Warum Steem nicht für jeden geeignet ist

in deutsch •  last month  (edited)

Mahlzeit.

Vor kurzem habe ich einen sehr ausführlichen Aufsatz darüber geschrieben, wem die Schuld an dem verrückten Kryptocrash in die Schuhe geschoben werden kann.

Gestern habe ich die Fortsetzung dazu veröffentlicht, quasi die Himbeeren auf der Schoko-Torte.

Aber warum veröffentliche ich meine Aufsätze ausgerechnet auf Steem? Es gibt deutlich bekanntere Social Media Plattformen, wie Facebook, Instagram oder Twitter, auf denen vermutlich mehr Menschen meine Texte zu Gesicht bekommen würden. Wäre es daher nicht klüger, auf den klassischen Plattformen zu schreiben?

Meine Entscheidung war einfach: Nein.

Es mag sein, dass es größere Plattformen gibt, als Steem. Jedoch waren sie alle keine Option. Der Fokus meiner Aufsätze liegt nicht grundlos auf dezentrale Netzwerken, Blockchains und Kryptowährungen. Schon lange – spätestens aber seit den Snowden-Enthüllungen - ist der Ruf nach einer dezentralen Infrastruktur überall zu hören: dezentrale Alternativen müssen gefördert werden, bevor es zu spät ist. Wir dürfen das Internet nicht nur einer Hand voll Konzernen überlassen.

Doch so richtig diese Forderung auch ist, sind bisher nahezu alle Projekte mit einer vorhersehbaren Regelmäßigkeit gescheitert . Mein Traum von erfolgreichen, dezentralen Social Media Plattformen wurde bisher immer enttäuscht.

2009 hat uns Satoshi einen Ausweg aus dem Dilemma gezeigt. Bitcoin. Dank ihm sind wir heute in der Lage dezentrale Datenbanken zu erstellen. Blockhains.

Wir reden von Datenbanken, durch die wir Plattformen erstellen können, die den Entzug zentraler Kontrolle auf Dauer beseitigen und trotzdem die notwendigen Vernetzungsfeatures bieten. Aber kaum jemand kennt diese Plattformen und sie haben noch weniger Unterstützer. Wir müssen also vorlegen.

Es mag sein, dass ich nicht in der Lage bin, die Welt zu verändern, aber ich kann wenigstens versuchen, für etwas Unterhaltung beizutragen und auf die Gefahren hinzuweisen. Somit ist Steem die logische Wahl für mich.

Steem ist nicht alleine

Doch Früher oder später wirst du es sehen.

Du wirst dich fragen, warum ich auf Instagram bin und seit kurzem ebenso auf Twitter, aber nicht zu dem stehe was ich schreibe. Vielleicht denkst du dir sogar, dass ich der Heuchelei das Sahnehäubchen der Authentizität aufsetze.

Aber lass es mich dir erklären.

Wie bereits angedeutet, ist das große Problem, dass die wenigsten Leute dezentrale Alternativen zu unseren klassischen Plattformen kennen. Vergleichsweise sind noch viel weniger Leute auf Steem registriert. Und noch weniger davon sind tatsächlich aktiv und schreiben eigene Beiträge.

Dagegen kennt jeder die klassischen Social Media Plattformen und dementsprechend viele nutzen sie. Das ist der Grund dafür, warum ich auf Instagram und Twitter bin (aber meinen Facebook Account habe ich gelöscht). Diese Plattformen geben mir die Chance mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die sich mit dezentralen Netzwerken, Blockchains und Kryptowährungen nicht auskennen. Vielleicht kann ich es ja schaffen, die Meinung von dem ein oder anderen zu ändern, sodass sie wenigstens verstehen, warum ich all das hier tue.

Wir sollten definitiv mehr Wert auf Datenschutz legen, doch wer stets das Haar sucht, dem entgeht die Suppe.

Du musst Social Media nicht weniger nutzen. Verwende es eher gezielter. Folge Personen, die dich inspirieren und motivieren. Wende dich sich an Experten, von denen du lernen kannst. Schaffe echte, positive Freundschaften. Hör auf, einfach gedankenlos zu scrollen.

Doch sei dir stets bewusst, dass du Optionen hast – besonders wenn es darum geht eine Social Media Plattform auszuwählen, in der du deine Zeit und Gedanken investieren wirst.

Wenn es eine der alten Plattformen ist, kein Problem (du solltest aber wissen, dass es einen Grund gibt, warum sich immer mehr Menschen von den Datenkraken abmelden). Wenn du dich für eine andere dezentrale Plattform entscheidest, Cool. Aber wenn du dich für Steem entscheidest, wäre das die Himbeere auf der Schokotorte.

Der Punkt ist, wenn Steem nicht dein Haselnusseis ist, passt eine andere Sorte vielleicht besser zu deinem Geschmack.

Die Wahl der richtigen Plattform ist also entscheidend: Du wählst die Plattform, die mit dir am meisten in Resonanz steht. Für mich ist es Steem. Für dich könnte es eine ganz andere sein. „Wir kochen bei unterschiedlichen Temperaturen“ sagte Ralph Waldo Emerson.

Doch einen kleinen Haken hat die Sache.

Wenn deine Leser mit deinen Texten nicht auf einen Nenner kommen, kannst du nicht gewinnen. Es ist nachvollziehbar: die Plattform prägt die Community. Aus dieser Community entspringen deine Leser. Und diese Leser folgen dir, wegen dem Content den du ihnen lieferst. Die treusten von ihnen, werden deine Ideen nicht nur zu schätzen wissen, sondern dich noch lange begleiten. Sie werden es sein, die dich für deine Ideen, deine Einstellung, deine Ratschläge und für deinen Zeitgeist belohnen.

Was das für dich bedeutet?

Heute spielt es keine Rolle mehr, wie viele Personen dir folgen, wie viele Hashtags du in deinem Post einfügst oder wie viele Artikel du kommentierst. Am Ende des Tages, musst du gut schreiben und du musst schreiben, was deine Leser hören wollen (auch wenn sie es noch nicht wissen).

Nur was ist, wenn sie es einfach nicht verstehen? Was ist, wenn sie sagen, du liegst im Unrecht, weil sie deine Gefühle verletzen wollen? Oder was ist, wenn sie sagen, dass du die Brut Satans bist und unbedingt aufhören sollst zu schreiben?

Dann merk dir eins: du wirst es nie schaffen, jedem recht zu machen. Genauso wenig wirst du es schaffen, ihnen klar zu machen, dass du eigentlich nicht so Scheiße bist.

Akzeptier einfach, dass du einer der "Gefallenen" bist und mach dein Ding weiter.

Damit will ich sagen, dass du die Leute in diesem Spiel verärgern wirst. Selbst bei Aufsätzen, bei denen dein einziges Motiv war, Freude und Glück zu verbreiten.

Verstehe das einfach:

  1. Es macht dich besser
  2. Beim Bloggen ist es eigentlich ganz normal.
  3. Nur du kennst deinen wahren Charakter.

Dann scroll weiter.

Ich bin nicht alleine

Noch ist die Krypto Community winzig. In Deutschland werden Kryptowährungen und Blockchains seit dem verrückten Absturz letztes Jahr Tod geschwiegen.

Daran müssen wir etwas ändern.

Aber es gibt schon ein Funken der Hoffnung. Jeden Tag sehe ich neue Gesichter auf Steem. All diese Leute tragen zur Veränderung bei. Sie widmen ihre Texte diesem dezentralen Netzwerk und vielleicht noch wichtiger, ihnen schmeckt das Haselnusseis genauso gut, wie mir.

Auf genau diese Leute zähle ich.

Wenn du dazu gehörst, schreib mir ein Kommentar unter einen meiner Beiträge. Upvote und teile ihn, wenn er dir gefällt. Nur so sehe ich, dass du auch ein wahrer Feinschmecker bist.

Am Ende sind bei allen der genannten Plattformen drei Dinge entscheidend:

  1. Deine Texte finden besonders dann Resonanz, wenn du deine Gedanken und deine Zeit in die richtige Plattform investierst. Fokus plus Zeit führt zu Wachstum. Wachstum führt zu Chancen. Und Chancen werden dein Leben verändern.
  2. Benötigt Erfolg beim Schreiben Beharrlichkeit, Präzision in der Ausdrucksweise und einen offenen Geist – Erfolg bei allem erfordert diese Eigenschaften.
  3. Kann der Bauch von Worten auch nicht voll werden.

Frohe Ostern. Happy steeming. Und haut rein.

Danke fürs Lesen!

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Hervorragend 😘

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Hänge ich mich dran.

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:D :D :D

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Rofl

Sehr schön geschrieben

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Congratulations @dominikheinze! You have completed the following achievement on the Steem blockchain and have been rewarded with new badge(s) :

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Na prima das ist ja mal ein Text alles richtig gemacht, weiter viel Erfolg...

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Ich lass mal ganz frech ein resteem und ein follow da :-)

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Großartig geschrieben! :)

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