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RE: Wieso muss man ein Buch zu Ende lesen

in #yolo2 years ago (edited)

Hört sich für mich sehr nach einem der bekanntesten Denkfehler an.. ;)
Warte ich pack hier gleich n Bild mit rein.

photo_20190831_110641.jpgphoto_20190831_110647.jpg
[Ein wirklich gutes Buch ;)]

Ansonsten ist mir auch sehr ähnliches bezüglich Bücher, Filmen (aber auch bei) Computerspielen aufgefallen.
Liegt jedoch meiner Meinung nach daran, dass die Qualität immer beschissener wird. Geht auch schon lange nicht mehr darum sich selbst auszudrücken, Wissen zu verbreiten oder zu sammeln.. (auf Buch bezogen) (Bei Spielen eben Spielmechanik, Story, Community)
Sondern nur noch um Geld... Möglichst schnell das Produkt fertig bekommen und möglichst viel Kohle damit machen..

Buch (libert - latein) war früher einmal für die Menschen das gleiche Wort wie Freiheit (liberty - englisch). Hat sich seitdem einiges verändert..

Ich brauche immer die meiste Zeit ein wirklich gutes Buch zu finden, sobald ich solch eines in den Händen hab, wird es regelrecht verschlungen. ;)

Sort:  

Danke für den Buchausschnitt Jan! Das mit der Konsistenz und Imagewahrung ist so wahr.
Man muss herausfinden, welche Beschäftigungen es wert sind, sie weiterzuverfolgen. Es kann aber ziemlich tricky sein, weil wenn man mit etwas zu früh aufhört, könnte man eventuell auch was Gutes verpassen.
Falls dich die Thematik interessiert, "The Dip" von Seth Godin fasst diesen internen Konflikt gut und knackig (72 Seiten) zusammen.

Die durchschnittliche Qualität aller Bücher ist bestimmt gesunken in den letzten Jahrzehnten. Wie du gesagt hast, möchten immer mehr Leute die Chance ergreifen mit Schreiben ein passives Einkommen zu verdienen. Das heißt aber nicht, dass es zwischen und unter diesen Büchern keine guten gibt. Man muss sie halt finden. Im schlimmsten Fall packt man Literatur aus den letzten Jahrhunderten aus. Ich merke bei mir selbst auch, dass ich mich mit der Zeit immer mehr zu älteren literarischen Werken hingezogen fühle.
Ich weiß auch gar nicht ob es schade ist, dass sich die Dinge mehr in die Richtung Quantität statt Qualität entwickeln. Immerhin fängt man so an, wirklich qualitative Werke mehr zu schätzen.

Natürlich muss dies nicht heißen, dass die Bücher schlecht sind - gleichzeitig heißt es jedoch, dass sie gar nicht besser als ältere sein können.
Denn sobald Profit die Motivation ist, wird viel schneller gearbeitet (effizienter) und auch aus anderen (älteren ;)) Büchern kopiert (zumindest die Essenzen).

Also bleib ich doch direkt lieber bei den Originalen, welche aus einer anderen Motivation heraus geschrieben wurden. ;) Hoffe es ist jetzt klarer was ich meine.

Naja.. gut, schlecht.. Für mich einfach Teil der Matrix.
Möglichst viel Ignoranz und Bequemlichkeit fördern. Und falls doch mal jemand dort heraus ausbrechen möchte, diesen mit möglichst viel und möglichst falschen Input verwirren. (Frieden ist Krieg, Wahrheit ist gelogen, ...)

Hm, ich denke es ist unbedacht zu sagen, dass moderne Bücher besser oder schlechter sind als ältere. Man darf nicht vergessen, dass sich Ansprüche stets ändern und einen richtigen Maßstab gibt es meines Erachtens nach nicht.
Damals waren die Ideen aus Dostojevskys Werken abschreckend und verwirrend, heute sind sie der Holy Grail der Neuzeit, weil sich Menschen mehr mit Psychologie beschäftigen und komplexe Gedankenprozesse und -bildungen mehr zu schätzen gelernt haben. Vielleicht tummelt heute in irgendeinem Bücherladen ein ähnliches Buch rum.
Also wie gesagt, eine Zunahme an Quantität impliziert zwar eine Abnahme der durchschnittlichen Qualität, Ausreißer gibt es aber immer. Vielleicht nehmen, bzw. wollen wir diese aber noch nicht als solche wahrnehmen.

Sorry, kann ich jedoch nicht ganz zustimmen.
Wenn ich z.B. in nen heutigen Bücherladen gehe, könnt ich anfangen im Strahl zu kotzen..

Muss ja erstmal nen ordentlichen "Bücherladen" finden..

Die Menschen sind meiner Ansicht nach auch zu verblendet/ konditioniert/ in ihrer Matrix um irgendetwas mit Belang zu schreiben..

Solche Ausreißer, wie du sie meinst, finde ich eher im Internet in pdf Format, jedoch leider nicht als Buch. Denn um seine Texte in ein Buch zu wandeln, braucht es auch Investition - Geld und Zeit. Außerdem wird dann alles nochmal über nen Verleger gecheckt und gegebenenfalls Abgeändert/ Umgeschrieben..
Also wie gesagt, als pdf im Internet von total unbekannten Menschen (bspw auch gerne Bitcoin Whitepaper), sonst eher naja.

Ist natürlich jedoch auch mein subjektives Empfinden und dieses möchte ich niemanden aufzwingen - wenn es dir anders geht dann freu ich mich sogar für dich. :)

Wenn ich z.B. in nen heutigen Bücherladen gehe, könnt ich anfangen im Strahl zu kotzen..

hahaha

Das Wort Bücherladen verwende ich eh nur metaphorisch.
Das Internet ist mein Bücherladen.

Glaub mir, wenn du ein Autor aus Leidenschaft bist, dann steckst du dieses Geld und diese Zeit auch rein. Auch wenn es 20 Jahre dauert. Auch wenn du weißt, dass die Wahrscheinlichkeit viel Gewinn zu machen, marginalst ist.
Übrigens gibt es heutzutage mehr Selbstverleger als man denkt und da kommen die Werke dann auch relativ unverändert auf den Markt.

Hab bessere Autoren und Texte hier auf der Steem Blockchain entdeckt, als in Büchern..

die steem blockchain ist auch ein besonderer Ort :)

dieser besondere Ort wird nur leider zu Grunde gerichtet

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