Epstein, Epstein…

in #deutsch6 months ago (edited)

…alles muss versteckt sein. Heute widme ich mich noch einmal dem Skandal um den Kinderhändler Epstein. Schon der Name gibt Anlass zu vielerlei Vermutungen. Die Beschwörungsformel des Versteckspiels lautet natürlich Eckstein, Eckstein…


Bild: Ari Behn

Bleiben wir mal bei dem Eckstein. Der Eckstein ist auch der Schlussstein einer Pyramide oder einer Kuppel. Bei einer Kuppel ist der Eckstein der Stein, der herausgenommen, die ganze Kuppel zum Einsturz bringt. Ich hoffe, dass die Herausnahme von Epstein den Zusammenbruch des weltweiten Pädophilen-Netzwerks, dem dieser Mann vorstand, zur Folge hat. Bleibt zu hoffen, dass er wirklich der Schlussstein war und dass es neben seinem Netzwerk nicht noch andere gibt, die im Schatten dieses Skandals weiter operieren können:

02.01.2020. Oliver Janich. Epstein-Netzwerk noch aktiv? George Soros involviert? Maaßens Prophezeiung | Jan Walter im Interview

Ashkenazi aus Eppstein

Die Analyse des Namens unseres heutigen Protagonisten bringt uns auf eine andere Spur. In Wikipedia ist zu lesen: The surname Epstein is one of the oldest Ashkenazi Jewish family names. It is probably derived from the German town of Eppstein (in Hessen: Die erste urkundliche Erwähnung der Burg Eppstein stammt aus dem Jahre 1122). Der Name Epstein führt uns also zu Ashkenazi Juden und der gleichnamigen Stadt in der Nähe von Frankfurt. Da ich heute nicht viel Zeit habe, gebe ich euch gleich eine etwas verstörende Information rein:

Manche denken, die Abkürzung Nazi käme nicht von den Nationalsozialisten, sondern von dem Wort Ashkenazi, denn als Abkürzung wäre Naso ansonsten wesentlich treffender. Das hört sich erst einmal widersprüchlich an, haben Nazis doch die Juden unerbittlich verfolgt, doch auch hier gibt es Erklärungsversuche.

Die Protokolle der Weisen von Zion

Eine in dem Zusammenhang immer wieder erwähnte Quelle sind die Protokolle der Weisen von Zion. Es gibt endlose Diskussionen über die Echtheit der Protokolle und die Frage, wer den Text wann geschrieben hat. Dabei bleibt der Text an sich unbeachtet. Wenn ich mich richtig erinnere, geht es in den Protokollen der Weisen von Zion nur um eine Idee: Die Idee, dass die Anführer einer Gruppe die Vernichtung der einfachen Mitglieder der eigenen Gruppe organisieren. Aus zwei Gründen:

  1. Um gezielt die Mitglieder loszuwerden, die nichts zur Wertschöpfung in der Gruppe beitragen. Dadurch wird der Unterbau nach dem Prinzip: „Survival of the fittest“ gestärkt und verschlankt. Mit fittest ist sowohl die körperliche Überlebensfähigkeit unter widrigsten Umständen als auch die Anpassungsfähigkeit an seltsame Wertvorstellungen und Rituale gemeint.
  2. Um die Anführer der Gruppe moralisch zu ermächtigen, in scheinbarer Notwehr mit roher Gewalt die Ziele der Gruppe durchsetzen zu können. In Wahrheit setzen die Anführer natürlich nur die Ziele ihrer Elite durch.

Im Grunde sind die Protokolle der Weisen von Zion nichts weiter als die etwas langatmige Beschreibung eines Aspektes von Faschismus: Der Bündelung aller Kräfte einer Gruppe, um den Vorteil der Gruppe auf Kosten anderer Gruppen zu suchen. Da das aber langfristig nicht funktioniert, müssen faschistisch organisierte Gruppen immer wieder die nutzlosen Esser loswerden, die sich (nicht nur!) am unteren Ende der Pyramide ansammeln. An dieser Stelle weise ich auf ein Zitat von Franz Müntefering hin: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“.

Verbindung zu Israel und dem Mossad

Der eben beleuchtete Aspekt faschistischer Organisationen sowie der Name Epstein insinuiert eine Verbindung mit dem modernen Israel. Hat es die Regierung doch nunmehr seit Jahrzehnten geschafft, jede Kritik an ihren Verbrechen gegen Palästinenser mit dem Hinweis auf die vergangenen Verbrechen gegen Juden verstummen zu lassen. Das wäre also ein Vorgehen, das exakt der Beschreibung aus den Protokollen der Weisen von Zion entspricht.

Zurück zu Epstein. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Mathematik-Student der New York University soll schon zu Beginn seines Studiums vom israelischen Geheimdienst Mossad angeheuert worden sein, um das zu tun, was jetzt herausgekommen ist. Er soll Pädophile aus höchsten Kreisen mit Kindern versorgt haben, um diese später erpressen zu können. Wir haben hier also schon die dritte Verbindung zu den sogenannten Zionisten. Dabei verstehe ich unter den Zionisten eine Elite, die sich einfach vor die religiösen Juden gestellt hat, ohne dieser Religion überhaupt anzugehören. Die Gebote der Religion hätten die eben beschriebenen Machenschaften in keinster Weise zugelassen.

Satanismus

Der Fall Epstein ist nicht aufgeklärt. Noch nicht einmal das Ausmaß der Verbrechen ist bekannt. Sowohl, was die Zahl der Täter und der Opfer angeht, als auch die Art der Verbrechen. Es gibt Hinweise auf eine Verbindung von Epstein zu der „Church of Satan“, also dem Satanismus.

Erstaunlicherweise hat der deutsche Zweig der Church of Satan sein Headquarter zumindest nach der Homepage des CoS in Stuttgart in der Königstraße. Die Sekte versucht, sich spielerisch und modern zu geben. Vielleicht ist das ja genau das Wesen Satans, dass er immer alles ins Gegenteil verdreht. Es gibt neun Sünden und die erste, also vermutlich die Schlimmste, ist die Dummheit. Da kann ich leider nicht mitgehen, da Dummheit am Meisten dem Dummen selbst schadet. Bei Satan und seinen Anhängern weiß man offensichtlich nicht, was ernst gemeint ist, daher befasse ich mich nicht länger mit den Sünden, zumal diese das Wesen der Satanisten nicht erhellen. Da passt eher dieses Zitat von der CoS Homepage ins Bild: „Die Frage ist nicht, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Die Frage ist, ob du vor dem Tod lebendig warst! #AntonSzandorLavey“. Demnach ist der Satanismus ein Totenkult. Das passt auch zu dem, was man von der Künstlerin Marina Abramovic so hört, die nicht nur in Amerika in derartigen Kreisen sehr angesehen ist.


Bild: Links: Kunstwerk von Marina Abramovic. Rechts. Barack Obama mit Fingerverband und Kind.

Interessanterweise erklären die Heil-Satan rufenden CoS-Jünger gleich oben auf der Headquarter-Seite, dass die Sekte den „modernen“ Satanismus nach Anton Szandor LaVey praktiziert. Über den Veranstaltungskalender stößt man auf eine Burlesque-Künstlerin mit dem Namen Zouzou la Vey, die ihren Künstlernamen zugegebenermaßen an den Begründer und Hohepriester der Church of Satan angelehnt hat. Die Satanistin scheint mit ihrer Erotik-Show auch den Oberbürgermeister Fritz Kuhn zu begeistern, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet.

Ganz offen geht die Sekte mit dem Thema rituelle Opferung von Menschen und Tieren um und beteuert, dass sie diese nicht praktizieren würden (#thinkOpposite). Was sollen sie auch auf die Frage antworten, wäre doch alles andere eine Straftat, die das Ende des illustren Treibens bedeuten würde. Damit kriege ich jetzt wieder die Kurve zu Jeffrey Epstein, dem Verbindungen in die Satanisten-Szene zugeschrieben werden und der im Verdacht steht, dass er auch Menschen für zweifelhafte Rituale gefangen gehalten haben soll. Aber das sind natürlich alles nur Gerüchte.

Hinweis für CEOs und sonstige Eliten

Der Kriminalfall Epstein bietet offensichtlich Raum für weitreichende Spekulationen, die sich nach und nach zu bestätigen scheinen. Nutzer der von Epstein bereitgestellten Secret-Services scheinen die Eliten der Welt zu sein, schon allein aufgrund des immensen Geheimhaltungsaufwandes und der damit verbundenen Kosten. Für die Bereitstellung der Services wurden nachrangige Kader sicherlich auskömmlich bezahlt, so dass am Ende Menschen aller gesellschaftlichen Schichten in die Verbrechen verstrickt sind. Eine durchaus optimistisch stimmende Entwicklung ist die Verhaftung von vielen beteiligten Verbrechern. Meines Wissens wurden in 2019 über 200 Kinderschänder und Kinderhändler allein in Deutschland verhaftet.

Das Ausmaß des Verbrecher-Syndikats rund um Jeffrey Epstein ist so groß, dass der Verdacht nahe liegt, dass man in gewissen Kreisen nur aufsteigen kann, wenn man erpressbar ist. Entweder weil man die Services nutzt oder weil man sie organisiert. Vor dem Hintergrund erscheinen kleine Vorteilsnahmen wie Korruption oder die Abgas-Schummelei von VW als Kavaliersdelikt. Verdächtig ist allerdings, dass die Konzerne es nicht schaffen, diese Machenschaften zu beenden und alle Beteiligten und Mitwisser vor ein Gericht zu bringen. Stattdessen dürfen verantwortliche Manager sich hinter Unwissenheit oder Dummheit verstecken.

Vielleicht gibt es aber auch einen Grund, warum das nicht klappt und Aufsichtsräte und Staatsanwälte oft mauern. Da die Katze jetzt aus dem Sack ist, gehe ich davon aus, dass diejenigen, die sich außer Dummheit oder Unwissenheit nicht viel zu Schulden kommen ließen, die Gunst der Stunde erkennen und die Compliance-Systeme scharf schalten. Und sei es bloß, um nicht in den Verdacht zu geraten, sie könnten das nicht, weil sie durch weitaus Schlimmeres erpressbar sind.

Ich schließe mit einem Zitat von Thukydides aus dem Jahr 411 v. Chr.: „Die Starken machen, was sie wollen und die Schwachen (er)leiden, was sie müssen“.

Mögen diese Zeiten bald enden.

Jeanne
Kontakt: [email protected]

NACHTRAG...

...genau 5 Tage nach meinem Post und den sehr speziellen Kommentaren eines Freaks (lest bitte selbst nach, was der Kerl vorhat), liegt bei mir im Briefkasten eine Ausgabe der Stuttgarter Zeitung – obwohl ich das Propagandablatt nicht abonniert habe. Soweit ich mich erkundigt habe, fehlt die Zeitung niemandem in der Nachbarschaft und das ist auch das erste Mal, dass ich ohne Bestellung eine Zeitung im Briefkasten habe.

Als ich den Titel gesehen habe, wusste ich Bescheid:

Offensichtlich sind die grünen Pedos nicht mehr tragbar. Nicht, dass ich mir einbilde, jemand hätte dem Fritzchen, dessen erotische Phantasien sich – vielleicht – nicht auf Burlesque beschränken, meinen Artikel weitergeleitet, wenngleich sich einige Journalisten der Stuttgarter Zeitung unter meinen Lesern befinden.

Ich bin mir allerdings sicher, dass die anständigen Journalisten die Nase inzwischen genauso voll haben wie ihre Leser. #clownsInAction

Getroffene Hunde bellen – oder ziehen den Schwanz ein! Für alle anderen gilt: #Chillax

Jeanne
PS: Danke nochmal für das Zustellen der Zeitung! #pedosKommenWeg

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