Advent - Worauf warten wir?

in #deutsch4 years ago

Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!

Die Vorweihnachtszeit ist immer die stimmungsvollste des Jahres. Die Städte wirken in ihrem bunten, glitzernden Lichterschmuck prachtvoll und festlich. Weihnachtsmärkte und Kunstmessen verbreiten geschäftige Atmosphäre. Die Auslagen der Läden werben mit opulenter Dekoration um Kundschaft, die sich gerne verführen läßt. Gerüche von Zimt, Orangen und Kaffee regen die Sinne an. Gemütliche Teestunden bei Gebäck und Pralinen, kleine Glühwein-Empfänge - all dies gehört dazu und macht diese Zeit so anders und besonders. Und weil Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, ist auch Weihnachten ohne die Adventszeit nicht vorstellbar. Sie dehnt das weihnachtliche Treiben, das an den Festtagen schon so schnell wieder vorüber ist, sehr willkommen aus.

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Die Städte zeigen sich in reduziertem Glanz. Vereinzelte Buden stehen verstreut und verloren in der Gegend und können die fehlenden Weihnachtsmärkte nicht ersetzen. Die Weihnachtsdekoration der Geschäfte ist mau. Die Verkaufsräume sind fast leer. Die Brillen beschlagen. Der Atem stockt. Man sieht nicht, was man vor sich hat. Nichts wie weg hier. So macht das Einkaufen keinen Spaß. In den Straßen huschen vermummte Gestalten schnell durch die Zonen mit Maulkorbpflicht. Messen, Empfänge, gemütliche Einkehr bei Kuchen und Trinkschokolade - das alles ist abgesagt.
Das ist Advent unter der Corona-Diktatur im Jahre 2020. Die Stimmung ist gedrückt. Trauriger und freudloser haben wir alle diese Saison noch nicht erlebt.

Advent, die Zeit des Wartens. Auf den Impfstoff? Bewahre! Sicher nicht! Immer mehr verbreiten sich Unmut, Ärger und Wut. Lebenszeit ist ein kostbares Gut. Sie ist nicht zurückzubringen, wenn sie vertan ist. Gerade wird sie uns gestohlen.

Wenn allem Schlechten auch etwas Gutes innewohnt, so ist es die Gelegenheit, aus Erfahrung zu lernen. So jedenfalls soll die Adventszeit nie wieder sein. Zum Glück haben wir wertvolle, schöne Erinnerungen an frühere Zeiten, die uns jetzt etwas durch die Misere tragen. Aber wir wollen nicht nur noch - wenn auch angenehmen - Gedanken nachhängen, sondern wieder in Echtzeit leben. Dazu reicht abzuwarten nicht aus. Wenn wir nicht handeln, werden alle Adventzeiten so aussehen wie diese. Dann haben wir nichts mehr zu erwarten.

Das schon einmal im Vorgriff auf gute Vorsätze für den anstehenden Jahreswechsel: Es gibt viel zu tun. Packen wir es an, damit wir auch einmal wieder in freudiger Erwartung dem Jahreshöhepunkt entgegensehen können.

Allen, dessen ungeachtet, eine besinnliche und bestmögliche Adventszeit. Nur warten Sie bitte nicht auf ein Wunder. Das Wunder müssen Sie schon selbst bewirken - solidarisch und einig mit vielen anderen. Gemeinsam schaffen wir das!

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