Lehrgeld

in #deutsch7 years ago

Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!

Das Sprichwort „Lehrgeld zahlen“ hat seinen Ursprung in der früher üblichen Vergütung, die ein Lehrling an den Meister für die Ausbildung zu entrichten hatte.
Heute erhält der Lehrling einen Lohn vom Meisterbetrieb für die dort erbrachte Mitarbeit.

Die derzeitigen Pläne des Kasner-Regimes zur Einführung eines Mindestlohnes für Auszubildende ist nichts anderes als ein billiger teurer Wahlkampftrick - billig für die Politikerlinge, die auf Stimmenfang bei den Jungwählern gehen auf Kosten der Wirtschaft, die das teuer zu stehen kommt.

Ist schon der Mindestlohn an sich prekär, weil er vielen Arbeitsuchenden den Zugang zum Arbeitsmarkt verbaut, wäre er bei Auszubildenden geradezu verfehlt.
Der Mindestlohn entkoppelt bei Ungelernten und Geringqualifizierten Leistung und Entgelt. Sie erhalten mit einem Mindestlohn eine Vergütung, die nicht der Qualität ihrer Leistung entspricht. Das führt häufig dazu, daß auf ihre Dienste verzichtet wird, wo sie ansonsten eine Chance erhielten, sich durch Verbesserung ihrer Qualifikation nach oben zu arbeiten.

Die Bereitschaft der Wirtschaft zur Ausbildung von Nachwuchskräften ging merklich zurück. Wer über Fachkräftemangel klagt, sollte eigentlich den Willen erkennen lassen, dem durch die Heranbildung von solchen zu begegnen. Der Import von Fachkräften muß eindeutig dahinter zurücktreten. Offenbar aber liegt die Priorität der Wirtschaft auf der bequemeren Einstellung bereits anderswo ausgebildeter Kräfte. Bereitwillig lassen sich Teile der Wirtschaft auch als Steigbügelhalter der perfiden demographischen Pläne des Regimes mißbrauchen.

Wenn jetzt ein Mindestlohn für Auszubildende eingeführt wird, trifft dies die bisher noch als Ausbilder engagierten Betriebe. Die Geneigtheit, den eigenen Berufsnachwuchs heranzuziehen, wird dies nicht erhöhen. Auszubildende müssen zunächst lernen, ehe sie im Betrieb profitabel eingesetzt werden können. Die Ausbildung ist für die Ausbilder mit erheblicher Mühe und beträchtlichem Zeitaufwand verbunden. Eventuelle materielle Schäden, die durch den Auszubildenden bei der Übung verursacht werden, kommen hinzu.
Zwar freuen sich Auszubildende über mehr Lohn. Damit einhergehen wird aber ihr vermehrter Einsatz zur Erfüllung sachfremder Aufträge. Die Betriebe werden sich dazu berechtigt sehen, auch auf ihren Vorteil zu achten, wenn sie schon mehr zahlen müssen. Dieses Ergebnis aber liegt nicht im Sinne einer qualitätsvollen Ausbildung.
Bei dem derzeit beschworenen Mangel an Auszubildenden sollte es doch eine erste Übung für diese darstellen, ihre Rarität bei den Verhandlungen um einen Ausbildungsplatz in die Waagschale zu werfen und dabei zu ihren Gunsten auf die Ausgestaltung des Vertrages Einfluß zu nehmen. So hätten sie gleich Gelegenheit, Kenntnisse wirtschaftlicher Zusammenhänge unter Beweis zu stellen.

Um Lehrgeld - im übertragenen Sinne - geht es auch beim Meisterbrief.
2004 war die Erfordernis eines solchen nur noch für „gefährliche“ Berufe (Tätigkeiten im Zusammenhang mit Gas, Wasser, Elektrizität, Statik etc.) beibehalten, im übrigen aber aufgegeben worden.
Das rächt sich jetzt. Vielfach sind dramatische Qualitätseinbrüche zu verzeichnen, wobei in vielen Fällen bei rascher Insolvenz der Verursacher der Kundschaft faktisch die Gewährleistung wegbricht.
Wer etwas beherrscht, dem sollte es keine Mühe bereiten, den Beweis dafür in der Meisterprüfung anzutreten.
Hirngeschrumpfte Vollpfosten verweisen in diesem Zusammenhang gerne darauf, daß der Meisterbrief auf das Dritte Reich zurückgehe. Dabei rasen sie lieber über die Autobahnen (geschaffen von wem???), als beschaulich über die Landstraßen zu schleichen, wo sie noch etwas entdecken könnten, falls ihre Augen Meldung an ein Gehirn machen könnten.

https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/regierung-plant-offenbar-mindestlohn-für-azubis/ar-AABhHVv?ocid=spartandhp
https://steemit.com/deutsch/@isabellaklais/untaugliche-denkversuche-von-amateurpopulisten
https://www.kn-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Handwerker-Meisterpflicht-soll-schnell-zurueckkehren
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