📷 Eddie the Eagle - Die Legende

in #deutsch8 years ago (edited)

Hallo liebe Steemians, heute erzähle ich euch die Geschichte eines Antihelden.

Der Underdog - es war einmal vor langer, langer Zeit.

Er kam als Lachnummer und ging als Legende: Als blutiger Laie mit Schnapsglasbrille und Pferdegrinsen bestieg Michael Edwards 1988 die Skischanze der Olympischen Winterspiele in Calgary. Seine wackeligen Sprünge schockierten die Verantwortlichen - und entflammten die Herzen der Fans. Zitat von Jessica Braun, Spiegel 2008



Es ist genau 30 Jahre her,

damals in Calgary 1988, als Michael Edwards, besser bekannt als Eddie the Eagle am Schanzenanlauf stand und seinen Sprung vorbereitete. Das Publikum tobte vor Begeisterung und wartete auf seinen Sprung. Michael Edwards, war ein britischer Skispringer und ist nach vor, einer der berühmtesten und beliebtesten Skisprungsportler aller Zeiten. Nicht weil er einer der besten Topathleten seiner Zunft war und eine Goldmedaille nach der anderen bei den Olympischen Spielen abräumte.

Ganz im Gegenteil.

Eddie the Eagle war der Antiheld des Skisprungsports. Er war ein so schlechter Skispringer, dass er gerade einmal über den Schanzenvorbau hinauskam und dann abstürzte wie ein Stein. Jeder Sprung konnte sein Letzter sein. Man wusste nie, ob Eddie the Eagle den nächsten Sprung überlebt, oder nicht. Eddie the Eagle ist Brite. Ein Brite der Ski springt. In Großbritannien gibt es weder Schnee noch Sprungschanzen und dennoch wollte Eddy the Eagle Ski springen. Und das tat er auch. Er war die Leidenschaft des Skisprungs. Und seine Leidenschaft brachte ihn bis zu den Olympischen Spielen. Aufgrund einer ausgeprägten Weitsichtigkeit war er bei seinen Sprüngen auf starke Brillengläser angewiesen.
Der Umstand, dass diese bei den an den Wettkampftagen vorherrschenden Wetterbedingungen permanent beschlugen, führte dazu, dass man Edwards vor seinen Sprüngen des Öfteren beim Reinigen seiner Gläser beobachten konnte. Er war die Karikatur des professionellen Sportlers und das machte ihn so sympathisch beim Publikum. Er war der Underdog, der Antiheld, der dennoch den Mut besaß, sich zwischen diesen Ausnahmesportlern zu messen und seinen Traum zu leben.

Eddie the Eagle bei den Olympischen Spielen in Calgary

Leider waren die Olympischen Winterspiele von 1988 in Calgary die letzten Spiele von Eddie the Eagle. Er durfte nicht mehr so leicht mitmachen, denn es gab viele Proteste von anderen Sportlern und Funktionären, die behaupteten, Sportler wie Eddie the Eagle, würden den Sport zerstörten und der Lächerlichkeit preisgeben und so wurde direkt nach den Spielen von Calgary die Messlatte für die Qualifikation höher gelegt und verschärft und dadurch konnten sich „Exoten“ wie Michael Edwards nicht mehr qualifizieren und die Spiele verloren einen Teil ihrer unschuldigen Seele.

Der Traum vom Fliegen war ausgeträumt.

Eddie the Eagle war der einzige britische Skispringer, der an diesen Spielen teilnahm. Es war aber genau diese Art der Popularität, die das Olympische Komitee störte: Nach Calgary wurden die Zugangsregeln verschärft, nur wegen Michael Edwards.

Die Underdogs waren die Antihelden, die sympathischen, leidenschaftlichen, Amateur und Träumer der Olympischen Spiele und ihr Antreten verlieh den Spielen und dem Sport diese gewisse Aura. Deshalb waren sie die Publikumslieblinge und wurden gefeiert wie Superstars. Sie waren der unverfälschte olympische Traum, der Gedanke, dabei sein ist alles.
Wer kennt ihn noch, Eddy the Eagle, der größte Antiskispringer aller Zeiten.

EDDIE THE EAGLE - ALLES IST MÖGLICH - Trailer zum Kinofilm, 2016

story by @geschichten

Bildquelle: bild

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Selbstverständlich kann ich mich an Eddy The Eagle erinnern, der eigentlich in Calgary eine Stabilität erreicht hatte, dass nicht ständig die Rettungshubschrauber bereits in der Luft sein mussten. Wegen Eddy wurde eigentlich jedes Skispringen an dem er teilnahm zum Event.
Die damals gefällte Entscheidung hatte mit der olympischen Idee natürlich nichts mehr zu tun.
Aber was will man mit einem Skispringer aus Großbritanien, Bobfahrern aus Jamaika, einem Skilangläufer aus Puerto-Rico, wenn unsere Doping-Könige durch solche "Clowns" nur aus der Konzentration gebracht werden?! Das Dabeisein zählt doch schon lange nicht mehr.
Dabeisein muss lediglich der richtige Medikamentenkoffer sein. Ich jedenfalls sehne mich zu rück nach Eddy, den Cool-Runners und (bei den Sommerspielen gesehen) Schwimmer, bei denen du ständig mit der Haltestange an den Beckenrand rennen wolltest. Damals reichte das 'Seepferdchen' noch aus. Schön war es allemal. Heute schalte ich noch nicht einmal mehr den Fernseher an.
Gruß, Wolfram

Auch muss man dazu sagen, dass eben die Popularität der Antielden, wie auch die Bobfahrer aus Jamaika die hatten dem Olympischen Kommitte und v.a ein Dorn im Auge war. Ich würde mir wünschen wieder echte Exoten bei den Spielen zu sehen. Sie machten dies Sache wenigstens wieder ein wenig mehr menschlich und authentisch. So ist es nur noch eine klinsche Angelegenheit und die Sportler werden gehandelt wie Aktien, getrieben wie Rennpferde und wenn sie nicht funktioniert, geschlachtet wie Schweine, medial wie beinahe real!

Der Aktienhandel birgt Risiken. Sportler wie Funktionäre sind von der gleichen Gier zerfressen, Leistungssportler werden von den Medien zu Übermenschen hochstilisiert und unser Interesse an dem Zirkus wird innerhalb weniger Jahre gegen Null gehen.
Warum sollte ich eine Sportart verfolgen, wenn nach dem Wettkampf noch einige Male die Sieger ausgewechselt werden?
Aber es ist Freitagabend - keine gute Zeit zum aufregen.
Schönes Wochenende, Wolfram

Japp
Eddie the Eagle ist Kult.
Und ein prima Beispiel für ....es geht egal wie sehr es bezweifelt wird....
War ja auch seine Motivation er wollte fliegen und er hat s durchgezogen.

Er hats durchgezogen! Und wie! Er hat meinen größten Respekt für diese Geschichte!

Bei den letzten Olympischen Spielen bin ich mit der Idee um die Ecke gekommen, dass man bei jeder Disziplin ein "normales" Referenzteam dabei haben sollte. Nur so kann man eigentlich noch sehen, wie herausragend die Leistungen sind.

Würde ungefähr so klingen

"Der spanische Vierer im Rudern geht in Führung, dicht gefolgt von England!! Aber was ist das, dass deutsche Referenzteam ist WEIT abgeschlagen, gibt auf und macht sich erst einmal ein Bier auf?!

Yeah - Eddie der Inseladler :D
Muss man einfach kennen.
Zumindest, wenn man kein Milleniumskind ist ;)

#Resteemed :)

Apropos Resteem - danke für deinen von letzter Woche. Jetzt erst ein Tool entdeckt mit dem man das sehen kann, wer meine Artikel geteilt hat. Deswegen bin ich auch jetzt auf dem geilen Adlerartikel gelandet ;)

Okay, das tool kenne ich nicht und klar, ich werde es wieder tun, das resteemen ;-P

ich werde es wieder tun, das resteemen ;-P

Nehme ich gerne an :)

Okay, das tool kenne ich nicht

Joo -ich Honk hätte es ja auch mal dazu posten können lach

https://steemdb.com/@deinname
Username ersetzen und dort hat man einen Tab "Social"
Da sieht man dann die Resteems und andere nette Infos :)

Was für ein geiler Typ. Hatte ich null auf dem Schirm. Danke!!
Es lebe England.

Ahaha, ja schön, dann hast du ihn jetzt auf dem Schirm. Freut mich:-)
Schon ein schräger Vogel.

Ganz genau! Da heisst es dann ,"Dabei sein ist alles!", und hält sich einer dran werden die Regeln geändert. Schade.
Aber die Zeiten als Sport noch Sport war, und nicht Brot und Spiele, ist wohl schon wieder vorbei. Auch schade.

Ja leider. Brot und Spiele und Geld, Korruption und Macht. Die Olympischen Spiele der Gegenwart.

Klar kenne ich den. Schön das du ihn mir wieder in Erinnerung gerufen hast

Zufällig habe ich vor ein paar Tagen einen Beitrag über ihn gesehen und dann erkannt, dass die Olympischen Spiele von Calgary 1988 genau 30 Jahre her sind. Da dachte ich mir, Eddie the eagle und 30 Jahre Olympische Spiele. Da muss ich ja was drüber schreiben. So ein super Typ!

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Eddie the Eagle, genialster Typ ever !!! War ein großer Held meiner Kindheit!

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