RE: Helikoptergeld
Schon richtig: Mit dem unkonditionierten Grundeinkommen verbindet das Helikoptergeld nur, daß es ohne Gegenleistung gewährt wird.
Eine nationale Währung ist wichtig für die Konkurrenzfähigkeit auf den Märkten. Wer relativ geringwertige Produkte handelt, erleidet durch den Euro einen unangemessenen Preisaufschlag an Drittmärkten. Wer hochwertige Produkte vertreibt, wird durch den Euro dort subventioniert. Eine nationale Währung balanciert Schieflagen aus. Sie wertet so lange ab, bis unpopuläre Produkte so preisgünstig sind, daß Nachfrage danach einsetzt. Oder sie wertet bei hoher Nachfrage nach Produkten so lange auf, bis diese preislich unattraktiv werden. Das ist die Funktion der nationalen Währungen. Stabilität hat damit primär noch nichts zu tun.
Die "Gegenleistung" für das Helikoptergeld ist eigentlich, das die Leute es wieder ausgeben, für Konsum und Dienstleistungen. Dadurch werden Steuereinnahmen und Wirtschaftswachstum generiert, Arbeitsplätze ect.pp.
Genau das geschieht ja bei der jetzigen Methode nicht, bei der die 800 Milliarden jährlich einfach in irgendwelchen Bankbilanzen verschwinden. Im Vergleich dazu ist Helikoptergeld geradezu genial.
Aber natürlich ist es - so oder so - eine künstliche Stimullierung der Wirtschaft. Das geht ja auch nur, weil das Geld eigentlich keinen Wert hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Währung national oder künstlich gemeinschaftlich ist wie der Euro. Man sieht ja überall, das alle den selben Mist bauen, von Argentinien bis Zimbabwe.
Der einzige Ausweg ist Geld mit einem nachvollziehbaren Wert, das nicht beliebig vermehrt werden kann. Das wird zwar auf Dauer eine deflationäre Tendenz haben, aber das macht ja nix. Deflation ist nur schlimm wenn man einen Haufen Schulden hat - und wer könnte da wohl mit gemeint sein...