RE: Met de Nederlanders
Es macht ja auch kaum einen Sinn, sich über Menschen aufzuregen, die versuchen ihren Arsch zu retten. Das wäre wie sich darüber ärgern, dass Kuchen krümelt. Kaum jemand bekämpft tatsächlich Fluchtursachen und unsere Wirtschaft erbaut sich königlich an den neuen Konsumenten, sowie neuen, unkritischen Billiglohnkräften ohne jeden politischen Anspruch. Das ist ein viel leichter zu lenkendes Klientel, als wir eingesessenen Europäer.
Solange sogenannte Eliten mittels Unrecht und Ignoranz ihre Rendite steigern dürfen, werden sich in Europa eben die Verlierer aus den ehemaligen Kolonien stapeln. Das falsche Gejammer über diese mutwillig und systematisch herbeigeführten Effekte geht mir gewaltig auf den Sender. Will man den Nutznießern all des Unrechts ans Leder, heulen die gleichen Jammerfritzen über den Verlust von Arbeitsplatz und Wohlstand. Was wollt ihr jetzt eigentlich? Sollen die Geplagten und Entrechteten gefälligst woanders und leise leiden, damit unser europäisches Wohlbehagen nicht allzu sehr gestört wird?
Es ergibt nie Sinn, sich über Sachen aufzuregen, die man selbst nicht ändern kann, genauso wenig wie es sinnvoll ist, andere Leute von einer Meinung zu überzeugen, die sie selbst nicht teilen.
Zugegeben: Ich liebe es zu provozieren. Bei dem, was dann passiert, lernt man einiges über sein Gegenüber. Es bleibt allerdings mein Geheimnis, was davon reine Provokation ist und was Verarsche ist.
Manchmal bin ich mir da auch selbst nicht mehr so sicher.
Ist im übrigen keine besonders hinterhältige Form intellektueller Arroganz, sondern einer persönliche Art, mit der Welt umzugehen und dafür zu sorgen, dass man sich nicht in Dinge reinziehen lässt, die mit einem selbst wenig zu tun haben.