APPELL: Gemeinsames Experiment von Flacherde- und Kugelerde-Experten

in flach •  last month

Es sollte doch möglich sein, daß wir zu einem Ergebnis kommen!
Damit endlich der Streit ein Ende findet!

Appell von Laien an Experten
Aufruf zur Durchführung einer Untersuchung einer gewissen Strecke auf der Erde bzw. über einem Gewässer mit dem Ziel, die Gestalt dieser Strecke festzustellen: gekrümmt oder flach?

Die Ausgangslage, das Problem

Es ist Zeit, den heftigen, aber endlosen Streit darüber, ob die Oberfläche der Erde gekrümmt oder flach ist, zu beenden, weil er sich in unproduktiver Rechthaberei erschöpft. Wir können und sollten jetzt einen ersten Schritt in Richtung Beendigung dieses Streits machen.

Es werden in diesem Streit Philosophien, Religionen, Spekulationen, Verschwörungstheorien und Theorien im allgemeinen bemüht, die in ihm gar nichts zu suchen haben. Ein riesiges Brimborium, ein großer Lärm überdröhnt die eigentliche Frage, nämlich der nach der Gestalt der Erde. Es werden hitzig das Wie und das Warum und der Sinn einer möglichen Verschwörung diskutiert und dabei die Sache selbst völlig außer Acht gelassen!

Wir sollten uns jetzt endlich nur noch dieser einen Frage zuwenden – ist die Erdoberfläche gekrümmt oder flach? –, doch davor den dafür notwendigen ersten Schritt tun (siehe dazu weiter unten, “Der Untersuchungsgegenstand”). Danach, wenn dies geklärt ist, kann wieder weiterdiskutiert werden – aber auf einer festen Grundlage. Diskussionsstoff wird es – im Falle, die These von der flachen Erde bewahrheitet sich – genug geben. Im anderen Fall wird man zumindest der Frage nachgehen, wieso sich die Flacherde-These so verbreiten konnte.

Es sollte doch möglich sein, das Problem zu lösen!

Es sollte doch möglich sein, daß sich zwei Exponenten der beiden Paradigmen (ein Kugelerdler und ein Flacherdler) auf eine Versuchsanordnung einigen, anschließend das Experiment gemeinsam durchführen und schließlich das Experiment gemeinsam auswerten, und zwar in einer Weise, auf die sie sich vorher ebenfalls geeinigt haben. Das sollte nicht all zu schwer fallen, gibt es doch in der Wissenschaft, insbesondere in der Physik, genaue Vorstellungen, wie ein Experiment auszusehen hat.

Es sollte doch möglich sein, daß diese beiden Vertreter gelassen und weise genug sind zu wissen, daß sie recht oder unrecht haben können und daß sie nicht sterben werden, wenn sich ihre Vorstellung von der Erdoberfläche als unrichtig herausstellt. Vielleicht haben ja beide unrecht! Aber für einen wahren Wissenschaftler spielt es keine Rolle, ob er recht oder unrecht hat: er ist lediglich bemüht, korrekt zu untersuchen. Ein besseres Wort für “recht haben” ist hier “korrekt untersuchen”. Kein Wissenschaftler schließt die Möglichkeit aus, daß er bislang einen Gegenstand nicht korrekt untersucht hat und eine neue Untersuchung neue Ergebnisse zeitigen kann. Ein Wissenschaftler geht emotionslos an seine Arbeit.

Vorschläge und Überlegungen eines Laien

Es sollte möglich sein, die Erdgestalt mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, herauszufinden. Ein Laie hält folgendes für das beste Mittel: Ob die Erde eine gekrümmte oder eine flache Oberfläche hat, stellt man am besten fest, indem man die Oberfläche genau daraufhin und auf nichts anderes hin untersucht. Das geschieht am besten mit unseren Augen und einem Sichtverstärker (Fernglas, Kamera mit starkem Zoom, allg. moderne Technik); die Entfernungen dürften unstreitig sein.

Viele Aspekte der Physis von Land, Luft und Wasser müssen berücksichtigt werden, so etwa die Luftfeuchtigkeit. Man könnte sich z.B. darauf einigen, bis zu welchem Grad der Luftfeuchtigkeit man das Experiment überhaupt durchführt. Es muß der Frage nachgegangen werden, welche sonstigen Sichthindernisse bestehen könnten. Es sollte vorher u.a. auch geklärt und sich darauf geeinigt werden, was eine Fatamorgana ist.

Sind Objekte, von denen man weiß, daß sie in einer bestimmten Entfernung existieren, nicht sichtbar (auch mit starken Sehverstärkern nicht), so sollte davon auszugehen sein, daß sie sozusagen nach unten verschwunden sind, anders gesagt: daß sie sich hinter einer Krümmung befinden.

Sind hingegen Objekte in einer bestimmten Entfernung sichtbar, so ist davon auszugehen, daß diese Entfernung bzw. der Blick auf einer Ebene bzw. einer Fläche zurückgelegt wird und daß die Oberfläche der Erde mithin nicht nach hinten absinkt bzw. nicht gekrümmt ist.

Muß, falls das gesamte Objekt – nach der Erdkrümmungsformel wider Erwarten – gut sichtbar ist, vielleicht die Erdkrümmungsformel revidiert werden?

Hier drängt sich der Vergleich mit dem Argument der Flacherdler auf, die behaupten, der Horizont müsse, sowie man mit einem Flugzeug aufsteigt, nach unten absenken, statt, wie es zu beobachten ist, immer in Augenhöhe zu bleiben. Kugelerdler halten dem – offenbar zu recht – entgegen, daß der Horizont sich erst ab einer sehr großen Höhe beginnt abzusenken, d.h. daß die Erdkrümmung erst in sehr großer Höhe sichtbar ist. Wenn dies so ist, kann es dann aber sein, daß die Krümmung, wie es die Erdkrümmungsformel sagt, schon nach wenigen Kilometern – feststellbar einsetzt?

Voraussetzungen und Bedingungen

Die Teilnehmer bzw. die Durchführenden des Experimentes müssen nicht neutral sein, sie können sehr wohl ihre feste Ansicht von der Sache haben. Nur müssen sie bereit sein, diese Ansicht auf den Prüfstand zu stellen. Sie müssen eine Mindestgelassenheit haben und sich dem Urteil aussetzen können, das sie selbst mit dem Experiment und der Experimentsanordnung herbeiführen, auch wenn sie es so nicht erwartet haben.

Unserer “Kontrahenten” (die sie nicht mehr wirklich sind, wenn sie sich auf ein gemeinsames Experiment geeinigt haben) müssen im Vorfeld sich alle Zeit dafür lassen, das Experiment so gut wie möglich zu beschreiben. Sie sollten sich auf ganz bestimmte Bedingungen einigen, in denen das Experiment vonstatten gehen soll.

Die Durchführenden des Experimentes können nicht nur ihre feste Ansicht von der Sache haben – sie müssen dies sogar, wenn das Experiment Wert und Autorität haben soll. Denn eine Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung des Experiments wäre die Glaubhaftmachung der bis dahin eingenommenen Position. Jeder Teilnehmer muß nachweisen, daß er dieser bzw. jener These von der Oberflächengestalt der Erde seit einer gewissen Zeit anhängt. Ansonsten könnte jemand nach Ende des Experiments sagen, Teilnehmer A sei gar nicht, wie behauptet, z.B. Anhänger der Flächenthese gewesen und hätte nur am Experiment teilgenommen, weil er das Experiment zugunsten seines Wunschergebnisses fälschen kann.

Die beiden wissenschaftlichen Gegner müssen präzise absprechen, unter welchen Bedingungen das Experiment ablaufen soll. Dazu gehört die Protokollierung, alle technischen Details und alle Kriterien eines gültigen Experiments, die wir Laien nicht wirklich kennen.

Der Untersuchungsgegenstand

Auch den Untersuchungsgegenstand müssen die beiden wissenschaftlichen Gegner zunächst gemeinsam definieren. Wir appellierenden Laien können dafür nur einen Vorschlag machen und mit diesem Vorschlag den oben genannten ersten Schritt in Richtung Beendigung des Streits machen: Der Untersuchungsgegenstand kann nicht die gesamte Oberfläche der Erde sein. Der Untersuchungsgegenstand sei eine gewisse Strecke, sei ein Abschnitt einer viel größeren Strecke, nämlich derjenigen zwischen zwei maximal auseinanderliegenden Punkten auf der Erde. Nur für diesen Abschnitt – die gewisse Strecke – soll versucht werden, eine Aussage über die Form der Oberfläche (gekrümmt oder flach bzw. waagerecht) zu treffen. Natürlich muß die zu untersuchende Strecke eine gewisse Länge haben, nämlich mindestens die, innerhalb derer ein vermuteter Krümmungsgrad deutlich genug und an Meßgeräten ablesbar ist. (Wie ich von einem Experten erfahren habe, reicht dazu eine Strecke von 1 km; die Geräte seien dafür feinfühlig genug.)

Ziel des Experimentes

Ergebnis der Untersuchung der definierten Strecke wäre auf jeden Fall, daß es dort eine Krümmung oder keine Krümmung gibt. Der am Anfang dieses Appells genannte Streit darüber, ob die Oberfläche der Erde gekrümmt oder flach ist, kann also mit dem – bisher laienhaft skizzierten – Experiment nicht geschlichtet werden, aber im Falle, daß z.B. keine Krümmung auf der eingegrenzten Strecke festgestellt werden kann, wird daraus bereits geschlosssen werden können, daß die Erde zumindest keine vollkommene Kugel ist. Will man eine Aussage darüber hinaus – über die gesamte Gestalt der Erde – treffen, müßte man mit weiteren, auf viel größere Entfernungen angelegten Experimenten dieser Art fortfahren.

Wir werden also bei unserem Gemeinsamen Experiment noch nicht herausfinden, welche Gestalt die Erde hat – Kugel oder Fläche –, sondern nur, ob sie an einer bestimmten Stelle (am Ort unseres Experimentes) gekrümmt oder flach ist. Das also, und nicht das Herausfinden der ganzen Gestalt der Erde, kann nur und soll Ziel des Experimentes sein. Das wäre vielleicht nicht das, was das Laienpublikum erwartet, aber es wäre schon mal was.

Wenn ein Objekt über eine große Entfernung wider Erwarten sichtbar ist, wird man wissen, daß die Erde an dieser Stelle flach ist. Daraus kann noch nicht geschlossen werden, daß die gesamte Erde flach ist, denn möglicherweise ist die Strecke zu kurz gewesen. Wenn die Krümmung laut Krümmungsformel schon nach 5 km meßbar ist, dann muß das nicht heißen, daß diese 5 km eine vollkommene Horizontale ist, sondern es kann auch bedeuten, daß die Krümmungsformel nicht stimmt.

Aufruf zur Unterzeichnung des Appells

Wer möchte, daß dieses Gemeinsame Experiment zustande kommt und durchgeführt wird, möge diesen Appell verbreiten und damit beitragen, daß sich geeignete Personen aufgefordert und ermutigt fühlen, sich zur aktiven Teilnahme bereit zu erklären.

Wir Laien können keine den Kriterien der Wissenschaftlichkeit entsprechenden Experimente durchführen, aber wir können anregen, daß überhaupt ein solches Gemeinsames Experiment stattfindet. Unsere Vorstellungen von diesem Experiment können bereits falsch sein und von möglichen Kandidaten nicht akzeptiert werden. Wissenschaftlich Gebildete haben sehr klare und genaue Vorstellungen davon, wie dieses Experiment auszusehen hat und durchzuführen ist. Deshalb soll sich ein möglicher Kandidat nicht vom laienhaften Worlaut dieses Appells abschrecken lassen. Die Kandidaten sollen sich mit einer eigenen Experimentbeschreibung melden.

Die beiden Experten machen alles weitere auf wissenschaftliche Weise untereinander aus und treten dann vor die Öffentlichkeit, die zunächst ausgeschlossen sein wird, weil viele Köche den Brei verderben. Beide Experten werden zu gleichwertigen Leitern des Experiments erklärt und führen dieses gemeinsam durch. Assistenten stellen beide. Neutrale Protokollanten müssen ernannt werden. Aber gibt es die? Nein! Das heißt, auch die Protokollanten müssen glaubhaft nachweisen, welcher These sie bisher angehangen haben.

Ende des Appells
Sollte das nicht zu machen sein? Sollten sich nicht wenigstens je ein Vertreter der beiden Thesen (gekrümmt und flach) finden lassen, die für uns Laien in den Ring steigen und für uns nachvollziehbar die Sache klären?

Wiederholung: Dieser Appell ist keine Definition des Experiments! Es ist nur die Anregung zur Durchführung eines Experiments. Es obliegt den Teilnehmern und nur ihnen, das Experiment zu definieren, es vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Die Appelanten drängen nur auf die Klärung der Sache und bitten Experten um Hilfe.

Wir Laien appellieren an die Experten: Reißt Euch zusammen! Das müßte doch zu machen sein! Das wäre doch gelacht!

Es wird bei absehbarem Erfolg dieses Appells eine eigene Internetseite erstellt. Bis dahin werden Interessenten und Kandidaten gebeten, sich bei Peter Töpfer unter info@peter-toepfer.de zu melden.

Auf der Internetseite wird dann alles weitere geschehen, u.a. die Kostenfrage besprochen. Die Kosten wird wohl das interessierte Publikum tragen müssen, d.h. es wird Geld für die technische Durchführung des Experiments gesammelt werden. Die Menge des Geldes hängt von den Geräten ab, auf deren Anschaffung sich die Kontrahenten einigen und vom Honorar, das die Experten ggf. verlangen. Ein Laienaufsichtsrat kann eingerichtet werden, der die Ausgaben kontrolliert. Sparsamkeit ist geboten. Geräte können womöglich gemietet werden; das Experiment soll so umfangreich wie nötig und so reduziert wie möglich sein. Was wird wirklich gebraucht, um herauszufinden, ob eine Strecke gekrümmt oder nicht gekrümmt ist?

Authors get paid when people like you upvote their post.
If you enjoyed what you read here, create your account today and start earning FREE STEEM!