Filter in der Fotografie |4/5| Farbfilter

in deutsch •  11 months ago 

5. Farbfilter

Ein Farbfilter wird auf das Objektiv geschraubt und sorgt dafür, dass nur bestimmte Lichtwellenlängen passieren bzw. abgeblockt werden. Die Filter gibt es in verschiedenen Farbtönen oder auch in mehrfarbigen Varianten. Etwas ausgefallenere Exemplare besitzen einen Farbverlauf. Farbfilter gibt es in verschiedenen Stärken.

Heutzutage finden klassische Farbfilter in der Digitaleinfotografie kaum noch Anwendung. Es ist heutzutage simpler, einfacher und praktischer, den gewünschten Effekt im Nachhinein im Bildbearbeitungsprogramm nach zu editieren. Dabei sind in einem RAW-Format gespeicherten Aufnahmen, aufgrund der manuellen Einstellungsmöglichkeiten und der originalen Anzahl an Bildinformationen deutlich besser zum Bearbeiten geeignet, da keine Komprimierung vorliegt,  Sie sind deutlich flexibler als schon komprimierte und von der Bildqualität schwächere JPEG-Daten.   Die digitale Nachbearbeitung bietet außerdem den Vorteil, dass es zu keinem Einsatz einer weiteren Linse bzw. Glases kommt. Dadurch werden eventuell entstehende Spiegelungen, Farbverfälschungen und Bildfehler, aufgrund einer schlechten Güte schon prophylaktisch verhindert. Auch kann es bei der Benutzung von klassischen Filtern zu Problemen mit dem automatischen Weißabgleich bei Digitalkammerass kommen. 


In der klassischen Schwarzweißfotografie mit Schwarzweißfilm finden Farbfilter jedoch immer noch Anwendung: Gelb, um bei einem blauen Himmel zu verdunkeln und den Kontrast der Wolken abzuschwächen. Grün, um in der Natur Grüntöne zu differenzieren und um rote Farben (z.b. beim Porträt die Lippe) einen kräftigeren Farbton zu geben. Rot, um Dunst zu unterdrücken und rote Lippen weiß erscheinen zu lassen. Orange, um eine Mischwirkung zwischen Gelb und Rot zu erhalten. 


Des Weiteren existieren auch noch Multicolorfilter, welche vor dem Digitaleinzeitalter dazu genutzt wurden, um besondere Effekte zu erhalten. Diese kann man natürlich heute auch noch nutzen, jedoch ergibt dies aus oben genannten Gründen keinen tieferen Sinn. 

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