Ganztages-Grundschule ab 2025 - ernsthaft??

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Vor ein paar Tagen gab es die Meldung, dass ab 2025 die Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder gewährleistet sein soll und dafür 2 Millarden Euro zur Verfügung gestellt werden sollen.

Mal ganz abgesehen davon, dass es mit Sicherheit gar nicht genug Personal dafür geben wird, geschweige denn von den Örtlichkeiten usw., bin ich mittlerweile immer mehr erzürnt über dieses Vorgehen.

Liebe Bundesregierung, ist das wirklich Euer Ernst??
Ihr nehmt einen Haufen Geld in die Hand, damit ja beide Elternteile Vollzeit arbeiten gehen, um irgendwie zu überleben?? Um die "Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie zu erhöhen"???
Wir sollen zwar Kinder in die Welt setzen, dürfen uns aber nicht mehr um sie kümmern, wie die Kleinen es eigentlich verdient hätten? Nämlich den Großteil zusammen mit unseren Kindern zu verbringen, sie aufwachsen zu sehen, mit ihnen zu spielen, ihnen das Leben zu zeigen.....

Wofür soll ich denn Kinder bekommen, wenn ich sie bereits im Kleinstalter "abschieben" soll, nur damit ich irgendwie Miete, Strom und Verpflegung zahlen kann??

Die Kinder werden immer noch früher ihren Eltern entzogen, man hat keine Zeit mehr, da man nur noch mit arbeiten beschäftigt ist....

Ich möchte mein Kind nicht abschieben, sondern selbst betreuen! Warum wird immer noch früher die eh schon zu kurze Kindheit der Kinder zerstört und das innige Verhältnis zu den Eltern immer weniger wert??

Was hat das mit vereinbaren von Beruf und Familie zu tun, wenn mein Kind immer noch länger von zuhause weg ist?
Die Familie gerät immer weiter in den Hintergrund. Man soll den ganzen Tag arbeiten, danach noch einkaufen, evtl. Arzttermine, kochen und dann hab ich abends glatt ein oder zwei Stunden mit meinem Kind, bevor der Tag vorbei ist und alle todmüde ins Bett fallen?
Ist das Sinn und Zweck einer Familiengründung? Dass ich von 24 Stunden vielleicht 2 intensive Stunden mit meinem Kind habe??

Ich sage ganz klar NEIN!

Ist es nicht eher sinnvoll, mal darüber nachzudenken, wie man es Eltern leichter macht, um wirklich Arbeit und Familie so zu vereinbaren, dass alle zufrieden sind?
Nehmt doch lieber Geld in die Hand, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Nehmt Geld in die Hand für Mütter und Väter, die ihre Kinder zuhause betreuen möchten. Schafft flexiblere Arbeitsmodelle!
In der heutigen Zeit ist soviel möglich!
Und das ist Eure Lösung?
Damit unsere Kinder im frühesten Alter schon lernen müssen, ohne ihre nähesten Vertrauten, nämlich die Eltern, klar zu kommen, ohne Liebe den ganzen Tag, immer noch mehr Leistung, immer noch mehr lernen, immer noch mehr arbeiten, immer noch weniger Freizeit....???

Sorry, aber das ist nicht meine Vorstellung von Familie! Ich möchte nicht von meinem Kind entfremdet werden. Ich möchte nicht, dass sich jeden Tag fremde Personen um mein Kind kümmern. Ich möchte nicht, dass ich vom Leben meines Kindes gar nichts mehr mitbekomme, nur weil ich den ganzen Tag arbeiten muss, um über die Runden zu kommen.

Ich möchte keine "Arbeitersklaven" im Sinne des Staates auf die Welt bringen.

Ich möchte, dass mein Kind eine unbeschwerte Kindheit hat und dass ich das auch miterlebe und nicht nur von irgendwelchen Erziehern erzählt bekomme, was mein Kind den ganzen Tag gemacht hat.

Es kann doch nicht sein, dass beide Elternteile 8-10 Stunden jeden Tag in einer mehr oder weniger gut (meist ja weniger gut) bezahlten Arbeit sitzen müssen und von ihren eigenen Kindern gar nichts mehr mitbekommen? Dass andere mein Kind erziehen? Dass andere die Hausaufgaben mit meinem Kind machen?

Dafür habe ich keine Kinder bekommen!!!

Hier läuft in meinen Augen etwas massiv in die falsche Richtung!! Ich möchte Deutschland nicht schlecht reden! Das soll hier nicht missverstanden werden!
Doch dieses Land entwickelt sich immer mehr zurück statt weiter!
Immer mehr Verbote, immer mehr Pflichten, immer mehr Zwang!

Nein danke!

Ich bin immer noch mehr glücklich darüber, dass ich mit meiner Familie unterwegs bin!
Arbeiten unterwegs und dennoch immer zusammen!
Und es werden immer mehr, die aus diesem System ausbrechen, da es immer mehr in die falsche Richtung geht!
Und ich kann jeden Einzelnen verstehen!

Ja - grundsätzlich ist die Versorgung und das Sozialsystem ja gut in Deutschland, das möchte ich auch gar nicht bestreiten!
Doch in vielen Dingen ist Deutschland irgendwo stehen geblieben!

Und - sorry Deutschland - Ihr habt bereits zwei meiner Kinder mit Euren Gesetzen und Verboten und Pflichten kaputt und krank gemacht, bei meinem dritten Kind lasse ich das nicht auch noch zu!

Ihr solltet Euch mal fragen, warum es immer mehr depressive Kinder gibt, immer mehr depressive Erwachsene, immer mehr Burnouts, immer mehr Krankschreibungen.....
Und immer mehr, die Euch den Rücken kehren!

Andrea von Yoshi and Family

Bildquelle: pixabay

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Das Problem ist: auf jedes Elternpaar wie euch, das sich wirklich um seine Kinder bemüht, kommt (mindestens) eins von der anderen Sorte. Die, die sich für Supereltern halten weil sie ihre Kinder nicht schlagen und das Kind mit vollem Magen und sauberen Sachen früh zur Schule geht. Die, deren Antwort auf Fragen ihrer Kinder ist "Frag in der Schule". Die, die sich nicht dafür interessieren was ihre Kinder so machen - Hauptsache, sie stören nicht. Für alle diese Kinder ist mehr Schule sicherlich keine schlechte Lösung.

Ja, das stimmt. Das habe ich nicht bedacht, dass viele ja Kinder aus unerklärlichen Gründen bekommen, obwohl sie gar nichts damit zu tun haben wollen.

Das sehe ich zu einem großen Teil anders!

Es geht ja nicht um eine verpflichtende Ganztagsschule, sondern um das Recht auf Ganztagsbetreuung. Insbesondere für Alleinerziehende dürfte das schon echt hilfreich sein.

Wenn ansonsten nämlich die Wahl zwischen gezwungener Aufgabe der Berufstätigkeit und Vernachlässigung der Kinder steht, ist eine Ganztagsbetreuung doch eine gute Alternative.

Klar brauchen Kinder Aufmerksamkeit und Fürsorge, aber in vielen Fällen ist das bei der Ganztagsbetreuung sogar besser als ohne. Dort bekommen sie zumindest Betreuung bei der Hausaufgabe und regelmäßig Spiele und pädagogische Angebote. Leider können das nicht alle Eltern bieten.

Natürlich sollten Eltern ihre Kinder nicht einfach abschieben, aber die Möglichkeit, die Kinder bis 16 Uhr betreuen zu lassen, kann in vielen Fällen für Eltern und Kinder positiv sein.

Nachtrag: Meine Mutter hilft ehrenamtlich in einer Hausaufgabenbetreuung. Ohne diesem Angebot hätten viele der Kinder überhaupt keine Hilfe bei Hausaufgaben und wären die Zeit vermutlich alleine vor dem Computer oder Fernseher. Und oft liegt das nicht daran, dass die Eltern nicht wollen.

Grundsätzlich stimme ich Dir da zu. Jedoch wie Du bereits z.B. die Alleinerziehenden ansprichst, sollte es doch eigentlich möglich sein, dass diese z.B. nur halbtags arbeiten, ohne dass sie finanzielle Einbußen haben und für die Betreuung unterstützt werden. Der Staat möchte zwar, dass wir viele Kinder bekommen, jedoch unterstützt er kein Familienleben, sondern eben nur, dass man die Kinder dann ganztags außer Haus geben kann, um einer Vollzeittätigkeit nachzugehen. Hier finde ich, dass der Ansatz komplett falsch ist.
Man sollte nicht immer noch weniger Zeit haben und mehr arbeiten, sondern man sollte honoriert werden, dass man für die Zukunft der "Alten" sorgt! Wenn ich mein Kind also nicht den ganzen Tag in irgendwelche Einrichtungen schicken will, sondern mich selbst um es kümmern möchte, werde ich im Endeffekt dafür bestraft! Das ist doch nicht Sinn und Zweck der Sache!

Danke für deinen Beitrag und ein angenehmens Wochenende sei dir gewünscht

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LG

Mikrobi

Der Staat möchte zwar, dass wir viele Kinder bekommen,

Wer sagt denn das? Alle Zeichen zeigen etwas Anderes...