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RE: [DE] Konstruktivismus im Film · Konstruktivistische Filmanalyse

in #de-stem6 years ago

Hui...als Mensch zwischen der Dualität, erlebe ich die Welt auf meine ganz eigene Art und Weise, was irgendwie witzig ist. Einerseits ordne ich mich im Selbstbild ganz klar dem Männlichen Geschlecht zu, obwohl ich äusserlich weiblich bin, andererseits bin ich mir extrem bewusst, dass es viel mehr als nur das Geschlecht gibt.

Ich denke, alles ist relativ aus dem Auge des Betrachters zu sehen und eine Wahrheit in diesem Sinne, gibt es nicht. Vermutlich gibt es so viele Realitäten wie Egos auf dieser Welt.

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Ich glaube, dass wir sehr häufig in eine Situation geraten, in der wir gezwungen sind, uns entscheiden zu müssen. Es gibt das Problem auch erweitert in der Form, dass andere, nachdem wir uns irgendwann mal für eine Sache entschieden haben, von uns erwarten, dass wir uns auch für den Rest unseres Lebens immer so entscheiden werden.

Ich beziehe das jetzt gar nicht so sehr auf die Wahl des eigenen Geschlechts. Das ist eine grundsätzliche Beobachtung, die ich in meinem Leben gemacht habe. Ich stand nach meinem ersten Studium vor der Wahl, eine mehr oder weniger bilderbuchartige Laufbahn als Lektorin in einem renommierten, bekannten Verlag einzuschlagen. Ich war dankbar für diese Gelegenheit, ein Praktikum machen zu dürfen und bekam auch sinnvolle Unterstützung dabei, wollte mich aber partout nicht für den Rest meines Lebens auf diesen einen Erwerbszweig festlegen lassen. Ich wollte unbedingt auch die Ränder, die anderen Möglichkeiten, die gesamte Vielfalt eines kreativen Berufes kennenlernen und nicht für den Rest meines Lebens dicke Schwarten auf Fehler korrigieren. Deswegen entschloss ich mich damals dagegen und bin meinen eigenen Weg gegangen, auch wenn der sehr oft holprig war. Aber ich weiß, ich habe dadurch das Privileg erhalten, hinter die vielen Vorhänge sehen zu dürfen und mich im Grunde jeden Tag wieder neu oder gegen meine Tätigkeit entscheiden zu können, statt für den Rest meines Lebens dazu gezwungen zu sein, ein und dasselbe zu tun.

Das ist etwas, dass mich erst der Film "Matrix" und dann Hegels Philosophie gelehrt hat: Wenn jemand vor dir steht und dir sagt: "Entweder oder..." wähle lieber ERSTMAL nichts davon und versuche, bevor du dich dann doch irgendwann entscheidest, herauszufinden, welche andere Möglichkeit dir da eigentlich verschwiegen wurde. Denn es gibt im Leben häufig noch andere Möglichkeiten, aber die muss man erstmal selbst finden.

das ist mitnichten der weiseste Rat, den man bekommen kann, wenn man vor eine Wahl gestellt wird oder sich selbst meint, eine solche auferlegen zu müssen.

Wie meinst du das? Was wäre denn besser?

... weiß ich nicht, ich gab dir nur Recht, dass man manchmal mehr als nur zwei bestehende Optionen abklopfen kann:)

Achsoooooooooooo. Dann habe ich dich wohl missverstanden :)

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