#MittwochsQuickie - Thema: Traum - Träume sind Bäume oder doch Schäume?

in #deutsch3 years ago

Heute stimmen endlich Timing und Thema zusammen und ich kann mich zum ersten Mal am #mittwochsquickie von @nissla beteiligen. Das Thema lautet: "Traum".

An meinen letzten Traum kann ich mich nicht mehr im Detail erinnern. Ich weiß nur dass er irgendwie verwirrend war. Aber grundsätzlich träume ich relativ häufig und lebhaft.

Am schlimmsten war es, wenn ich schwanger war, da hatte ich wirklich die ärgsten Träume und musste gut aufpassen, dass ich vor dem Einschlafen keinen aufregenden Film schaue, weil sonst konnte es schon passieren, dass mich Zombies im Schlaf verfolgten und das gefiel mir dann doch nicht.

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Albträume

Ich bin außerdem sehr froh, dass meine Kinder so gut wie nie Albträume haben - ganz im Gegensatz zu mir in meiner Kindheit. Ich musste aber auch schon früh alleine schlafen, während zwei meiner drei Kinder immer noch das Privileg genießen, bei mir im Bett zu schlafen.

Wenn ich als Kind von einem Albtraum aufgewacht bin, habe ich mich nicht getraut, zu meiner Mutter ins andere Zimmer zu gehen, weil sie aus irgendeinem Grund so einen Boxreflex hatte. Wenn man sie in der Nacht aufweckte, dann boxte sie mit den Armen in die Luft und da war es mir dann doch "lieber" in meinem Bett liegen zu bleiben und mir einzureden, dass die Barbapapas mir helfen, anstatt von meiner Mutter geboxt zu werden.

Ich hatte vor allem zwei Arten von Albträumen. Das eine war die Eisenbahn, die über mich drüberfährt (getriggert durch die Züge, die nicht weit entfernt von unserem Haus vorbeifuhren) und der andere war ein Traum von Feuer und / oder Vulkanausbruch, vor dem ich mich rettete indem ich mir einredete, dass meine Decke feuersicher ist und mich vor allem beschützt und dass die Barbapapas kommen und das Feuer löschen. Der Auslöser dafür war wohl eine Doku über Vulkanausbrüche, die ich eines Tages bei meiner Tante gesehen und die mich wohl nachhaltig beeindruckt hatte.

Träume verwirklichen - oder nicht...

Die andere Art der Träume, die für mich sehr große Bedeutung hat, sind die Dinge, die man eines Tages erreichen will. Da nage ich daran, dass ich schon oft in meinem Leben über das "Traum" Stadium nicht hinausgekommen bin. z.b. habe ich davon geträumt, meine Kinder frei lernen zu lassen (also ohne Schule), aber so richtig umgesetzt habe ich das nie, weil es mir dann doch zu viel der Bemutterung und des Haushalts ist, wenn ich den ganzen Tag die Kinder versorgen muss.

Da habe ich dann gefühlt gar keine Zeit mehr für mich. So ist und bleibt das ein Traum, der davon abhängig gemacht wird, dass ich es eines Tages schaffe, so viel Geld zu verdienen, dass mein Mann und ich uns die Kinderbetreuung gerechter aufteilen können. Er wäre dann ja auch wirklich der bessere Kümmerer als ich.

Oder der Traum, eine Zeit lang im Ausland zu leben. Den habe ich zwar in die Tat umgesetzt, indem ich ein paar Monate in Spanien war und letztes Jahr etwas mehr als 3 Monate mit meiner Familie gereist bin, aber trotzdem ist er nicht abgeschlossen, weil irgendwas daran immer noch nicht erfüllt ist.

Trotzdem bin ich zur Zeit nicht in der Lage, diesen Traum in ein Ziel umzuwandeln, das mich dann endlich nachhaltig zufriedenstellen würde.

Überhaupt bin ich wie gesagt, eine Meisterin darin zu Träumen, aber nicht besonders begabt, wenn es darum geht, mir konkrete Ziele zu setzen und Schritte zu deren Erreichung zu planen.

Das bedeutet nicht, dass ich gar nichts erreiche, aber es ist nicht ganz absehbar und planbar, was ich erreiche und was nicht und ob ich letztendlich damit zufrieden bin.

Passenderweise hatte ich mein Unternehmen mit dem ich mich ursprünglich selbständig gemacht hatte "Träume sind Bäume" genannt und wollte mit Erfolgsteams a la Barbara Sher Frauen helfen, ihre Ziele und Träume zu verwirklichen. Das hat aber letztendlich nicht so wirklich geklappt, weil ich es kaum geschafft habe, die passenden Gruppen zusammenzubekommen.

In diesem Fall galt wohl "Träume sind Schäume" - bis ich mir den Traum vom ortsunabhängigen Business doch noch auf andere Art verwirklichte, weil ich mir - man höre und staune - nach einem Jahr ein Ziel setzte: Ich will mir jetzt verdammt nochmal beweisen, dass ich online Geld verdienen kann, egal wie!

Ja und das hat dann auch geklappt und so bin ich dann doch wieder beim Webdesign gelandet. - Vorerst zumindest, denn jetzt versuche ich mich am nächsten Traum: Dem Schreiben. :D

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Hallo @sonci, Dein Traumbericht hat mir sehr gut gefallen. Hab noch einen schönen Tag. Alexa