Der Contergan-Skandal - eine Mahnung von bleibender Aktualität

in #deutsch2 months ago (edited)

Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!

60 Jahre nach dem Contergan-Skandal erinnern die Opfer an ihr Schicksal. Nie war diese Mahnung aktueller als heute.

Früher begegneten sie einem im Stadtbild öfters - Kinder ohne Arme, mit verkrüppelten Füßen oder mißgebildeten Händen. „Contergan-Kinder“ erklärte meine Mutter, und daß ein Medikament an ihrem Leiden die Schuld trage.
Heute fallen sie nicht mehr auf. Nicht zuletzt wegen der Bevölkerungsexplosion fallen sie prozentual nicht mehr so ins Gewicht. Da sind sie noch immer - und mit ihnen ihr tragisches Schicksal.
Wie anders hätte ihr Leben verlaufen können, und wie tapfer meistern sie ihr Los, an dem sie keine Schuld tragen. Viele von ihnen haben sich mit bewundernswerter Beharrlichkeit entgegen allen Widrigkeiten durchs Leben geschlagen. Alle aber tragen bis heute schwer an ihren direkten und indirekten Beeinträchtigungen.

Schuld daran tragen allein die Grünenthal GmbH, die das Beruhigungsmittel unzureichend erprobt auf den Markt gebracht hatte, sowie pflichtvergessene Politikerlinge, die es versäumt hatten, entsprechende arzneimittelrechtliche Vorschriften auf den Weg zu bringen.
Am Fall Contergan läßt sich überzeugend der Nutzen von Tierversuchen widerlegen. Das Sedativum hatte sich in solchen bewährt; aber Menschen sind eben keine Mäuse, auch wenn sie solchen in anderer Erscheinungsform rücksichtslos hinterherjagen.
Das Unternehmen hatte den ersten warnenden Stimmen aus der Wissenschaft vor dem Wirkstoff Thalidomid skrupellos zur Einschüchterung mit Schadensersatzklagen gedroht, was zu einer Verzögerung des Verbotes führte und weitere Schäden nach sich zog. Es mußte zur Rücknahme seines Produktes vom Markt schließlich gezwungen werden. Der Verurteilung in später von den Betroffenen angestrengten Schadensersatzprozessen entging der Hersteller durch billige Vergleichszahlungen, wofür den Klägern ein Klageverzicht und die Rücknahme laufender Verfahren abverlangt wurden. Diesen blieb aus finanzieller Not und wegen des bevorstehenden Eintrittes der Verjährung der Ansprüche keine andere Wahl. An Schäbigkeit ist das nicht zu überbieten.
Das Unternehmen besteht noch immer und ist noch weiter als Pharmaproduzent aktiv. Darin besteht der zusätzliche Skandal.

Das Verhalten der Grünenthal GmbH ist bis zur Gegenwart typisch für das der Pharmaindustrie, für die nur kranke Menschen gute Menschen sind, und der Profit alles in den Schatten stellt. Parallelen zur sittenwidrigen Haftungsfreizeichnung für Folgeschäden der Corona-Impfstoffe fallen nicht rein zufällig ins Auge. Auch hier wird ein Mittel im Menschenversuch erprobt, das - anders als Contergan - sogar in Tierversuchen gescheitert ist.

Was lehrt uns das? 60 Jahre nach dem Contergan-Skandal erinnern die Opfer an ihr Schicksal. Nie war diese Mahnung aktueller als heute. Wird sie gehört? Wird sie verstanden?

https://www.dw.com/de/60-jahre-contergan-skandal-wir-leben-noch/a-59867554

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