𝗜𝗰𝗵 𝗯𝗶𝗻 𝗲𝗵𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵:

in #deutsch12 hours ago

𝗠𝗶𝘁 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝗿 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲 𝗵𝗮𝗯𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗴𝗲𝗿𝗲𝗰𝗵𝗻𝗲𝘁 📖

Zuerst möchte ich euch ein großes und wirklich herzliches Dankeschön sagen. 😊

Durch eure zahlreichen Vorbestellungen ist inzwischen etwas möglich geworden, womit ich anfangs nicht unbedingt gerechnet hatte: Mein Roman kann im hochwertigen Offsetdruck hergestellt werden. Das sorgt für ein deutlich klareres und schöneres Druckbild und macht aus dem Buch genau das, was ich mir vorgestellt habe.

Es wird also kein zusammengetackerter Ausdruck aus dem heimischen Drucker, bei dem ab Kapitel sieben die Tinte nachlässt, die Seiten schief stehen und man den Rest der Handlung nur noch anhand einzelner Grauschleier erraten kann. Es wird ein richtiges, hochwertig gebundenes Buch.

𝗪𝗼𝗿𝘂𝗺 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝗲𝘀?

„DDR 2.0 – Was wäre, wenn wir geblieben wären?“ ist ein fiktiver Roman und ein großes Gedankenspiel: Wie könnte unser Osten heute aussehen, wenn die DDR nicht verschwunden, sondern geblieben und behutsam von innen erneuert worden wäre?

Was wäre geschehen, wenn man nicht nahezu alles abgewickelt, verkauft oder für wertlos erklärt hätte? Wenn Betriebe, Gemeinschaft, soziale Sicherheit und ostdeutsche Identität weiterentwickelt worden wären, statt sie auf dem berühmten Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen, auf dem erstaunlicherweise immer nur die Sachen anderer Leute landen?

Im Roman reformiert sich die DDR. Natürlich funktioniert dabei nicht sofort alles glänzend. Es gibt Schwierigkeiten, Widerstände, Fehlentscheidungen und Entwicklungen, die Zeit brauchen. Denn selbst in einem fiktiven Roman wäre es etwas unglaubwürdig, wenn ein Staat morgens aufwacht, drei neue Verordnungen erlässt und am Nachmittag plötzlich alles perfekt funktioniert.

Aber im Laufe der Jahrzehnte wird vieles besser. Die Wirtschaft verändert sich, die Gesellschaft entwickelt sich weiter, und das Land versucht, seine Stärken zu bewahren, ohne seine Fehler einfach unter den Teppich zu kehren.

Kurzum: Vielleicht wäre genau das geschehen, wenn wir geblieben wären.

𝗗𝗲𝗿 𝗥𝗼𝗺𝗮𝗻 𝗶𝘀𝘁 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝘂𝗿 𝗙𝗶𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻.

Die ersten Kapitel sind stark autobiografisch. Auch in der späteren fiktiven Handlung bis zum Jahr 2026 finden sich immer wieder tatsächliche Ereignisse aus meinem Leben.

Natürlich wurden diese Erlebnisse in die erfundene Geschichte eingebaut, verändert und an die alternative Entwicklung des Landes angepasst. Trotzdem steckt darin sehr viel Persönliches.

Auch der NesoMi Verein kommt im Roman vor. Es wird über Ereignisse aus meinem Leben berichtet, über schöne, schwierige und manchmal auch sehr schmerzhafte Erfahrungen.

Unter anderem erzähle ich davon, wie meine Mutti an Demenz erkrankte und wie wir sie bis zum Schluss begleitet haben. Das ist kein Thema, über das man mit einem lockeren Spruch hinweggehen kann. Diese Teile des Buches gehören zu den persönlichsten und emotionalsten Stellen und waren für mich wahrscheinlich schwieriger zu schreiben als alles, was mit Politik, Wirtschaft oder der Entwicklung eines ganzen Staates zu tun hat.

Denn erfundene Minister kann man notfalls wieder aus dem Kapitel streichen. Die eigene Erinnerung lässt sich leider nicht einfach mit der Löschtaste bearbeiten.

Der Roman erzählt deshalb nicht nur davon, wie sich ein Land entwickeln könnte. Er erzählt auch davon, wie Menschen älter werden, wie Familien zusammenhalten, wie Krankheiten das Leben verändern und wie man versucht, jemanden nicht allein zu lassen, wenn die Welt um ihn herum langsam verschwindet.

𝗚𝗮𝗻𝘇 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴: 𝗗𝗮𝘀 𝗕𝘂𝗰𝗵 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝗳𝗶𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲𝗿 𝗥𝗼𝗺𝗮𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀𝗯𝘂𝗰𝗵.

Einige scheinen das schon jetzt nicht verstanden zu haben und reden das Buch schlecht, obwohl sie noch nicht eine einzige Seite, einen Abschnitt oder auch nur einen vollständigen Satz daraus gelesen haben.

Das ist natürlich eine bemerkenswerte Leistung. Andere Menschen müssen ein Buch erst lesen, bevor sie es beurteilen. Manche schaffen das offenbar bereits anhand des Titels, eines Bildes und ihrer persönlichen Tagesform.

Wer in dem Roman eine wissenschaftliche Abhandlung, ein politisches Manifest oder eine lückenlose historische Dokumentation erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Das Buch behauptet nicht: So wäre es ganz genau gekommen.

Es fragt: Was wäre möglicherweise geschehen?

Genau das ist der Sinn eines fiktiven Romans. Man nimmt reale Personen, Ereignisse, Erinnerungen und historische Entwicklungen und verbindet sie mit einer erfundenen Geschichte. Ansonsten hätte ich auch ein Telefonbuch schreiben können. Das ist zwar ausgesprochen sachlich, aber die Handlung lässt ab dem Buchstaben M etwas nach.

Wie der Leser das Buch später einordnet und ob es ihm gefällt, darauf habe ich keinen Einfluss. Ich gehe davon aus, dass einige den Roman lesenswert finden werden. Andere werden ihn vielleicht extrem schlecht finden.

Das ist nun einmal so. Nicht nur in der Literatur, sondern ganz allgemein in der Kunst.

Dem einen gefällt ein Gemälde, der andere fragt, ob der Maler wenigstens die Rechnung für die Farbe aufgehoben hat. Einer liebt ein Lied, während der Nächste bereits nach drei Takten überlegt, ob Schwerhörigkeit vielleicht doch Vorteile hätte.

Geschmack ist unterschiedlich, und das ist auch gut so. Einheitsbrei und Gleichschritt der Gedanken haben wir ohnehin schon viel zu viel. Ein Buch muss nicht jedem gefallen. Ehrlich gesagt wäre es sogar ein wenig beunruhigend, wenn plötzlich alle Menschen exakt derselben Meinung wären.

𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲𝘀 𝗕𝘂𝗰𝗵 𝗵𝗮𝗯𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗴𝗲𝘀𝘁𝗮𝗹𝘁𝗲𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗛𝗮𝗻𝗱 𝗴𝗲𝗴𝗲𝗯𝗲𝗻.

Ich habe nicht nur den Text geschrieben und anschließend jemandem den Auftrag erteilt: „Nun macht daraus mal ein schönes Buch.“

Ich habe überhaupt nichts davon in Auftrag gegeben, sondern alles selbst umgesetzt: die Schriftart, die Schriftgröße, das Schriftbild, die Initialen am Anfang der Kapitel, die Position der Vignetten und den kompletten Buchsatz.

Auch die Grafiken wurden nicht von irgendeiner Agentur geliefert. Selbst die Zeichnungen für die einzelnen Kapitel habe ich selbst erstellt und so lange bearbeitet, bis sie zu den Figuren, zur jeweiligen Zeit und zur Handlung passten.

Ich habe also nicht nur bestimmt, wie das Buch aussehen soll. Ich habe es tatsächlich selbst gemacht. Der Unterschied klingt zunächst klein, bedeutet in der Praxis aber ungefähr einige Hundert Stunden zusätzliche Arbeit und die Erkenntnis, dass ein Bild auch dann noch falsch sitzen kann, wenn man es bereits zwölfmal richtig positioniert hat.

Das Schriftbild, der Buchsatz und die Vignetten sollen am Ende so wirken, als hätte man ein Buch aus den 1970er- oder 1980er-Jahren aus einem DDR-Verlag in der Hand.

Zumindest hoffe ich, dass ich das tatsächlich so umsetzen konnte.

Denn zwischen „Das stelle ich mir wunderschön vor“ und „Warum sitzt diese Zeichnung schon wieder drei Millimeter zu weit links?“ liegen bekanntlich zahlreiche schlaflose Nächte, sehr viel Kaffee und gelegentliche Gespräche mit dem Computer, die nicht immer druckreif sind.

Ich habe sogar die Papiersorte selbst ausgesucht. Es wurde also wirklich nichts dem Zufall überlassen. Vermutlich werde ich irgendwann noch persönlich prüfen, ob jeder einzelne Baum, aus dem das Papier entstanden ist, eine ordnungsgemäße Kindheit hatte.

Aktuell arbeite ich weiter an den Grafiken und am Buchsatz. Das klingt zunächst recht romantisch. In der Praxis bedeutet es, dass man sich plötzlich eine halbe Stunde lang fragt, ob eine Bierflasche in einem Regal im Jahr 1988 genau so ausgesehen haben kann oder ob damit möglicherweise die gesamte historische Glaubwürdigkeit des Romans zusammenbricht.

𝗨𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗶𝗹 𝗱𝗮𝘀 𝗮𝗹𝗹𝗲𝘀 𝗼𝗳𝗳𝗲𝗻𝗯𝗮𝗿 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗴𝗲𝗻𝘂𝗴 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁 𝘄𝗮𝗿, 𝗵𝗮𝗯𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲𝗻 𝗩𝗲𝗿𝗹𝗮𝗴 𝗴𝗲𝗴𝗿ü𝗻𝗱𝗲𝘁.

Der „Ostzeiten Verlag – Publikationen zur DDR“ soll nicht nur diesen Roman herausbringen, sondern später auch die drei weiteren Bücher, die zu diesem Gesamtprojekt gehören.

Geplant ist eine Tetralogie, also eine zusammengehörige Reihe aus vier Büchern:

Der fiktive Roman „DDR 2.0 – Was wäre, wenn wir geblieben wären?“, ein Buch über meine Kindheitserinnerungen, mein tatsächlicher autobiografischer Roman und ein weiteres Buch über meine Jugendzeit in der DDR.

Ich habe also nicht einfach nur ein Buch geschrieben. Ich habe offenbar beschlossen, mir für die nächsten Jahre jede Form von Freizeit konsequent abzugewöhnen.

In den nächsten Wochen werde ich außerdem einige Testleser einladen. Sie sollen den Roman Kapitel für Kapitel lesen und anschließend ihre Bewertungen abgeben. So kann ich frühzeitig erkennen, ob eine Handlung verständlich ist, eine Stelle besonders gut funktioniert oder ob jemand nach Kapitel zwölf dringend einen Stammbaum, eine Landkarte und psychologische Betreuung benötigt.

Aktuell müssen erst einmal mein Sohn und meine Freundin die ersten fünf Kapitel lesen.

Freiwillig wäre vielleicht das falsche Wort. Ich habe sie dazu verdonnert.

Familie ist schließlich nicht nur dafür da, Weihnachten gemeinsam am Tisch zu sitzen. Sie eignet sich auch hervorragend als unbezahlte Testleserschaft. Mein Sohn und meine Freundin dürfen also derzeit prüfen, ob der Anfang verständlich, spannend und lesbar ist. Beschwerden werden selbstverständlich ernst genommen, anschließend sorgfältig geprüft und gegebenenfalls ignoriert.

Das Buch entsteht vollständig im Selbstverlag. Vom Schreiben über die Gestaltung und die Illustrationen bis zur Auswahl des Papiers, der Bindung und des Druckverfahrens steckt darin unglaublich viel Arbeit.

Ich möchte nicht einfach nur einen Text zwischen zwei Buchdeckel pressen, sondern ein Buch schaffen, das sich auch äußerlich nach der Geschichte anfühlt, die darin erzählt wird.

𝗨𝗻𝗱 𝗻𝘂𝗻 𝗸𝗼𝗺𝗺𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝗲𝗶𝗹, 𝗱𝗲𝗿 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴 𝘀𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗹𝗼𝘀 𝗺𝗮𝗰𝗵𝘁:

Die Erstauflage wird höchstwahrscheinlich auf 500 Exemplare begrenzt sein. Aufgrund der bisherigen Nachfrage ist es inzwischen tatsächlich nicht mehr unwahrscheinlich, dass die komplette Auflage verkauft ist, bevor das Buch überhaupt in Druck geht.

Ich könnte natürlich behaupten, dass ich mit diesem Erfolg von Anfang an gerechnet habe. Das gehört sich schließlich so, wenn man sich selbst vermarktet. Man blickt bedeutungsvoll in die Ferne und sagt: „Ich wusste immer, dass dieses Buch seinen Weg machen wird.“

Die Wahrheit ist deutlich unspektakulärer: Ich bin selbst vollkommen überrascht und freue mich riesig darüber.

𝗦𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿𝘁 𝗲𝘂𝗰𝗵 𝗱𝗮𝗵𝗲𝗿 𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝘇𝗲𝗶𝘁𝗶𝗴 𝗲𝗶𝗻 𝗘𝘅𝗲𝗺𝗽𝗹𝗮𝗿.

Es wäre ausgesprochen ärgerlich, wenn ihr im Dezember feststellen müsstet, dass das Buch ausverkauft ist und die ersten Exemplare anschließend irgendwo im Internet zum Preis eines gut erhaltenen Trabants angeboten werden.

Der Versand beginnt im Dezember 2026, pünktlich zum Weihnachtsfest. 🎄📚

Hier könnt ihr das Buch vorbestellen:

👉 https://ddr20buch.de/

#lifestyle #DDR20 #WasWäreWennWirGebliebenWären


Veröffentlicht mit Welako

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