Schweden - das Zensurparadies

in deutsch •  12 days ago

Liebe Steemianer,
vielleicht wundert Ihr Euch, warum die Schwedendemokraten bei der Wahl trotz der teilweise besorgniserregenden Zustände dort (siehe hier, hier und hier) nicht besser abgeschnitten haben.
Die schwedische Polizei selbst weist übrigens den zum (hohlen) Schlagwort gewordenen Begriff "no-go area" wiederholt zurück. Gleichzeitig gibt sie aber zu, dass es etliche Gebiete vor allem in den Vororten der größeren Städte gibt, in denen die Polizei "ihre Aufgabe nur schwer oder fast gar nicht erfüllen könne"! Und ein Universitäts-Kriminologe behauptet glatt trotz des offensichtlichen Zerfalls der öffentlichen Ordnung in manchen Gebieten „In der Statistik gibt es keinen Beleg, dass die Kriminalitätsrate gestiegen ist“ Quelle. Vermutlich die gleiche Statistik, wonach nur 1% der Straftaten von Flüchtlingen verursacht werden (siehe unten).
Zur Wahl selbst gibt es von @saamychristen einen sehr guter Beitrag hier.

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Quelle

Auf der Suche nach einem Grund für das relativ bescheidene Abschneiden der SD fällt (neben der Möglichkeit von Wahlfälschungen, siehe update) die fortgeschrittenen Zensur in Schweden auf. Wie auch beim bargeldlosen Bezahlen sind uns die Schweden beim Thema Zensur weit voraus.

  • Statt wie in Deutschland das Herkunftsland nur zu nennen, wenn die Kriminellen über einen deutschen Pass verfügen, darf die schwedische Polizei gar nicht erst über Kriminalfälle berichten, bei denen "Flüchtlinge" beteiligt waren (als Opfer oder Täter). Diese werden zwar unter "Code 291" erfasst, aber nicht der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Was veröffentlicht wurde, war eine Zwischenbilanz, wonach Flüchtlinge "nur zu etwa einem Prozent an allen gemeldeten Straftaten im Land beteiligt waren" Quelle.
  • In Schweden gibt es ein (kürzlich verschärftes!) Gesetz namens „hets mot folkgrupp“ („Hetze gegen Volksgruppen“), nach Anwendung dessen man für Aussagen über Ethnien, Religionen, Hautfarben, sexuelle Orientierungen usw. bis zu zwei Jahre ins Gefängnis kommen kann! In den Ermittlungsgruppen sitzen zum Teil Polizeibeamte mit Migrationshintergrund. Die "Delikte" sind im Alltag meist Kritik am Islam. Das heißt, wenn Du auf facebook islamkritische Äußerungen postet, kann es schon mal passieren, dass Du von muslimischen Polizisten vorgeladen und verhört wirst. Und das in Schweden!
  • Möglich wird das auch durch die 2017 gegründete, staatlich geförderte Organisation „Näthatsgranskaren“ („Netzhassprüfer“) - Kahane lässt grüssen. "Deren Internetseite bittet in Blockwart-Mentalität sogar explizit um Hinweise, wen sie anzeigen soll." Dazu bietet sie potentiellen Denunzianten Tipps und Hilfe an. Soziale Medien werden mit speziellen Such-Algorhithmen gezielt nach verdächtigen Inhalten durchforstet und deren Verfasser zur Anzeige gebracht Quelle.

Also in Summe vermutlich gar nicht viel anders als in Deutschland die Auswirkungen des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) plus Amadeu Antonio Stiftung, nur beinhart durchexekutiert - die Verhaftungen und Verhöre von facebook-postern für von in anderen Ländern von der Meinungsfreiheit abgedeckten Inhalten "sind seit kurzem ein Massenphänomen in Schweden".

Wehret den Anfängen! Wir schreiten hier mit Riesenschritten von der Demokratie zur Diktatur! Oder, je nach Standpunkt, von einer "soften" zu einer "harten" Diktatur.

Zur Erinnerung:

Demokratie: freie Meinungsäußerung erlaubt einen offenen Diskurs gegensätzlicher Positionen unter Berücksichtigung aller Aspekte und im freien und ungezwungenen Wettstreit der Meinungen setzt sich ein gesellschaftlicher Konsens durch. Es gibt politische unabhängige Leitmedien und eine strikte Gewaltentrennung. Bei kontroversiellen, aber politisch nicht derart aufgeladenen Themen wie Abtreibung scheint das ja halbwegs zu funktionieren.

Diktatur: Die politische Eliten wissen bereits, was richtig und gut ist. Folglich können alle anderen Meinungen unterdrückt werden. Diese Unterdrückung ist sogar notwendig, um den Machterhalt abzusichern. Die wichtigsten Medien und Staatssender sind stark abhängig und gelenkt vom Regime. Es gibt bestenfalls auf dem Papier eine Gewaltentrennung und gesetzgebende Organe und Gerichtshöfe (bis hin zum Bundesverfassungsgericht) agieren weisungsgemäß.

Preisfrage: Bezüglich der Themenkomplexe Masseneinwanderung und Sicherheitslage, aber auch EU-Wirtschaftspolitik und Euro, befinden wir uns überhaupt noch in einer Demokratie?

Befanden wir uns jemals in einer Demokratie?

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Quelle


Update 11.Sep.


Mittlerweile wurde die erste Wahlfälschung aufgedeckt und den Schwedendemokraten ein weiteres Mandat zugesprochen!
https://www.journalistenwatch.com/2018/09/11/wahlfaelschung-schwedendemokraten-mandat/

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Meine Großeltern waren selber Flüchtlinge aus "Deutschland" die wie alle Niedersachsen aus kinderreichen Familien, nach dem Krieg als Kinder von der Kirche organisiert nach Schweden geschickt wurden und dort integriert wurden. Dort schwedisch lernten, dort die Feste feierten und Frieden und Weltoffenheit lernen durften.

Demokratie ist das was wir jetzt ganz sicher nicht brauchen (Meinungsfreiheit =/= Demokratie). Vieler Orts sind die Bürger regelrecht schwachsinnig. Der Sachse an sich ist nicht doof, sondern der Schnitt von Chemnitz und Co ist so gering (unter 90) dass es alles runterzieht. Das machen 77Jahre Sozialismus und 65 davon in extremer Isolation. Demokratie lebt vom Intellekt des Volkes.

Europa starb mit dem ersten Weltkrieg und Populisten sind die Würmer die seinen Kadaver zersetzen. Zum Glück gehts trotzdem weiter. Liebe Österreicher wir zahlen 30 verfickte Jahre nach der DDR immer noch dank Solidaritätszuschlag diesen Moloch der niemals rekultiviert und regeneriert wird. Viele Sachsen-Anhalter kommen hier rüber zum arbeiten, die Ostfrauen heiraten Westmänner (andersrum kaum) usw. Das geht doch nicht, dass es Wirtschaftsflucht innerhalb dieses tollen "Deutschlands" gibt...oder es gibt dieses Deutschland gar nicht, weil es dieses nie gab ;)

Welch wunderschöner multi-nationaler Staatenbund als Teil eines noch schöneren Europas der Regionen. Die Katalanen sind aufgewacht. Und das war nicht die letzte Region. Niemand braucht die EU, doch wir alle brauchen Europa. Und ein echtes Europa könnte Migranten aufnehmen und sie kultivieren, es könnte den USA die Stirn bieten. Es könnte mächtige Handelspartner gewinnen... aber dazu müssen die Regionen eine Stimme bekommen.

PS. Chemnitz, Leipzig/Halle, Magdeburg, bis ran an Wolfsburg ist zufällig auch der Tschechische Crystal-Meth Korridor. Hier rekrutieren Araber Clans gerne junge Flüchtlinge (von denen gerade wieder 3 Millionen Richtung EU wandern...vertrieben mit Europäischen Kalaschnikows). Mehr Messerattaken, mehr Wutbürger, mehr fressen für die Medien --> mehr Linksradikale --> mehr Polizeistaat...dafür muss man kein Einstein sein, das ist eine Abwärtsspirale.

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Hey, der IQ Bericht schlägt ja massiv aus. Irgendwie nichtsagend. Geringer Anschlag zwischen 98 und 107 :), interessant wäre die Beteiligung pro Bundesland und die Differenz von Stadt zu Land erkennen zu können.

Leipzig liegt als Messestadt und Drehkreuz im Herzen Europas.
Chemnitz? Da ist schon eher der Hund verreckt, Leipzig ist nicht weit weg aber man hat keinen Grund hin zu fahren, noch nie. Viele waren hier auch zu Ostzeiten schon benachteiligt im Vergleich zu anderen Städten wie Berlin, sowas setzt sich eher im Denken fest.

Was die Leute hier für ein Problem haben, ist doch klar. Sie wollen kein Berlin-Wedding. Kein Köln-Ostendorf etc. etc. Keine Clans usw. Ist doch offensichtlich das die Einwanderungspolitik im Westteil Deutschlands nicht nur eine klare Auswirkung auf das Bildungsniveau einiger Städte und Gegenden hat, sondern in vielen Teilen schief gelaufen ist. Das will hier eigentlich kein Mensch-
Hinzu kommen der Ausverkauf nach der Wende bis heute, ungleiche Löhne bei hohem und teilweise besserem Bildungsniveau, Treuhand usw. Meiner Meinung nach sind in Leipzig die westdeutschen Wirtschaftsflüchtlinge und die resultierende Gentrifizierung das größere Problem :)

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Auch wenn der Kommentar dich getriggert hat, das war kein Sozial-darwinistischer Angriff auf einen "Ostmenschen". Bedarf also keinen Konter der erklärt, warum der "Ossi" besser ist. Leipzig/Halle ist eines der am schnellsten wachsenden Metropolregionen und nicht Chemnitz. Gut beobachtet. Mit dem hohen Anteil an Fachkräften und Studenten ("Wirtschaftsflüchtlingen") sicher auch nicht der Grund für einen schlechten Schnitt...wie ich sagte.

Ich mag den Osten gerne und sehe Sachsenanhalter, die hier als Verkäufer und Bauarbeiter arbeiten weil es ihnen hilft, die Ungleichheit (trotz der günstigeren Lebenshaltung) auszugleichen, nicht als Invasoren und missgönne ihnen auch nicht die Zuschüsse.

Ich habe selber in Leipzig in der Forschung gearbeitet und mein scheiß Yuppi Geld dahin geschleppt. Sicher auch damit zur Mietpreiserhöhung beigetragen. Aber genau das ist das Dilemma des Kapitalismus, den du "Ausverkauf" nennst. Ohne das Geld und die Industrie würde Leipzig (bis auf die Eisenbahnstraße und das Viertel darum :D) nicht so strahlen. Der Bahnhof allein sucht in Europa seines Gleichen und ist der Inbegriff von dem, was du Gentrifizierung nennst. Macht es ihn deswegen schlecht (ja und nein aber doch wohl eher nein)

Alles andere wird doch nur künstlich am Leben gehalten. Deswegen müssen starke Regionen wie Leipzig/Halle sich entkoppeln. Die anderen "Struckturschwachen" Regionen würden auch mit noch höheren Steurbelastungen der anderen nicht stärker werden. Vermutlich muss man sie sterben lassen, so dass die arbeitsfähigen Leute sich nach Leipzig aufmachen.

Wir wissen doch alle, dass das Wohlfahrts/Hartz4 System ein einziger "moral Hazard" ist. Ein Anreiz sich nicht zu entwickeln und der Grund warum viele nach Deutschland wollen.

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Hey @lauch3d,

du kennst Dich ja offensichtlich, zumindest was Ortsteile angeht, in Leipzig aus. Und wie Du offenbar, sind hier auch nicht alle für ewig. Wenn mein Kommentar frustriert, ängstlich, abschottend oder zu lokalpatriotisch klang tut es mir leid.

Die HBF-Area ist aber auch etwas in Verruf geraten, in den letzten Jahren. Ansonsten meinte ich bei Gentrifizierung in erster Linie die Mietpreise und auch weniger die Studenten und schon gar nicht als Invasoren sondern eher die Investoren und wenn vl. spricht dann der Neid, weil ich mein weniges Geld in Cryptos gesteckt habe und die Zeit nicht zurück drehen kann,

Denn in der Zeit als ich Zwanzig war, hätte ich hier für 10.000 in bester Lage ein Haus bekommen. Und jetzt kostet das selbe Ding leider 200.000. Naja Pech eben aber ich hab in erster Linie Spa0 gemacht, das ist doch immer gut. P.S. Halle ist ja kulturell weniger los und ein Dorf gegen uns ;) und Anhalt....Hilfe der Dialekt (frustrierte Mischung aus Sächsisch und Berlinerisch zum Beispiel in Dessau-Rosslau, igitt :) Beste Grüße

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P.S. doch ist es nicht bedauerlich, nach mehr als 25 Jahren noch von Ost und West zu sprechen?

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ist es, ich habe die DDR nicht mal mit erlebt und kenne nur "Zonis", "Ossis", "Wessis" kann dein Ärgernis verstehen. Die "Babyboomer" Generation und die "Generation X" hatte natürlich das Nachsehen. Gegenden wie Saale-Unstrut sind ja jetzt im Kommen. Was den Kryptomarkt angeht hoffe ich auf Entlohnung für alle die vor den groß institutionellen investiert waren (auch wenn es jetzt aussichtslos wirkt). Das Wachstumspotential vieler Regionen in Sachsen ist enorm. Nur müsst ihr jetzt an Kapital kommen um davon zu profitieren. Bin aus der Generation ohne Rente und mit Mindestlohn-Jobs (selbst mit Studium) und sitze bezogen auf die Profiteure hier im Westen im selben Boot wie du. Finanzielle Unabhängigkeit ist die einzige Lösung. Nur versuchst bei uns jeder für sich und man regt sich noch über den Ossi bzw. den Wessi auf, während bei den Clans verlässliche Strukturen bestehen. Die Parteien betreiben nur Spalterei die AfD inklusive, Neid und Wut ist verständlich aber lähmt hier nur.

Viele Grüße

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Genau, her mit dem Kapital, zur Belohnung, Erholung und eigenen Nervenschonung :)

Danke für den Bericht. Bzgl. den No-Go-Areas ist vielleicht noch anzumerken, dass es die in Schweden schon seit den 90ern gibt – schlichtweg, weil man alle 'unter sich' gelassen hat und es für viele keinen Grund für irgendeine Integration gegeben hat bzw. gibt. Von Nahrung über Kleider und 'Rechtsprechung' (Scharia) ist alles dort auf (inzwischen nicht mehr so) kleinem Raum vorhanden. Über die Finanzierung des Alltages dieser Personen kann ich allerdings nichts sagen...

Gut muss ich nichts zur schwedenwahl schreiben.


Stockholm hat ein massives Integrationsproblem. (sub)
von mir Übersetzt.

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Dann wäre die Lösung also allen schnellstmöglich die deutsche Staatsbürgerschaft zu geben?

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Das wird ja auch von einigen Politikern gefordert und gefördert. Mit dem schönen Nebeneffekt, dass die Statistik dann auch viel besser aussieht.

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Ist das gut oder schlecht? Wenn es gut ist, haben wir ja eine Lösung. Wenn es schlecht ist, wie weit zurück darf/muss/soll die Einbürgerung liegen, damit sie wieder gut ist?

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Die erste Frage war wohl rhetorisch.
Einbürgerungen sollten sehr restriktiv gehandhabt werden, z.B. nur nach 10-jähriger erfolgreicher Erwerbstätigkeit (kein Bedarf an Sozialhilfe), Lebensmittelpunkt in Österreich/Deutschland, und wenn andere Ausschlusskriterien nicht gegeben sind (z.B. wer sein verdientes Geld mehrheitlich ins Ausland transferiert, wer regelmäßig vom Verfassungsschutz überwachte Moscheen besucht, wer auch nur ansatzweise kriminell auffällig wird). Klar würden da viele Öst./Deutsche auch nicht reinpassen, na und? Wir haben das Recht zu bestimmen, wer Mitglied im Klub wird, oder nicht? Wenn nicht das Land selbst, wer sonst? Die UNO? Die genauen Kriterien müssen im Konsens vereinbart werden, unter Berücksichtigung aller Aspekte, auch sicherheitstechnischer und ökonomischer, nicht nur moralisch-ideologischer.

red ice hat auch über meddlings bei den Wahlen berichtet.
dass da ein OSZE Wahlbeobachter zitiert wurde, war schon bissl harter Tobak

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