do fine
My children
What should I say
My children

I worry
I worry if
If they will be fine

So much plastics
You know
So very much stuff
On the water
Beneath the water
On the beach
Beneath my childs

This is not funny
But I do fine
For the moment
I really do

Please may I
May I ask you

No I won’t dare

grafik.png
photo: bambuka



Möwe und das Meer

Wolf war empört. „Die jungen Leute haben alles Recht der Welt, gegen diese kapitalistischen Kapitalverbrechen vorzugehen!“, ereiferte er sich. „Du bist jetzt aufgeregt“, sage ich, „und das nicht ohne Grund. Aber die Berichte, die du schaust, wollen auch genau das erreichen, du wirst emotional von ihnen manipuliert.“ – „Es kann doch so nicht weitergehen“, beharrte Wolf. „Nicht nur das Klima, hier, hast du gesehen, das Meer ist schon so verdreckt, dass die Seevögel und Delphine und alle verrecken. Und wir dann auch!“

Der gerade gesehene Beitrag über Plastik-Abfälle im Meer und dessen Auswirkungen auf die ganze ozeanische Biosphäre war wirklich aufwühlend gewesen. Konnten wir da länger still sitzen und schweigen? Sollten wir nicht an den Strand rennen und helfen – oder wenigstens auf die Straße treten und schreien? Wir entschieden uns für das letztere und begannen, eine Ausstellung zu planen. Diese sollte ein kleines, kultiviertes und künstlerisches Zeichen setzen, statt zu krakeelen oder auf der Straße zu pappen. „Dafür sind wir einfach zu alt, das muss auch mal gesagt werden“, beruhigte sich Wolf.

Schon einmal hatten wir eine Ausstellung zu einem politischen Thema gestaltet, da war es um die Flüchtlinge gegangen, welche im Mittelmeer – das ist das Meer zwischen Afrika und Europa – ertrinken, weil ihnen nicht angemessen geholfen wird. Sie werden fast allein gelassen bei ihren waghalsigen Versuchen, mit untauglichen und überladenen Booten europäische Küsten zu erreichen. Die EU-Staaten verstecken sich hinter Argumenten, welche sich überwiegend auf die schurkischen Schlepper beziehen, auf Menschenschmuggler, die gegen hohe Bezahlung zu helfen vorgeben, um sich dann verantwortungslos davon zu stehlen.

Nun also eine Ausstellung zwischen Tschechows „Die Möwe“ und Debussys „La Mer“, zwischen der Aufforderung also, sich auf die Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit der eigenen Lebensführung zu besinnen, und der ästhetischen Beziehung zum Lebensraum Ozean. Zwischen Komödie und Tragödie, ohne tragikomisch zu werden. Fotos, Texte und Musik. Vielleicht auch Gemälde, immerhin ist oder war Wolf auch Maler. Oder mit Gemälden von Freunden. Fotos von Freunden und Bekannten hatte ich schon zahlreich im Sinn.

Im Unterschied zu den gesehenen TV-Berichten wollen wir nicht schocken, nicht manipulativ emotionalisieren. „Heute für ein Thema aufgeregt, morgen schon verpufft oder für das nächste Thema aufgeregt“, sage ich, „solche Strohfeuerlein brauchen wir nicht. Also erst nach einer Besinnung los statt besinnungslos, und vor allem weit weg vom Markt der Schreie, wo die Aufregung als Ware verschleudert wird.“

Ich zeige Wolf einige der überaus zahlreichen Fotos so genannter „Strandfeen“ eines Flensburger Fotografenden. Er findet sie ansprechend, aber nicht bissig genug für unsere Ausstellung mit dem Arbeitstitel „Möwe und das Meer“. Auch einige meiner eigenen Fotos überzeugen ihn nicht direkt, auch nicht mit der Verheißung von dazu komplementären Begleittexten, und ich bin kurz davor aufzugeben, als mir das Möwen-Porträt eines Petersburger Fotografen einfällt, und zu diesem habe ich auch schon einen kleinen Text parat.

Wolf beißt an! Wir legen „La Mer“ von Debussy auf, drehen die Boxen so laut, wie sie verkraften können, und steigern uns allmählich hinein in unsere Ausstellung. Vielleicht stellen wir uns vor, dass sie in hundert Jahren stattfindet und von dort zurück blickt – als es noch Möwen gab, aber zu viele Konsum-geprägte und von materiellen Wünschen verführte Menschen…



Interview mit Großmutter Möwe

Doch-doch
Ich bin fein
Doch, bin ich

Fünf Kindchen
Du weißt schon
Alle die niedlichsten
Die du dir vorstellen kannst

Ich bin fein
Meine Kindchen
Was soll ich sagen
Meine Kindchen

Ich sorge mich
Ich sorge mich ob
Ob sie fein sein werden

So viel Plastik
Du weißt schon
So arg viel Zeug
Auf dem Wasser
Unter dem Wasser
Auf dem Strand
Zwischen meinen Kids

Das ist nicht lustig
Aber ich bin fein
Für den Augenblick
Bin ich wirklich

Bitte darf ich
Darf ich dich fragen

Nein ich traue mich nicht

Sort:  

You know @Ty-ty... I would like to answer with something funny, to make a joke... but the theme. the one you touched is too serious and sad. There are already whole islands of plastic floating in the ocean ...
In vain a person considers himself the crown of nature, he is suitable for the role of her killer.
Fortunately, Nature is stronger than us.
Thank you for such participation)

https://www.google.com/search?q=die+m%C3%B6we+jonathan

Höhö , die beißt garnicht .

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Ach - Jonathan! Von dem habe ich lange nichts gesehen...

Eine Sache scheint der Wolf zu meiden wie der Dings das Bums , ja , und das mündet dann in eine gewisse Schizodingsie , Halbgebumse .
Deswegen lag #Es wohl wieder schön fast richtig mit dem ersten Kommentar , der ebent dingdong war , oder so .
Transzendenzverbot , verheerend und typisch Dings , ähh , Bums , nee , Tysk , ja ?

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 7 months ago (edited)

Der Wolf pflegt tatsächlichst so eine Art "Transzendenzdistanz", aber das geschieht nicht als Verbot, sondern in der gut nachvollziehbaren Erkenntnis, dass Transzendenz nicht herbei geredet werden kann wie von Jonathan, sondern sich innerhalb des Theaterzuschauers oder Ausstellungsbesuchers vollzieht (oder eben nicht).

https://tysk.berlin/

Tysk zu sein ist nicht unbedingt ein Kompliment , hihi .

Und nochmal hihi , das Transzendieren muss der Künstler in !sich simulieren oder ebent in !sich durchführen , die Anderen haben damit garnix zu tun .
Das Wort bissig lässt mich dabei nicht los , denn einerseits nicht aggressiv sein wollen und andererseits dann doch in die Zuerreichenden reinbeißen wollen, tja .
Deshalb meinte #Es das mit dem Transzendenzverbot , das Künstlernde muss !sich also sowas von total absolut ansehen , als heilig und geblessed und und , hihi , und blos´ die eigene Position nicht transzendent hinterfragen , sondern alles unbedingt genau so machen wie´s der programmierte Wille vorschreibt .
Hihi , höhö .

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Ich habe keine Ahnung, was du meinst.

Möglicherweise liegt es am Wort "transzendieren / Transzendenz"? Dass ich damit vielleicht etwas komplett anderes verbinde als wie du?

Phh .

Das Wort "Transzendenz" und das Verb "transzendieren" stammen aus dem lateinischen Wort "transcendere", das wörtlich "über etwas hinausgehen" bedeutet. In der Philosophie und Spiritualität beziehen sich diese Begriffe auf die Idee, dass es eine Realität oder Existenz jenseits der physischen Welt gibt, die nicht durch unsere alltäglichen Sinne oder Erfahrungen erfasst werden kann.

Transzendenz (Substantiv):
Transzendenz bezieht sich auf den Zustand oder das Konzept dessen, was über die materielle Welt hinausgeht oder diese übersteigt. Es ist das Erleben, Wahrnehmen oder Begreifen von etwas, das jenseits der gewöhnlichen Erfahrung oder des begrenzten Verstandes liegt. In vielen religiösen und philosophischen Systemen wird die Transzendenz oft mit einer höheren Realität, einer Gottheit, dem Göttlichen oder dem Unendlichen in Verbindung gebracht.
Beispiel: In einigen Formen des mystischen Erlebens streben Menschen nach der Transzendenz, indem sie versuchen, die Begrenzungen des Körpers und des Egos zu überwinden, um sich mit dem Göttlichen zu verbinden.

Transzendieren (Verb):
"Transzendieren" ist das Handeln oder der Prozess, bei dem man über die Grenzen oder Beschränkungen einer bestimmten Ebene oder Realität hinausgeht. Es kann bedeuten, dass man über begrenzte körperliche, emotionale oder mentale Zustände hinauswächst, um eine höhere Bewusstseinsebene zu erreichen.
Beispiel: Durch die Meditation versuchen einige Menschen, die Grenzen ihres alltäglichen Verstandes zu transzendieren, um einen tieferen inneren Frieden und eine Verbindung mit einer höheren Wahrheit oder Spiritualität zu finden.

Insgesamt bezieht sich Transzendenz auf das Überschreiten des Gewöhnlichen, des Materiellen oder des Alltäglichen, um eine tiefere Ebene der Existenz oder des Verstehens zu erreichen. Es ist ein wichtiger Begriff in verschiedenen philosophischen, religiösen und spirituellen Diskursen und kann je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben.

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 7 months ago (edited)

entweder

über die materielle Welt hinaus

oder nicht. Jedenfalls nicht gleichzeitig

das Erleben, Wahrnehmen oder Begreifen von etwas, das jenseits der gewöhnlichen Erfahrung oder des begrenzten Verstandes liegt.

@udabeu denkt du hast ein Vote durch @investinthefutur verdient!
@udabeu thinks you have earned a vote of @investinthefutur !

 7 months ago (edited)

Das Wort bissig lässt mich dabei nicht los

Du beziehst dich auf diese Stelle, denke ich:
"Er findet sie ansprechend, aber nicht bissig genug"

Nun, da könntest du vielleicht ein bisschen Verständnis aufbringen für (den von mir erfundenen) Wolf. Er will Ausstellungsbesucher halt nicht einlullen mit ästhetischem Vergnügen, sondern aufwecken, also pieksen, beißen, rütteln. Weil er meint, das brisante Thema mache das erforderlich.

Ob ich oder ob große Jungs diese Position teilen, wird nicht gesagt. Allerdings stellt "Die Drei" heraus, dass Strandfeen durchaus ihre eigene Brisanz annehmen können. (Das wüsste Wolf nur, wenn er zumindest gedanklich regelmäßig den Strand aufsucht.)

Ich teile allerdings nicht die Meinung, dass Jonathan Livingston Seagull viel mit Transzendenz zu tun habe. Es ist Philosophie oder Spiritualität für Neu-Einsteiger und Hippies. Jede Menge Zeitgeist. Gegen die habe ich nix, aber ich mag diese Denke nicht mehr in mir selbst haben.

Wie kommen Sie nur darauf #Es könnte die Möwe Jonathan als Beispiel für Transzendenz verwendet haben wollen ?
Das Transzendente daran war nämlich ausschließlich die Ironie , die #Es damit zum Ausdruck bringen wollte .

Witzig , das !es nur diese zwei Extreme gibt , einlullen oder wachpieksen.
Und dass Du selber auf die #GROSSENJUNGS kommst haha , deshalb ist´s natürlich schwer die Strandfee einzig und allein nur als Erscheinungen ohne echte Geschichte zu erkennen und an zu erkennen .

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"einpieksen" oder "wachlullen" wäre natürlich pÖtischer.

Witzig , das !es nur diese zwei Extreme gibt , einlullen oder wachpieksen.

wech beißen, äh, nee, wAch beißen jibbet ooch noch.

haha

hoho!

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