Ob man die essen kann?

in Kururu-TV4 years ago (edited)

Pilzfund

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Pilze in Paraguay

Nun, da gibt es nicht so viel, was man an Wissen der einheimischen Bewohner abgreifen könnte. Für Paraguayer sind Pilze grundsätzlich nichts, was auf ihrer Speisekarte steht. Zum einen gibt es ja auch giftige/ungeniessbare Varianten und zum anderen sind Pilze hier den Legenden nach Hinterlassenschaften der Waldkobolde.

Auf Island gibt es ähnliche misteriösen Ansichten. Da ist es jedoch Elfenkacke.

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Lecker sehen sie ja aus

Ich muss gestehen, ich habe da null Ahnung, was das "Standardwissen" über Pilze übersteigt. Champinons kennt man von der Pizza, dem Jägerschnitzel oder als geschnippselte Version im Glas aus dem Discounter. Einen Pfifferlinge oder Steinpilz erkennt man noch gerade so und dann wird es auch schon eng mit dem Pilzwissen. OK - knallrote Kappe mit weissen Punkten sollte man meiden.

Sorte Zwei

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Wenn man keine Ahnung hat, dann kann man ja googeln. Pilze sind noch relativ unpolitisch. Da findet man sogar Infos. Nur eben kaum etwas über die Pilze in Paraguay. "Ähnliches" Aussehen ist mir dann doch etwas zu unsicher für eine klare Zuordnung.

Bei der Abwägung, ob man die Pilze ohne Bedenken in den Speiseplan aufnehmen kann, war auf der "Vielleicht doch nur fotografieren" Seite die Tatsache, dass die "typischen Fundorte" NICHTS mit dem tatsächlichen Fundort gemein hatten.

Die Welt ist klein

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Dann googelst du nach ähnlichen Bildern der gefundenen Pilzsorte und stolperst über einen 10 Jahre alten Kommentar unter einem Blogbeitrag mit Körben voller Pilze. In Paraguay.

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Pointe: Ein Kommentar von dir selbst :D

Jetzt hat es 10 Jahre bis zur Pirsch gedauert. Bzw haben sich die 4 Pilze mehr an mich, wie ich mich an sie gepirscht. Da wird eine Entscheidung schon schwierig, wenn man die Pilze an einem Ort gefunden hat, wo sie sich eigentlich niemals hätten befinden dürfen. Zumindest nach "offziellen Erkenntnissen". Aber irgendwann ist ja immer das erste mal.

Ausserdem habe ich mich da auch etwas auf mein Bauchgefühl und die Wahrnehmung via Geruch verlassen. Es gibt zwar Ausnahmen, aber wenn etwas schon eher ekelig riecht, dann sollte man es auch lieber nicht essen. Die Pilze hatten jedoch einen richtig angenehmen, leckeren, wohlbekannten Pilzgeruch.

Fazit: Den mutigen gehört die Welt

24 Stunden nach dem Genuß kann ich immerhin mitteilen:

Die beiden mit den braunen Kappen sind in einer 1-Personen Pilzpfanne gelandet. Mit Zwiebeln und Knoblauch in Schmalz gebraten. Mit etwas frischem Weißbrot dazu. Brauchst du nichts anderes mehr.

Sort:  
 4 years ago 

Da bin ich aber froh, dass du uns die Kunde noch überbringen kannst ;-)

Ich persönlich bin kein Pilzfreund. Ich mag weder den Geschmack noch den Geruch bei der Zubereitung. Allenfalls den Geruch der Pilze im Wald.
Insofern lass ich sie da wo sie sind.

Aber dass du über deinen eigenen (wahrscheinlich vergessenen) Kommentar bei der Google-Suche gestolpert bist, ist schon sehr kurios :-)

 4 years ago 

Hehe - klar hatte ich den Kommentar längst vergessen.
Hab den dann auch nur zufällg entdeckt, weil ich dachte: "Oh - der Artikel hat einige Kommentare.
Scheint nicht nur mich zu interessieren. Vielleicht sind da ja noch ein paar Hinweise dabei" :D

Bei Bild 1 und 2 kann ich Dir auf den Sprung helfen: das ist ein Sandpilz. Gut eßbar, aber sicher nicht direkt eine Delikatesse.

image.png

Man nennt ihn in bestimmten Gegenden wohl auch Semmelpilz...

 4 years ago 

Ich glaube mit den Namen ist auch so eine regionale Sache für die im Grunde gleichen Pilze.
Hier hat mir neben Maronen, jetzt noch jemand gesagt es wären Butterpilze.
Sicherlich hat der Geschmack dann auch wieder etwas mit dem Standort zu tun, auch wenn es der gleiche Pilz ist. Oder die gleiche Art.

 4 years ago (edited)

Hallo?! Was soll der Fake-Beitrag? Du befindest dich in der falschen Jahreszeit!... 🤪

Haha, ich erinnere mich an einen legendären Pilz-Dialog mit dem Kleingartenverein... 😂

Ich würde mich niemals so weit aus dem Fenster lehnen wie die Räbin und diesen Pilz bestimmen - die regionalen Unterschiede sind einfach zu groß.
Eine Marone könnte es durchaus sein, ein Butterpilz eher nicht. Ist aber eigentlich auch egal, denn Fakt ist: Es ist ein Röhrenpilz.

Bei Röhrenpilzen gilt (so viel ich weiß sogar weltweit): Es gibt nur wenige giftige und die sind dann auch nicht tödlich, verdrehen maximal heftig den Magen.

Dich auf den Geruchssinn zu verlassen, ist keine gute Idee - selbst der Knollenblätterpilz duftet sehr angenehm...
Ebenso der Bitterling (Röhrenpilz), der sehr leicht mit dem Steinpilz verwechselt werden kann. Der ist sogar essbar, aber definitiv nicht genießbar. Übel: Schnippelst du in eine Pilzpfanne mit 20 leckersten Steinpilzen einen einzigen Bitterling, ist deine Mahlzeit hin!

Also: Probieren! Und zwar roh. Beiß ein kleines Stück ab und zerkaue es ziemlich gut. Hast du einen ungenießbaren Pilz, schmeckst du das sofort - und spuckst den ekelhaften Sud instinktiv automatisch aus... ;-)

Bitte: Dieser Tipp gilt ausschließlich für Röhrenpilze!

 4 years ago 

Den Hinweis mit dem "Roh testen" hat mir auch jemand von hier vor Ort gegeben.
Natürlich kein Einheimischer aus oben genannten Gründen :) War von einem Österreicher, der auch irgendwo hier lebt. Weil ich aber weiß, dass es Pilze gibt, von denen ein klitzekleiner Teil genügt, dich zwar nicht zu töten, aber anderweitig ziemlich schwerwiegende Auswirkungen haben kann, besonders hier in Südamerika, hab ich bis dato auf einen solchen Geschmackstest verzichtet :D :D

Über den Hinweis mit "ein falscher Pilz kann dir die ganze Pfanne versauen" bin ich auch schon gestolpert. Hier ist ja gerade die passende Zeit vom Wetter und da könnte das wichtig werden :) Ab und an bekommst du hier in europäischen Restaurants auch mal Pilzgerichte, aber sehr teuer, weil hier die Pilze ein Vermögen kosten, wenn du sie kaufst. Und wenn dann als Trockenpilze oder im Glas. Frischware ist eher selten.

Der Geruchstipp hingegen ist ein neues Wissenselement. Verdammt. Ich dachte das wäre schon mal ein guter und vor allem natürlicher Richtwert. Mist :D

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