Finanzblase

in #deutsch4 years ago

Finanzblase 


Wie in einem meiner letzten Berichte schon angesprochen, werden quasi täglich neue Euros, Dollars, Yen usw. in die Märkte geflutet. Die Notenbanker finden zu jeder Sitzung die passenden Worte, um sämtliche Investoren zu beruhigen und die sinnlose Geldproduktion zu rechtfertigen.  

Für 53 Länder wurden von der Allianz die Bestände im Jahre 2016 an Wertpapieren, Versicherungen, Bankeinlagen und Pensionsfonds berechnet. Gegenüber 2015 stiegen diese um mehr als sieben Prozent und somit erneut mehr als die weltweite Wirtschaftsleistung. Im Schnitt wuchs seit 2006 das Geldvermögen um satte 5,5 Prozent pro Jahr an, das Bruttoinlandsprodukt hingegen nur um 4,9 Prozent. Man muss nicht promoviert sein, um zu erkennen, dass diese beiden Werte überhaupt nicht zueinander passen. Hier wächst und gedeiht eindeutig eine gewaltige Finanzblase! 

Diese Blase erstreckt sich über nahezu alle Assetklassen. Egal wo man auch investieren möchte, sämtliche Märkte sind aufgebläht. Der Aktienmarkt, Anleihen, Immobilien, Währungen, ja sogar die Kryptos sind alle völlig überbewertet.  

Das führt leider bei vielen dazu, dass sie ihr Geld lieber ausgeben, als für das Alter oder schlechte Zeiten zu sparen. Zum Wohle der Wirtschaft, denn diese floriert dadurch prächtig. Wenn aber die dickste Blase aller Zeiten platzt, drohen der Mehrheit satte Verluste, Arbeitsplatzverluste oder gar Enteignungen. Wenige Reiche hingegen zentralisieren immer weiter ihr Vermögen!   

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resteem

Blase kann man ja nur post factum sagen wenn das Ding rasant an Wert verliert, die Beobachtung des Geldflusses in diese Assets ist ja das eigentliche (wenn müsste man den Anstieg (exponentiell überexponentiell?) und vielleicht das Verhalten der Markteilnehmer berücksichtigen) ...aber wo sollte das Geld auch hin wenn man besser "sparen" sollte? Liegenlassen bedeutet teilweise Inflation für einige Güter.

Stimme vollkommen mit deiner Beobachtung überein nur frag ich mich nach der Konsequenz, Vorsicht ist mit Sicherheit nicht schlecht (wer jetzt agressiv kauft ist...naja) aber "überbewertet" ist nicht das selbe, wie "wird morgen platzen" Sollte es sich wirklich um echte Blasenbildung handeln (also hier bei Kryptos) dann würden Investoren wie Soros auf dem Weg hoch und auf dem Weg runter Gewinne realisieren (nur ist beides für Großinvestoren nicht möglich, man kann nicht einfach mal für eine Milliarde ETH auf kranken dot com kaufen :D) ...*oder Spekulanten wie manche sie auch gerne unterscheiden

LG

Sehr guter Kommentar und danke für den resteem! Soros & Co sind zum Glück viel zu alt und gierig für die Kryptos :) Dennoch sehe ich hier auch eine Blase enstehen, wie eben bei allen anderen Assets... immerhin ist sie noch nicht so aufgebläht wie die Gängigen. Sparen kann man nur, indem man so viel diversifiziert wie nur möglich...

dann schau dir mal das Indirekte Crypto-Investment an, welches an die Cryptofirma Overstock ging (100 Millionen, welche vom Quantum Fond des Pupetmasters persönlich stammen. Also bei Soros würde ich aufpassen, sobald es passende Instrumente (nicht ergodische so wie bestimmte Optionsscheine) gibt um eine Blase zu shorten, wird es jemand machen. Genau zum Glück ist sie noch nicht so aufgebläht! :D )

hier die staatliche, offizielle SEC bekanntgabe dieser "kleinen" indirekten Investition in unsere Blase
https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1029160/000101143817000242/form_sc13g-overstock.htm

die wollen alle mitspielen befürchte ich, und hoffe es auch etwas :)

Blase kann man ja nur post factum sagen wenn das Ding rasant an Wert verliert

Wie ist das bei der Dollar-Blase? Was passiert, wenn die platzt und der Dollar an "Wert" verliert? Der Wert eines Dollars ist seine Kaufkraft. Ist die weg, hat er auch keinen Wert mehr. Oder ist hier eher gemeint, daß der "Preis verfällt"? Gut, wenn der Preis des Dollars fällt, woran wird man das dann messen, wenn der Dollar ja der Universalmaßstab ist? Woran wird man das dann messen, wenn man heute schon den "Wert" fälschlicherweise in Dollar bemißt. Man sagt "Wert" aber meint eigentlich den "Preis", und das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Der Preis ist allgemeinverbindlich und in Zahlen auszudrücken, während der Wert etwas Individuelles ist. Wenn nun also der Dollar an Wert verliert, sprich, er keinen Nutzen mehr hat, weil ihn niemand mehr haben will - was dann? Was wird dann zum Maßstab und was zur Maßeinheit werden? kW? kWh? Darüber lohnt es sich nachzudenken, bevor man über Blasen nachdenkt. Denn jede Blase braucht einen Wertmaßstab, sonst wäre es keine Blase. Bei der Frage komme ich irgendwie immer noch nicht weiter...

Ein Tausend Reichsmark 1910
Das war einmal eine Menge Wert...

Blasen brauchen keinen Maßstab aus Sicht der Hardsciences also wenn man es wirklich phänomenologisch oder mathematisch betrachtet (Wirtschaftswissenschaft ist hier nicht wirklich wissenschaftlich). Geht dann in den bereich Katastrophentheorie, Chaosforschung. Aber mit der Terminologie hast du recht. Nur ist es ja die Bewertung durch den Markt (alle Teilnehmer eines Systems), die logischerweise einen Wert festlegt. Der Preis gibt diesen Wert teilweise wieder. So gibt es bei Kryptowährungen und >>Netzwerken<< auch einen Wert, der auf deutsch "Nutzen" heißen müsste, welche sich z.B. durch das Metcalfesche Gesetz modellieren lässt (dieser ist bei einem Netzwerk abhängig von den Knoten/Usern und liegt da irgendwo unter dem Spekulativen Wert im Preis vergraben) der Preis ist also nur die Wiedergabe eines multifaktoriellen Wertes.

Papiergeld kann man (aus wissenschaftlicher Sicht) also nicht mit einem Netzwerk vergleichen und die Datenlage für Netzwerk-Effekte (an Facebook, Tencent, Bitcoin, Ethereum und Dash validiert) ist so gut, dass man von einem Fakt sprechen kann...sonst hieße es ja auch nicht "Gesetz". Es spricht halt niemand darüber, nur Vitalik ganz allein auf seinem Blog während die meisten lieber auf irgendwelche Technische-Analyse-Futzis hören anstatt auf die Entwickler (ist zugegeben auch nicht für jeden verständlich)

https://vitalik.ca/general/2017/07/27/metcalfe.html

so ist es z.B. so dass bei Halbierung der Userbase bei Hardfork sich der Preis beobachtbar viertelt (was es so sauber 50/50 bei BTC nocht nicht gab)

Die Reichsmark wäre ja ein Fall von Hyperinflation gehört zwar auch in den Bereich der mathematischen Katastrophen Theorie aber wäre keine Blase, beides sind halt Extrem-Events welche von den pseudo-wissenschaftlichen Wirtschaftswissenschaften ignoriert werden, denn bei Crash zahlt eh der Steuerzahler und die Bänker bekommen wie in 2008 die Höchsten Boni der Geschichte ausgezahlt

Wenigstens kann der Steuerzahler auch gewisse Dinge shorten... :)

Danke für diese Ausführungen. Da muß ich jetzt mal ackern um das alles einzuordnen. Dem, was ich verstanden habe, kann ich jedenfalls nur zustimmen. Vor allem diesem Satz hier:
denn bei Crash zahlt eh der Steuerzahler und die Bänker bekommen wie in 2008 die Höchsten Boni der Geschichte ausgezahlt
Und danke für den Link. Ich wußte nicht, daß Butterin einen offiziellen Blog hat.

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was denkst du wann die Blase platzen wird?

ich rechne eigentlich schon seit einen Jahr damit und werde immer Pessimist genannt...

LG

wenn der Ölpreis wieder teurer wird bricht das Kartenhaus in sich zusammen...

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Auch der Cryptomarkt ist aufgebläht ja. Allerdings denke ich sind viele Coins trotzdem massiv unterbewertet z.B. IOTA. Bei anderen habe ich schwerste Problem zu verstehen woher der Wert kommt. Bei Ethereum, so gern ich die Idee und Buterin auch mag, sehe ich z.B. einfach nicht durch was sich der Wert rechtfertigt. Freilich kann das Netzwerk durch neue Entwicklungen leistungsstark werden (Raiden, Plasma etc.) aber das ist alles in so weiter Ferne...

Das traurige an der Sache ist, dass man in der Cryptoszene gesteinigt wird wenn man Probleme anspricht. Ein Problem auf Reddit ansprechen und ciao Karma -.- dazu kommt, dass viel zu viele auf diesen Chart-Analyse Schwachsinn hören und dabei die Realität außen vor lassen.

Sehe ich ähnlich. Es gibt auch noch im Aktienmarkt unterbewertete Schmuckstücke... doch die bringen wie Kryptos auch ein erhebliches Risiko mit sich. Ist eben eine Sache der persönlichen Risikoneigung usw...

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