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RE: Marktwirtschaft vs Algorithmen & KI

in #algorithmen7 years ago (edited)

Lieber Thomas,
es ist kein Geheimnis, dass nahezu jedes System Schattenseiten hat, die auch weithin bekannt sind. Schließlich muss man ja mit ihnen umzugehen wissen, bedient man sich des jeweiligen Systems. Was als Schlecht erkannt wird, entspringt stets der Perspektive von Partikularinteressen. So sehen Unternehmer Schatten, wo für andere Gruppen das Licht ist und umgekehrt. Aus den Widersprüchen entsteht Propaganda, also Verführung, getrieben von gerissenen Profiteuren.

Ich bin daher nicht mehr so sehr daran interessiert, was alles falsch läuft. Die Perspektive Betroffener ist ja auch gar nicht das Rätsel und muss nicht tausendfach wieder auf den Tisch gelegt werden. Mich persönlich interessieren tragbare Alternativen. Die werden, bei all dem gepflegten Blues, nämlich nie auf den Tisch gelegt. Außer haltlosen Utopien ist da leider kaum was in Sicht, was jeder akzeptieren will (WILL!!!). Wir hören immer nur Maximalforderungen, also Lösungsvorschläge mit der Brechstange.

Dabei würde uns ein realistischer Pragmatismus tatsächlich weiter helfen. Aus der Richtung kann ich, zumindest hier auf dem Steem, leider keinerlei Beiträge entdecken. Ich meine aber, dass dringend nötig wäre, an Alternativen zu arbeiten. All das bekannte Geheule führt niemanden weiter, außer die Trumps und Johnsons dieser Welt, die raffiniert Widersprüche für ihr Geschäftsmodell zu nutzen wissen. Das kann doch nicht alles gewesen sein, dessen ein vernuftbegabtes Wesen fähig ist. Ich denke, da geht noch was mehr!

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Absolut korrekt was du da schreibst Martin, über Lösungen will kaum einer sprechen und wenn dann nur um wieder Ruhe zu haben für ein Weilchen.

Denn Lösungen zu haben bedeutet für alle Verluste/Einbußen hinnehmen zu müssen, was aber angesichts der allgemeinen Gemengelage wohl das kleinere Übel wäre und eventuell sogar zu einer Besserung der Umstände für alle führen könnte/würde.

Ich wäre ja auch durchaus bereit mein erarbeitetes Wissen zu teilen wenn es für mich irgendwo einen Vorteil gibt der wenn er nicht geldwert ist dann zumindest irgendwie auch zu einer wie auch immer gearteten Kompensation führen muss weil auch ich als Selbständiger von irgend etwas meine Rechnungen bezahlen muss.
Du weißt ja sehr genau wovon ich spreche du kennst das ebenfalls, wir haben beide kein Angestelltengehalt was uns irgendwie über Wasser hält.

Man müsste halt allgemein wieder vernünftige Regeln für den Austausch von Wissen, Arbeit und Grundbedürfnissen wie Nahrung oder Kleidung erarbeiten damit wir wieder zu einer etwas lebenswerteren Gesellschaftsform kommen, im Grunde genommen haben wir ja alle die selben Bedürfnisse aber nicht alle die selben Fertigkeiten/Fähigkeiten oder die selben finanziellen Möglichkeiten.

Grundsätzlich könnten die Probleme ja alle ganz einfach gelöst werden, es würde links und rechts ein wenig schaben und knirschen hier und dort, aber es ist lösbar. Dumm nur das einige dann ihre Vorteile die sie nun genießen dürfen dafür aufgeben müssten und das wollen halt die wenigsten man will ja nicht wie all die normalen sein man ist ja irgendwie etwas besseres (warum eigentlich, wer legt das denn fest bzw. bestimmt das? )

Ach es gibt jede Menge zu tun, es muss nur mal angepackt werden und es müssen ALLE mitziehen (oder wenigstens die meisten, alle werden es denke ich nie werden)

Genau der Meinung bin ich auch, nörgeln hilft keinem und Lösungsansätze wären natürlich besser.
Hoffen wir mal auf mehr Leute die auch bereit sind sich etwas mit einer Sache auseinanderzusetzen, anstatt nur dagegen zu sein.

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