Produkttest PHILIPS Essential HD9270
Nun ist sie da, eine nigelnagelneue Heißluftfritteuse von Philips mit einen Garraum von 6,2 Litern. Angegeben ist sie für einen Haushalt für bis zu 4 Personen. Das Gerät habe ich von Philips kostenlos für einen Test zur Verfügung gestellt bekommen. Auch wenn dem so ist, werde ich hier auf keinen Fall irgendwas verschönern oder gar loben wenn es mir persönlich nicht gefällt. Nach Abschluss des Testes werde ich das Gerät an den Verein Nesomi e.V. spenden. Der Verein stellt unter anderen Ferienobjekte für Menschen, die finanziell nicht so gut aufgestellt sind, unentgeltlich zur Verfügung. Aktuell wird ein Ferienobjekt im Thüringer Wald saniert und hergerichtet, dort wird man diese Philips Airfryer in einer Ferienwohnung dann vorfinden.
Ohne groß in das Handbuch zu schauen, denn die Funktionen wie Zeit Einstellung, Temperatur oder Auswahl von vor eingestellten Programmen ist wirklich selbsterklärend, lege ich gleich einmal los. Es ist Sonntagmorgen, und was bereite ich mir da zu? Richtig, ein paar gekochte Eier und ein paar frisch aufgebackene Brötchen. Da Sohnemann gerade auch hier ist, kommen also 4 Eier sowie 4 Aufbackbrötchen in den Korb der Philips Airfryer.
Temperatur stelle ich 170° ein und Zeit 8 Minuten. Die Eier haben Größe M und kommen direkt aus dem Kühlschrank. Sollte man tiefgefrorene Brötchen nehmen erhöht sich die Zeit auf ca. 12 Minuten. Also erst Brötchen rein und dann nach 4 Minuten die Eier. Man muss es halt am Anfang ein wenig austesten, denn jeder möchte sein Ei ja auch anders gekocht. Bei mir muss das Eiweiß fest sein und das Eigelb noch etwas weich sein.
Auch wurde eine recht große Spanferkelkeule in der Heißluftfritteuse gegart. Zeit war 140 Minuten bei 150°. Sie wurde nach der Hälfte der Zeit einmal gedreht und ab und zu immer einmal mit dunklem Bier begossen. Die Schwarte war super kross und das Fleisch wirklich sehr zart. Ich musste aber ein Stück vom unteren Knochen abtrennen, da es wirklich ein großes Teil Fleisch war und sonst nicht reingepasst hätte. Der Garraum war vollkommen ausgefüllt. Jedoch war trotzdem das Fleisch durchgegart.
Es ist auch ein Irrglaube, dass man mit einer Heißluftfritteuse keine Soßengrundlage bekommt. Einfach unter den Korb ein wenig flach geschnittenes Wurzelgemüse reingeben - das ganze mit etwas Fond/Wein aufgießen (nicht zuviel) und schon kann man am Ende des Garens das ganze mit weiterem Fond/Wein aufgießen, mit einem Silikonspachtel vom Boden lösen und in einen Topf durch ein Sieb gießen, um die Soßengrundlage dann weiter zu reduzieren und letztendlich abzuschmecken.
Ein Tipp von mir ist, dass ihr, wenn ihr Pommes selber macht oder irgendwelche Lebensmittel vor der Zubereitung mit Öl benetzt, am besten ein Sprayer nehmt. Es gibt fertige hochwertige Ölsprays oder ihr füllt Öl in spezielle Spray-Flaschen. Denkt bitte daran, das naturtrübe, ungefilterte Olivenöle nur bis 130° zu erhitzen sind. Gefiltertes bis höchstens 180°. Raffiniertes Olivenöl ist bis 220° erhitzbar.
Auch kann man, um die Reinigung zu erleichtern, einen kleinen Schluck Wasser auf den Boden der Fritteuse schütten bevor man mit dem “frittieren” los legt.
Des weiteren sollte man die Heißluftfritteuse immer 2-3 Minuten mit der höchsten Temperatur vorheizen. Auch wenn es in der Beschreibung so nicht steht. Habe schon einmal Pommes getestet mit und ohne vorheizen und ich bin der Meinung dass sie mit vorheizen besser geworden sind.
Ein Vorschlag an Philips für eine neue Serie einer Heißluftfritteuse: Wie wäre es, wenn man ein Kerntemperatur-Thermometer integrieren würde, mit dem man die Kerntemperatur einstellen kann und sich dann nach Erreichen das Gerät ausschaltet? Ich denke, so bekommt man immer gleichbleibende Ergebnisse und vor allem kann man so nicht nur Fleisch und Geflügel punktgenau und nach eigenen Vorlieben garen.
Abschließend kann ich nur sagen, dass die Philips Airfryer ein tolles Produkt ist, das einem das Leben sehr erleichtert. Schnell kann man sich, auch als Single, ein Essen zubereiten, das nicht aus einer Konserve kommt. Und ich rede hier nicht nur von Pommes oder Fertiggerichten. Vom gekochten Ei bis zum Burgunderbraten, der in nur 40 Minuten fertig ist, kann man alles in der Heißluftfritteuse zubereiten. Selbst Brot und Kuchen kann man in ihr backen (als Zubehör gibt es einen Einschub der als Backblech dient). Wenn man erst einmal ein wenig Gefühl für Zeiteinstellung und Temperatur hat, kann man wirklich tolle Gerichte mit einer großen Zeitersparnis zubereiten. Und wenn alles fertig ist, ab mit den 2 Teilen in den Geschirrspüler, und das war es dann auch schon.
Da man eine Auswahl treffen kann, welches Volumen der Garraum hat wird vom Single Haushalt bis zur 4-5 köpfigen Familie jeder seine Philips Airfryer finden.
Für mich jedenfalls wird das Gerät ein täglicher Begleiter werden.
Viel Spaß, beim ausprobieren.
Ich werde sie mir zum Geburtstag wünschen👍👍👍
In dieser Zeit, kannst du mir ja berichten 👍