weniger ist mehr - warum Minimalismus glücklich macht 😌

in #deutsch3 years ago

Nachdem es inzwischen doch viele deutschsprachige Steemians gibt, hier nochmal mein letzter Post auf Deutsch 😊

Minimalismus scheint in letzter Zeit ein riesen Thema zu sein und wird fast schon als Life-Hack präsentiert. Immer mehr Menschen leben minimalistisch und sind damit richtig glücklich. Ich konnte mit dieser Einstellung irgendwie nie richtig was anfangen, weil ich quasi kaufsüchtig war und ständig neue Sachen angeschleppt habe. Jeden Tag sind neue Klamotten, Dekoartikel und andere Sachen, die ich für super wichtig gehalten habe, dazugekommen. Auf einmal hat sich das aber - Gott sei Dank - geändert.

Innerhalb von einem Jahr bin ich dreimal umgezogen und musste jedes Mal mein ganzes Zeug wieder neu verpacken und mitschleppen. In den neuen Wohnungen standen dann monatelang einige vollgepackte Umzugskartons und sogar ungeöffnete Koffer herum, weil ich den Inhalt weder gebraucht noch vermisst habe. Im Laufe der Zeit hab ich also gemerkt, dass ich viele Sachen gar nicht brauche. Natürlich mochte ich trotzdem alles, aber was bringt mir das, wenn ich keine Verwendung dafür habe?

Vor Kurzem hab ich dann beschlossen, ein paar meiner Sachen, die ich definitiv nicht mehr brauche, loszuwerden. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich viele Klamotten kein einziges Mal getragen habe. Ein paar hatten sogar noch Etiketten dran und viele Dekoartikel waren noch originalverpackt. Ich hab also angefangen, ein paar Dinge zu verkaufen und entgegen meiner Erwartungen hat es sich nicht so angefühlt, als würde ich einen Teil meines Besitzes oder meiner Persönlichkeit verlieren. Es war irgendwie total befreiend und hat wirklich gut getan. Ich bin noch nicht fertig mit meinem „Ausverkauf“, aber ich bin mir sicher, dass ich mir am Ende selbst richtig dankbar sein werde.

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Wenn man seine ungebrauchten Sachen aussortiert, schafft man also nicht nur mehr Platz (für Neues) und die Wohnung wird ordentlicher. Die übrig gebliebenen Dinge bekommen plötzlich einen ganz neuen Wert und eine viel höhere Bedeutung. Minimalismus bedeutet nicht, sich einzuschränken, sondern das Wesentliche zu erkennen und sich darauf zu konzentrieren. Das verstehen viele Leute falsch und ich denke, es ist wirklich wichtig, sich vom Gegenteil zu überzeugen.

Wenn ich euch also einen Rat geben darf - schaut eure Sachen einmal durch und überlegt, was ihr wirklich braucht und was einen emotionalen Wert für euch hat. Werdet die unwichtigen und überflüssigen Dinge los! Es lohnt sich total und ist eine tolle Erfahrung! 😊

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ja das ist völlig richtig. Ich bin jetzt über 40 und bin insgesamt schon 10x umgezogen. Anfangs habe ich jeden Krempel mitgeschleppt und es wurde sogar im Laufe der Zeit immer mehr. Mittlerweile bin ich auch komplett weg vom Kaufrausch und alles haben wollen Gedanken. Sogar der Keller wird regelmäßig gescheckt.

Jetzt wo ich mit meiner Frau 2 Kinder habe, merke ich das es wieder so anfängt bei den Kindern und man alles mögliche kauft. Ich meine klar die Kinder erfreuen sich an jedem neuen Spielzeug, jedes Geschenk und wenn es noch so klein und eigentlich sinnslos ist. Aber da merkt doch sehr genau wie einem das schon in die Wiege gelegt wird.

Wir überlassen es anfangs auch den Kindern zu entscheiden, aber werden ihnen dann nach und nach beibringen daß man sich auch wieder von Dingen trennen muß und sich auch sozial angagieren sollte indem man nicht mehr benötigte Dinge an hilfsbedürftige Menschen verschenkt.

Die Einstellung finde ich super, spenden ist natürlich noch besser als verkaufen. Zusammen mit meiner Mutter habe ich früher auch öfter Klamotten zur Kleidersammlung gebracht oder Stofftiere zur Spende gegeben. Wenn man beim Aussortieren gleich etwas für einen guten Zweck tut, fühlt sich das Ganze noch tausendmal besser an. Meine beste Freundin hat ihre Klamotten immer weggeworfen, ich hab damals schon den ein oder anderen Sack vor der Mülltonne gerettet und stattdessen gespendet.

Mit der Zeit erkennt man eben die wichtigen Dinge im Leben und kann auf das ein oder andere verzichten. Freut mich sehr, dass ihr das so gut umsetzen könnt :)

Ja, für Uns war das noch nie so ein Thema. Meine Mutter hat nicht nur 6 Kinder großgezogen, sondern ist auch selbstständig mit Handarbeit und fährt fast jedes Wochenende auf Floh,- Trödelmärkte und ab und zu auf Sammlerbörsen. Da sie Rebornpuppen herstellt und nebenbei auch viele Puppenkleidung, Kinderkleidung, Puppen und Kinderspielzeug verkauft, war es für uns auch nie eine Frage etwas brauchbares wegzuschmeissen sondern entweder selbst mit unsere Mutter auf den Flohmarkt uns zu stellen oder vieles jetzt wo wir eigene Kinder haben auch unsere Mutter zu geben was den Kleinen nicht mehr passt und in einem guten verkaufbaren Zustand noch sind.
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Wow das klingt nach einer schönen Möglichkeit, die Dinge weiterzuverwenden 😊 Da fallen mir gerade auch unsere ganzen alten Puppenkleider usw ein, die noch bei meinen Eltern im Keller liegen... 🤔😅
P.S. sorry für die späte Antwort!

Leider ist der Post schon zu alt um ihn zu Voten, eure Comments auch, bis auf den einen hier, vielleicht antwortet @finde ja auch nochmal :)

leider hast du recht, es hat sich soviel angesammelt, trotzdem ist das Trennen von den Sachen nicht so einfach :)

wieso sollte ich alles besitzen wollen, wenn ich doch schon alles bin