🚨 𝗦𝗼, 𝗱𝗮𝘀 𝘄𝗮𝗿 𝗲𝗿 𝗮𝗹𝘀𝗼 – 𝗺𝗲𝗶𝗻 𝟲𝟭. 𝗚𝗲𝗯𝘂𝗿𝘁𝘀𝘁𝗮𝗴
𝗢𝗵 𝗚𝗼𝘁𝘁, 𝘄𝗮𝘀 𝗳ü𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝘂𝗻𝗺ö𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗵𝗼𝗵𝗲 𝗭𝗮𝗵𝗹! 😂
Eigentlich wollten wir gestern noch eine Runde bowlen und danach vielleicht Darts oder Billard spielen. Aber wie das im Leben nun einmal so ist: Der Mensch plant und drei Hefeweizen lachen sich kaputt.
Keine Angst, ich habe Herrn Putin natürlich rechtzeitig Bescheid gegeben, dass es mit unserer geplanten Bowlingrunde nichts wird. Er war zwar sehr enttäuscht, aber ich sagte zu ihm: „Dann kommst du eben irgendwann zu mir nach Finsterbergen. Dort bekommst du eine schöne Thüringer Bratwurst, und eine Dartscheibe habe ich auch. Dann schauen wir mal, wer von uns beiden gewinnt.“
Ich denke, bei Thüringer Bratwurst, Senf und ein paar Getränken lässt sich auch internationale Politik wesentlich entspannter betreiben als auf irgendwelchen Gipfeltreffen. Man muss die Menschen eben nur richtig zusammenbringen. 😂
Wir waren am späten Nachmittag, so gegen 18 Uhr oder vielleicht auch etwas später, noch einmal am Strand. Dort gibt es eine Art Strandbar, die wir bereits am Tag zuvor entdeckt hatten. Eigentlich wollten wir nur eine Kleinigkeit essen und danach weiterziehen. Wie üblich kam alles ein wenig anders, und wir sind dort einfach hängen geblieben.

Wir hatten am Ende auch keine große Lust mehr, noch irgendwo nach einem Restaurant zu suchen. Das Dumme ist nämlich: Mit so einem riesigen Wohnmobil setzt man sich nicht mal eben schnell hinein, fährt gemütlich durch die Gegend und hält vor dem nächsten Restaurant. Bevor ich mit dem Ding irgendwo eingeparkt habe, ist die Küche wahrscheinlich schon geschlossen und das Restaurant am nächsten Morgen wieder geöffnet.
Also gab es als Geburtstagsessen, ihr werdet es kaum glauben, eine Currywurst mit Pommes. Andere lassen sich zum Geburtstag ein Fünf-Gänge-Menü servieren, bei mir gab es Currywurst. Aber ich sage es ganz ehrlich: Eine gute Currywurst ist mir immer noch lieber als irgendein winziges Stück Fleisch auf einem riesigen Teller, daneben drei Tropfen Soße und eine Petersilie, für das man dann 48 Euro bezahlen soll. 😁
Das Essen wurde vorne an einer Ausgabe bestellt, wo man auch seine Getränke holt. Danach bekommt man so ein kleines Funkding, das piepst, sobald das Essen fertig ist. Wir saßen also geduldig da, warteten und warteten. Das Ding blieb still. Kein Piepsen, kein Blinken, keine Currywurst.
Man hatte uns schlicht und ergreifend vergessen.
Verhungert ist glücklicherweise niemand von uns, obwohl es bei mir nach etwa 20 Minuten natürlich langsam kritisch wurde. Also ist die Freundin nach vorne gegangen und hat nachgefragt. Dort entschuldigte man sich vielmals, und das Beste an der Sache war: Es gab eine Runde Getränke aufs Haus.
Für mich ein zusätzliches Hefeweizen oder, wie normale Menschen sagen würden, ein großes Bier. Für die Freundin gab es ein kleines Fässchen Wein. Damit war die Currywurst-Verspätung natürlich sofort verziehen. Ich bin ja kein nachtragender Mensch, besonders dann nicht, wenn man mir als Entschuldigung Alkohol hinstellt. 🍺😂
An dieser Strandbar lässt es sich wirklich sehr gut aushalten. Nachdem die Sonne untergegangen war und es endlich nicht mehr so extrem heiß gewesen ist, saßen wir dort mit Blick auf das Meer. Das war wirklich schön und sehr gemütlich.
Eines musste ich allerdings feststellen: Außer der Freundin, die offenbar heimlich regelmäßig trainiert, verträgt von uns niemand mehr besonders viel. Der Sohn und ich hatten bereits nach dem zweiten Bier leicht einen in der Waffel. Nach dem dritten würde ich sagen: Der Mann war schon ganz ordentlich angetüdelt.
So ändern sich eben die Zeiten. Früher hatte ich vor einer Flasche Whisky am Abend keine Angst. Heute reichen drei Hefeweizen, um mich fast aus den Latschen zu schmeißen. Der Körper sagt einem mit 61 eben sehr deutlich: „Mein Freund, wir machen hier keine Experimente mehr.“
Wir haben tatsächlich noch kurz darüber nachgedacht, anschließend bowlen zu gehen. Aber ich glaube, das wäre nichts mehr geworden. Ich hätte es schon vor mir gesehen: Einer bekommt den Finger nicht mehr aus der Bowlingkugel, wirft einen Strike und schlittert samt Kugel und gesamtem Körper die Bowlingbahn entlang.
Am Ende hätte man mich vermutlich nicht aus der Bahn geholt, sondern direkt zwischen die Kegel gestellt.
Es war trotzdem ein sehr schöner Geburtstag. Extrem heiß, aber schön. Auch der Hansa-Park war wieder wie ausgestorben. Es gab kein einziges Fahrgeschäft, bei dem man auch nur zehn Minuten warten musste. Man kam überall mehr oder weniger sofort dran.
Teilweise musste man sogar länger warten, weil die Mitarbeiter erst hofften, dass die Wagen bei der Achterbahn oder die Gondeln bei anderen Fahrgeschäften wenigstens halbwegs gefüllt werden. Man stand also nicht an, weil zu viele Menschen vor einem waren, sondern weil zu wenige da waren. Auch einmal eine ganz neue Erfahrung.
Wir fahren seit ungefähr 20 Jahren immer wieder hier hoch und haben teilweise Wochen oder sogar Monate in dieser Gegend verbracht. So leer wie diesmal haben wir den Hansa-Park noch nie erlebt.
Natürlich sind keine Schulferien, und es war mitten in der Woche. Trotzdem ist das sicherlich auch ein Zeichen dafür, dass viele Menschen inzwischen sehr genau überlegen müssen, ob sie sich einen Besuch in einem Freizeitpark überhaupt noch leisten können.
Eine Eintrittskarte kostet, glaube ich, inzwischen etwa 55 Euro. Unsere Saisonkarte hat 135 Euro gekostet. Das ist nicht gerade wenig. Man muss ja auch erst einmal hierherkommen, etwas essen, etwas trinken und eventuell noch übernachten.
Eine kleine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern ist mit Anreise, Eintritt, Verpflegung und vielleicht einer Übernachtung sehr schnell bei 500 Euro. Das ist verdammt viel Geld für einen einzigen Tag.
Wir haben mit den Saisonkarten natürlich Glück. Trotzdem merkt man deutlich, dass solche Ausflüge für viele Familien inzwischen kein spontanes Vergnügen mehr sind, sondern fast schon eine größere finanzielle Investition.
Und wenn ich mich nun selbst auf den Bildern dieser Urlaubsreise sehe, muss ich leider feststellen: Ich bin wirklich wieder extrem dick geworden. Da kann man nichts beschönigen, auch wenn Facebook-Filter inzwischen vermutlich sogar aus einem Nilpferd einen Fitness-Influencer machen könnten. 😂
Ab dem 1. Juli geht es deshalb los, wie bereits angekündigt: vier Wochen Keto und danach vier Wochen Low Carb. Oder andersherum. Das entscheide ich noch. Hauptsache, die zehn Kilo sind nach den acht Wochen runter.
100 Kilo waren für mich immer die absolute Schmerzgrenze, und ich glaube, die habe ich während dieser Urlaubsreise inzwischen überschritten. Currywurst, Pommes, Hefeweizen und Geburtstagsessen sind eben offenbar keine anerkannte Methode zur dauerhaften Gewichtsreduzierung. Wer hätte das gedacht?
Und ja, ich weiß: dauerhaft gesund leben, die Ernährung langfristig umstellen, mehr bewegen und das ganze Blablabla. Sicherlich gibt es wieder den einen oder anderen, der mir ungefragt seinen ach so tollen Geheimtipp geben möchte. Wahrscheinlich etwas mit Chiasamen, lauwarmem Zitronenwasser und dreimal täglich bei Vollmond um einen Baum laufen.
Aber diejenigen, die mir schon länger folgen, wissen, dass ich es am Ende ohnehin genauso durchziehe, wie ich es für richtig halte. Man kann mir gern Tipps geben. Man muss nur damit leben, dass ich sie anschließend möglicherweise vollständig ignoriere. 😁
Mein Geburtstag war jedenfalls schön, ruhig, lustig und mit Currywurst, Pommes, Hefeweizen und Meerblick eigentlich vollkommen in Ordnung.
Und das Bowlen holen wir nach. Spätestens dann, wenn Herr Putin nach Finsterbergen kommt. Ich werde vorher aber sicherheitshalber üben. Nicht, dass Deutschland schon wieder 4:1 verliert. 😂
Veröffentlicht mit Welako
Moin,
herzlichen Glückwunsch nachträglich.
Lass das Bier weg - die Phytoöstrogene sind für Männer ein echtes Übel.
Der Alkohol hat sichtlich Folgen, aber dass weisst Du ja selber zur Genüge.
Erholt euch schön.
Happy days.
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