Wir brauchen keinen Supermarkt. Theoretisch. Wir brauchen Wissen und Freiheit.

in deutsch •  last month  (edited)

Yucca
YUCCA Baby, von mir selbst gepflanzt. Yucca wird hier wie Kartoffeln gegessen, frittiert oder gekocht. Aber Kartoffeln gibt es hier auch. Die sind riesig!

beehive-ginger

Natürlich wächst sowas nicht in Europa oder gar Deutschland. Aber zum Beispiel in Thailand, Afrika oder auch hier in Panama, findet man diese großen Ingwerpflanzen sehr häufig. Die Blüte kann man einfach über dem Kopf ausdrücken und den Saft als Shampoo nutzen. Er riecht sehr gut und tut auch dem Haar gut. Ich weiß nicht genau warum, aber als es mir ein Indianer im Dschungel gezeigt hat, war ich wirklich begeistert. Es ist zudem sehr erfrischend.

Weitere Pflanzen mit heilender Wirkung die hier wachsen und praktisch in Massen kostenlos verfügbar sind!

  • Eukalyptus
  • Zintronengras
  • Zimt
  • Mangosteen
  • Limetten
  • Guanabana (krebsheilende Wirkung!)
  • Lavendel
  • Minze

und viele mehr... Ich sollte vielleicht mal einen Post mit allen Pflanzen um mich herum machen, da kommen sicher einige hundert zusammen!

Mutter Natur hat im Prinzip alles schon am Start

Die Temperaturen im Nebelwald hier in Panama sind zwar nicht so hoch, aber die Luftfeuchtigkeit extrem. Doch für alles gibt es ein Mittelchen, einen Saft von einem bestimmten Baum, heilende Blätter, kühlende Rinden und was nicht alles. Je mehr ich hier in der Natur unterwegs bin, wo noch nie Menschen irgendwas anderes als Viehzucht betrieben haben, desto mehr merke ich das alle diese Produkte, dieser teils ekelhafte Supermarktkonsum total unnötig ist. Das alles eine riesige Show ist, mit der man uns sagen will wir bräuchten all diese Konsumprodukte und produzierten Lebensmittel.

Du kennst doch sicher Chiquita

Schau mal die Banane. Sie ist doch so ziemlich perfekt als Produkt. Ihre Verpackung ist so genial konzipiert, dass man sie 10.000 Kilometer von Panama nach Deutschland karren kann. Und das schon seit unmittelbar nach dem Krieg. Die Banane ist auch ein gutes Beispiel für gnadenlosen Kapitalismus. Jeder kennt Chiquita. Die Marke, die bekannt ist für schlechte Arbeiterverhältnisse. Da waren diverse Skandale. Und heute?

Das Kilo Bananen kostet in Deutschland 1 EUR.
Hmm, in Panama auch, crazy huh?
Und... die Bananen in Deutschland sind alle gleich groß und immer so perfekt.
Wie kann das sein?

Nun, ganz einfach. Der größte und beste (aussortierte) Teil der Bananen geht in den Export. Der Rest mit Makeln und nicht so schönen Formen wird hier verkauft. Aber nicht etwa viel günstiger, sondern für den gleichen Preis wie in Europa.

Übrigens sind FAST ALLES Produkte hier teurer als in Deutschland.
Deutschland ist ein totales Lebensmittel-Billigland.
Das mit ALDI usw. ist wirklich EXTREM, und auf Dauer auch nicht gesund.

Man schaue mal auf die Franzosen. Die geben rund 1/3 mehr Geld für Essen aus, dafür pflegen die Deutschen ihr Auto besser, hahaha ;-)

Alles was wir brauchen ist Wissen und Freiheit!!!

Mit dem Wissen was wir heutzutage haben, könnten wir viel leichter im Einklang mit der Natur leben als es scheint. Aber der Kapitalismus und somit die GIER der Menschen lässt dies nicht zu. Und das ist der einzig wahre Grund warum wir es nicht tun.

Könnte Deutschland sich im Ernstfall selbst ernähren?

In Ländern wie Deutschland ist ein Leben von den Ressourcen der lokalen Natur aus meiner Sicht nicht mehr möglich. Ich meine da braucht man schon Atomkraft, um die enorme Stromverschwendung gewuppt zu bekommen und Satellitensysteme, um die Monokulturen besser kalkulieren zu können. Da leben rund 240-250 Menschen auf einen Quadratkilometer, und dank des tollen Sozialsystems sind da auch viele dabei, die nicht mal Geld erwirtschaften. Will sagen, Deutschland könnte doch die über 80 Millionen Menschen gar nicht selbst ernähren. Oder liege ich da falsch?

Ich meine, ganz ehrlich: Wie viele Menschen in Deutschland kennst du, die NUR lokale Produkte verzehren? Ich kenn keinen... und ich kenne viele.

Andere Länder, andere Sitten

Und dann gibt es Länder wie Panama, wo mehr wächst als die lächerlichen 3,5-4 Millionen Einwohner verzehren können. Hier kennt man das "Iss den Teller leer" nicht. Hier musste nie jemand hungern. Es gab auch keinen Krieg, nur in den 80ern mal eine Invasion der USA, von der kaum einer weiß.

Jedenfalls wird hier den Menschen natürlich NICHT beigebracht, wie sie mit ihren Ressourcen umgehen und davon leben können. Sowas findet wenn überhaupt nur noch innerhalb der Familie statt. Und das dank zunehmender "Digitalisierung" unseres gesamten Lebens immer seltener.

Und so gibt es HEUTE wieder Menschen die hungern. Weil diese zum Kapitalismus GEZWUNGEN werden und letztlich nicht mehr wissen, wie sie auf ihrem eigenen Stück Land etwas anbauen. Zum Beispiel als Pflücker auf der Kaffeeplantage. Da müssen sie Geld (8-20 Dollar pro Tag) verdienen, weil sie ja gezwungen sind Geld für "Produkte" zu bezahlen. Und wenn ich sehe, wie Indianerkinder für 1 Dollar Zucker-und Chemiegemisch aus China, verpackt als "Süßigkeit" kaufen, komme ich schon oft sehr ins Grübeln.

Indianer werden zu Smartphone-Zombies, genau wie wir

Ich bekomme irgendwie ein beklemmendes Gefühl wenn ich sehe, wie die letzten Bergvölker, die noch in Holzbuden leben ohne Strom und Wasser, mit dem Handy wie Zombies über die Straße laufen. Ich fühle mich irgendwie schuldig. Es fühlt sich nicht natürlich und stimmig an.

Hier könnten die meisten ein richtig gutes Leben haben. Aber sie werden darauf getrimmt, Geld zu verdienen um es im Supermarkt wieder auszugeben. Die Regierungen unterstützen wie überall auf der Welt, eher die Konzerne und den Kapitalismus und bauen gelegentlich mal eine neue Schule mit immer dem gleichen lächerlichen Bildungssystem, um sich abfeiern zu lassen. Ich hab so das Gefühl, für jede neue Schule werden hier 5 neue Shopping-Malls nach US-Vorbild gebaut.

Wo soll das enden?

Im Grunde weiß ich es. Deshalb mach ich das Ganze hier auch. Einfach nur arbeiten und Geld verdienen. Ganz wichtig, wenn du vorhast dich aus dem Staub zu machen, eventuell auf einer Finca in der Natur zu leben. Irgendwo da, wo alles wächst und das Leben möglichst frei ist. Du brauchst Geld. Ohne Geld bekommst du kein Land.

Aber weißt du es auch? Hast du das Weltgeschehen auf dem Schirm und verstehst du es weitestgehend?
Im Grunde genommen sind doch diese ganzen Themen fürn Arsch... Feminismus, Flüchtlinge, Politik, Rassismus, Kapitalismus... wir werden bald noch ganz andere Probleme haben.

Der Klimawandel wird z.B. unser Leben sehr bald sehr drastisch verändern.
Bereite dich vor.

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Vielen DANK für deine interessanten Ideen.
Ich denke schon, dass sich einige Menschen in Krisenzeiten selbst ernähren könnten in Deutschland, allerdings nicht die Masse, da gebe ich dir recht.
Persönlich werde ich meine Gartenkenntnisse auffrischen, man weiß ja nie ;-)
Viel Aufwind in all deinen Lebensbereiche, wünscht
Yvonne

Danke auch für den Kommentar. Ja natürlich können "einige" sich in der Theorie selbst ernähren. Aber nur theoretisch. Denn wenn in Krisenzeiten nur 10 von 250 Menschen pro Quadratkilometer wissen, wie man sich selbst ernährt oder entsprechend vorgesorgt haben, werden die anderen 240 ihnen einfach alles wegnehmen. Deshalb bin ich u.a. auch ausgewandert. Mehr Platz, besserer Boden, mehr Leute die ohnehin mehr gewohnt sind mit der Natur zu leben.

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