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Die Original Neapolitaner Schnitten – eine Erfolgsgeschichte

in deutsch •  11 months ago

Manner mag man eben.

"Immer der Nase nach, dort wo’s so lecker nach heißer Schoko riecht."
So hatte mir @nicoletta den Weg zum Werksverkauf der Mannerfabrik im 17. Wiener Gemeindebezirk beschrieben. Und tatsächlich, gleich nach dem Aussteigen aus der Straßenbahn stieg uns ein betörender Duft in die Nase. Wir waren in (geheimer) Mission unterwegs um uns mit Naschereien für diese Aktion einzudecken.

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Original Neapolitaner Schnitte (Quelle)

Im straßenseitig gelegenen, unscheinbaren Geschäft auf dem weitläufigen Fabriksgelände findet man das Sortiment der Marken Manner, Casali, Napoli, Ildefonso und Victor Schmidt. Von Original Neapolitaner Schnitten über Mozartkugeln, Dragee-Keksis, Rumkugeln, Schokobananen, Likören bis hin zu Merchandiseartikel reicht das Angebot. Sehr beliebt ist auch die Ausschussware, die - stetig wechselnd - in Großpackungen zu besonders günstigen Preisen ihre Abnehmer findet.

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Geschichte
Josef Manner eröffnete 1890 in unmittelbarer Nähe zum Stephansdom im Zentrum Wiens ein kleines Geschäft, in dem vor allem Schokolade und Feigenkaffee verkauft wurden. Unzufrieden mit der Qualität der Schokolade seiner Lieferanten, stellte er bald in seiner eigenen Fabrik, in der die Kakaobohnen noch von Hand gerieben wurden, die Grundkomponente seiner Produkte selbst her.

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Historische Kakaoreibe (Quelle)

Das Unternehmen expandierte rasch und wurde zu einem der führenden Süßwarenunternehmen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Gemeinsam mit seinem Partner Johann Riedl erfolgte im Jahr 1913 der Sprung an die Börse. Die Josef Manner & Comp AG beschäftigte zu jener Zeit bereits 3000 Mitarbeiter.

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Geschäftskarte mit Schutzmarke "Stephansdom" (Quelle)

Der wirtschaftliche Einbruch erfolgte kurze Zeit später mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914. Der Absatzmarkt von ursprünglich 56 Millionen Einwohnern in der Donaumonarchie schrumpfte auf sechs Millionen Einwohner in der Ersten Republik Österreich. Inflation und Wirtschaftskrise in den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts stellten den Fortbestand des Unternehmens auf eine harte Probe.

Den Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges überstand das Produktionsgebäude und der Maschinenpark ohne größere Schäden, sodass in den späten 40er Jahren ein Neubeginn gewagt werden konnte. In den folgenden Jahres des Wirtschaftswunders erlebte das Unternehmen auch international einen großen Aufschwung.

Der Sprung in das Technologie-Zeitalter gelang in den 1960er Jahren mit der Erfindung einer Aroma schützenden Verpackung für die Neapolitaner-Schnitte in einer dichten Doppel-Aluminiumfolie mit dem typischen roten Aufreißfaden. Das Sortiment wurde 1970 um die Marken Casali und Napoli erweitert, was zu einem schlagartigen Umsatzplus führte.

Ein Video des ORF aus dem Jahr 1990 zeigt einen kurzen historischen Rückblick auf die damals hundertjährige Geschichte des Traditionsunternehmens.

Heute ist Manner eine Weltmarke. Die beliebten Süßwarenprodukte mit der rosaroten Umhüllung werden in mehr als 50 Länder exportiert, wobei die Produktion an zwei Standorten innerhalb Österreichs erfolgt.

Die Josef Manner & Comp AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 199,5 Millionen Euro. Das Unternehmen befindet sich seit seiner Gründung noch immer in Familienbesitz.

(Hinweis: Die Informationen zur Unternehmensgeschichte wurden der Website des Unternehmens entnommen.)


Original Neopolitaner Schnitten

Der Name bezog sich ursprünglich auf die Haselnüsse für die Streichmasse, die aus der Gegend um Neapel stammten. Die Rezeptur ist seit ihrer Erfindung unverändert: fünf Lagen Waffel, gefüllt mit vier Schichten feinster Haselnuss-Kakaocreme.

Zwei Wiener Institutionen im Bild:

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Riesenrad und Manner-Schnitte

Die knusprige Waffel schaffte es sogar bis nach Hollywood. Im Film Terminator 3 greift Arnold Schwarzenegger nach der süßen Verführung in der rosa Verpackung. Bezahltes Product-Placement oder wie zu lesen ist, Leidenschaft des Akteurs zum Exportschlager aus seiner Heimat?

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Quelle

"Manner mag man eben"

Dieser Slogan gefällt. Bei einem Ranking der beliebtesten Werbesprüche in Österreich landete er auf dem Siegerpodest. Was den Bekanntheitsgrad betrifft, so belegte er mit 91 Prozent den 5. Rang hinter Red Bull, Haribo, Billa und Gösser.

Das Manner-Soundlogo, in dem neben einer Geige auch die Pummerin (Glocke aus dem Stephansdom) kurz zu hören ist, kann hier abgerufen werden.

Flagship-Store am Stephansplatz

Dort wo Josef Manner 1870 sein erstes Geschäft eröffnete, befindet sich heute einer von sechs österreichischen Flagship-Stores.

Lust auf einen virtuellen Rundgang?

Abschließend noch einige Eindrücke rund um Manner, deren charakteristisches Rosa übrigens seit 2002 exklusiv für Süßwaren, Backwaren und Waffelschnitten geschützt ist.

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Spiegelung des Stephansdomes in der Schaufensterscheibe

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Mozart lässt grüßen ...

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Wow ein super Post!!! Die virtuellen Rundgang war wieder ganz toll.

Er hat die immer dabei ;-)

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Danke @roused!

Ihm scheint es aber so richtig zu schmecken ;-)

Da kann ich dann ja in den nächsten Tagen mal hingehen! Danker für den Tipp!

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Da hast du dir aber ein super Wetter für deinen Wien-Besuch bestellt!

Leider klappt es diesmal ja nicht mit einem Kennenlernen beim Stammtisch. Du bist ja in unserem Chat. Vielleicht können wir dort gemeinsam mit anderen Wiener Steemians ein Treffen vereinbaren. Würde mich freuen :)

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Die hab ich schon in vielen Ländern getroffen. :) Sehr beliebt in den Tropen weil sie Schokolade haben die nicht schmilzt. :)

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Aus diesem Grund habe ich sie auch gerne auf Bergtouren mitgenommen ;)

@vieanna yes! Klassiker! Ein süßes Upvotet dafür und n resteem 🙏🏼

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Danke für den sehr interessanten Bericht, ich muss gestehen, ich wusste bisher nicht, dass die Mannerschnitte ihren Ursprung in Wien hat. Wieder eine Bildungslücke geschlossen :D

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Ich danke dir für deinen Kommentar!

Ja, das gefällt mir hier auch so gut - dass man immer wieder Neues erfährt :)

Die sind aber auch lecker.

Sie haben schon was die guten alten Manner Schnitten...

Manner erweckt immer so ein Nostalgisches Gefühl in mir.

Good post. Thanks for sharing

nice photography.. didnt understand the language.. thatswhy could not give a suitable comment!

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Manner ist gefährlich! Man kann nicht aufhören, bevor man die ganze Packung verdrückt hat. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Manner versucht die Menschheit von diesem Produkt abhängig zu machen, um danach die Preise drastisch zu erhöhen. Nach Berichten des Mossad unterhält Manner bereits in Afghanistan Manner-Felder (!), die von der US-Army bewacht werden. Warum wohl?

Scherz beiseite. Arnold Menschentöter ist der einzige grenzdebile Österreicher von dem ich weiß. Gut, da wäre noch Ariel Muzicant, aber er und seine seltsame Tochter gehen wohl kaum als Österreicher durch.

Wer sagte noch: "Wie kann man nur Ariel heißen und so viel Dreck am Stecken haben?" :D