Menetekel Rußland?

in #deutsch2 months ago

Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!

Rußland wird von den Kartellparteien der deutschen Bevölkerung gegenüber als Schreckgespenst aufgebaut, um

  • vom eigenen Versagen (Rußland-Sanktionen, North-Stream-Terrorakt, verfehlte Wirtschafts~, Finanz~ und Energiepolitik) abzulenken, die Schuld dafür von sich zu weisen und die Verantwortung Rußland anzulasten sowie
  • den irrsinnigen Geldtransfer nach Kiew zu Lasten deutscher Belange im Auftrag fremder Feinde Deutschlands zu rechtfertigen.

Fraglich dabei ist, ob die Politschranzen tatsächlich an das von ihnen verbreitete Szenario einer drohenden Ausbreitung Rußlands nach Westen selbst glauben oder wider besseres Wissen kolportieren.
Von der Hand zu weisen ist ersteres nicht, denn sie könnten durchaus ihre eigene Niedertracht, mit der sie Rußland in der Vergangenheit betrogen (Osterweiterung der NATO entgegen gegenteiliger Zusicherung, Unterlaufen von Truppenstationierungsbegrenzungen durch Rotation, Bruch der Minsker Abkommen zur Aufrüstung der Ukraine), auf dieses Land transponieren und ihm ähnliches Verhalten unterstellen. Dann stuften sie seine Zusicherung, keine Eroberungsabsichten zu hegen, als unglaubwürdiges Täuschungsmanöver ein. Eigene Bösartigkeit kann die davon Befallenen in einem Käfig der Paranoia gefangenhalten, in welchem sie sich in ihre Hysterie immer weiter hineinsteigern.

In jedem Fall muß Deutschland sich von diesen elenden Kreaturen befreien, die aus Bosheit, Irrsinn, Dummheit oder einer Kombination aus allem das Land in den Abgrund reißen.

Anlage

RT-DE
vom 20. Februar 2024

Botschafter Netschajew zu Militarisierungsdebatte: Russland stellt für Deutschland keine Gefahr dar.

Der russische Botschafter Sergei Netschajew hat die sich immer weiter verschärfende antirussische Rhetorik in seinem Gastland scharf kritisiert. Auch die Forderungen, den Krieg "nach Russland zu tragen" hat der Diplomat kommentiert.

Der russische Botschafter Sergei Netschajew hat zu den aktuellen Debatten rund um den Ukraine-Krieg in seinem Gastland Stellung genommen. Seinen Beitrag ließ der Diplomat in der Neuen Osnabrücker Zeitung und auf der Webseite der russischen Botschaft veröffentlichen.

Er stellte fest, dass die antirussische Rhetorik in Deutschland derzeit an Fahrt aufnimmt. Auf hoher politischer Ebene werde etwa gefordert, "die Bundeswehr und die deutsche Gesellschaft kriegstüchtig zu machen, den Krieg nach Russland zu tragen, dort Städte zu bombardieren, russische Ministerien und die Infrastruktur mit modernen deutschen Waffen zu zerstören", kritisierte der Botschafter.

"Das alles kann nur Anlass zu großer Sorge sein und lässt Erinnerungen an die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte aufkommen."

Diese Forderungen seien nicht nur realitätsfremd, sondern auch ein Zeichen der Anbiederung an die Interessen der Rüstungsindustrie und an die Strategie der angelsächsischen Eliten, Europa in eine unmittelbare militärische Auseinandersetzung mit Russland hineinzuziehen. In dieser sei den EU-Ländern die Rolle eines Bauernopfers in einem Spiel, das von anderen gespielt wird, zugedacht. Die militaristische Hysterie lenke von inneren Schieflagen ab, "indem man Russland für die negativen Folgen der von Berlin erklärten Zeitenwende verantwortlich macht und Angst vor einem nahenden globalen Konflikt schürt".

"Ich möchte daran erinnern, dass Russland nie eine Gefahr für Deutschland darstellte", erklärte der Botschafter Netschajew.

Er unterstrich, wie vielfältig und für beide Seiten vorteilhaft die Zusammenarbeit zwischen "unseren Ländern und Völkern" war. "Derzeit werden alle Brücken, die uns zusammenhielten, einschließlich der Kontakte zwischen den Menschen, von der deutschen Seite im Eilverfahren zerstört", beklagte der Diplomat und fügte hinzu: "Ich bin überzeugt, dass das den nationalen Interessen Deutschlands und seiner Bürger nicht entspricht." Er machte deutlich, dass Russland eine militärische Eskalation auf dem europäischen Kontinent vermeiden will, und rief Russlands Kontrahenten zu Verhandlungen auf: "Wir wollen uns nicht in einen globalen Krieg hineinziehen lassen, der die ganze Menschheit an den Rand der Vernichtung bringen würde. Das ist ausgeschlossen, denn es steht im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand."

In den vergangenen Wochen fielen deutsche Politiker jedoch mit Aussagen auf, die in eine andere Richtung weisen.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) und die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katarina Barley, haben sich offen für eine Debatte über eine gemeinsame nukleare Bewaffnung in Europa gezeigt.

Der CDU-Verteidigungspolitiker und Oberst der Bundeswehr, Roderich Kiesewetter, forderte in einem DW-Interview, "den Krieg nach Russland zu tragen". "Russische Militäreinrichtungen und Hauptquartiere müssen zerstört werden. Wir müssen alles tun, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, nicht nur Ölraffinerien in Russland zu zerstören, sondern Ministerien, Kommandoposten, Gefechtsstände", sagte Kiesewetter. Ziel dürfe dabei nicht nur die Zerstörung militärischer Infrastruktur sein.

Zurzeit ist Deutschland zum zweitgrößten Waffenlieferanten der Ukraine aufgestiegen. Zwecks Waffenlieferungen in dieses Land wird die hiesige Rüstungsindustrie derzeit massiv angekurbelt. Letzte Woche machten Bundeskanzler Olaf Scholz und Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) den ersten Spatenstich zum Bau eines weiteren Rheinmetall-Werkes zur Herstellung von Artillerie-Munition für die Ukraine.

Als Antwort auf den Tod von Alexei Nawalny forderte jüngst die FDP-Abgeordnete Agnes Strack-Zimmermann, "alles" an Kriegsgerät in die Ukraine zu schicken, "sogar Taurus". Von der Bundesregierung forderte sie eine "rasche Entscheidung".

Deutsche Medien und Militärexperten fabulieren über einen Krieg gegen Russland in fünf oder acht Jahren. Die Bundeswehr müsse deshalb laut Pistorius kriegstüchtig gemacht und die Gesellschaft "wachgerüttelt" werden. Laut dem Ex-Verteidigungsminister Theodor von Guttenberg (CSU) sei es "unsere verdammte Pflicht", sich auf einen "Russen-Angriff" vorzubereiten.

"Der Krieg ist wieder in Mode in einem Land, das sich anscheinend weder daran erinnern will, dass es um 1945 in Trümmern lag, noch dass der verlorene Krieg mit dem Versuch begann, die Russen zu besiegen", schrieb der Publizist Uli Gellermann dazu.

Der Physik-Wissenschaftler Joachim Wernicke zeichnete in einem Aufsatz zehn Schritte deutschen Fehlverhaltens in der Außenpolitik nach, angefangen mit der Täuschung Gorbatschows über die NATO-Osterweiterung bis zum Betrug beim Minsker Abkommen und zur Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine; und "zwar in der Rolle eines Angreifers, denn Russland hatte Deutschland nicht angegriffen, und es bestehen keine Bündnisverpflichtungen gegenüber der Ukraine, weder über die NATO noch über die EU".

https://rtde.site/inland/196855-botschafter-netschajew-zu-militarisierungsdebatte-russland/
https://okv-kuratorium.org/ukraine-der-krieg-den-deutschland-verursachte-und-stoppen-kann/

Finanzexperte: Ukraine-Krieg macht Deutschland wirtschaftlich zu einem US-Satelliten.

Den USA ist es gelungen, einen Keil zwischen Deutschland und Russland zu treiben. Damit wurde die Abhängigkeit von den USA verstärkt und die deutsche Wettbewerbsfähigkeit gesenkt. Die USA sind daher Profiteur des Konflikts, sagt der Finanzexperte Michael Hudson im Interview.

In einem Interview mit der Berliner Zeitung dekliniert der US-amerikanische Finanzexperte Michael Hudson die globale finanzwirtschaftliche Situation einmal durch und antizipiert die daraus resultierenden weiteren Entwicklungen.

Hudson kennt beide Seiten, war lange Zeit an der Wall Street als Analyst tätig, hatte dann eine Professur an der Universität Missouri in den USA und an der Peking University in der chinesischen Hauptstadt inne. Er kennt daher sowohl das westliche, finanzmarktgetriebene als auch das östliche System des Kapitalismus, wo man auf Investitionen in die Realwirtschaft setzt. Im Westen, das zeigte die Finanzmarktkrise in den Jahren nach 2007, schützt der Staat die Banken. In der aktuellen Immobilienkrise in China schützt der Staat die Kleinanleger und Mieter.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass China Großinvestoren freikaufen und Kleinsparer ihr Geld verlieren lassen wird. Es wird das Gegenteil der Politik von Obama sein."

Für Deutschland ist der Teil des Interviews von besonderem Interesse, in dem Hudson über den Ukraine-Krieg und seine Folgen spricht. Es sei den USA gelungen, Deutschland und die EU dazu zu zwingen, von ihren eigenen Interessen abzusehen und US-Interessen zu dienen, obwohl sie damit ihre eigene Wirtschaft massiv schädigen. Die EU und vor allem Deutschland hätten ein Interesse an günstiger Energie aus Russland und an einem florierenden Handel mit China. Der Zugang zu beidem wird von den USA eingeschränkt.

"Die USA fegen den europäischen Markt leer und verhindern, dass Deutschland und die EU ihre eigenen Interessen verfolgen, indem sie Handel mit Russland und China treiben, was zum beiderseitigen Vorteil wäre."

Deutschland entwickle sich so zum ökonomischen Vasallen. Gleichzeitig würden Russland und China enger zusammenrücken. Davon würde der Großteil der Weltbevölkerung profitieren, denn damit entstehe eine Alternative zum Westen ‒ die westlichen Bündnispartner ziehen hieraus allerdings keinen Nutzen.

"Russland ist wegen der Sanktionen ein engeres Bündnis mit China eingegangen und verstärkt die wirtschaftliche Kooperation in den BRICS-Staaten. Dadurch entsteht für 85 Prozent der Weltbevölkerung eine Alternative zum Westen."

Die weltweite Entwicklung drifte auseinander. Die BRICS wollen eine eigene Währung etablieren. Die Notwendigkeit dazu ergibt sich zwingend aus der Tatsache, dass der Westen seine Währungen politisiert. Die Sanktionen gegen Russland haben deutlich gezeigt, dass es einer Ablösung der westlichen Dominanz im globalen Finanzsystem bedarf.

"Die Frage ist, wie sich China für den Fall wappnet, dass sich die USA gegenüber China so verhalten wie gegenüber Russland und das im Ausland angelegte Vermögen einfrieren. Deshalb arbeiten die BRICS an einer Alternative zum Dollar-System."

Letztlich läuft die Entwicklung auf eine erneute Zweiteilung der Welt hinaus. Deutschland wird dabei zu den Verlierern gehören. Das deutsche Geschäftsmodell, auf Grundlage von günstiger russischer Energie Produkte auf dem Weltmarkt günstiger als die Konkurrenz anbieten zu können, haben die USA ebenso zerstört, wie sie den Zugang zum chinesischen Markt immer weiter einengen.

https://freedert.online/inland/196673-finanzexperte-ukraine-krieg-macht-deutschland/

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